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Freitag, 14. Mai 2010

Neuseeland-Reise 2009, Tag 27 (30. November) – Matamanoa Island


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Kurz vor 09:00 Uhr fanden wir uns beim Dive Center ein, um uns mit Leihausrüstung für unsere beiden Tauchgänge heute zu versorgen.

Alex, Axel and Nemo
"Alex, Axel and Nemo" Photo taken by Dave from the Matamanoa Diving Center

Es gab Shorties und einfache Flossen ohne Füßlinge. Nachdem wir die Flaschen aufs Boot geschleppt hatten tuckerten wir einige Minuten lang zu unserem ersten Tauchplatz zusammen mit David, Rae, unserem Dive-Guide und einem jungen Paar aus England, die gerade ihre Open-Water-Diver Ausbildung machten.

Mit 3-4 kg Blei ( unser Dive Guide schaute uns ungläubig an, als wir von den 9-11 kg erzählten, die wir im Roten Meer gebraucht hatten ) tauchten wir problemlos ab auf eine Tiefe von 18 m und entlang einer Steilwand. Dave machte Aufnahmen von uns und der Unterwasserwelt, die ich dann am nächsten Tag auf meinen Memory-Stick kopiert bekam.

Wir begegneten ein paar bunten Fischen, aber nicht so vielen, wie wir beim Tauchen auf den Malediven gesehen hatten oder ich beim Schnorcheln am nächsten Tag am Hausriff sehen würde, wo ich plötzlich von farbenprächtigen Schwärmen umgeben war. Auch sahen wir vereinzelt den “Starfish”, einen stacheligen Korallenschädling, der sich hier unerwünscht ausbreitet und von unserem Dive-Guide gnadenlos mit dem Messer aufgespießt und zerteilt wurcde um damit zu Futter für andere Fische zu werden.

Fingers away from my Cesar Salad !
"Fingers away from my Cesar Salad !"

Nach dem Tauchgang ging es zurük zum Resort und nach einer halben Stunde zum zweiten ebenfalls nahe gelegenen Tauchplatz, wo wir bei maximal 15 m Tiefe über herrliche Korallengärten hinwegtauchten. Abtauchen und tarieren fiel sehr leicht mit der leichten Ausrüstung, aber Alex wurde es schnell kalt

Den restlichen Tag verbrachten wir mit Lesen und einem guten Abendessen auf der Terrasse: frisch zubereiteten Caesar-Salat, einheimisches Hühnchen oder Fischgericht und Tropical Banana Delight, ein Pavlova-ähnliches Desert mit Basier.

Dienstag, 9. Juni 2009

Erste Erfahrungen mit Unterwasser-Fotografie und der SeaLife DC800

Wie in meinem letzten Post – dem Bericht über unsere Tauchsafari im südlichen ägyptsichen Roten Meer – versprochen folgt hier nun ein Erfahrungsbericht über meinen Einstieg in die Unterwasser-Fotografie und mit der Kamera, die ich mir dazu kürzlich gekauft hatte, der SeaLife DC800.

SeaLife DC800 Underwater
Houing

Die SeaLife DC800 hat mich rund 700 Euro gekostet als Paket zusammen mit einem Blitzgerät SL 961 und Tasche bei divestore.de. Sie wird als gute Kamera für Einsteiger bezeichnet, die aber auch anspruchsvolleren Fotografen gerecht wird. Sie verfügt über zahlreiche Programme, um auch unter Wasser ohne Blitz halbwegs vernünftige Aufnahmen zu machen – über einen “Sea” Mode, bei dem man dann noch einstellen kann ob man sich im blauen Ozean oder einem grünstichigen Fluss befindet – schießt 8 Megapixel Fotos und erlaubt es auch Videos in VGA-Auflösung zu drehen. Ein wichtiger Vorteil des Blitzgerätes ist es, daß man die Blitzintensität auch manuell regeln kann.

My very first underwater shot with the SeaLife DC800
"My very first underwater shot with the SeaLife DC800"

Zunächst habe ich die Kamera natürlich an Land ausprobiert, mit und ohne Unterwasser-Gehäuse, eine Übung, die in jedem Fall empfehlenswert ist, bevor man mit der Kamera taucht. Die Bilder kamen mir zunächst weniger scharf und brilliant vor im Vergleich zu meiner anderen Digital-Kamera, einer Sony Cybershot DSC-S90, die allerdings für die Qualität ihrer Bilder bekannt ist. Die Ergebnisse, die ich nun von meiner ersten Tauch-Safari mit dieser Kamera mitgebracht habe, haben mich aber überzeugt einen guten Kauf mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis gemacht zu haben. Wer weiß, was man für eine Profi-Unterwasserkamera oder Unterwasservideokamera zahlen muß wird mir da sicher zustimmen. Ich habe am Sonntag mit Windows Movie Maker eine Diashow erstellt und auch meine Video-Schnipsel zu einem 8-Minuten-Film zusammengefügt, danach auf DVD gebrannt und am Fernseher angeschaut: durchaus sehenswert ! Über den Verlauf der Diashow kann man erkennen, wie ich beim Fotografieren dazugelernt habe: die ersten Bilder sind noch weniger farbig, weil ich mit dem richtigen Einsatz des Blitzes Schwierigkeiten hatte, dann werden die Aufnahmen aber immer besser, und es folgen auch mehr Nahaufnahmen (nachdem ich darauf gekommen bin, auch mal die Zoom-Funktion zu nutzen ).

Ein paar Bilder und Videoclips sind verfügbar auf meinem flickr-Account.

Wie ich in meinem letzten Posting schon erwähnte ist die Unterwasser-Fotografie natürlich komplizierter als die Fotografie an Land.

Unterbelichtetes Unterwasserfoto

Zunächst einmal steht man an Land irgendwo auf sicheren Beinen (meistens), während man unter Wasser zunächst auf eine saubere Tarierung achten muß, bevor man auf den Auslöser drückt. Zudem will man natürlich einen optimalen Blickwinkel auf das Motiv haben, muß sich eventuell einen Haltepunkt suchen und darauf achten keinen Sand aufzuwirbeln, was die bis dahin gute Sicht schnell zunichte macht.

Eine weitere Schwierigkeit ist die richtige Einstellung der Blitzintensität: die SeaLife DC800 mit dem SL 961 Blitzgerät verfügt natürlich über einen Automatik-Modus wie wahrscheinlich alle Kameras, aber in vielen Fällen kann dies zu einer Fehlbelichtung, meistens Überbelichtung, führen. Dies passiert insbesondere dann, wenn man einen hellen Hintergrund hat wie helle Korallen oder Sand, und im Nah-Bereich. Für den Nah-Bereich gibt es eine Macro-Blitz-Einstellung an der Kamera, die die Blitzintensität abschwächt. Eine andere Möglichkeit ist die Abschaltung der automatischen Belichtung am Blitz und das manuelle Regeln der Blitzstärke über den Drehschalter am SL 961. Auf einer Skala von 10 bis 1 hat sich in vielen Fällen gezeigt daß für die eben genannten Fälle eine Einstellung von Stufe 2 oder 1 zu brauchbaren Ergebnissen führt. Der Automatik-Modues funktioniert in der Regel dann gut wenn man z.B. einen Fisch in 2 Meter Entfernung gegen das Blauwasser fotografiert.

Überbelichtetes Unterwasserfoto

Wie jeder Anfänger habe ich anfänglich ein paar Fehler durchlaufen:

  • Falsche Ausrichtung des Blitzes. Ich hatte den Blitz zu weit nach unten ausgerichtet in der Annahme im 2-Meter-Bereich dann eine bessere Ausleuchtung zu haben. Es empfiehlt sich doch den Blitz möglichst gerade, vielleicht nur leicht geneigt auszurichten.
  • Nach dem ersten Aufladen der Kamera und wieder Einsetzen in das Gehäuse hatte ich den Schieberegler oben in der falschen Position; somit gab es keine Möglichkeit unter Wasser in irgendeinen Aufnahme-Modus zu gelangen. ( Dummerweise ausgerechnet der Tauchgang, bei dem wir unter dem Boot einem Hai begegneten )
    Tip für die Zukunft: vor jedem Tauchgang, insbesondere nach dem Einsetzten der Kamera in das Gehäuse, Kamera einschalten und prüfen, ob sie sich im Aufnahmemodus befindet. Ist der Schieberegler in der richtigen Position kann man unter Wasser jeden beliebigen Modus und jedes Programmm einstellen ( über die DISP Taste ), wie auch Video-Aufnahme und Anzeige der gespeicherten Bilder.
  • Einmal ist es mir passiert daß ich versehentlich den Ein/Aus-Schalter betätigt habe um eine Videoaufzeichnung zu beenden anstatt den Auslöser. Das nahm die Kamera sehr übel und hängte sich auf, was nur durch eine Entnahme der Batterie wieder behoben werden konnte ( was unter Wasser natürlich nicht möglich ist ). Glücklicherweise passierte das gegen Ende eines Tauchgangs.

Zwei Merkwürdigkeiten sind mir an der Kamera aufgefallen:

  • Ich bin unsicher ob der Blitz richtig funktioniert, wenn man ihn nach einer längeren Pause einschaltet. Zumindest leuchtet die Lade-Kontrolleuchte nicht auf; das passiert erst, wenn ich den Schiebeschalter oben einmal auf TEST geschoben habe.
  • Ab 30 Meter Wassertiefe verhielt sich die Kamera merkwürdig: bei der Betätigung der DISP Taste fragte sie mich, ob ich Bilder löchen wollte. Hmmm ….

Fazit: gute Kamera und gute Kombination mit dem Blitzgerät SL 961, handlich und liefert gute Bilder, zahlreiche Funktionen, vor allem die Video-Qualität hat mich angenehm überrascht. Ein gutes “Werkzeug”, um zukünftig Erinnerungen an meine Tauchgänge festzuhalten.

Samstag, 6. Juni 2009

Tauchsafari im südlichen Roten Meer

Unser Taucgebiet im Roten Meer

Auch in diesem Jahr nahmen meine Frau und ich wieder an einer ein-wöchigen Tauchsafari im Roten Meer teil. Nachdem wir im letzten Jahr den nördlichen Teil des Roten Meers betaucht hatten ging die Reise diesmal in den Süden des ägyptischen Teils des Roten Meeres, das sich insgesamt bis hinuter nach Eritrea erstreckt.

Stationen unserer Tauchsafari

Mitten in der Nacht – um 01:15 Uhr am 28.5. – traf sich unsere Gruppe am Flughafen Frankfurt im Terminal 2 zum Einchecken für den TUIFly-Flug 6102 nach Hurghada, der um 03:20 Uhr pünktlich startete. Nach 4,5 Stunden Flugzeit landeten wir in Ägypten und begannen die zweite Etappe unserer Anreise: eine sechsstündige Busfahrt nach Hamata. Unterwegs stoppten wir in Port Ghalib, wo unsere beiden Dive Guides Vanessa und Sonja zu uns stießen, eine Spanierin und eine Schweizerin.

Am späten Nachmittag gingen wir an Bord der M/Y Emperor Elite. Nach dem Boot-Briefing und zahlreichen Formularen, die wir ausfüllen mußten sowie Fragen, die wir mit den Dive Guides klären mußten ( Anzahl Tauchgänge, letzter Tauchgang, gesundheitlicher Einschränkungen etc... ) gab’s Abendessen und natürlich legten wir uns frühzeitig in unsere Kojen nach der anstrengenden Anreise und durchwachten letzten Nacht. So müde wir auch waren, an Schlaf war kaum zu denken. Das Schiff hatte am Abend abgelegt und fuhr die ganze Nacht hindurch gen Süden bis zum Abu Fandera Riff. Die lauten Motorengeräusche in der Kabine und das ungewohnte Schaukeln ließen uns auch in dieser Nacht nicht schlafen.

Welcome on board the M/Y Emperor Elite
"Welcome on board the M/Y Emperor Elite"

Um 06:30 Uhr war Wecken für den ersten Early-Morning-Dive, der gleichzeitig unser Check-Dive war. Wie auch im letzten Jahr tauchte ich mit 11 kg Blei und kam gut zurecht. Die Anstrengungen der Anreise waren vergessen, sobald ich im und unter Wasser war. Wir verbrachten fast zwei Tage an diesen Abu Fandera Riffs und machten dort insgesamt fünf gemütliche Tauchgänge.

Der geregelte Bord-Alltag setzte ein: Wecken um 06:00 oder 06:30 Uhr, Briefing, Morning Dive, Frühstück, Video-Vorlesung von Sonja anhand atemberaubender Filmaufnahmen von den Fidji-Inseln über Themen wir “Leben im Sand”, “Symbiosen”, “Korallen”, “Fische”, “Nacht-Tauchgänge”, Ruhepause, Briefing, Tauchen, Mittagessen, Ruhepause, Briefing, Tauchen, Abendessen. Meine Frau und ich machten keine Nacht-Tauchgänge; drei Tauchgänge am Tag waren für uns ausreichend. Manchmal mußte das Boot tagsüber einige Stunden fahren zum nächsten Tauchgang, von nun an gab es keine Nacht-Fahrten mehr und wir konnten endlich Schlaf nachholen. Das Essen an Bord war hervoragend und gut bekömmlich.

Am 30.5. ging es weiter zum Dangerus Reef, Gota Sachaira und zu St. John’s, wo ich meine ersten Höhlen betauchte, die allerdings meist nach oben offen sind; richtiges Höhlentauchen ist nicht mein Ding.

Sealife DC800

Für diesen Tauchurlaub hatte ich mir meine erste richtige Unterwasser-Kamera gekauft, eine Sealife DC800, mit der ich nun erste Erfahrung sammelte. Details dazu werde ich in einem separaten Artikel veröffentlichen. Soviel sei hier schon gesagt: Unterwasser-Fotografie ist wesentlich schwieriger als Fotografie an Land, eine große Herausforderung ist die richtige Einstellung der Blitz-Intensität und natürlich die Notwendigkeit sauber zu tarieren. Zudem mußte ich natürlich mit meiner neuen Kamera erst vertraut werden. Die Ergebnisse verbesserten sich zusehends mit jedem Tauchgang und können  teilweise hier bewundert werden.

Nach den St. John’s Caves fuhren wir ein gutes Stück nach Norden und betauchten Claudia, Abu Galawa, wo es ein kleines Wrack zu besuchen gibt, und Shiriniat, bevor wir zum Elphinstone Reef shipperten. Bisher waren die Tauchgänge allesamt beschaulich gewesen, aber am Elphinstone Riff ging es zur Sache und in Tiefen bis fast 40 Meter bei starker Strömung. Insbesondere bei den ersten beiden Tauchgängen hatte ich am Nordplateu ganz schön zu kämpfen, um hinter die schützende Riffwand zu gelangen. Beim ersten Tauchgang signalisierte mir Vanessa tiefer zu sinken, um der Strömung zu entgehen, die über dem Plateau sehr stark war, beim folgenden Tauchgang mußte mich Sonya näher an die Wand ziehen. Wie man in der Tabelle unten an den Tauchzeiten sehen kann waren dies auch recht kurze Tauchgänge. Beim dritten Tauchgang am Elphinstone Riff stiegen wir weiter südlich direkt an der Wand ab und machten einen gemütlicheren Drift-Tauchgang, der uns zum Südplateu brachte, von wo aus wir direkt unser Boot erreichen konnten, ohne auf ein Zodiak angewiesen zu sein.

Yellow couple at Abu Dabab II
"Yellow couple at Abu Dabab II"

Schon ging die Woche zu Ende, am vorletzten Tag an Bord gab es ein besonders aufwendiges Abendessen mit einer riesigen Pute, danach eine Torte zum Nachtisch, Dankesworte an die Crew, Musik und Tanz. Die letzten beiden Tauchgänge waren bei Abu Dabab II und Shouna kurz vor Port Ghalib, wo wir auch eine Schule mit einem Dutzend Delphinen vom Boot aus beobachten konnten; einige von uns statteten ihnen auch mit dem Schlauchboot einen Besuch ab zum Schnorcheln.

Den Abend verbrachten wir in Port Ghalib auf dem Boot und mit einem kurzen Rundgang durch die neu gebauten Anlagen am Yacht-Hafen. Vor dem Boot an Land wurde ein Fußballspiel ausgetragen, an dem ein paar fußballbegeisterte Taucher und Crew-Mitglieder teilnahmen, ein paar Hafen-Sheriffs schritten dann ein, um dieses zu untersagen, aber nach einem Telefonat von Vanessa mit der Hafenpolizei war die Sache geregelt und das Spiel konnte weiter gehen.

Den nächsten Tag verbrachten wir in einem Hotel in Port Ghalib am Pool, bevor uns um 15:00 Uhr ein Bus zum Flughafen in Hurghada transportierte, wo um 21:05 Uhr unser Flug zurück nach Deutschland startete, in dem zu dieser Zeit die Schafskälte für frische Temperaturen sorgte. Es wurde 03:00 Uhr am nächsten Morgen, bis meine Frau und ich zu Hause waren.

Hier eine Liste meiner Tauchgänge:

# Datum Tiefe Dauer Tauchplatz
1 05/29/2009 22.5 m 44' Abu Fandera East
2 05/29/2009 17.4 m 47' Abu Fandera East
3 05/29/2009 22.7 m 42' Abu Fandera East
4 05/30/2009 19.6 m 49' Abu Fandera West
5 05/30/2009 19.6 m 48' Abu Fandera West
6 05/30/2009 22.4 m 45' Dangerus Reef
7 05/31/2009 22.2 m 45' Gota Sachaira (Shaab Mahrous)
8 05/31/2009 16.7 m 51' Umharim (St. John’s Cave)
9 06/01/2009 12.9 m 58' Claudia
10 06/01/2009 16.6 m 55' Abu Galawa Soghaira
11 06/01/2009 12.4 m 62' Shiriniat
12 06/02/2009 32.1 m 36' Elphinstone Reef
13 06/02/2009 37.7 m 35' Elphinstone Reef
14 06/02/2009 38.0 m 46' Elphinstone Reef
15 06/03/2009 15.8 m 57' Abu Dabab II
16 06/03/2009 28.6 m 45' Shouna

Donnerstag, 12. Juni 2008

Tauchen mit Emperor in Ägypten

Nachdem ich den Bericht über unsere Tauchsafari im Roten Meer hier in meinem Blog veröffentlicht hatte war es nun auch an der Zeit ein Feedback in taucher.net zu hinterlassen; sollte demnächst unter “Basen-Ägypten-Hurghaha - Emperor Divers” erscheinen:

 

Wir - Freunde vom Tauchertreff Mainz, meine Frau und ich, haben vom 22. - 29. Mai eine Tauchsafari durch das nördliche Rote Meer unternommen an Bord der M/Y Infinity. Für mich war es die zweite Tauchfahrt mit Emperor nach einer Tour durch das südliche Rote Meer vor zwei Jahren.

Diving deck of the Emperor Infinity
Tauchdeck der Emperor M/Y Infintiy

Organisation, Boot, Besatzung, Dive Guides, Tauchplätze - alles war perfekt und die Reise hat viel Spass gemacht.

Es war in diesen Tagen etwas stürmisch im Roten Meer, aber insbesondere Kapitän der M/Y Infinity und Dive Guides ( Gabriel, Maria + Nil ) machten einen grossartigen Job die Fahrten mit dem Schiff  und die Tauchgänge entsprechend zu planen, so daß sowohl Sicherheit als auch Tauchspass nicht zu kurz kamen.

Das Boot war sehr sauber, komfortabel und das Essen lecker und reichlich.

Weitere Details zu dieser gelungenen Reise befinden sich hier in meinem Blog:

Emperor Infinity In meinem englisch-sprachigen Blog habe ich auch mal aufgeührt wie schwierig die richtige Planung eines Tauch-Tages auf einem Boot während einer Tauch-Safari ist und wieviel Faktoren da zu berücksichtigen sind ( siehe hier  ):

Berücksichtigt werden müssen:

  • Essenszeiten; man will ja nicht erst um 13:00 frühstücken,
  • ausreichend Pausen nach den Tauchgängen, hängt auch von Tiefe und Dauer des letzten Tauchgangs ab,
  • ausreichend Pausen nach den Mahlzeiten ,
  • Auswahl des nächsten Tauchplatzes in Abhängigkeit von Wetter, Strömung ( die wiederum abhängt vom Ebbe/Flut-Kalender ), Auslastung des Tauchplatzes mit anderen Booten und verfügbare Anker / Leinen - Plätze, Art und Dauer des Tauchgangs ( ob z.B. mit Schlauchboot ), und natürlich auch von den Wünschen der Taucher,
  • Fahrzeit zum nächsten Tauchplatz,
  • Zeitfenster für die Fahrt, möglichst nicht während der Mahlzeiten (wegen der Wellen) und der Nachtruhe ( wegen der Wellen und dem Maschinenlärm )
  • Benötigte Zeit zum Nachfüllen der Tauchflaschen 

Emperor Infinity reached its final parking position at Ras Mohammed National Park
Emperor Infinity reached its final parking position at Ras Mohammed National Park

Die Emperor-Leute haben diese komplexe Planung exzellent im Griff !

Auch muss ich sagen: die Besatzungs-Mitglieder sind sehr aufmerksam und wissen, worauf es ankommt, einem Taucher zu helfen: Schnallen öffnen oder festziehen, Flossen anziehen, Ausrüstung wie Kamera abnehmen beim Einstieg ins Schlauchboot. Es waren immer hilfreiche Hände und aufmerksame Augen da, so daß wir uns wirklich sicher aufgehoben fühlten. Auch auf ein Schlauchboot beim Abholen auf dem offenen Wasser mußten wir nie lange warten.

Hut ab & jederzeit wieder !

Montag, 2. Juni 2008

Tauchsafari im nördlichen Roten Meer

Letzte Woche waren meine Frau und ich unterwegs auf einer 1-wöchigen Tauchsafari an Bord der Emperor Infinity durch den nördlichen Teil des Roten Meers.

Am Donnerstag, dem 22. May, um 12:15 Uhr, trafen sich 20 Tauchbegesiterte unseres Tauchklubs "Tauchertreff Mainz" am Frankfurter Flughafen, um einzuchecken für den  Condor Flug nach Hurghada, Ägypten. Als wir dort landeten war es bereits dunkel und sogleich wurde unser Transfer zur  M/Y Infinity durchgeführt, die im Hafen in der Nähe des Emperor Diving Centers auf uns wartete, samt des voluminösen Gepäcks, wofür erste Bakschisch-Zahlungen fällig wurden.

Nach einem Willkommenstrunk, einem ersten Boots-Briefing, Abendessen, Schlaf, Frühstück, einer Menge Papierkram, einem weiteren Sicherheits-Briefing verließ das Boot Hurghada und steuerte unseren ersten Tauchplatz an, wo wir unseren Check-Dive durchführen wollten. Dieser fand statt in  Poseidons Garden (@ Shab El Erg) und es stellte sich heraus, daß ich wesentlich mehr Blei für eine ordentliche Tarierung benötigte als gedacht: 11 kg im Vergleich zu den 6 kg, die ich beim letzten Schwimmbad-Training benutzt hatte.  Das Rote Meer hat einen ungewöhnlich hohen Salzgehalt von 4,2 % !

Crossing the Street of Gubal
Crossing the Street of Gubal

Unser zweiter Tauchgang und erstes Wrack war die Dunraven, erbaut 1873, gesunken 1876 nach der Kollision mit einem Riff. Anschließend unternahmen wir bei heftigen Winden einen rauhen Ritt über die Strasse von Gubal (Gulf Of Suez), um den Nationalpark "Ras Mohammed" zu erreichen, der südlich der Sinai-Halbinsel liegt und wo wir am nächsten Tag tauchen wollten.

Am 3. Tag  ( Sonntag, 25. Mai ) gelangten wir zum "Small Crack", einem schönen Tauchgang entlang eines Riffs, der in einer sandigen Lagune endet,  und zur Thistlegorm, ein weiteres sehr bekanntes Wrack im nördlichen Roten Meer, ein Britisches Marineschiff, das von Deutschen Bombern 1941 versenkt wurde. Jacques-Yves Cousteau entdeckte das Wrack in den 50er Jahren. Am 4. Tag ging es in die Tiefe zur Kingston, anschließend unternahmen wir zwei Tauchgänge am Bluff Point, bekannt für seine unberechenbaren Strömungen und daher auch "die Waschmaschine" genannt, harmlos aber an diesem Tag, wo es zudem das Wrack einer kleinen Barke zu sehen gibt, die von einer gigantischen Muräne bewohnt wird. Auf der Weiterfahrt begleiteten Delphine unser Boot, während die Sonne im Meer versank.

giannis d 009
"giannis d 009" by Cathy Thomas

Am Tag 5, Dienstag, der 27. Mai, besuchten wir "Gubal Malak" für den Morning-Dive, dann das "Abu Nuhas" Riff, wo vier Schiffswracks am Grund auf den Besuch durch Taucher warten. Vor dem Mittagessen und am Nachmittag erforschten wir die Carnatic und die Giannis D, letzteres ein neueres Wrack eines Schiffes gesunken 1983, nachdem sein griechischer Kapitän wohl zu viel Uzo getrunken und ein Riff übersehen hatte.

Tag 6 war bereits unser letzter Tauch-Tag, "Small Giftun", wo ich mit 34.8 Metern meinen bisher tiefsten Taucgang durchführte, und "Gota Abu Ramada West", wo ich meinen bisher längsten Tauchgang durchführte, unsere letzten beiden Tauchgänge. An diesem Tag kehrten wir nach Hurghada zurück, wo wir noch einen weiteren Tag auf dem Boot ( und abends in einer irischen Kneipe in dem ansonsten unattracktiven Hurghada ) verbrachten, bevor uns ein Condor-Flug am Donnerstag, den 29. Mai, zurück nach Frankfurt beförderte, wo wir freitags um 0:40 Uhr landeten.

Zodiak ride to the dive site
Zodiak ride to a dive site

Es war eine phantastische Reise mit einer Gruppe netter Tauch-Freunde auf einem bequemen Boot mit einer sehr aufmerksamen und hilfsbereiten Besatzung, sehr professionellen und netten Dive Guides, zwei aus Argentinien und einer aus Deutschland, einem vollen Zeitplan ( 06:30 Wecken, 07:00 erstes Briefing, Morning Dive, Frühstück, Erholungspause, Briefing, zweiter Tauchgang, Mittagessen, Erholungspause, dritter Tauchgang, Erholungspause, Briefing und Night Dive ( nix für mich! ), Abendessen so um 09:00, ein Bier, Schlaf,  ... ) und vielen spannenden und schönen Erfahrungen und Erlebnissen. So schön die Woche auch war, muß ich doch auch sagen: eine Woche reicht, denn es ist auch anstrengend ! Am Ende waren zwei Drittel der Gruppe irgendwie krank oder erschöpft, mit Ohren-Schmerzen, Erkältung oder Durchfall, und somit ein Ende der Tour leicht hinzunehmen.

Insgesamt habe ich auf dieser Reise 15 Tauchgänge unternommen (einen ausgelassen) und diejenigen, die auch an den Nacht-Tauchgängen teilnahmen, hätten es auf 20 bringen können, was aber glaube ich niemand geschafft hat.

Hier ist eine detailierte Liste meiner Tauchgänge; # 15 ist insgesamt mein 49. Tauchgang gewesen:

# Datum Tiefe Dauer Tauchplatz
1 05/23/2008 13.8 m 45' Poseidons Garden
2 05/23/2008 28.3 m 36' Dunraven
3 05/24/2008 25.1 m 45' Ras Ghozlani
4 05/24/2008 20.1 m 45' Shark Reef: Anemony-Yolanda
5 05/24/2008 24.5 m 41' Skark Reef: Volanda Reef
6 05/25/2008 18.9 m 44' Small Crack
7 05/25/2008 24.7 m 39' Thistlegorm
8 05/26/2008 19 m 47' Kingston
9 05/26/2008 15 m 37' Bluff Point
10 05/26/2008 13.6 m 48' The Barge
11 05/27/2008 24.5 m 54' Gubal Malak
12 05/27/2008 23.5 m 56' Carnatic @ Sha'ab Abu Nuhas
13 05/27/2008 20.5 m 52' Ghiannis D @ Sha'ab Abu Nuhas
14 05/28/2008 34.8 m 50' Small Giftun
15 05/28/2008 11.9 m 72' Gota Abu Ramada West

 This blog posting is available in English language here.

Sonntag, 1. Juli 2007

Tauchen im Marxweiher

Gestern waren meine Frau und ich tauchen im Marxweiher in der Nähe von Speyer. Der See ist tatsächlich so schön wie hier beschrieben: klares Wasser, viele Fische, ein schöner Gras-Bewuchs in 4-5 m Tiefe am Ufer.
Zusammen mit einer kleinen Gruppe unseres Tauchsportvereins Tauchertreff Mainz fuhren wir um 10:00 Uhr los von der Tauchschule in Mainz Hechtsheim. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichten wir eine Kneipe in der Altrheinstrasse bei Waldsee, wo man sich eine Genehmigung für den Tauchgang besorgen muß. Pro Stunde sind nur 10 Taucher zugelassen und das auch nur zu bestimmten Zeiten.

Tour Details
Art der Tour: Tauchgang
Ort: Marxweiher
Bei: Waldsee, Nähe Speyer
Max. Tiefe: 8 m
Zeit: 33 Minuten
Das Wetter war leider bewölkt und das Wasser für einen 5mm-Anzug auch recht kalt, wie wir bald erfahren mußten. Meine Frau begann früh zu frieren und so beschränkten wir unseren Tauchgang auf 33 Minuten. Auch schwankte die Nadel Ihres Finimeters auffällig nach rechts und links, was, wie wir später durch Stefan, den Leiter unserer Tauchschule, erfuhren, dann passiert, wenn die Flasche nicht richtig aufgedreht ist.
Trotzdem hat es mal wieder Spaß gemacht nach über einem Jahr tauchen zu gehen. Nächstes Jahr im Juli veranstalten wir wahrscheinlich wieder eine Tauchsafari im Roten Meer, bei der Alex und ich unbedingt dabei sein wollen.
Beim See gibt es ein nettes Restaurant, in dem man gut griechisch essen kann. Davor eine Liegewiese und ein kleiner "Strand", über den der Einstieg ins Wasser recht bequem ist. Da heute das Wetter nicht so richtig besser wurde fuhren wir nach dem Mittagessen wieder nach Hause, ansonsten kann man hier gut einen ganzen Tag verbringen.