Montag, 27. September 2010

Saar-Hunsrück-Steig, 1. Etappe am 11.9.2010, Rundwanderung von Mettlach zur Saarschleife


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Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Mettlach
Über: Cloef
Ziel: Mettlach
Strecke: 16 km
Gehzeit: ca. 4 Stunden

Früh klingelte der Wecker, denn die Wettervorhersage war gut für diesen Tag, den wir daher schon für eine erste Wanderung nutzen wollten. In Orscholz hatten wir keine Unterkunft mehr bekommen, weswegen wir am Vortag ein Doppelzimmer im “Hotel Haus Schons” in Mettlach gebucht hatten – und auch nur bekamen, weil jemand anderes storniert hatte. Samstag ist immer ein schwieriger Tag um spontan ein Zimmer zu bekommen, vor allem auch in Mettlach, wo sich viele Touristen herumtreiben um Villeroy & Boch Porzellan einzukaufen.

Um 8 Uhr ging unser Zug ab vom Hauptbahnhof in Mainz und brachte uns nach Saarbrücken, von dort fuhren wir weiter in Richtung Trier und stiegen in Mettlach um 11:15 Uhr aus. Tatsächlich strahlte die Sonne vom Himmel. Vom Bahnhof war es nur ein kurzer Fussweg zum Hotel, direkt an der Saar gelegen hinter der Brücke am gegenüberliegenden Ufer. Dort bekamen wir unser Zimmer und einen Wandervorschlag, den wir uns auch schon überlegt hatten: von Mettlach über die von der Saar umschlungene Landzunge und die Burg Montclair bis zur Saarschleife, dann Übersetzten mit der Personenfähre, Aufstieg zur Cloef und Rückweg nach Mettlach, insgesamt 16 km.

Burg Montclaire
"Burg Montclaire"

Wir kehrten nach Mettlach zurück, durchquerten die Fußgängerzone und hielten uns dahinter nach rechts. Vorbei an der Lutwinuskirche folgten wir dem Tafel-Weg, der mit einer Kochmütze markiert ist. Oberhalb vom Friedhof ging es entlang und dann leicht ansteigend, bis wir auf die erste Relax-Bank trafen. Diese einladenden Beglleiter des Saar-Hunsrück-Steigs und angrenzender Wanderwege sind wirklich sau-bequem, und wenn man erst mal drin sitzt will man eigentich gar nicht weiter wandern sondern einfach nur da sitzen und die Natur genießen. Es ist fast unmöglich an ihnen vorbei zu gehen ohne die Füße hochlegen zu wollen.

Warten auf die Personenfähre an der Saar-Schleife
"Warten auf die Personenfähre an der Saar-Schleife"

Wir blickten hinunter auf die Saar, gingen dann bald aber doch weiter und erreichten die Burg-Ruine, die man für 1 € Eintritt begehen konnte, über Treppen und Übergänge. Wir blickten hinüber zur Cloef und hinuter zum Biergarten, wo wir etwas später vergeblich auf eine Bedienung warteten und so unsere Wanderung fortsetzen, glücklicherweise mit Wasser und Proviant in unseren Rucksäcken. Der Weg ging nun bergab, schwenkte nach rechts und erreichte die Saar. Eine weitere Relax-Bank nahm uns gefangen und diente uns als gemütlicher Platz für die Mittagsrast.

Dann folgten wir der Saar nach links um die Schleife herum und erreichten die Personenfähre und leuteten die Glocke an der Anlegestelle. Der Fährmann kam herüber und hatte uns nach wenigen Minuten ans andere Ufer gebracht. Nun folgte ein weiterer Aufstieg zur Cloef, wo wir plötzlich von Touristen-Schwärmen umzingelt waren. Wir blickten beeindruckt auf die Saarschleife und ich versuchte diese in Gänze zu fotografieren, was ohne Weitwinkel-Objektiv fast nicht möglich ist.

Die Saar-Schleife
"Die Saar-Schleife"

Hier oben beginnt nun der Saar-Hunsrück-Steig – unspektakulär sieht man plötzlich zum ersten mal die Markierung an einem Baum. Der Weg führte oberhalb der Saar entlang zurück nach Mettlach, direkt zu unserem Hotel. Wir machten noch zwei mal Rast und genossen – nun mit mehr Ruhe – die Aussicht auf die Saarschleife und die Burg Montclair. Vor 18 Uhr langten wir wieder im Hotel an, und hatten neben einer schönen Rundwanderung auch gleich die ersten 6 km des Saar-Hunsrück-Steigs erledigt.

Gefilde und Bier in der Klosterbrauerei von Mettlach
"Gefilde und Bier in der Klosterbrauerei von Mettlach"

Nach einer Dusche spazierten wir nochmal über die Brücke, wandten uns nach links und besuchten den Park neben der Villeroy & Boch Villa mit einer alten Abtei und dem Erdgeist, dem Wahrzeichen der Weltausstellung 2000, mit Weltkarten von Villeroy & Boch für WWF gefertigt aus 137.000 Kermaik-Puzzleteilen. Weiter ging es noch ein Stück die Saar entlang zur Abtei-Brauerei von Mettlach, wo wir uns das dort gebraute Bier und einheimische Gerichte, wie z.B. “Gefillde” schmecken ließen: Klöße mit Leberwurst gefüllt. Echt lecker !

Nach diesem ersten erfolgreichen Tag schliefen wir recht gut, obwohl unser Hotelzimmer über ein Wasserbett verfügte und wir das warme Geschwabbel unter uns beide nicht so gut leiden können.

Donnerstag, 5. August 2010

Das Video zur Fahrradtour

Zu unserer Fahrradtour am Samstag von Mommenheim nach Ingelheim und zurück über Mainz habe ich jetzt ein Video erstellt und in YouTube veröffentlicht.

Das Video habe ich mit Google Earth kreiert: dazu habe ich zuerst die Radtour als Pfad markiert, dann bin ich diesen “entlanggefflogen”, habe dazu vorher eine geeignete Höhe gewählt und dann nur die Pfeiltasten zur Steuerung benutzt, das ganze mit der Recorder-Funktion von Google Earth als Tour aufgezeichnet. Sowohl dieser markierte Pfad als auch die Tour habe ich hier in der Google Earth Community veröffentlicht.

Anschließend habe ich Fraps benutzt, um die Tour als Video aufzuzeichnen, habe die Tour also in Google Earth abgespielt und währenddessen mit Fraps das Videobild von meinem Computer aufgezeichnet. Fraps ist dafür ein geeignetes Werkzeug und liefert eine gute Video-Qualität, da das Videosignal direkt von der Grafikkarte abgegriffen wird, weswegen Fraps auch praktisch für allle Anwendungen funktioniert. Leider kann man mit der Freeware-Version nur 30-Sekunden-Schnipsel aufzeichnen. Ist aber kein grosses Problem: mit Windows Movie Maker lassen sich diese leicht zusammenfügen, mit Überblend-Effekten versehen, um dann auch noch die Ton-Schnipsel aufzuzeichen und hinzuzufügen. Mittlerweile bin ich von Windows Movie Maker recht überzeugt: genau die richtige Menge an Funktionen und Komplexität, daher leicht und effizient zu bedienen. Videos lassen sich im AVI oder WMV Format abspeichern oder direkt auf CD brennen.

Ich habe den Film im Standard-Format ( Option “Optimale Qualität für meinen Computer” ) WMV generiert: das liefert eine brauchbare Qualität und eine “nur” 170 MByte grosse Datei, die sich innerhalb von 22 Minuten nach YouTube hochladen läßt. Die Qualität in YouTube ist passabel aber schlechter als die original WMV-Datei, die ich gerne über Windows SkyDrive zum Download zur Verfügung gestellt hätte, wenn es hier nicht eine Limitierung auf 50 MByte Dateigröße gäbe.

Dienstag, 3. August 2010

Fahrradtour von Mommenheim nach Ingelheim

Tour Details
Art der Tour: Radtour, Tagestour
Start: Mommenheim
Über: Nieder-Olm, Stadecken-Elsheim, Ingelheim, Budenheim, Mainz, Bodenheim
Ziel: Mommenheim
Strecke: 83 km
Fahrzeit: 6 Stunden

Am Samstag unternahmen wir mal wieder eine längere Radtour: 83 km von Mommenheim nach Ingelheim, dann am Rhein zurück nach Mainz und weiter nach Bodenheim und zurück nach Hause. Für durchschnittliche Radfahrer schon eine ganz ordentliche Tour, die mit Muskelkater endete.

Ich habe die Tour hier in der Google Earth Community veröffentlicht.

Zunächst ging es nach Nieder-Olm. Von Mommenheim aus kann man natürlich die sportlichere Variante über den Zornheimer Berg wählen, wir zogen die Umfahrung desselben vor und radelten zunächst auf dem alten Bahndamm nach Selzen, umfuhren dann Hahnheim und gelangten beim Wahlheimer Hof auf den Selztal-Radweg R2, der auch sehr gut hier beschrieben ist.

In ein paar Schleifen und mit ein paar Steigungen ging es nach Sörgenloch. Hinter Sörgenloch trafen wir auf die Strasse nach Nieder-Olm, die von einem Radweg flankiert wird. In Nieder-Olm folgten wir weiter der Beschilderung des Radwegs und gelangten so an der Feuerwehr vorbei zum Schwimmbad. Quer über den Parkplatz radelnd fanden wir einen schmalen Pfad, der uns dann zu einer Unterführung der Autobahn führte. Hinter der Autobahn führte uns der Radweg dann zum Nieder-Olmer Industriegebiet, und dann an der Strasse entlang auf einem Radweg in Richtung Stadecken-Elsheim. Kurz vor dem Ort bogen wir dann rechts ab und gelangten wieder an die Selz.

Nach Durchfahrung von Stadecken-Elsheim ging es weiter nach Schwabenheim an der Selz. Die Guttschenke Bacchushof war samstags geschlossen, aber im Margaretenhof bekamen wir auf einer angenehmen Terrasse leckere Vorspeisen, Traubensaft und einen guten St. Lorent serviert.

Von hier aus war es nicht mehr weit nach Ingelheim, immer der Selz folgend, dabei kamen wir noch durch den Ort Großwinternheim. In Ingelheim erreichten und überquerten wir die Binger Strasse und die Bahnlinie, hielten uns dann nach rechts und erreichten eine Strasse, die zur Autobahn A60 führte. Diese unterquerend kamen wir an das kleine Anwesen Neumühle, da wo die Strasse in eine Linkskurve übergeht. Dort fanden wir einen Radweg, der uns hinunter zum Rhein brachte.

Diesem folgten wir nun eine ganze Weile lang Richtung Heidenfahrt, Budenheim, Mombach und schließlich Mainz. Die Fahrradfähre in Budenheim ist leider auch nur Sonntags in Betrieb, die Strecke nach Mainz auf der anderen Rhein-Seite ist schöner. Aber mittlerweile kann man in Budenheim unterhalb der chemischen Fabrik weiter am Rhein entlangfahren  - auch eine passable Variante !

In Mombach gibt es zwei Möglichkeiten nach Mainz Innenstadt zu radeln, wir wählten die Variante durch Mombach, vorbei an der alten Waggonfabrik und der Firma Schott durch die Neustadt zum Zollhafen. Dort trafen wir wieder auf den Rhein und radelten weiter zur Weisenauer Brücke, wo wir am dortigen Bootshaus zu einem weiteren Drink einkehrten. Ein Stück ging es nun noch am Rhein entlang, bis wir den (alten) Abzweig nach Bodenheim erreichten. Dies scheint keine offizielle Radroute mehr zu sein, sie wird dann auch von einem Damm versperrt, den man für das Hochwasser-Rückhaltegebiet gebaut hat. Diesen kann man aber gut überqueren, wenn man nur ein kurzes Stück nach links fährt, dann geht es prima weiter nach Bodenheim. In Bodenheim nach Unterquerung der Gleise ging’s ein Stück weiter nach Links, dann der Strasse folgend, die am Battenheimer Hof mündet. Nach einer kurzen Steigung wartete oberhalb im alten Ortskern von Bodenheim die Weinstube “Zum urigen Weinkeller” auf uns mit Weinen und guten Steaks. Verlockende Handkäse-Variationen sind eine weitere Spezialität hier, und vor allem der flotte und freundliche Service. Meist stehem Getränke innerhalb von 30 Sekunden auf dem Tisch, und die flinken Mädchen, die hier bedienen, haben dabei immer noch Zeit für ein Lächeln. Ganz anders als der schlechte Service beim Biergarten am Mainzer Yachthafen, wo eine Schlange von Gästen mindestens 15 Minuten für Getränke anstehen mußte, während ein Angesteller Maulaffen feil bot und der andere mit seiner Kasse kämpfte, weswegen wir uns auch schleunigst davon machten.

Hinter Bodenheim dräute nun noch der längliche “Aufstieg” nach Harxheim über den Mommenheimer Weg, den wir aber auch noch meisterten, um dann über den alten Bahnbahn wohlbehalten wieder nach Mommenheim zu gelangen.

Sonntag, 25. Juli 2010

Von Königstein zum Grossen Feldberg

Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Königstein, Kurbad
Über: Kleiner und Grosser Feldberg, Fuchstanz
Ziel: Königstein, Kurbad
Strecke: 13 km
Gehzeit: 3.5 Stunden

Nachdem die Hitzewelle in diesem Juli endlich abgeklungen war bot sich heute mal wieder eine gute Gelegenheit zum Wandern: am Vormittag war es angenehme 18° C kühl. Wir fuhren nach Königstein und parkten dort in der Nähe des Kurbads.

Um 11:00 Uhr begannen wir unsere Wanderung und wanderten zunächst die Altkönigstrasse aufwärts und folgten alsbald dem Wanderweg, der mit einem schwarzen Pfeil markiert ist. Nach 45 Minuten erreichten wir den Abzweig zum Wanderweg mit dem gelben Balken, der uns recht direkt hinauf zum Kleinen Feldberg brachte, den wir nach weiteren 35 Minuten erreichten. Von dort waren es noch gut ein weiterer Kilometer hinauf zum Grossen Feldberg, den wir um 12:45 Uhr erreichten. Es muß sicher nicht extra erwähnt werden daß es bis dahin immer bergauf gegangen war: von Königstein auf den Grossen Feldberg muß man immerhin 500 Höhenmeter bewältigen.

Auf dem Grossen Feldberg
"Auf dem Grossen Feldberg"

Nach einer halben Stunde Pause und Herumschauen folgten wir der Wegmarkierung “schwarzes Kreuz” hinab zum Fuchstanz, Ankunft so um 13:30 Uhr. Sonntag, Sommerferien – natürlich war dort wie immer viel los, aber die beiden Gaststätten und das Kiosk waren dem Ansturm der Wanderer und Radfahrer gewachsen. Wir stärkten uns mit Bockwurst und Kuchen und wanderten dann weiter nach Falkenstein, dem Fuchstanzweg folgend; Wegmarkierung immer noch das schwarze Kreuz.

In Falkenstein war der Weg nach Königstein ausgeschildert. Unterhalb der Burg hielten wir uns nach rechts und trafen bald auf die Wegmarkierung blauer Balken. So gelangten wir recht flott zum Kurbad in Königstein und zu unserem Auto, wo wir die Wanderung um 15:30 Uhr beendeten.

 

Von Karten

Samstag, 3. Juli 2010

Neuseeland-Reise 2009

Hier kommt nun endlich auch ein Übersichts-Artikel mit allen Beiträgen über unsere Neuseeland-Reise 2009, chronolgisch aufsteigend sortiert:

Neuseeland-Reise 2009, Anreise

Neuseeland-Reise 2009, Tag 1 (4. November) - Auckland

Neuseeland-Reise 2009, Tag 2 (5. November) - Pahia

Neuseeland-Reise 2009, Tag 3 (6. November) - Bay Of Islands

Neuseeland-Reise 2009, Tag 4 (7. November) - Waipoua Kauri Forest

Neuseeland-Reise 2009, Tag 5 (8. November) - Coromandel

Neuseeland-Reise 2009, Tag 6 (9. November) – Hot Water Beach und Cathedral Cove

Neuseeland-Reise 2009, Tag 7 (10. November) – Rotorua

Neuseeland-Reise 2009, Tag 8 (11. November) – Waitomo und New Plymouth

Neuseeland-Reise 2009, Tag 9 (12. November) – Mount Egmont

Neuseeland-Reise 2009, Tag 10 (13. November) – Fahrt nach Wellington

Neuseeland-Reise 2009, Tag 11 (14. November) – Wellington

Neuseeland-Reise 2009, Tag 12 (15. November) – Picton

Neuseeland-Reise 2009, Tag 13 (16. November) – Abel Tasman Nationalpark

Neuseeland-Reise 2009, Tag 14 (17. November) – Abel Tasman Nationalpark, Coast Track

Neuseeland-Reise 2009, Tag 15 (18. November) – Lake Rotoiti

Neuseeland-Reise 2009, Tag 16 (19. November) – Rund um den Lake Rotoiti

Neuseeland-Reise 2009, Tag 17 (20. November) – Franz Josef Gletscher

Neuseeland-Reise 2009, Tag 18 (21. November) – Wanaka

Neuseeland-Reise 2009, Tag 19 (22. November) – Mount Aspring Nationalpark

Neuseeland-Reise 2009, Tag 20 (23. November) – Te Anau

Neuseeland-Reise 2009, Tag 21 (24. November) – Milford Sound

Neuseeland-Reise 2009, Tag 22 (25. November) – Dunedin

Neuseeland-Reise 2009, Tag 23 (26. November) – Moeraki

Neuseeland-Reise 2009, Tag 24 (27. November) – Christchurch

Neuseeland-Reise 2009, Tag 25 (28. November) – Flug nach Fiji

Neuseeland-Reise 2009, Tag 26 (29. November) – Matamanoa Island

Neuseeland-Reise 2009, Tag 27 (30. November) – Matamanoa Island

Neuseeland-Reise 2009, Tag 28 (1. Dezember ) - Immer noch Matamanoa Island

Neuseeland-Reise 2009, Tag 29 (2. Dezember) – Letzter Tag auf Matamanoa Island

Neuseeland-Reise 2009, Tag 30 (3. Dezember) – Heimreise

Und hier sind alle Beiträge gebündelt als pdf-Datei

Das Inhaltsverzeichnis sowie die pdf-Datei wurden mit Hilfe meines Tools “Axel’s Blogs Export XML Parser” erstellt.

Zum Abschluß folgt noch eine Dia-Show aller meiner Flickr Bilder in meinem Set “New Zealnd 2009”.


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Mittwoch, 30. Juni 2010

Mallorca Wanderreise 2010

Nachdem ich die einzelnen Tage dieser Reise in meinem Blog beschrieben habe kommt hier noch einmal ein Inhaltsverzeichnis all dieser Beiträge, chronolgisch aufsteigend sortiert:

Mallorca Wanderreise 2010 – Anreise am 23.5.

Mallorca Wanderreise 2010 – 1. Wanderung am 24.5.

Mallorca Wanderreise 2010 – 2. Wanderung am 25.5.

Mallorca Wanderreise 2010 – 3. Wanderung am 26.5.

Mallorca Wanderreise 2010 – 4. Wanderung am 27.5.

Mallorca Wanderreise 2010 – 5. Wanderung am 28.5.

Mallorca Wanderreise 2010 – 6. Wanderung am 29.5.

Und hier sind alle Beiträge gebündelt als pdf-Datei

Das Inhaltsverzeichnis sowie die pdf-Datei wurden mit Hilfe meines Tools “Axel’s Blogs Export XML Parser” erstellt.

Zum Abschluß folgt noch eine Dia-Show aller meiner Flickr Bilder in meinem Set “Mallorca 2010”.


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Donnerstag, 24. Juni 2010

Mallorca Wanderreise 2010 – 6. Wanderung am 29.5.


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Unsere “Königstour” fand dann am letzten Tag statt: die Wanderung durch den Canyon, den Torrent De Pareis.

Canyon Torrent De Pareis Exit
"Canyon Torrent De Pareis Exit"

Anders als 99 % aller Wanderer machten wir die Tour von unten nach oben, von der Mündung ins Meer bis hinauf zum Kirchlein Escorca auf 632 m. Diese Variante hat mehrere Vorteile:

  1. Grundsätzlich ist der Canyon leichter bergauf zu gehen, da es einige Kletter-Passagen gibt.
  2. Am Morgen hat man die herrliche Bucht bei der Mündung und davor die Meerespromenade für sich allein, mittags treiben sich dort hunderte von Touristen rum.
  3. Man erkennt gleich am Anfang wie viel Wasser sich im Canyon befindet.
  4. Hiking in the Canyon Torrent De Pareis
    "Hiking in the Canyon Torrent De Pareis"
  5. Muß man bereits bei der Mündung die Schuhe ausziehen oder später beim ersten Wasserloch, dann weiß man daß sich wohl sehr viel Wasser im Canyon befindet und die Durchquerung sehr feucht werden wird. Stellt man dies bei der umgekehrten Variante fest und will abbrechen, hat man einen weiten und mühevollen Rückweg vor sich. So bietet sich bei Nichtbegehbarkeit des Canyons gleich eine Alternativ-Wanderung an: am Meer entlang nach Port de Sóller von Cala Tuent aus.

An diesem Tag waren die Bedingungen für die Begehung des Canyons ideal: sonniges und trockenes Wetter und wenig Wasser im Canyon. Die Felsen sind gut zu begehen, wenn sie trocken sind. Ein paar Regentropfen machen sie sofort sehr rutschig.

Wir starteten etwa um 09:30 Uhr mit unserer Wanderung.

More than hiking in the Canyon Torrent De Pareis
"More than hiking in the Canyon Torrent De Pareis"

Das erste Wasserloch ( von Jaume immer “Gumpe” genannt ) ließ sich links umgehen. Dann ging es immer weiter in den Canyon hinein, mal über Felsen kletternd, über grobes Geröll oder durch ein Kiesbett. Eindrucksvoll ragten die Felswände zu beiden Seiten bis 300 m in die Höhe. Bald erreichten wir einen Rinnsal, der von der Wand tropfte, wo wir nochmal unsere Flaschen auffüllen konnten.

Es gab insgesamt drei schwierigere Stellen, bei denen Jaume ein Seil spannte ( bzw. an der ersten Stelle war noch eins vorhanden ), so daß man sich gut hochziehen konnte. An einer Stelle mußten wir die Rücksäcke ausziehen und nach oben weiterreichen, da wir in einer Felsrinne unter einem Stein hindruch mußten. Ansonsten gab es nur noch zwei kleine knietiefe Gumpen zu durchqueren, was mit mitgebrachten Schnürsandalen kein Problem darstellte – und das waren dann auch schon alle Schwierigkeiten.

Goodbye Sky !
"Goodbye Sky !"

Von Jaume angelegte Seile und Haken sind immer wieder geklaut oder mutwillig beschädigt worden. Es ist schon erstaunlich welch dumme Menschen sich in so einen wunderschönen Canyon verirren. Mittlerweile hat er an den entscheidenden Stellen Dübel gesetzt und Haken und Seil immer am Mann.

Wir erreichten die Stelle, an der ein zweiter Canyon von rechts mündet. Dieser ist so eng, daß auch tagsüber kein Licht hinein fällt und man kann ihn nicht trocken durchqueren, weswegen man Neoprenanzüge bräuchte, denn das Wasser ist 8 Grad Celsius kalt. Wir machten einen kurzen Abstecher zu diesem Canyon und staunten über die beeindruckende “Architektur” der Natur. Am Anfang fiel noch etwas Sonnenlicht durch einen schmalen Spalt über unseren Köpfen, in den sich einige Felsblöcke verkeilt hatten, dann wurde es noch dunkler, kalt und der Fels feucht und glitschig. Wir kehrten um und zurück zu unserem Rastplatz, wo einige gewartet hatten, ruhten noch ein Weilchen auf und hatten dann noch etwa 10 Minuten zu gehen, bevor der Aufstieg aus dem Canyon heraus begann. An dem Rastplatz – es war bereits 14:30 Uhr – trafen wir zwei Deutsche, die Jaume fragten, ob man den Canyon ohne Seil begehen könne.

“Da müßt Ihr schauen und selbst beurteilen”, war seine diplomatische Antwort. Es war aber klar daß die beiden sehr spät dran waren und ihre Tour sehr schlecht geplant hatten, denn sie waren sich auch noch nicht im Klaren darüber wie sie vom Ende des Canyons wieder zu ihrem Auto gelangen würden. Busse oder Boote würden sie wohl keine mehr erwischen, bis sie den Canyon geschafft hätten. Taxi rufen ? Vielleicht möglich, wenn Handy-Empfang vorhanden oder sonst noch ein Telefon erreichbar. Das Taxi müßte aus Lluc kommen und wäre sicherlich nicht billig. Die beiden waren für mich ein Paradebeispiel wie naiv manche Touristen sind.

Bisher hatten wir trotz viel Kletterei nur ca. 200 Höhenmeter gewonnen. Es folgte also nunmehr ein Aufstieg an einem sonnigen Westhang über mehr als 400 Höhenmeter.  Je höher wir kamen, desto besser erfrischte uns ein kühles Windchen. Nochmal machten wir Rast an einem flachen Grasplatz unter Bäumen und genossen stolz den Anblick des Canyons, den wir eben durchquert hatten. Dann ging’s noch eine halbe Stunde weiter, an einem Steinbogen vorbei, den ein kreativer Maurer gebaut hat und der eine gute Kulisse für ein abschliessendes Gruppenphoto bot, zum Bus, der oben an der Strasse auf uns wartete, über die unzählige Motorradfahrer donnerten.

Zurück im Hotel gab’s eine kurze Verabschiedung und wir bedankten uns bei Jaume für eine phantastische Wanderwoche ( er wohnte leider nicht im Hotel, da dieses ausgebucht war, und mußte somit abends nach Hause fahren ). Von ihm habe ich ein neues deutsches Wort gelernt: “buschen”. Jede Tour war ein tolles Erlebnis, das Wetter hatte auch hervorragend mitgespielt und die Höhepunkte für mich waren gewesen natürlich diese letzte Wanderung, aber auch der zweite Tag mit der Höhlenerkundung, dem Aufstieg auf das Kap Pinar mit farbenbrächtigem Ausblick auf die Buchten von Pollenca und Alcúdia und dem anschließenden Bad im Mittelmeer. Jaume hatte uns immer sehr umsichtig geführt mit vielen Informationen über die Tour, wir wußten immer genau was uns erwartete, wie lange noch ein Aufstieg dauern würde oder es bis zum nächsten Rast- oder “Busch”-Platz war. Verbunden mit seinem reichen Wissen über Pflanzen und Mallorca profitierten wir alle von einem sympathischen, gebildeten und sehr kommunikativen Wanderführer, der noch dazu mindestens vier Sprachen gut spricht, wahrscheinlich sogar mehr: Spanisch, Deutsch, Englisch, Französisch. Daß der DAV Summit Club ihn offensichtlich gehen läßt, u.a. weil seine Frau für ein Konkurrenz-Unternehmen (Hauser) tätig ist, zeigt mal wieder wie dumm das Management von Firmen oft entscheidet und wie wenig man die wahre Leistung eines Mitarbeiters würdigt. Ebenso dumm ist die Firmenpolitik von ASI nur Bewerbungen von tiroler Bergführern zu akzeptieren, anstatt auch mal versierte Einheimische einzusetzen, wenn es Sinn macht und die erforderliche Qualifikation und Sprachkenntnisse vorhanden sind. Leider weiß ich das aus eigener Erfahrung: Firmenpolitik ist oft weder logisch noch dient sie dem Wohl des Unternehmens. Die wird leider allzu oft von Menschen bestimmt die vom eigentlichen Geschäft mittlerweile zu weit entfernt sind.

Done with Canyon Torrent De Pareis
"Done with Canyon Torrent De Pareis"

Noch einmal gab’s Abendessen im Hotel Es Port mit dem sehr guten Buffet und Grillangebot, anschließend ließen wir uns noch für einen Drink im Garten nieder. Und schon hieß es Abschied nehmen von Robert und Dagmar, er pensionierter Richter und sie Lehrerin kurz vor dem Ruhestand, Josua und Hanne ( die beiden waren kein Paar, sondern sie seine Tante, wie ich erst am letzten Abend erfuhr; er Biologe und sie ebenfalls Lehrerin ), Annette ( ebenfalls Lehrerin ), Alexandra, das Mädel von der Bergwacht, und Claudia, das Mädel mit dem sympathtischen bayrischen Dialekt, Angela und Karin, zwei Freundinnen, von denen nur Angela sich durch den Canyon getraut hatte, während Karin einen ruhigeren Tag zusammen mit Dagmar bevorzugt hatte, letztere hatte die Gedanken an den Canyon wohl eine schlaflose Nacht bereitet, Christine, die viel reisende Geschäftsfrau, und Jürgen, den Elektrotechniker, schweigsam wie ich und wohl die meisten Techies, ehemaliger Radioastronom und Computertechniker, den wir auch dazu auserkoren hatten die Abschiedsrede für Jaume zu halten, auch da die beiden sich schon von einer früheren Tour her kannten.