Dienstag, 09. Februar 2010

Neuseeland-Reise 2009, Tag 11 (14. November) – Wellington


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Wenn mir vorgestern jemand gesagt hätte, daß ich heute in einem Ort names Upper Hutt Valley abends in einer Karaoke-Bar ein Fußballspiel Neuseeland gegen Bahrain anschauen würde, hätte ich wahrscheinlich mit einem aufrichtigen “Häh?” geantwortet. Dennoch ist es so gekommen aufgrund der Umstände, die Alex gestern schon beschrieben hat.

Cable Car to Botanical Garden in Wellington
"Cable Car to Botanical Garden in Wellington"

Morgens beim Frühstück in der Küche des B&B Matahari hatte ich zunächst mal bei Hertz angerufen und meinen Unfall gebeichtet. Dann fuhren wir zum Hertz-Büro nach Wellington Downtown, wo ich einen Unfallbericht ausfüllte. Das Auto wurde als fahrtauglich befunden (“no mechanical damage”, wie die asiatische Hertz-Mitarbeiterin feststellte ), und so sollten wir es bis zum nächsten Tag behalten und wie geplant am Fähr-Terminal abgeben vor unserer Überfahrt zur Südinsel.

Dann lotste Alex mich in den Stadtteil Kelbum, wo wir an der Uni parkten. Wir durchstreiften ausgiebig den Botanischen Garten, der sehr abwechslungsreich und gut gepflegt war und zudem eine schöne Aussicht auf Wellington bot, die aber zunehmend durch die in die Höhe wachsenden Hochhäuser behindert wird. Wir sahen einer Mannschaft beim Cricket-Training zu und genehmigten uns Sandwiches zum Lunch im Rosengarten.

Mit der Cable Car fuhren wir dann hinunter zum Lambton Quay und wanderten zum Parlament und weiter zur putzigen St. Paul’s Church, die komplett aus Holz gebaut sich eingezwängt zwischen Hochhäusern behauptet.

Old St. Paul's Church in Wellington
"Old St. Paul's Church in Wellington"

Weiter ging es an der Waterfront entlang und zum Visitor Center, wo wir Tickets für die Fähre kauften. Die 10:20-Uhr-Passage war ausgebucht, wahrscheinlich für all die Fußballfans von der Südinsel, so daß wir Tickets für 14:05 Uhr kauften.

Nach dem Kauf eines Merino-Shirts für Alex und einem Kaffee bei Starbucks ging’s zurück zum Lambton Quay und mit der Cable Car hinauf zur Mittelstation am Kelbum Park, von wo aus es nicht mehr weit bis zum Auto war.

Nach der Rückfahrt zum Upper Hutt Valley landeten wir in einem indischen Restaurant zum Abendessen und dann in besagter Karaoke-Bar.

Sonntag, 31. Jänner 2010

Neuseeland-Reise 2009, Tag 10 (13. November) – Fahrt nach Wellington


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Der Tag begann besser als er aufhörte !

Dawson Falls
"Dawson Falls"

Nach einem kleinen Frühstück im gleichen Cafe in Inglewood, in dem wir gestern gefrühstückt hatten, fuhren wir erneut zum Mt. Egmont, um noch eine kleine Wanderung zu unternehmen, bevor es Richtung Wellington gehen sollte. Am Visitor Center Dawson Falls stellten wir das Auto ab und wanderten zunächst zu dem besagten Wasserfall. Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir wieder am Visitor-Center an und da das Wetter immer noch recht schön war drehten wir noch eine kleine Runde von ca. 1 Stunde zu den Wilkies Pools, wo wir auch wieder einen kleinen Vogel beobachten konnten, der sein Nest in die Uferböschung gebaut hatte.

Mt. Egmont verbarg sich heute hinter Wolken. Da wir gestern sehr üppig gegessen hatten fiel heute der Lunch aus und so traten wir gleich die lange Fahrt nach Wellington an, unterbrochen durch eine kurze Kaffeepause in einem kleinen Ort irgendwo an der Westküste, wo wir uns auch kurz die Dünenlandschaft und den Strand ansahen.

Wilkies Pools
"Wilkies Pools"

In Wellington wurde das Wetter deutlich schlechter; es regnete und wahr recht windig. In Down Town fragten wir ohne Erfolg ein paar Mal nach einem Zimmer, aber alles war ausgebucht. So versuchten wir unser Glück in den Vororten, wo wir große Mühe hatten überhaupt ein Motel oder Hotel zu finden. Hatten wir eines gefunden war es ebenfalls ausgebucht. Wir erfuhren dann, daß an diesem Wochenende die Nationalmannschaften von Neuseeland und Bahrain um die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft kämpfen würden – und zwar in Wellington natürlich.

Nach etwa 3 Stunden standen wir dann ziemlich entnervt und hungrig in dem Office eines Motels in Upper Hut Valley, das leider auch ausgebucht war. Aber die Dame dort war sehr hilfreich und konnte uns nach einem kurzen Telefonat ein abgesagtes Zimmer im Matahari B&B vermitteln. Eine Minute nachdem wir dort einttrafen tauchte auch schon der nächste genervte Suchende auf; diesmal hatten wir Glück gehabt und das letzte Bett der Stadt ergattert !

So bezogen wir gegen 21:30 Uhr ein sehr schnuckeliges Zimmer bei sehr freundlichen und hilfsbereiten Gastgebern, die uns an diesem Abend noch das Auto reparieren mußten. Als wir nämlich nochmal los wollten zum Abendessen mußte ich unseren Ford Territory rückwärts aus der engen Einfahrt bugsieren und hatte dann die ungute Idee gleich rückwärts auf die gegenüberliegende Strassenseite zu fahren.

The last ( and thus best ) bed in Upper Hut Valley
"The last ( and thus best ) bed in Upper Hut Valley"

Dabei übersah ich eine etwa einen halben Meter hohe Trennmauer in der Mitte der Strasse, was zu einem geräuschvollen Aufprall und dem teilweisen Abriss der hinterren Stossstange führte. Unsere beiden Gastgeber kamen sogleich nach drauusen. Da der Hausherr glücklicherwiese Automechaniker ist war es für ihn kein Problem die Stossstange notdürftig wieder zu befestigen.

Mittlerweile war es so spät geworden daß wir kein offenes Restaurant oder Pub in diesem verlassenen Ort finden konnten; in dem einzigen Pub feierte eine (geschlossene) Hochzeitsgesellschaft. Als wir dann schließlich ein paar halb erkaltete Sandwiches von Subways in unserem Zimmer verspeisten fiel es uns wie Schupppen von den Augen: heute war Freitag, der 13. !

Freitag, 15. Jänner 2010

Neuseeland-Reise 2009, Tag 9 (12. November) – Mount Egmont


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Wolkentage wechseln sich mit Sonnentagen ab. Heute war mal wieder ein Sonnentag und somit ein guter Tag für eine Wanderung.

Mount Taranaki and Tahorangi Lodge
"Mount Taranaki and Tahorangi Lodge"

Bevor wir nach Inglewood fuhren zum Frühstücken ging es auf den Marsland Hill, um bei wolkenlosem Himmel die Sicht auf den Mount Egmont ( die Maori nennen ihn Mount Taranaki ), die Stadt New Plymouth und das Tasmansiche Meer zu genießen.

In Inglewood angekommen kauften wir ausserdem noch Sandwiches, Wasser und Erdbeeren ein, bevor wir der Lepper Road folgten, um zum North Egmont Visitor Center zu gelangen. Dort erkundigten wir uns nach Wandervorschlägen und wanderten dann hinauf zur Tahorangi Lodge auf 1.520 m, die einem privaten Alpenverein gehört. Weiter ging es dann ein Stück weit auf dem Trail, auf dem man in 3 Tagen den ganzen Berg umrunden kann (“Around the Mountain Circuit”), dann an einem beschilderten Abzweig abwärts Richtung Vistor Center über den Holly Hut Track.

Die Aussicht reichte bis nach New Plymouth und das Meer, wie auch zum Tongariro Nationalpark, dessen schneebedeckte Berge in der Ferne aufragten. Und auch der Mount Egmont enthüllte immer wieder sein weißes Haupt vor dem strahlend blauem Himmel.

Wir drangen wieder in die Vegetationszone ein und waren bald wieder von hohen Bäumen, Flechten und Farnen umgeben.

Nach der Lunch-Pause wählten wir noch einen kleinen Umweg über den Veronica Loop Track, der gut ausgebaut über viele Stufen durch den Urwald führte.

Zurück in New Plymouth statteten wir noch dem Pukekura Park und dem Brooklands Park einen Besuch ab. Im dortigen Tea-House wurden wir nett von einem Madel aus Nackenheim bedient, die wie die Engländerin, die wir auf der Wanderung getroffen hatten, mittels eines “Round-The-World” Ticket ein Jahr lang um die Welt unterwegs war.

Poet's Bridge in Pukekura Park
"Poet's Bridge in Pukekura Park"

Nach einer weiteren Stunde Spaziergang durch die ausgedehnten und abwechslungsreichen Parks kehrten wir ins Flamingo Motel zurück; unser Bewegungsdrang war für heute völlig befriedigt worden.

Am Abend suchten wir das Devon-Hotel in der Devon East Street auf des dort angebotenen Buffets wegen, das noch immer so gut war wie vor 9 Jahren. Für NZ $ 34,90 konnten wir dort allerlei Leckereien probieren, von Krabbenfleisch und Shrimps ( die Austern ließen wir links liegen ) über Kumara-Kartoffeln zu Pavlova and Custard ( das ist eine Vanille-Soße ). Genudelt verließen wir nach einem unvermeidlichen Schnaps an der Bar das Hotel.

Montag, 04. Jänner 2010

Neuseeland-Reise 2009, Tag 8 (11. November) – Waitomo und New Plymouth


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Schon früh am Morgen um 06:30 Uhr war der Himmel wolkenverhangen und verhieß Regen. Nachdem wir bei Hertz die Übernahme des neuen Leihwagens auf der Südinsel auf den 15.11. verschoben hatten und Alex mal mit ihrer Mutter telefoniert hatte, frühstückten wir in einem Cafe im Ort.

Ausgang der Waitomo Glühwürmchen-Höhle
"Ausgang der Waitomo Glühwürmchen-Höhle"

Auch der dortige Kellner drohte uns für den Tag schlechtes Wetter an und somit schlechte Aussichten, irgendwelche Berge im Tongario Nationalpark zu sehen. So entschieden wir uns also den Tongario Nationalpark links liegen zu lassen und gleich zu den Waitomo-Höhlen zu fahren. Genauso, wie es mit vor 9 Jahren erging und genauso, wie es Alexander Ehlert in seinem Buch “Wo zum Teufel liegt Herbertville?” beschreibt: die Aussichten, eine Wanderung im Tongario Nationalpark bei schönem Wetter zu machen sind ausgesprochen gering. Siehe auch: diesen Reisebericht.

Es regnete immer noch, als wir in Waitomo ankamen und dort zum Vistor Center gingen. Wie kommerziell Neuseeland mittlerweile geworden ist offenbarte sich nirgends so deutlich wie dort. Wir wurden mit zahlreichen kostspieligen Angeboten überhäuft für alle Arten von Abenteuern, die sich in allen möglichen Höhlen erleben ließen. Und dabei wollten wir nur die Glühwürmchen-Höhlen sehen. Ich kann mich nicht erinnern daß es das alles vor 9 Jahren gegeben hat. Nach Durchblättern eines umfangreichen Katalogs und intensiver Beratung in dem stark frequentierten Visitor-Center erstanden wir dann letztendlich Tickets für die Glühwürmchen-Höhlen für NZ $ 41 pro Person, inklusive Eintritt in die Info-Ausstellung. Zu den Höhlen selbst mußten wir noch ein Stück weiter fahren ( den Stop beim Visitor Center hätten wir uns eigentlich schenken können, denn an Unterwasser-Rafting oder –Klettern waren wir nicht interessiert ) und landeten in einer Baustelle, denn das dortige Center wird erweitert.

Mount Egmont aka Mount Taranaki
"Mount Egmont aka Mount Taranaki"

Schließlich ging es los und eine nette junge Maori-Frau führte uns in die größte der dortigen Tropfstein-Höhlen. Von insgesamt 315 Höhlen sund “nur” 25 fürs Publikum geöffnet. Was wohl ausreichend ist. Hauptattraktion dieser Höhle sind die Unmengen von Höhlen-Glühwürmchen, die die Decken der Höhle bevölkern und sie wie einen Sternenhimmel aussehen lassen. Die Würmchen sind genau genommen ein spinnenartiges Insekt, dessen Larve lange, klebrige Fäden spinnt und von der Höhlendecke baumeln läßt, mit deren Hilfe die Larve Beutetiere fängt – andere kleine Insekten, die mit dem durch die Höhle strömenden Fluß untertages geraten. Um diese anzulocken leuchtet die Larve. Von der Larve bis zum fertigen Insekt dauert es etwa 10 bis 11 Monate. Das erwachsene Insekt lebt dann nur noch wenige Tage um sich fortzupflanzen. Es leuchtet ebenfalls, das erwachsene Weibchen zumindest, um Männchen anzulocken.

Weiterhin gab es hübsche Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen, den unterirdischen Fluß, auf dem wir mit einem flachen Boot herum- und schließlich aus der Höhle hinaus fuhren, und eine kathedralen-artige Höhle mit super Akustik, wie uns das Maori-Mädchen durch Gesang eindrucksvoll demonstrierte.

Als wir die Führung hinter uns hatten regnete es immer noch und wir machten ein Lunch-Picnic im Auto, bevor es auf die lange Fahrt in südlicher Richtung entlang der Westküste der Nordinsel nach New Plymouth ging. Weiter im Süden an der Küste besserte sich schließlich das Wetter so daß wir sogar einen ersten Blick auf den eindrucksvollen Vulkan-Kegel des Mount Taranaki werfen konnten.

Sonntag, 03. Jänner 2010

Neuseeland-Reise 2009, Tag 7 (10. November) – Rotorua


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Axel and the Pohutu Geysier
"Axel and the Pohutu Geysier"

Bei herrlichem Sommerwetter besuchten wir die beiden Thermal-Parks Whakarewarewa und Wai-O-Tapu, nachdem wir im Boulevard Restaurant – ein paar Blocks vom Motel entfernt Richtung Innenstadt – gefrühstückt und uns mit den Besitzern über Neuseeland und die Ein- und Auswanderungsthenatik unterhalten hatten.

Die Attraktion von Whaka ist natürlich der Pohutu-Geysier, der 2-3 mal pro Stunde imposant ausbricht und Wasser und Dampf in den Himmel schießt. Aber auch der Kiwi im Kiwi-Haus, die zahlreichen Mud Pots und dampfenden Tümpel, das Maori-Dorf und die roten Statuen, die verschiedene Maori-Götter zeigten, waren sehr interessant.

Wai-O-Tapu besticht vor allem durch seine Farbenpracht und den Champagne Pool als Hauptattraktion, dessen rostroter Rand sich vom grünen Wasser farblich gut abhebt und der ständig von Dampfschwaden umhüllt ist.

Champagne Pool
"Champagne Pool"

Viele eingefallene Krater mit farbiger Umrandung, noch mehr Mud Pots und kleine Seen mit grünem Wasser machten den 2-3 stündigen Spaziergang durch diesen Park sehr lohnenswert.

Nach einer Tee-Pause im Visitor Center und dem Besuch eines letzen besonders aktiven Schlammtümpels setzten wir unsere Fahrt nach Taupo fort, wo wir am See das Executive Motel wählten für die heutige Übernachtung, die von einem Deutschen geführt wird, und sogleich mal duschten, um den Schwefelgeruch loszuwerden.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Neuseeland-Reise 2009, Tag 6 (9. November) – Hot Water Beach und Cathedral Cove


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Der Himmel war heute leider ein wenig verhangen und die Sonne ließ sich so gut wie nie blicken. Früh waren wir wieder auf den Beinen und fast die ersten Gäste in dem kleinen Cafe, wo Alex erstmalig den geliebten Poridge bekam, der wohl sehr gut schmeckte und auch sehr satt machte.

View from Cathedral Cove
"View from Cathedral Cove"

Von dem netten Ort Whitianga aus ging es dann zum Hot Water Beach, wo wir gerade noch das Ende der Ebbe erlebten, oder das Einsetzen der Flut, wie auch immer man das am besten formulieren will. Das hier am Strand austretende heiße Wasser kann man nur dann finden, wenn Ebbe ist. Wir kamen gerade noch rechtzeitig, um diesen ersten Eindruck geothermaler Aktivitäten hier und dann weiter südlich bei Rotorua zu bekommen. Einige Strand-Besucher hatten bereits Löcher gebuddelt und badeten teilweise in dem heißen Wasser. Kinder waren eifrig damit beschäftigt die heißen Pools gegen das heranbrandente Meerwasser zu verteidigen, indem sie kleine Dämme aufschütteten. Wir steckten unsere Füße tief in den Sand und zogen sie manchmal sofort wieder zurück – so heiß war das Wasser mancherorts. Die Stelle mit dem heißen Wasser findet man praktisch am Übergang zum benachbarten nördlich gelegenen Strand.

The Rotorua Museum in 2009
"The Rotorua Museum in 2009"

Nachdem wir dann wegen der einsetzenden Flut leider diesen “beheizten” Strand verlassen mußten ging es auch schon zur nächsten Attraktion, der Cathedral Cove. Ein ca. 45 Minuten langer Trail führte an der Küste entlang zu einem Strand, an dessen Ende man durch die Cathedral Cove zu einem anderen Strand gelangt. Im Wasser sieht man bizarre Felstürme; leider fehlte das Sonnenlicht für Aufnahmen in Postkarten-Qualität, ausserdem hat man mittlerweile die Cathedral Cove selbst mit gespannten Drähten verunziert, um Touristen vor herabstürzenden Felsblöcken zu bewahren.

Auf dem Weg zur Cathedral Cove machten wir vorher noch einen Abstecher zur Stingray Bay, wo wir tatsächlich zwei Rochen im Wasser beobachten konnten.

Zurück am Parkplatz veranstalteten wir ein kleines Picknick an einem Aussichtspunkt, um uns dann auf den Weg nach Rotorua zu machen. Zwsichendurch regnete es immer mal wieder, aber insgesamt war das Wetter gar nicht so schlecht.

Hot Springs in Rotorua
"Hot Springs in Rotorua"

In Rotorua angekommen drehten wir eine Runde durch den Ort, wo es zahlreiche Motels gab, insbesondere an der nach Süden und zum Lake Taupo führenden Strasse, so daß wir uns kaum entscheiden konnten. In Malones Motel blieben wir dann hängen und bezogen ein tolles Zimmer mit riesigem Spa für NZ $ 99.

Da wir lange im Auto gesessen hatten machten wir sogleich einen längeren Spaziergang durch die Stadt, die überall nach Schwefel riecht wegen der zahlreichen heißen Quellen hier. Diese konnten wir dann auch noch am Abend im hiesigen Stadtpark bewundern und beriechen. Abendessen gab es in einer “Lone Star” Bar, die sehr amerikanisch wirkte. Danach mußten wir natürlich unbedingt unser Spa-Bad austesten !

Dienstag, 29. Dezember 2009

Alle Jahre wieder …

… kommt nicht nur das Christkind ins Haus, sondern auch ein oberlehrerhaft abgefasstes Schreiben unserer Gemeinde Mommenheim, in dem wir Bürger penible über unsere Pflichten aufgeklärt werden Bürgersteige und Strassen von Eis und Schnee zu befreien, wenn es denn nötig ist. Und zwar nicht nur den Bürgersteig, sondern auch die Strasse bis 1,50 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt, wenn denn kein Bürgersteig vorhanden ist !

Ich nehme gerne Belehrungen entgegen von Vorbildern, nicht aber von den Politikern in unserer Gemeinde, die  - wie wohl die meisten anderen Gemeinden auch - sich vor den Pflichten, die sie da so wortgewaltig anpreisen, gerne selbst drücken. Ein Schild am Ortseingang “Kein Winterdienst” ist ja bekanntlich ausreichend, sich selbst großzügig von der Pflicht des Schneeräumens und Streuens zu befreien. Darf ich so ein Schild auch bei mir im Garten aufstellen und mich dann bequem im Sessel zurücklehnen und zusehen wie Fußgänger vor meinem Grundstück ins Rutschen kommen und sich womöglich die Knochen brechen ? Wohl kaum. Was für den einen recht und billig ist für den Privatmann eher eine Pflichtverletzung, wenn nicht eine Ordnungswidrigkeit oder gar ein Gesetzesverstoß. Das Recht mag auf den Seiten der Gemeinden sein – richtig ist es nicht !

“Uns ist das Streugut ausgegangen” ist die zweit dümmste Entschuldigung die man zu hören bekommt, wenn beispielsweise in Mainz alte Mütterchen durch knöcheltiefen Schneematsch waten müssen. Und das am ersten Wintertag des Jahres ! Nach drei Monaten mit viel Eis und Schnee würde ich das ja verstehen, aber gleich beim ersten Wintereinbruch ? “Wir haben nicht ausreichend Kapazitäten dafür” ist die am häufigsten gehörte und noch dümmere Entschuldigung, die ich auch gerne verwenden würde, wenn ich denn dürfte. Kapazitäten hat man logischerweise nur dann, wenn man sie bereitstellt. Mit nur zwei Gemeindearbeitern ist unsere Gemeinde natürlich überfordert, wenn es anfängt zu schneien. Und warum können keine zusätzlichen Kapazitäten bereitgestellt werden ? Das Argument kommt uns bekannt vor: weil kein Geld dafür vorhanden ist.

Soll heißen: wir haben kein Geld für die wirklich wichtigen Aufgaben in unserer Gemeinde, nämlich die Sicherheit deren Bürger zu gewährleisten. Meine Meinung ist: wer seinen Haushalt so verwaltet, daß für die wichtigen Dinge kein Geld mehr da ist, der hat eindeuting seinen Job verfehlt und handelt zudem grob fahrlässig.

Als ich vorletzten Samstag bei “rutschiger Witterung” morgens Brötchen holen ging bin ich gut voran gekommen, solange ich mich vor Privatgrundstücken befand. Sobald ich eine der Strassen überqueren mußte bin ich fast auf die Schnauze gefallen. Danke, liebe Gemeinde. Wenn ihr schon nicht imstande seid für unsere Sicherheit im Winter zu sorgen, dann verschohnt uns wenigstens bitte bitte mit solch neunmalklugen Belehrungs-Briefen.