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Dienstag, 27. September 2022

13. Herbstwanderung 2022: Zur Alprechalm

 Unsere letzte Wanderung dieses Jahr in den Dolomiten führte uns steil ansteigend von der Stegerbrücke hinter St. Peter ( 1440 m ), wohin wir mit dem Bus gefahren waren, hinauf zur Alprechalm ( 2018 m ). Der Weg war anstrengend zu gehen weil steil und ohne natürlichen Stufen.

Aufstieg zur Alprechalm
 Als wir den Wald verließen tauchten wir in das Licht der strahlenden Sonne ein, vor uns lagen die schneebedeckten Berge rund um den Schwarzenstein, darüber blau-weißer Himmel, darunter das saftig-grüne Tal; uns ging das Herz auf bei diesem Anblick. Alsbald sahen wir die Alprechalm, hatten aber noch eine gute Stunde anzusteigen, bis wir sie schließlich erreichten. Wolfgang, der Almwirt dieser wirklich noch urigen Alm, begrüßte uns sogleich und brachte Tee und Radler, dann einen Kaiserschmarren und ein Speckbrettl. So ließen wir es uns richtig gut gehen in dieser Berg-Idylle; wir hatten die Alm für uns alleine, bis schließlich eine Gruppe Wanderer aus Hamburg auftaucht, die hier oben schon bekannt waren.

Die Alprechalm

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast und nach aromatischem Zirben- und Brennessel-Schnaps wanderten wir der Forststrasse folgend zur Stegeralm, bogen aber kurz oberhalb rechts ab auf den Weg Nr. 3 und 11a zur Bruggeralm. Dieser schöne Höhenweg führte uns in Richtung Kasern, das wir bald unten im Tal liegen sahen; gegenüber sahen wir die Waldner-Alm, auf der wir vorletzte Woche gewesen waren. Hinter der Bruggeralm ging es dann bergab durch Wald und zurück nach Kasern, wo wir gleich den Bus zurück nach Sand bestiegen. 

Gut ging's uns auf der Alprechalm
 

Ein gelungener Abschluß von knapp drei wunderschönen Wanderwochen lag hinter uns, eine anstrengende zehnstündige Autofahrt zurück nach Mainz am nächsten Tag, Donnerstag, den 22.9., vor uns.

12. Herbstwanderung 2022: Auf dem Speikboden

 Das Wetter wurde jetzt zusehends besser, es blieb aber kalt, Das Thermometer in Sand zeigte morgens 4 Grad Celsius an !

 

Blick zu Steinerholm und Moosstock
 

Alex und ich wanderten eine halbe Stunde lag zur Talstation der Speikboden-Bahn und fuhren hinauf zur Speikboden-Alm auf 1958 m. Von dort wanderten wir los über die Trejer Alm leicht ansteigend einem Panoramaweg folgend. Gegenüber lag der Roaner Hof, in dem wir letztes Jahr gewohnt haben, dahinter erhob sich der Steinerholm, weiter dahinter der Grosse Moosstock. 

Blick vom Kleinen Nock
ins Obere Ahrntal
 

 Später stiegen wir an zu Sonnklar-Hütte ( 2420 m ), wo wir gegen 13:00 anlangten und zum Mittagessen einkehrten. Dann wanderten wir weiter über den Panoramaweg ( Nr. 18 ) auf den Speikboden ( 2516 m ), überschritten den Gipfel und wanderten auf einem gut ausgebauten Weg über den nördlichen Grat, Grosser Nock und Kleiner Nock zurück zu Bergstation der Gondel-Bahn, die wir gegen 16:00 Uhr erreichten.

11. Herbstwanderung 2022: Zum Klammljoch

 Am Samstag, den 17.9., verließen wir das Hotel "Alte Mühle". Alex und ich und unsere Freunde mit einer Bekannten zogen um in das Hotel Hellweger, in dem wir kurzfristig noch zwei Doppel- und ein Einzelzimmer hatten buchen können für eine spontane Verlängerung unseres Wanderurlaubs. 

Burg Taufers

Das Hotel verfügt über große Zimmer, Swimmingpool und Sauna, liegt sehr ruhig und wird mittlerweile von einer chinesischen Familie geführt, die zwar italienisch aber praktisch kein Deutsch sprechen. So wurde aus dem bestellten Apfelsaft schnell mal ein Karottensaft. Das Hotel war schlecht ausgelastet, darunter litt natürlich auch der Service, obwohl sich die Inhaber viel Mühe gaben, die allerdings teilweise auch etwas unbeholfen wirkten.

Zirbenstube mit Kaminofen
in der Burg Taufers

Unsere Freunde hatten sich eine Erkältung zugezogen und würden am nächsten Tag wieder abreisen, Alex und ich blieben bis Donnerstag. 

Blick von der Burg Taufers
Am Vormittag hatten wir noch eine Führung durch die Burg oberhalb von  Sand unternommen, die recht interessant war. Vor allem die schönen mit Zirbenholz gestalteten Stuben und auch eine alte Basilika mit Krankenstation direkt gegenüber beeindruckten sehr, wie auch zahlreiche Gästezimmer, ein zentrales Wohn- und Gerichtszimmer und der Folterkeller. Über einen Wehrgang auf der Burgmauer gelangten wir in den mächtigen Turm, von dessen oberen Stockwerken wir eine schöne Aussicht auf Sand und das sich dahinter erstreckende Tal hatten. 

Am Klammljoch

Am Sonntag unternahmen wir mit der Bekannten unserer Freunde eine Wanderung vom oberen Parkplatz in Rein ( 1675 m ) zur Knuttenalm ( 1863 m ) und weiter über Klammlsee zum Klammljoch ( 2294 m ) und standen somit abermals mit einem Bein in Österreich. Bei Rein war die Landschaft weiß gepudert, der Winter hatte einen ersten Gruß geschickt. Dies war auch der Grund, warum wir diese Wanderung gewählt hatten, sie verlief bequem über eine Forststrasse.

Wir kehrten zur Knuttenalm zurück und genossen dort etwas zu Essen und natürlich den guten Knuttengeist.

10. Herbstwanderung 2022: Auf den Schaflahnernock

 Die Chemnitzer Hütte ( 2420 m ) oberhalb des Neves Stausees ( 1580 m ) wird von zwei Gipfel flankiert, dem Schaflahnernock ( 2703 m ) und dem Gamslahnernoch ( 2869 m ). Der Schaflahnernock sollte heute unser Ziel sein, was sich aber erst entschied, als wir bei der Hütte angelangt waren.

Die Chemnitzer Hütte
 Am Morgen waren wir zu unserer letzten Wanderung der diesjährigen Hans-Kammerlander-Bergwoche aufgebrochen und mit den Bussen zum Neves Stausee gefahren. Der Aufstieg zur Chemnitzer Hütte war weder schwierig noch sehr anstrengend, auf den Schaflahnernock ging es dann über Block- und Felsgelände. teilweise steil hinauf, der Gipfel war trotzdem schnell erreicht; die unten angegebenen 1,5 Stunden Gehzeit etwas übertrieben. 

Aufstieg auf den Schaflahnernock

 Immerhin hatte ich es geschafft auf einem der Felsen auszurutschen und mit dem Schienbein gegen einen anderen Felsen zu stoßen, was mir eine leichte Prellung und Hautabschürfung einbrachte.

Auf dem Schaflahnernock

 Das Wetter hatte sich wieder etwas gebessert, aber die Bewölkung überwog. Troztdem hatten wir einigermaßen Aussicht und einmal öffnete sich auch die Wolke um uns herum und gab einen Blick frei auf Weißenbach tief unten im Tal und in der Sonne gelegen. Nachdem ich meine kleine Wunde mit etwas Zirpenschnaps desinfiziert hatte, den einer der Mitwanderer immer im Rucksack hatte ( erst später bemerkte ich, daß ich natürlich aus ein Desinfektionsmittel dabei gehabt hätte ), machten wir uns an den Abstieg zur Hütte und ließen uns bald Hüttennudeln, Suppen oder Kaiserschmarren schmecken.

9. Herbstwanderung 2022: Zur Kasseler Hütte

 Der vierte Tag der Hans-Kammerlander-Bergwoche begann mit starkem Regen. Wir fuhren ins Bachertal bei Rein und machten uns an den steilen Aufstieg zur Kasseler Hütte ( 2276 m ) von der Jausenstation Säge ( 1580 m ) aus. Hans hatte wohl auf eine Aufklarung gehofft, aber es regnete wirklich stark, während wir den rutschigen Weg bergan stiegen. Erst als wir die Hütte erreichten, unsere Klamotten zum Trocknen aufhängten und uns Essen bestellten klarte der Himmel langsam auf. 

Auf dem Weg zur Kasseler Hütte bei Regen
 Die Hüttenwirtin war über unseren Besuch etwas überrascht. Hans hatte uns zwar telefonisch angekündigt, aber in der Rieserfernehütte, so daß ich erstmal die Telefonbuch-Einträge in seinem Handy fixen mußte. Trotzdem klappte alles gut und wir genossen das warme Essen in der gemütlichen Stube. Ein Rettungshubschrauber kam zur Hütte um einen Gast abzuholen, der über Kreislaufprobleme klagte.

Blick von der Kasseler Hütte
 Beim Abstieg hatten wir gutes Wetter und wir wählten den einfachen Weg hinunter zum Langlauf-Zentrum. Hans hatte den steilen Abstieg gewählt und dabei noch einem älteren Spaziergänger geholfen, der sich auf diesen rutschigen Steig verlaufen hatte. Mit seinem Bus brachte er uns Fahrer zu den anderen Bussen und bald ging es zurück nach Sand.

8. Herbstwanderung 2022: Auf das Ahornacher Jöchl

 Das Wetter verschlechterte sich, der Himmel war stark bewölt, dennoch entschloß dich der Großteil unserer Gruppe zum Aufstieg auf den Großen Moosstock. Ich und einige anderen entschieden sich dagegen und zusammen mit Rosi wanderten wir zu den Schlafhäusern unterhalb des Moosstock, dann über den Durreck-Höhenweg auf das Ahornacher Jöchl ( 2276 m ). 

Abstieg vom Ahornacher Jöchl
 Beim Aufstieg trafen wir auf zwei junge Burschen, die den Aufstieg zum Moosstock abgebrochen hatten. "Macht heute keinen Sinn", sagten sie. 

Bei den Schlafhäusern am Moosstock

Oben angekommen standen wir im Nebel, erst beim Abstieg klarte es leicht auf. Um 12:00 Uhr erreichte uns die Nachricht, daß die Hauptgruppe den Gipfel des Moosstock erreicht hatte.Wir stiegen weiter ab und wurden dann von Rosi zu ihr nach Hause in Ahornach zu einer "Merende" eingeladen.

7. Herbstwanderung 2022: Auf die Krimmler Tauern

 Heute fuhren wir mit den Bussen ganz hinein ins Ahrntal bis nach Kasern ( 1595 m ), wo Alex und ich und unsere Freunde schon die letzte Woche verbracht hatten. Über die Obere Tauernalm und die Krimmler Tauernhütte ging es hinauf zum Übergang nach Österreich auf die Krimmler Tauern.( 2634 m ). 

Blick auf Krimmler Tauernhütte

Von hier oben konnten wir den Eissee oberhalb des Windbachtals sehen, zu dem wir 2017 schon mal unterwegs gewesen sind. Das Krimmler Tauernhaus, in dem wir schon zweimal gewohnt haben, ist von hier aus in 3,5 Stunden erreichbar.

Krimmler Tauern. Ganz rechts sieht
man den Eissee

Geplant war noch die Aufstieg auf den linker Hand gelegenen Schüttalkopf, Hans entschied sich aber dagegen, da die Uhr mittlerweile 13:00 Uhr zeigte. Eine kleine Gruppe, angeführt von Hans Mutschlechner, unserem zweiten Wanderführer, entschloss sich aber dann doch hastig für einen schnellen Aufstieg, während wir anderen zur Oberen Tauernalm abstiegen, wo wir rasteten.

6. Herbstwanderung 2022: Auf den Kreuzkofel

 Am Sonntag, den 11.9., verließen wir das Berghotel Kasern und fuhren nach Sand zum Hotel "Alte Mühle", wo wir die kommenden sechs Tage wohnen würden zwecks Teilnahme an der Hans-Kammerlander-Wanderwoche "Dahoam". Nach einem Spaziergang durch Sand und hinauf zur Burg genossen wir den Swimming-Pool und Wellness-Bereich des Hotels, bevor wir uns um 18:00 Uhr zur Begrüßung durch Hans Kammerlander trafen, gefolgt vom 19:00 Uhr Gala-Diner, während dem das Hotel zum erstenmal zeigen konnte was die Küche drauf hat.

Blick vom Kreuzkofel
 Am Montag um 8:30 Uhr ging es los zur ersten Wanderung. Wie in den letzten Jahren schon üblich wurde ich als Fahrer für einen der Busse "verpflichtet". Wir fuhren nach St. Johann und dann linker Hand bergauf zur Jausenstation Stalliler ( 1472 m ). Von dort begann der sehr steile Aufstieg auf den Kreuzkofel ( 2420 m ) und mir wurde klar, daß wir diese Tour 2014 schon mal gegangen waren. Sie endete damals mit einer ausgelassenen Rettungsaktion. Nach drei Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel und wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt - bis zu Marmolada und Groß Venediger.

Hans und das Ahrntal
Der Abstieg führte uns zur Keglgasslalm ( 2109 m ), wo wir im schönsten Sonnenschein die Mittagsrast einlegten. Dann ging es einen bequem ausgebauten Weg weiter bergab und über den Putzerweg zurück zum Parkplatz.


Montag, 26. September 2022

5. Herbstwanderung 2022: Zur Waldner Alm

Am Mittwoch, den 7.9., legten wir wieder einen Ruhetag ein und begnügten uns mit einem Spaziergang nach Prettau. Der Rückweg über den Falksteiner Hof verlangte uns dann doch knapp 300 Höhenmeter ab, so daß wir an diesem Tag nicht durchweg faul waren. Als wir an unserem Hotel ankamen fanden wir dieses verschlossen vor - wegen Ruhetag. Angeblich hätten Schilder auf dem Frühstückstisch darauf hingewiesen, erzählte uns später der sehr spezielle Betreiber dieses Hotels. Wir spazierten zur Talschlußhütte, zwanzig Gehminuten entfernt, und machten dort erstmal eine ausgiebige Mittagspaause, bevor wir zum Hotel zurückkehrten und diesmal eingelassen wurden.

Im Schaubergwerk Prettau

Der Donnerstag begann mit Regen und so machten wir uns auf zum Schaubergwerk in Prettau. Leider hatten wir versehentlich eine Führung in italienischer Sprache gebucht, trotzdem war der Besuch des Berwerks nicht uninteressant. Mit einem kleinen Zug ging es gut 1 km in den horizontalen Stollen hinein, bevor die eigentliche Führung begann. 

Prettau
 Später fuhren wir mit dem Bus nach Brunneck. Am Mittag, als wir schon wieder auf der Rückfahrt waren, kam die Sonne heraus. Als un der Busfahrer plötzlich zum Umsteigen aufforderte ignoriert wir ihn zunächst und wurden erst unruhig, nachdem wirklich alle Fahrgäste aus dem Bus ausgestiegen waren. Wie wir dann lernten ist hier Umsteigen bei Fahrerwechsel geboten, denn Fahrerwechsel bedeutet gleichzeitig Buswechsel. Leider waren wir zu langsam und der Ersatzbus fuhr davon, während wir gerade ausstiegen. Zerknirscht mußten wir an der Haltestelle auf den nächsten Bus warten.  

Blick auf den Rauchkofel
von der Waldner Alm

 

Der Freitag war komplett verregnet und erst am Samstag, den 10.9., machten wir uns wieder auf zu einer Wanderung. Wir stiegen wieder direkt hinter dem Hotel auf Richtung Fuchsalm, denselben Weg, den wir bei unserer ersten Wanderung genommen hatten. Diesmal hielten wir uns nach links und wanderten zur Waldner Alm ( 2086 m ), wo wir die Mittagsrast einlegten. Dort lernten wir, daß die Trockenheit auch vor Südtirol nicht Halt macht. Obwohl die Wiesen saftig grün aussehen - wohltuend für unsere Augen, die nur noch gelbes Gras in Rheinhessen gewöhnt sind - zeigt sich auch hier bereits Wassermangel in Form von verminderter Leistung des Stromgenerators für die Alm. 

Nachdem wir uns gestärkt hatten und noch einen Hüttenschnaps bekommen hatten stiegen wir weiter auf zum Waldner See ( 2345 m ), wo uns ein Graupelschauer erwartete. Beim Abstieg über die Forststrasse und dann einen Pfad Richtung Kasern ( 1595 m ) gerieten wir dann richtig in Regen; die Sonne kam erst wieder heraus, als wir das Berghotel erreicht hatten.

Waldner See


Sonntag, 25. September 2022

4. Herbstwanderung 2022: Zur Birnlückenhütte

Am Dienstag, den 6.9.2022, machten wir uns an den Aufstieg von Kasern ( 1595 m ) zur Birnlückenhütte ( 2441 m ). Das Wetter war bewölkt und Regen möglich, weswegen wir erst zögerten die Wanderung anzugehen, uns dann aber doch dazu entschieden. An der Talschluß-Hütte vorbei ging es weiter in das Tal hinein der Forststrasse folgend, dann leicht ansteigend zur bewirtschafteten Kehrer-Alm. Dort begann der eigentliche Anstieg an einem Wasserfal des Ahrnbaches entlang zur Lahneralm, wo wir von mindestens drei Murmeltieren beobachtet wurden.

Birnlückenhütte
 Wir wanderten durch einen Talboden, die Birnlückenhütte lag direkt über uns. Serpentinen führten uns nun steil bergan und um 12:30 Uhr hatten wir die Hütte erreicht und kehrten ein zur Mittagsrast.
Teufelsstiege

Während dieser Pause öffnete sich die Wolkendecke am Himmel und die Sonne gewann immer mehr die Oberhand. Wir entschlossen uns daher für den Rückweg über den Lausitzer Höhenweg zur Krimmler Tauernhütte, von wo wir dann abermals zur Oberen Tauernalm und nach Kasern absteigen wollten. 

Wieder kündigte ein Wegweiser eine Gehzeit von 1 Stunde und 10 Minuten an, wir benötigten aber zwei Stunden und vierzig Minuten. Der weg war sehr schön mit toller Aussicht und der Teufelsleiter, über die es hundert oder mehr Stufen steil nach unten ging. 

Spät und müde langten wir am Hotel an, froh die Wanderung trotz anfänglich nicht optimalem Wetter unternommen zu haben, die besonders während der zweiten Tageshälfte traumfaft schön war.

3. Herbstwanderung 2022: Zur Innerhofer Alm bei Weißenbach

 Am Montag, den 5.9.2022, beschränkten wir uns auf ein kurze Wanderung; unsere Muskeln und Knochen verlangten nach etwas Ruhe. Mit dem Auto fuhren wir nach Weißenbach und parkten am Sportplatz. Beginnend mit einer Höhe von 1375 m wanderten wir bequem auf einer Forststrasse zur Innerhofer Alm ( 1743 m ), wo wir uns Zeit für eine ausgiebige Rast mit Vesper nahmen.

 Innerhofer Alm bei Weißenbach


Montag, 19. September 2022

2. Herbstwanderung 2022: Zur Lenkjochhütte

Nach der anstrengenden "Eingeh-Tour" mußten wir gleich mal einen Ruhetag einlegen und fuhren mit dem Bus nach Sand, auch um Unterhemden für mich einzukaufen, die ich vergessen hatte einzupacken. 


Dabei bemerkten wir, dass alle Fahrgäste mit einer Gästekarte zustiegen, während wir pro Fahrt und Person 4 € gelöhnt hatten. Später im Hotel erfuhren wir dann, dass wir auch eine Gästekarte hätten bekommen können, wenn wir nur danach gefragt hätten. In jedem anderen Hotel bekommt man diese automatisch beim Einchecken überreicht. Der Wirt im Berghotel Kasern ist schon etwas speziell.
Nach Rückkehr aus Sand unternahmen wir noch einen Spaziergang zum Heiliggeist-Kirchl, um dort an einem Felsendurchgang unsere Sünden abzustreifen, und kehrten dann in die Talschlusshütte ein.
Blick auf Kasern


Am Sonntag, den 4. September, starteten wir vom Hotel aus zum Aufstieg auf die Lenkjochhütte ( 2590 m ) durch das Röttal. Es ging zunächst durch Wald steil bergauf an vielen Bergwerksstollen vorbei, die hier in den Berg getrieben wurden, durch den senkrecht eine Kupfererz-Ader verläuft. Der Bergbau begann hier im 16. Jahrhundert und zu dieser Zeit mußte man sich noch mühsam mit primitiven Werkzeugen in den Berg graben. Während weiter oben nur 80 - 200 m lange Stollen benötigt wurden, um bis zur Kupfererz-Ader vorzudringen, beträgt die Stollenlänge beim Berkwerk unten im Tal bei Prettau 1 km !
Im Röttal


 Wir erreichten die Rötalm und eine Hochebene, die wir durchquerten, bis sich der Anstieg um die Rainhart-Spitze herum fortsetzte. Bald sahen wir die Hütte, hatten aber immer noch ein gutes Stück zu steigen, bevor wir sie erreichten.
Im Windtal


Nach einer Mittagsrast stiegen wir ab durch das Windtal und kehrten an der Labesau-Alm vorbei zurück nach Kasern.

1. Herbstwanderung 2022: Auf dem Lausitzer Höhenweg

 

 Herbstzeit - Wanderzeit. Es war wieder so weit nach Südtirol zu fahren um dort zunächst mit Freunden und dann mit einer Hans-Kammerlander-Wandergruppe durch die Dolomiten zu wandern.

Am Mittwoch, den 31. August, fuhren wir mit unserem Mondeo zunächst bis zum Achensee und stiegen dort im Marxenhof ab, um dann am nächsten Tag nach Sand im Tauferer Ahrntal zu fahren. Dort bei der Einfahrt zum Parkplatz kamen uns unsere Freunde bereits entgegen und wir begrüßten uns erfreut, bevor wir noch ein paar Einkäufe erledigten. Dann fuhren wir gemeinsam die 27 km hinein ins hintere Ahrntal bis nach Kasern, wo die Strasse endet. Genau dort befand sich das Berghotel Kasern, wo wir die nächsten zehn Tage verbringen würden.

Kreuzweg zum Heilig-Geist-Kirchl

 

Am Nachmittag unternahmen wir einen Spaziergang über den Kreuzweg zum Heilig-Geist-Kirchl und der Talschluss-Hütte und weiter zum Trinkstein, wo wir in die Adler-Alm zu Kaffe und Kuchen einkehrten.

Aufstieg zum Lausitzer Höhenweg

Unsere erste Wanderung am Freitag, den 2. September, startete direkt hinter dem Hotel und wir stiegen auf  zur Hochwieser Alm. Da das Wetter super und wir gut drauf waren beschlossen wir gleich noch weiter aufzusteigen zum Lausitzer Höhenweg und erreichten eine Höhe von 2522 m. 

Auf dem Lausitzer Höhenweg

Weiter ging es nun in Richtung Krimmler Tauern-Hütte. Ein Wegweiser kündigte eine Gehzeit von 1 Stunde und 10 Minuten an, wir benötigten aber mindestens die doppelte Zeit. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und es ging immer wieder auf und ab über Felsen. Unterhalb der Krimmler Tauern-Hütte stiegen wir nun ab zur Obereren Tauern-Alm, wo wir noch etwas tranken, bevor es weiter bergab ging und dann auf einer Forststrasse zurück zum Berghotel. 

Abstieg zur Oberen Tauernalm

Die Tour war nun doch länger und anstrengender als gedacht und für eine "Eingehtour" sinnvoll, so daß wir recht müde relativ spät im Hotel anlangten.

Donnerstag, 7. Oktober 2021

20. Herbstwanderung 2021: Sagenwanderweg am Rosengarten

Wieder nahmen wir den 8:51 Uhr Bus und fuhren bis zum Nigerpass. Von dort wanderten wir auf dem Sagenwanderweg ( Weg Nr. 1, dann Nr. 7 ) zur Alm Haniger Schwaige.

Einer überlebte: zerstörter Wald am Rosengarten

Da es noch recht früh war, als wir dort anlangten, gingen wir weiter und stiegen auf dem Weg Nr. 7 bzw. 10 ab zur Plafötsch-Alm. Diese hatte allerdings schon geschlossen, weswegen wir uns auf einer Bank niederließen und Würste, Käse und Schüttelbrot verzehrten, das wir glücklicherweise noch im Rucksack hatten.

An der Plafötsch-Alm

Wie vom Wetterdienst angekündigt war es heute bewölkt, blieb aber trocken. Weiter stiegen wir ab nach St. Zyprian, wo wir zu Apfelstrudel und Cafe einkehrten ins Hotel Rosengarten, bevor wir die restlichen Meter zum Hotel zurück wanderten, wo wir um 15:00 Uhr wieder anlangten.

Aufstieg heute insgesamt 400 m, Abstieg 950 m.

Apfelstrudel im Hotel Rosengarten

Dies war unsere letzte Wanderung für unsere diesjährigen Wanderwochen in den Dolomiten. Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug per Linienbus nach Bozen, bevor wir dann am Mittwoch die Heimreise antraten, da 2-3 Tage Regen vorausgesagt waren für Südtirol.

Wir starteten um 09:00 Uhr, machten noch einige Besorgungen in Tiers ( Speck, Käse, Brot, Joghurt, Milch ) und fuhren dann ins Tal und über die Brennerstrasse zum Brenner, wo wir einen Stop einlegten um noch etwas Wein, Obst und Gemüse zu kaufen.

In den Gassen von Bozen

Dann ging es weiter über die Autobahn nach Innsbruck. Wir nahmen die Ausfahrt Innsbruck Süd, bis zu der man ohne österreichische Autobahn-Vignette fahren kann, und fuhren über Landstrassen nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir in einem Gasthof Mittagspause machten. Weiter ging es dann nach Lermoos und auf die A7 nach Ulm, weiter über Stuttgart nach Hause, wo wir etwa um 20:00 Uhr eintrafen, diesmal recht entspannt und ohne Stau.

19. Herbstwanderung 2021: Hirzelweg am Rosengarten

Unser nächstes Ziel war der Rosengarten. Es war nicht einfach gewesen noch freie Zimmer übers Wochenende zu bekommen und so landeten wir im Gasthof Edelweiss direkt an der Straße zwischen Tiers und St. Zyprian. Nachteil: Autoverkehr direkt unter dem Balkon; hält sich aber in Grenzen. Vorteil: Bushaltestelle direkt vor der Tür.

Rotwand-Hüte

Am Samstag, den 2.10.2021 fuhren wir morgens mit dem 8:51 Uhr Bus zum Karer Pass und begannen mit dem Aufstieg zur Rotwand-Hütte. Eine Tour, die wir bereits kannten. Bei der Fahrt mit dem Bus war erschreckend zu sehen: eine neue Seilbahn wird gebaut vom Hotel Cyprianerhof zur Frommeralm, zudem waren große Waldfächen kahl gefegt durch den Sturm Vaia, der hier im Oktober 2018 tobte.

Blick vom Rosengarten zum Sella-Massiv

Nachdem wir die Rotwand-Hütte erreicht haben spazierten wir noch etwas nach Norden, um einen Blick auf Marmolada und Sella-Massiv zu ergattern; der Langkofel war teilweise durch eine Bergkette im Vordergrund verdeckt. Dann kehrten wir ein in die Hütte unterhalb der Rotwand-Hütte und aßen ein Omelette mit Pilzen und Speck, bevor wir nun den Hirzelweg unter die Füße nahmen, auf dem mittlerweile viel los war.

Christomannos Denkmal oberhalb
des Kara Passes


Hinter dem Adler nahmen wir erstmal die falsche Abzweigung zur Paolina-Hütte. Als wir unseren Irrtum bemerkten kehrten wir um und folgten nun dem Weg Nr. 549 direkt an der Gruppo Del Catinaccio entlang. Vor der Kölner Hütte, die noch teilweise eine Baustelle war, denn sie hat eine neue Gondelbahn bekommen, machten wir uns an den nervigen Abstieg über eine steile Schotterstraße, vorbei an Gondel-Stelzen und Schneekanonen.
Auf dem Hirzelweg

Die Natur hat hier mittlerweile stark gelitten !

An der Frommeralm angekommen tranken wir noch einen Capuccino oder Tee, bevor uns der 16:44 Uhr Bus aufnahm und wieder zu unserem Hotel brachte, das einen passablen Wellness-Bereich hat mit 90-Grad-Sauna und Whirlpool, wie wir dann herausfanden.

18. Herbstwanderung 2021: Kofler Seen

 Von der Forststrasse zur Knuttenalm zweigt ein Stieg ( Weg Nr. 9 ) ab, steigt auf zum Stutennock und umrundet diesen. Vorbei an den Kofler Seen kann man dann zurück nach Rein wandern ( oder links abbiegen und über den Klammlsee zur Knuttenalm ).

Schlafhäuser oberhalb von Rein

Von der Durra-Alm hatten wir den Aufstieg gesehen und planten, dies als letzte Wanderung hier bei Rein zu machen, bevor wir weiterreisen wollten zum Rosengarten.

Der Mittwoch brachte aber erstmal etwas Regen und uns damit einen Ruhetag. Wir fuhren nach Sand um Bargeld zu holen und zu tanken.

Berge oberhalb des Knuttentals

Dort erreichte uns eine SMS von Rosi mit einer Einladung, am Abend die Oldtimer-Sammlung von Hans anzuschauen, die wir natürlich annahmen und schnell noch ein paar Blümchen als Mitbringsl besorgten.

Das Abendessen im Hotel stornierten wir und wanderten stattdessen bei aufklarendem Wetter nochmals hinauf zur Unterrieser-Alm, wo es vorzügliche Schlutzkrapfen oder Spiegeleier mit Speck zu essen gab.

Oberhalb der Sossenalm

Als wir wieder nach Rein abstiegen querte eine Wolke das Rein-Tal und bescherte uns etwas Regen, der uns aber, gut ausgerüstet wie wir als Wanderer nun mal sind, nicht weiter störte.

Am Donnerstag, den 30.9.2021, begannen wir um 09:45 Uhr mit dem Aufstieg vom Knuttental zur Sossenalm. Es ging zunächst sehr steil in Serpentinen aufwärts, glücklicherweise im Schatten. Die Berge erstrahlten schon wieder im Licht der Herbstsonne, ganz oben auf den hohen Gipfeln lag etwas Schnee. Gegenüber lag die Durra-Alm, wo wir vor zwei Tagen eine bequeme Mittagsrast gehabt hatten.

Kofler See und Magerstein

Unser Aufstieg wurde endlich flacher und ging ein kurzes Stück auf einer Steilwand entlang, das etwas Schwindelfreiheit erfordert, bis uns dann auf einem kleinen Plateau mit einer kleinen Hütte die Sonne begrüßte und tausende weißer Falter, die zwischen den kleinen Nadelbäumen umher flatterten. Wir hatten nun die halbe und mit 3 Stunden veranschlagte Wegstrecke zu den Kofler Seen hinter uns und machten eine kurze Rast, um das friedliche Szenario hier oben zu genießen. Als zwei weitere Wanderer auftauchten gingen wir weiter.
Obere Kofler Alm

Wir hatten noch gut 400 Höhenmeter vor uns und stiegen weiter, jetzt flacher, an einer zweiten verlassenen Alm vorbei in eine Scharte mit viel Fels und Geröll, immer weiter aufwärts, bis wir dann endlich nach 12:30 Uhr ein Gatter passierten, noch ein paar Meter aufstiegen, und dann das herrliche Panorama des Magersteins vor uns liegen hatten. Die gesamte Ausdehnung des Gletschers konnte man erst von hier oben komplett erfassen. Rechter Hand ragte der Stutennock auf, den wir heute umrunden würden. Nach einigen Minuten tauchte unten der erste See auf und vervollständigte das Berg-Panorama zu einem wirklich beeindruckenden Anblick.

Hochgall

Um 13:00 Uhr waren wir am See und vesperten auf einer Bank. Dann ging es gemächlich abwärts über eine lang gezogene Ebene mit Bach zur Oberen Kofleralm, die wir auch schon beim Begehen des Arthur-Hartdegen-Weges passiert hatten. Der weitere Abstieg war uns somit bekannt, außer daß wir diesmal dem Weg folgten zurück zum Parkplatz im Knuttental.

17. Herbstwanderung 2021: Reiner Höhenweg

 Vom Hotel aus wanderten wir auf dem Weg Nr. 10 Richtung Ahornach und bogen weiter oben bei den Schlafhäusern rechts ab Richtung Durra-Alm auf den Reiner Höhenweg ( Weg Nr. 1a ).

Ankunft an der Durra-Alm

Vorbei an der Unterrieser-Alm ging es nun über einen weiteren schönen Höhenweg oberhalb von Rein entlang ins Knuttental. Auf der Durra-Alm gab es leckere Kartoffelsuppe mit Graukäse und Schüttelbrot, dann wanderten wir weiter hinab zur Knuttenalm, um einem obligatorischen Knuttengeist zu trinken. Auf der Forstsrasse und schlußendlich auf dem Weg Nr. 8a entlang des Knuttenbachs wanderten wir zurück ins Hotel.

16. Herbstwanderung 2021: Arthur-Hartdegen-Weg

 

Wir hatten nun eine Übernachtung auf der Kasseler Hütte geplant, um am nächsten Tag in Ruhe den Arthur-Hartdegen-Weg zu wandern.

Auf dem Arthur-Hartdegen-Weg

Unsere Freunde, die noch einen Tag länger im Roanerhof wohnen würden, stiegen mit auf. Oben, nach einer Mittagsvesper und einem Schnäpschen verabschiedeten wir uns voneinander.

Es war Sonntag und viele Familien mit Kindern waren mit aufgestiegen, entsprechend viel Betrieb herrschte vor der Hütte. Mit fortschreitendem Nachmittag wurde es aber immer ruhiger und alsbald hatten wir die Hütte, die theoretisch über 90 Schlafplätze verfügt ( leider aber nur eine Toilette und zwei Waschbecken pro Geschlecht ), für uns, mit Ausnahme eines einzelnen Bergsteigers, der am nächsten Morgen eine Tour auf den Magerstein machte.

Gemse

Wir vertrieben uns die Zeit mit dem Spiel Heckmeck und dem leckeren Merlot-Wein, den es auf der Hütte gab. Wir bekamen zwei Hütten-Schlafsäcke geliehen und ein Zweibett-Zimmer, in dem ich zumindest recht gut schlief.

Am Morgen nach einem einfachen Frühstück starteten wir dann um 8:30 Uhr und hatten den malerischen und wunderbar ausgebauten Höhenweg zumindest einen halben Tag lang für uns alleine; am Mittag kamen uns dann drei Wander-Paare entgegen.


Über Wasserläufe und durch Blockgelände ging es zur Ursprungalm, einmal mußten wir ein kurzes Stück klettern, gut gesichert durch Ketten. Wir kamen in die Sonne und machten eine erste Rast, später am Wasserlauf nahmen wir ein kaltes Fußbad, bevor es weiter ging. An der oberen Kofleralm machten wir nochmal Rast. Auch unterwegs waren wir immer wieder stehen geblieben, um die friedliche Stille und Bergwelt zu genießen.
Murmeltiere an der Ursprungalm

Uns begegneten zwei Gemsen, zwei Murmeltiere und ein Reh. Steil ging es nun über eine schmale Almstrasse hinab zur Unteren Kofleralm, dann weiter bergab nach Rein. Als der Weg 8A eine Straße erreichte, hielten wir uns nach links, fanden einen Pfad weiter hinab nach Rein und kamen schließlich ziemlich genau am Langlaufzentrum heraus, wo unser Auto parkte. Wir waren 7 Stunden unterwegs gewesen, inklusive Rast. Der ganze Arthur-Hartdegen-Weg ist somit recht lang, wenn man erst zur Kassler Hütte aufsteigt und dort sicherlich eine Rast einlegt. Die Idee dort zu übernachten hatte sich also als durchaus brauchbar erwiesen.

Blick zu Kasseler Hütte und Magerstein

Wir fuhren zum HotelBerger an der Kirche, wo wir uns für die nächsten zwei Tage einquartiert hatten, und machten vor dem Abendessen noch einen Saunagang zur Enstspanung der Muskulatur.

Das Geplapper einer Gruppe Hotelgäste abends in der Bar war nach der Ruhe auf dem Arthur-Hartdegen-Weg nur schwer zu ertragen.