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Samstag, 24. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018– Heimreise

Und schon war der Tag der Abreise da. Nach dem Auschecken spazierten wir nochmal in den Ort Hinterzarten, um noch einige Mitbringsel einzukaufen wie Honig aus dem Schwarzwald und Schnaps.

Skisprungschanze Hinterzarten

Am frühen Mittag traten wir die Heimfahrt an. Kaum hatten wir Hinterzarten verlassen und waren ein paar Kehren bergab gefahren war kein Schnee mehr zu sehen und alles grün. Nach gut drei Stunden Fahrt langten wir wohlbehalten und sehr gut erholt wieder zu Hause an.Alsdann nutzten wir den Tag noch etwas um zur Skisprung-Schanze zu spazieren und durch das Hinterzartener Moor.

Freitag, 23. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018– Zum Feldsee

Winteridylle in Hinterzarten 
Heute, am Freitag, den 2.2.2018, wollten wir nochmal Schneeschuh wandern, bevor es morgen nach einer Woche wieder gen Heimat gehen sollte. Eine tolle Urlaubswoche neigte sich dem Ende, in der wir uns phantastisch erholt hatten.


Wir bestiegen noch einmal den Zug, mit Schneeschuhen auf unsrem Rücken, und fuhren abermals nach Bärental und weiter mit dem Bus zum Feldberg.  Heute war recht viel los, auf dem Feldberg fand der Weltcup Snowboard Cross statt.
Im Winterwald am Feldberg
Auf einem planierten Wanderweg, für den wir eigentlich keine Schneeschuhe benötigt hätten, liefen wir bergab bis zum Feldsee, der in einem Talkessel liegt.Ganz in der Nähe befindet sich der Raimartihof, der geöffnet und sogar ziemlich gut besucht war; mit uns traf gerade eine größere Gruppe von Senioren ein. Wir fanden aber trotzdem ein Plätzchen und ließen uns Bier und eine Jause schmecken bestehend aus Bergkäse und Bauernbratwürsten.
Auf dem mit einer gelben Raute markierten Weg wanderten wir nun zurück nach Hinterzarten, noch etwa 8 km weit. Nach der Hälfte der Strecke erreichten wir eine Forststrasse und konnten nun die Schneeschuhe ausziehen.
Feldsee im Winter

Wir kamen am Mathislehof vorbei und kauften dort noch Bergkäse und Rindersalami als Proviant für zu Hause ein. Um 15:00 Uhr hatten wir den Ortseingang von Hinterzarten erreicht und blickten hinab auf den Ort.
Was guckst Du, schwarzes Rind ?

Hinunter zum Zartenbach gehend erreichten wir nun in wenigen Minuten unser Hotel und hatten auch heute wieder genug Zeit für das gewohnte Nachmittags- und Abendprogramm: erst Wellness, dann gutes Essen, abschließend einen Drink an der Bar

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Freitag, 16. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018– Auf den Windeckkopf

Als wir am Morgen des 1. Februar, einem Donnerstag, aufwachten und aus dem Fenster blickten, lag vor uns einer Winterlandschaft.

Ein Hauch von Winter in Hinterzarten
Am Abend davor hatte es angefangen zu regnen und unser Nachbar an der Bar hatte auf seine Wetter-App verwiesen mit der Bemerkung, daß es heute Nacht noch schneien würde. Tatsächlich ! Der Winter war nach Hinterzarten zurückgekehrt.


Wir wollten uns nun nochmal an der Wanderung “Mystischer Weg zum Mathisleweiher” versuchen, die wir am Montag schon mal angegangen waren.
Hotel Thomahof am Zartenbach 
Zu diesem Zweck hatte ich mir die Reiseführer App Hochschwazwald auf mein Samsung Phone geladen und wollte heute erstmals probieren mit ‘Navi’ zu wandern. Diese App beinhaltete all Wander-Touren, die auch in dem Heftchen beschrieben sind, das bei der Wanderkarte dabei war, die wir im Hotel gekauft hatten.

Wir wanderten also los, die Schneeschuhe auf unseren Rucksäcken festgezurrt. Das Kartenmaterial der App war sehr rudimentär, aber ein kleiner blauer Punkt zeigte uns immer an wo wir waren, und die Route war rot eingezeichnet.
Am Mathisleweiher im Winter
Wir stapften also dem Mathisleweiher entgegen. An einer Stelle war dann aber der vorgesehene Wanderweg gesperrt und wir wanderten auf dem Weg zum Weiher, der eigentlich als Rückweg gedacht war.
Grundsätzlich erwies sich das Wandern mit Navi als eher nervig. Man schaut laufend auf das Display anstatt in die Landschaft. Alsbald steckte ich das Handy weg.
Blick nach Hinterzarten
Den Weiher hatten wir eh in etwa eineinhalb Stunden erreicht. Wetter und Winterlandschaft waren so schön, daß es uns eher nach einer etwas ambitionierteren Tour zumute war. Wir zogen also die Schneeschuhe an und wanderten weiter zum Emil-Thoma-Weg und folgten diesem ein Stück in Richtung Feldberg. Bei den ‘Häuslebauern’ bogen wir dann rechts ab und stiegen am Hummelberg vorbei Richtung Windeckkopf, bis wir wieder die kleine Siedlung ‘Säbelthoma’ erreichten, die wir schon vom Montag her kannten.
Heute waren wir gut ausgerüstet und somit die Besteigung des Windeckkopfs kein Problem.
Axel auf dem Windeckkopf

Für einen Sauna-Gang reichte es trotzdem, bevor wir uns wieder kurz nach 19:00 Uhr an unserem Tisch niederließen zum Abendessen.Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und ein klarer Blick hinunter auf Hinterzarten und den Schwarzwald waren die Belohnung. Wir stiegen nun ab Richtung Westen und machten noch eine große Runde um den Windeckkopf herum, denn wir wollten nicht wieder die Skipiste hinunter wandern. Einsam wanderten wir durch Wald mit schneebedeckten Bäumen. Am Fürsatzplatz bogen wir dann rechts ab und wanderten die verbleibenden 4,5 km zurück nach Hinterzarten, wo wir heute recht spät im Hotel anlangten.

Dienstag, 13. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018– Wanderung um den Schluchsee

Am Mittwoch, den 31.1., fuhren wir mit dem Zug nach Schluchsee. Plan für heute war den See zu Fuß zu umrunden. Wie uns ein Wegweiser belehrte waren dies insgesamt 18 km.

Schluchsee 
Vom Ort Schluchsee ging es zunächst an der Strasse entlang Richtung Seebrugg, der Eisenbahn Endstation. Wie ich erst später auf der Wanderkarte entdeckte wären wir besser über den Kohlgrubenweg durch den Wald gegangen, oder gleich mit der Bahn weiter gefahren nach Seebrugg um uns diese Etappe an der Strasse zu sparen. Beim Seehotel Hubertus führte eine Fußgängerbrücke nach rechts über die Gleise und wir gelangten schließlich zu besagtem Bahnhof bei Seebrugg.
Vesperstube Unterkrummenhof 
Nun waren es noch knapp ein Kilometer, ebenfalls an der Strasse entlang, bis zur Staumauer. Eine Infotafel informierte uns über die Pumpspeicherwerke zwischen Rhein und Schluchsee, die einen Höhenunterschied von etwa 660 m abdecken.
Am Südufer entlang wanderten wir nun Richtung Westen. Auf dem Weg lag teilweise noch etwas festgefrorener Schnee. Gegen 13:30 Uhr erreichten wir die Vesperstube Unterkrummenhof, wo Selbstbedienung angesagt war.
Kurz vor der Vesperstube
Unterkrummenhof

So gestärkt setzten wir unseren Weg fort bis Aha, wo wir gut zwei Stunden später am Bahnhof anlangten und dort auf den Zug warteten zurück nach Hinterzarten. Der Himmel hatte sich zugezogen und wir hatten genug kalte Luft getankt um uns wieder auf die Sauna in unserem komfortablen Hotel zu freuen. Somit hatten wir den See nicht ganz umrundet, 4,5 km hatten wir uns gespart zugunsten von ein paar Stunden im Wellness-Bereich des Hotel Thomahof.Es gab leckere Flammkuchen und sehr leckeren badischen Wurstsalat mit Bratkartoffeln.

Sonntag, 11. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018– Wanderung vom Feldberg nach Hinterzarten

Am Dienstag, den 30.1., fuhren wir mit dem Zug über Titisee zum Bahnhof Bärental, dem höchstgelegenen Bahnhof Deutschlands, und fuhren von dort mit dem Bus weiter zum Feldberger Hof, wo sich auch die Talstation des Sessellifts auf den Feldberg befindet. Dank unserer Gästekarte mußten wir dafür nix bezahlen.

Höchstgelegener Bahnhof Deutschlands

Hier oben lag noch genug Schnee, die Piste war in Betrieb. Unsere Schneeschuhe hatten wir dabei, denn wir hatten bei unserer Wanderung gestern ja gesehen wie viel Schnee doch noch weiter oben liegen kann.
Wir zogen dieselben also an und begannen mit dem Aufstieg, zunächst entlang der Ski-Piste, dann diese querend und rechter Hand weiter ansteigend an einer Hütte der Bergwacht vorbei bis zum Fernsehturm, der alsbald im Nebel vor uns aufragte.

Bahnhof Feldberg-Bäremtal
Wir folgten nun der Beschilderung eines Schneeschuh-Pfads und überquerten die Feldberg-Hochebene um so zur Wetterstation am Gipfel zu gelangen, 1277 m hoch gelegen. Von dort kehrten wir um und suchten nun den Weg zurück nach Hinterzarten, etwa 12 km lang. Von einem Wegweiser stiegen wir ab in Richtung Norden, fanden dann aber keine weitere Wegmarkierung, was im Winter nicht verwunderlich ist.
Auf den Feldberg mit Schneeschuhen
Mit Schneeschuhen kommt man aber relativ problemlos überall hin, also stiegen wir einfach weiter ab Richtung Wald und fanden alsbald einen Ski-Wanderpfad. Diesem folgend kamen wir dann wieder auf den mit einer roten Raute markierten Wanderweg. ( Im Schwarzwald scheint es nur zwei Wandermarkierungen zu geben: gelbe Raute und rote Raute. ) Einmal gingen wir fehl und landeten in einer “Sackgasse”, dann aber erreichten wir den Rufenholzplatz.  Von hier wies ein Wegweiser nach Hinterzarten und kündigte noch 7,5 km an.
Schneeschuhwandern auf dem Feldberg
Der Schnee wurde nun immer weniger und bald konnten wir die Schneeschuhe ausziehen und wieder auf den Rucksack schnallen. Wir kamen noch rechtzeitig im Hotel an zu einem Gratis-Stück Kuchen; der Hunger war groß, es hatte unterwegs nirgends was gegeben und Proviant hatten wir auch vergessen. Nach einem Sauna-Gang ließen wir uns dann wieder das reichhaltige Abendessen munden

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Samstag, 10. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018– Zum Windeckkopf

Am Montag, den 29.1., wollten wir eine der Wanderungen machen die in dem Heftchen “Hochschwarzwald hochtouren” beschrieben sind, nämlich die Tour # 13: “Mystischer Weg zum Mathisleweiher”. Dieses Heftchen hatten wir mit der Wanderkarte bekommen, die wir im Hotel erstanden hatten.

Let the sunshine in !

Die Tourenbeschreibung liest sich so:
Unsere Tour starten wir hinter dem Kurhaus des idyllischen Örtchens Hinterzarten. Der Pfad führt uns über das Herchenwäldele in Richtung Vinzenz-Zahn-Kreuz zum Kinderspielplatz Wolfsgrund und von dort aus in Richtung ehemalige Jugendschanze am Kesslerhang.
Wir erreichen den neu erbauten Kesserhof, wo die Milch wirklich von glücklichen Kühen kommt. Rechter Hand am Waldrand steigen wir auf dem Emil-Thoma-Weg leicht bergan. Ein kleiner Fischweiher lädt uns zum Verweilen ein. …
Abstieg durch Schnee vom
Windeneckkopf 

Das Problem mit solcherlei Beschreibungen ist, daß man ihnen eigentlich nur folgen kann wenn man sich in der Gegend auskennt, wenn man also in diesem Falle weiß wo das Herchenwäldle, der Kinderspielplatz Wolfsgrund  und der Kesslerhang sind. Durchgängig sind diese Routen nicht beschildert und daher müßig zu finden.
Wir wanderten also vom Zartenbach aus Richtung Vinzenz-Zahn-Kreuz und stiegen immer weiter auf.  Die Sonne war mittlerweile hervorgetreten und sandte dicke Lichtstrahlen durch den Wald und verbreitete eine herrliche Morgenstimmung.
Wir erreichten die kleine Siedlung Säbelthoma, wo ein Wegweiser auf den Windeckkopf verwies, wohin wir nun unsere Schritte lenkten. Wir stapften nun durch Schnee, der immer tiefer wurde, je höher wir kamen. Glücklicherweise hatte ein wackerer Wanderer vor uns eine Spur hinterlassen,  der wir folgten. Weiter oben zweigte ein Weg nach rechts ab zurück nach Hinterzarten, den wir nun wählten, denn weiter hinauf wollten wir bei dem mittlerweile tiefen Schnee ohne Schneeschuhe nicht gehen.
Rinder am Ospelehof

Wir querten einen Skihang, der aber nicht in Betrieb war, und stacksten nun steil bergab, bis wir auf eine Wanderin trafen, die uns den Weg zu einer Strasse wies, über die wir an der Skihütte Thoma vorbei wieder zurück nach Hinterzarten gelangten.
Sauna und Diner standen dann für den restlichen Nachmittag und Abend für uns auf dem Programm.

Freitag, 9. Februar 2018

Eine Woche Schwarzwald im Winter 2018 - Hinterzarten

Letzte Woche waren meine Frau und ich eine Woche im Schwarzwald in Hinterzarten, wo wir im 4-Sterne Hotel Thomahof ein geräumiges Zimmer reserviert hatten. Es lag nach hinten heraus und wir hatten den Zartenbach direkt vor dem Balkon.

Hotel Thomahof
Wir mußten einfach mal raus für eine Woche und es war uns egal, daß es Ende Januar und die Wetterprognose nicht besonders gut war.  Wir fuhren gut drei Stunden bis Hinterzarten, wo wir im 4-Sterne Hotel Thomahof ein geräumiges Zimmer reserviert hatten. Es lag nach hinten heraus und wir hatten den Zartenbach direkt vor dem Balkon.
Nachdem wir ausgepackt hatten machten wir uns erstmal auf einen Erkundungs-Spaziergang durch Hinterzarten; wir brauchten Bewegung und frische Luft. Vor einer Weile hatte hier wohl jede Menge Schnee gelegen, mittlerweile war aber alles weggetaut und das Tal eher grün.  Am Abend genossen wir dann zum ersten mal das wirklich raffinierte 5-Gänge-Diner, das hier jeden Abend geboten wird, und ließen den Abend in der Bar bei einem Drink ausklingen.
Titisee

Am nächsten Tag machten wir nach dem tollen Frühstück eine leichte Wanderung bis Titisee und zurück. Wir wählten als Hinweg die etwas längere (7,5 km) und schönere Route  über Erlenbruck und Bruderhalde zu einem Campingplatz am südwestlichen Zipfel des Titisees, dann am Ostufer entlang zum Ort Titisee.

Auf dem Weg von Titisee
nach Hinterzarten
Wir freuten uns daß es aufklarte und die Sonne hervor kam, denn der Wetterbericht hatte davon nichts verlauten lassen. An einem Hotel hinter Titisee ließen wir uns draußen auf ein paar bequemen Stühlen nieder und hielten unsere Gesichter in die warme Sonne. Es dauerte eine Weile bis schließlich eine Bedienung erschien, uns Kissen brachte mit der freundlichen Bemerkung, wir hätten die Sommersaison wohl schon eröffnet, und dann unsere Getränkewünsche entgegen nahm.
Deko in unserem Hotelzimmer
im Thomahof
Später bestellten wir noch Tee und Kuchen, bevor wir nun den kürzeren 5 km langen Weg nördlich der B 31 zurück nach Hinterzarten nahmen.
Am Nachmittag hatten wir nun ausgiebig Zeit den großzügigen Wellness-Bereich des Hotels zu genießen, in dem uns vor allem die große Salzgrotte mit Massagedüsen gut gefiel. Aber es gab auch diverse Saunen und Dampfbäder, und ein Schwimmbad sowie einen schönen Ruheraum mit einer Schunkel-Liege, die wir heute und an den kommenden Tagen ausgiebig nutzten.
Abendessen wie gewohnt war reichhaltig und lecker mit überwiegend trockenen badischen Weinen – für unsere rheinhessisch geprägten Zungen und Gaumen eine Idee zu trocken, dennoch gut.

Sonntag, 6. März 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Letzter Tag und Abreise

Am Freitag morgen, dem 29. Januar 2016, hieß es Abschied nehmen von der Wandergruppe und unserem Wanderführer.

Blick zurück zum Krimmler Tauernhaus
Sie fuhren gleich nach dem Frühstück mit der Pistenraube ins Tal, um sich an die Heimfahrt zu machen. Alex und ich hatten noch zwei Tage Urlaub. Wir würden den Tag heute nutzen für eine gemütliche Wanderung zurück nach Krimml und hatten auch morgen noch einen ganzen Tag zur Verfügung, bevor wir am Sonntag nach Hause fahren würden.
Weißes Achental
Wir verabschiedeten uns vom Krimmler Tauernhaus und seinen Bewohnern, die uns in der vergangenen Woche gut versorgt hatten, und wanderten zurück das Krimmler Achental entlang Richtung Wasserfälle. Wir kamen nur langsam voran, einfach deshalb, weil wir das Tal gar nicht verlassen wollten. Immer wieder blieben wir stehen und staunten über die Ruhe und den Frieden hier zwischen den Bergen, wo sich um diese Zeit fast kein Mensch hin verirrte.
Wir kamen an ein paar verlassenen Almen vorbei, an den Felswänden über uns prangten Eisfälle.
Eisfall am Ausgang des Achentals
Die Wolken verzogen sich langsam und die Sonne trat hervor.
Um 11:00 Uhr standen wir oberhalb der Wasserfälle und blickten auf Krimml herab. Seit Sonntag hatte es auch hier ordentlich getaut, der Weg hinunter war stellenweise vereist und wir froh unsere Schneeschuhe dabei zu haben.
Wir stiegen am oberen Fall abwärts und kehrten in das Berghotel Schönangerl ein zu einer Mittagsrast, das direkt oberhalb des unteren Falls liegt.
Zwei Fälle der
Krimmler Wasserfälle
Um 13:15 Uhr hatten wir unser Auto erreicht, das vor der Pension der Familie Geißler parkte, wo wir auch unser Gepäck vorfanden, das mit der Pistenraube ins Tal befördert worden war. Wir verluden alles ins Auto und fuhren zunächst noch zum Touristenbüro, um uns einen Vorschlag zu holen für eine Wanderung morgen. Dann gings zum Gästehaus Schöppel, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen würden; bei Geißlers war leider kein Zimmer mehr frei gewesen.
Am Nachmittag tranken wir Kaffee im Hotel Krimmlerfälle und kehrten früh zum Abendessen in das Bierstübel im Gästehaus Waltl ein, wo es neben gutem Bier auch gutes Essen gab und wir auch ein Bier probierten, das mit Zirbelkiefer-Aroma “verfeinert” wird.
Ankunft an der Steineralm
Am Samstag fuhren wir nach dem Frühstück nach Neukirchen am Großvenediger und parkten gleich unten wo die Skipiste endet, um zur Steineralm aufzusteigen. Wir hätten auch bis zum Gasthof Rechtegg auffahren können, aber von dort erschien uns die Wanderung zu kurz, also machten wir heute nochmal einen Aufstieg über ~700 Höhenmeter.
Blaubeeromelett auf der Steineralm
Wir folgten zunächst der Strasse, bogen dann vor dem Gasthof Venedigerhof rechts ab und stiegen hinauf zum Hof Taufenstein. Von dort führte ein Weg in den Wald hinauf, der weiter oben auf den Forstweg zur Steineralm treffen würde. Es lag wenig Schnee, nur an einigen Stellen war es rutschig. Wir kamen gut voran, hatten um 12:00 Uhr besagten Forstweg und eine halbe Stunde später die Steineralm erreicht.
Alex und Axel auf der Steineralm
Dort ergatterten wir vor der Hütte einen schönen Platz in der Sonne, genossen den Ausblick auf die Berge mit dem Grossvenediger und ließen es uns richtig gut gehen bei Bier, Speckbrot mit Ei und der Spezalität des Hauses: Blaubeer-Omelette.
Schnäpschen auf der Steineralm
Gut zwei Stunden hielten wir es hier oben aus, das Wetter heute war auch traumhaft, ließen uns zum Abschied noch einen Schnaps schmecken, der “im Hut” serviert wurde, und machten uns dann an den Abstieg, diesmal der Forststrasse folgend und vorbei an den Gasthöfen Rechtegg und Venedigerhof. Ich machte unzählige Aufnahmen vom Grossvenediger, der von der schräg stehenden Sonne angestrahlt wurde, und es wurde 17:00 Uhr, bis wir zurück am Auto waren.
Abschied von der Steineralm
Abendessen heute gab’s im Gasthof zur Post – nicht ganz so gut wie gestern, die noch tiefgefrorenen Kroketten mußten wir erstmal reklamieren.
Als wir am nächsten Morgen die Heimreise antreten wollten hatte es kräftig geschneit und der Gerlospass war für Fahrzeuge ohne Schneeketten gesperrt.
Herr Schöppl versuchte uns zum Bleiben zu überreden und erzählte Horrorgeschichten von Leuten und deren unendlich langer Heimfahrt im Winter. Wir wollten aber doch einen Versuch starten über den Pass Thurn, was sich auch als problemlos herausstellte: der Schneefall hier war mehr in Regen übergegangen und die Strasse nur stellenweise etwas rutschig, ansonsten gut geräumt und befahrbar.
Gross-Venediger in der Abendsonne

Auf der Autobahn von Österreich nach Deutschlang hatte sich wie erwartet wieder ein langer Stau gebildet, bedingt durch die Kontrollen nach einreisenden Flüchtlingen.
Wintereinbruch am Abreisetag
Ich fuhr bei Kufstein Nord ab, über Land bis nach Deutschland, dann wieder auf die Autobahn, und hatte den Stau somit gut umfahren. Keine Kontrollen hier weit und breit !
Für die Heimfahrt wollte ich nach den Erfahrungen der Hinfahrt die A3 meiden, als dann aber ein Stau angesagt wurde auf der Strecke von Stuttgart nach München wählte ich doch diese Strecke. Diesmal kamen wir aber gut voran und erreichten wohlbehalten unseren Wohnort.

Dienstag, 1. März 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Vierte Tour: wieder zum Rainbachsee


Eigentlich wollten wir heute zur Richter-Hütte laufen.

Steiler und steiler im Schnee
Das Wetter versprach toll zu werden, der Himmel wurde klar und die Sonne begann zu scheinen. Während wir hinter dem Krimmler Tauernhaus wieder im Wald aufstiegen auf der Route, die wir schon am Montag genommen hatten, machte unser Wanderführer den Vorschlag eventuell nochmal zum Rainbachsee zu gehen, den wir am Montag ja nicht ganz erreicht hatten. Das Tal zur Richter-Hütte hin würde trotz Sonnenschein den ganzen Tag über im Schatten liegen und somit würden wir mal wieder nicht viel Sonne abbekommen.


Weiße Spitzen
An der Wegabzweigung stimmten wir ab und entschieden uns dann für den Rainbachsee. Schon nach kurzem Aufsteig erreichten wir eine sonnenüberflutete Höhe und folgten dem Pfad, den wir schon am Montag gespurt hatten.
Alsbald bogen wir aber nach rechts ab und versuchten einen Aufstieg in Richtung Rainbachscharte.
Unsere Gruppe am Rainbachsee
Der Weg steilte extrem auf und wir machten auf halber Strecke zwischen Felsbrocken Halt und rasteten. Ein schöner Ausblick nach Norden über das Krimmler Achental und die umliegenden Berge lag vor uns unter strahlend blauem Himmel.


Gamsbraten im Krimmler Tauernhaus
Nach einem kurzen steilen Abstieg querten wir nach rechts zurück auf den Weg zum Rainbachsee und erreichten diesen um 12:30 Uhr. Wieder genossen wir in Ruhe die schöne winterliche Landschaft, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Noch vor 15:00 Uhr waren wir zurück, hatten also genug Zeit für Drinks und zum Ausruhen, bevor es am Abend als Highlight einen leckeren Gamsbraten als Abschlußessen gab, das wir mit Kaiserschmarren und Zirbelschnaps beendeten.


Sonntag, 21. Februar 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Dritte Tour: zu den Krimmler Tauern


Die für heute geplante Tour war ähnlich lang wie die gestrige und sollte uns zu den Krimmler Tauern führen.

Bach unter Schnee
Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage ahnten wir also schon, daß wir auch heute unser Ziel nicht erreichen würden.
Um 8:00 Uhr ging es wieder los und wir wanderten abermals ins Krimmler Achental hinein, dann nach einer knappen Stunde bogen wir nach rechts ab und stiegen eine bewaldete Anhöhe empor, bis schließlich das Windbachtal vor uns lag. Langsam ansteigend wanderten wir in das weiße friedliche Tal hinein.
Aufstieg im Windbachtal
Um 10:00 Uhr kamen wir an der verlassenen Windbachalm ( 1882 m ) vorbei. Wir steigen in einen weißen Kessel hinein, der Weg wurde langsam steiler, die Schneeverhältnisse waren ähnlich wie gestern.
Um 12:30 Uhr hatten wir uns durch den Schnee zu einem Felsen vorgearbeitet, an dem wir rasteten.
Aufstieg im Windbachtal
Ein Blick auf die Karte zeigte uns daß wir noch lange nicht am Ziel waren und dieses heute kaum noch erreichen würde. Alex war zudem erkältet und nicht ganz so fit. Christian und Marie waren erst gar nicht mitgegangen, auch sie hatte eine Erkältung außer Gefecht gesetzt.
Schneeschuhwanderer im Windbachtal
Wir kehrten also um und stiegen wieder ab, während die Sonne über den Berg kam und uns wärmte. Weiter unten machten wir eine längere Rast und genossen die Sonne, die friedliche Winterlandschaft um uns herum und die beruhigende Stimmung im Tal.
Unsere Spuren im Windbachtal
Gegen 15:00 Uhr waren wir wieder unten im Achental und eine halbe Stunde später zurück am Krimmler Tauernhaus.

Samstag, 20. Februar 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Zweite Tour: zur Warnsdorfer Hütte

Am Vorabend hatten wir uns die Tour zur Warnsdorfer Hütte schon auf der Karte angeschaut: deutlich länger als unsere gestrige Tour zum Rainbachsee !

Blick aus dem Tal der Schatten
Überdies gibt es hier im Achental nur vier mögliche Schneeschuh-Touren: zum Rainbachsee, zur Warnsdorfer Hütte, zur Richter Hütte ( ebenfalls lang ) und ins Windbachtal und auf die Krimmler Tauern ( auch lang ). Die Anmarschwege hier im Achental sind meist lang, bevor der eigentliche Aufstieg beginnt. Bei schwierigen Schneeverhältnissen schwindet also die Chance das Ziel überhaupt zu erreichen.
Auf dem Weg zur Warnsdorfer Hütte
Das war uns klar, als wir am Morgen so um 08:00 Uhr aufbrachen. Zunächst ging es sanft ansteigend in das Achental hinein. Der Schnee war weich und wer vorne ging hatte daher ordentlich zu spuren, also mußten wir uns immer wieder abwechseln. Drei Stunden waren wir schon unterwegs gewesen, bis wir die Warnsdorfer Hütte erblickten.
Schneeschuhwanderer
Wir stiegen nun auf, die Verhältnisse wurden schwieriger, der Schnee tiefer, aber immer noch weich, so daß wir jetzt manchmal knietief einsanken.
Um 13:30 Uhr standen wir unterhalb der Hütte an einem kleinen Elektro-Häuschen. Im Sommer vielleicht noch 20 Minuten entfernt, hätten wir heute möglicherweise noch die dreifache Zeit benötigt um zur Hütte zu gelangen.
Gletscher unterhalb
der Dreiherrenspitze
Also brachen wir an dieser Stelle ab, denn es stand uns noch ein langer Rückweg bevor.
Beim Schneeschuhwandern muß man eben flexibel sein, sich anpassen an Natur, Verhältnisse und Möglichkeiten. Trotz guter Kondition, die uns der Bergführer bestätigte, hatten wir das Ziel nicht erreicht, und wir wollten auch nicht zu spät und bei Dunkelheit zurückkehren. Also machten wir uns an den Abstieg.
Die Dreiherrenspitze
Der Himmel hatte immer mehr aufgeklart und die Sonne beleuchtete die umliegenden Berge, hier unten im Achental bekamen wir aber keinen Sonnenstrahl ab. Der Gletscher unterhalb der Dreiherrenspitze bot einen grandiosen Anblick, und die Ruhe um diese Zeit in diesem langen Tal war Genuß pur.
Ein langer Rückweg beginnt
Somit dennoch eine schöne Wanderung, wenngleich wir das Ziel nicht erreicht hatten, wie die meisten erfahrenen Wanderer von uns es eigentlich schon erwartet hatten.
Gegen 16:30 Uhr erreichten wir das Krimmler Tauernhaus und waren somit 8,5 Stunden unterwegs gewesen.
Leuchtende Berge oberhalb
des Krimmler Tauernhauses
Ein langer Tag neigte sich dem Ende, wir ruhten uns etwas aus vor dem Abendessen und gingen dann recht früh ins Bett; die Hüttenruhe um 22:00 Uhr reizten wir jedenfalls nicht voll aus. Ein tiefer erholsamer Schlaf war uns nach dieser ausgedehnten Wanderung sicher.