Dienstag, 17. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Siebte Wanderung auf die Cir Spitzen

Unsere erste Wanderung mit Hans Kammerlander und der Gruppe sollte uns auf die Cir Spitzen (Gran Cir, 2592 m) führen, eine Tour, die Alex und ich schon mal 2012 gemacht hatten

Auf dem Grüdner Joch
"Auf dem Grüdner Joch"
Der Tag begann mit sonnigem Wetter, die Berge lagen klar vor uns, von einigen Wolken eingerahmt.

Nach dem Frühstück ging es um 09:30 Uhr mit zwei Klein-Bussen und einem PKW zum Grödner Joch, ein Bus, der alte Bergrettungs-VW-Bus, wurde von Hans gefahren, während Ecki den Hotel-Bus fuhr. Von der Rifugio Alpino (2137 m), wo das Thermometer 4 Grad anzeigte, stiegen wir direkt auf und erreichten um 10:55 Uhr das erste Drahtseil.

Aufbruch zur Cir Spitze
"Aufbruch zur Cir Spitze"
Hans verteilte Seil-Sicherungen zum Einklinken für die, die sich unsicher fühlten. Dann begannen wir die Kletterpartie. Rosi, seine Partnerin, bildete die Nachhut.

Nach einiger Kletterei erreichten wir den Gipfel um 11:55 Uhr. Die Sonne schien warm, es ging kein Wind, die Sicht war einigermaßen gut; wir konnten den Sella-Stock sehen, Wolkenstein, wie auch die Puez-Gruppe. Alex und ich verteilten Bergkäse als Gipfel-Zehrung, den wir auf der Käsealm in den Hohen Tauern gekauft hatten.

Sella gesehen von den Cir Spitzen
"Sella gesehen von den Cir Spitzen"
Als wir abstiegen zog sich der Himmel zu und als wir die Kletter-Passage hinter uns hatten begann es leicht zu graupeln. Gutes Timing ist alles ! Wir stiegen ab zur Jimmy Hütte, die wir um 13:45 Uhr erreichten. Ein heißer Tee und ein Kaiserschmarren taten jetzt gut, während es draußen weiter graupelte.

Zum Berghaus Frara, wo die Autos geparkt waren, war es nun nicht mehr weit, um 16:00 Uhr waren wir wieder im Hotel, Zeit genug also, die hiesige Sauna mal auszuprobieren.

Montag, 16. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Fahrt nach Wolkenstein

Heute hieß es Abschied nehmen von der Familie Geisler und dem Krimmler Tauernhaus, in dem wir uns sehr wohl gefühlt hatten.

Parkplatz an den Krimmler Wasserfällen
"Parkplatz an den Krimmler Wasserfällen"
Die Lage zwischen den Bergen, einem Fluß und einem Wasserfall, die Abgeschiedenheit von Strassen und Städten, die Harmonie eines funktionierenden Familienbetriebs, all das ist was besonderes ! Zum Abschied bekamen wir eine Flasche Zirpenschnaps und eine Zirpen-Holzschale geschenkt.

Mit dem Taxi-Bus fuhren wir um 09:30 Uhr nach Krimml, die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten. Wir luden unser Gepäck in unseren Mondeo, tankten nochmal voll mit preiswertem Österreich-Sprit, dann fuhren wir über den Gerlos-Pass Richtung Innsbruck. 210 km zeigte mein Navi an für die Strecke nach Wolkenstein.

Willkommen in Wolkenstein
"Willkommen in Wolkenstein"
Für 8,90 € erwarben wir unterwegs noch eine Autobahn-Vignette, dann ging es im Schritttempo über den Brenner: Baustellen, Pannen-Fahrzeuge und Maut-Stellen machen ein zügiges Fortkommen unmöglich. Für diesen Segen modernen Transportwesens zahlten wir dann noch 9,00 € Brenner-Maut und 4,00 € italienische Autobahn-Gebühr.

Nachdem wir bei Klausen von der Autobahn abgefahren waren ging es noch gut 20 km über eine Bergstrasse nach Wolkenstein, wo wir an dem Hotel Rodella so um 14:30 Uhr ankamen und unser Zimmer bezogen.

Hotel Rodella
"Hotel Rodella"
Später saßen wir im Foyer und tranken Kaffee, während nach und nach die Mitwanderer unserer Gruppe eintrafen, darunter viele Bekannte: Sylvia, Gisela, Rüdiger und Christl, Rolf und Inge, Rosi, Alois, Martina mit ihrer Mutter. Hans traf pünktlich um 19:00 Uhr ein zu Begrüßung und Sekt-Empfang, danach gab es T-Shirts, anschließend ein gutes Abendessen mit einem flotten und umsichtigen Service. Reinie würde erst morgen zu uns stoßen.

Die für morgen geplante Tour: Cir Spitzen.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Letzter Tag im Krimmler Tauernhaus

Der Tag begann mit Regen, endete mit Regen, und dazwischen regnete es. Immerhin: es schneite nicht hier unten auf 1600 m.

Schaukäsealm
"Schaukäsealm"
Lesen und Musik hören war angesagt, am Mittag spazierten wir zur Schaukäserei, die eine Gehstunde talaufwärts liegt. Dort bekamen wir ein Brettl mit drei Käsesorten vorgesetzt, sowie frisches Brot und Butter, was alles natürlich sehr lecker und frisch schmeckte. Anschließend zeigte uns der alte Herr der Alm die Käserei, in der jeden Morgen um sieben Uhr die Käseproduktion beginnt mit der frischen Milch der Kühe, die zuvor gemolken wurden.
Auf der Käsealm
"Auf der Käsealm"
Die Milch kommt zunächst in einen Kessel, der mit Holzfeuer erwärmt wird. Dann später wird die Käsemasse mit einem Tuch abgefischt und mit einer Winde zu einer Bank mit zwei Käsepressen befördert, dort kommt die Masse in zwei Formen, die mit Wasserdruck gepresst werden. Anschließend landen die Käse-Leiber in einem Salzbad, später dann im Lager, wo sie vor sich hin reifen und behutsam gepflegt werden: gewendet und mit Salzlauge eingepinselt.
Käsealm im Krimmler Achental
"Käsealm im Krimmler Achental"
Jeden Tag entstehen hier so zwei Käse-Leiber, aus 10 Litern Milch wird 1 kg Käse. Die Produktion ist um 11:00 Uhr beendet, dann wird noch gereinigt.

So über die Käse-Herstellung aufgeschlaut spülten wir die leckere Jause mit einem Schnaps herunter, kauften noch ein ordentliches Stück Bergkäse für die Wanderungen der nächsten Woche und traten den Rückweg zum Krimmler Tauernhaus an. Wir wurden von einigen Vieh-Transportern überholt. Für nächsten Montag ist Schneefall bis auf 1400 m angesagt, wie wir in der Alm erfahren hatten, weswegen nun eilig die Kühe ins Tal gefahren wurden. Also nix mit beschaulichem Almabtrieb.

Freitag, 13. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Sechste Wanderung nochmal zur Warnsdorfer Hütte

Krimmler Ache im Herbst 2017
"Krimmler Ache im Herbst 2017"
Heute bekamen wir nochmal einen Sonnentag geschenkt. In der Nacht zuvor hatte es allerdings bis auf 1600 m Höhe geschneit, so daß das Tal und die Berge ringsum heute morgen in weißer Pracht vor uns lagen und die Wanderung, die wir um 09:05 Uhr begannen fast schon den Character einer Winterwanderung hatte.
Gedenktafel in Winterlandschaft
"Gedenktafel in Winterlandschaft"
Eine Gipfeltour wollten wir bei den Schneeverhältnissen nicht wagen, also beschlossen wir uns den Krimmler Kees (Gletscher) mal bei Sonnenlicht anzuschauen und nochmal auf die Warnsdorfer Hütte zu wandern, eine Route, die wir nun schon kannten und als nicht sehr schwierig einstuften, da der Pfad hinauf gut ausgebaut war.
Winterwanderung im Achental
"Winterwanderung im Achental"
Um 10:50 Uhr hatten wir die Innerkees-Alm passiert und begannen mit dem 1,25-stündigen Aufstieg. Der Pfad war dünn mit Schnee bedeckt und an manchen Stellen etwas rutschig, wir hofften darauf daß die Sonne die Situation noch verbessern würde, bis es wieder an den Abstieg ging. Vor uns waren vier Holländer und noch eine Gruppe von vier jungen Männern unterwegs, so daß wir schon eine hübsche Spur hatten, der wir folgen konnten.
Verschneiter Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte
"Verschneiter Aufstieg zur Warnsdorfer Hütte"
Um 11:25 Uhr standen wir auf dem Keesboden (2020 m), hier zweigt ein Pfad ab, der hinauf zur Birnlücke und Birnlückenhütte führt, die bereits in Südtirol liegt. Weiter stiegen wir an, überholten einen der Holländer, wurden unsererseits von drei jungen Leuten überholt, und erreichten die Hütte um 12:20 Uhr. Hier oben war es nun schon mächtig frisch, es blies ein kräftiger Wind und wir flüchteten uns gleich in die warme Hütte.
Zurück im grünen Achental
"Zurück im grünen Achental"
Nach Brettljause, Tee und Bier begannen wir um 13:30 Uhr mit dem Abstieg. Stöcke waren nun sehr hilfreich, der Abstieg aber ( wie immer ) weniger schwierig als gedacht; der meiste Schnee auf dem Pfad war nun hinweggetaut oder zu harmlosen Schneematsch geworden. Alex hatte Probleme mit einem Fuß, eine schmerzhafte Druckstelle machte ihr zu schaffen. Auf einer Bank legten wir eine Pause ein, kühlten den Fuß und bestaunten den Krimmler Kees. Dann ging es weiter bergab, um etwa 15:00 Uhr standen wir wieder unten an der Forststrasse und nahmen nun den knapp zweistündigen Rückweg zum Krimmler Tauernhaus in Angriff.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Fünfte Wanderung ins Windbachtal

Das Wetter sollte heute besser werden als ursprünglich vorhergesagt, der Tag begann zumindest sonnig, wenngleich stürmige Windböen durch das Tal fegten.

Morgenstimmung im Achental
"Morgenstimmung im Achental"
Wir schulterten also wieder unsere Rucksäcke und wanderten ins Windbachtal mit möglichen Zielen: Eissee oder Hohe Tauern. Nach einer halben Stunde bogen wir von der Forststrasse rechts ab, dann ging es durch Wald neben einem Wasserfall bergan. Das Licht an diesem Morgen war umwerfend, die Berge lagen klar vor uns, unter uns schlängelte sich der Windbach durch saftige Weiden.
Bäche und Berge
"Bäche und Berge"
Oben trafen wir wieder auf eine Forststrasse, die uns ins Windbachtal hinein führte zur Windbachalm. Leicht ansteigend führte uns nun der Drei-Länder-Weg tiefer ins Tal hinein, vorbei an einer Koppel mit Schafen, die uns schüchtern nachblickten. Während am Taleingang die Sonne schien und das Bergpanorama in ein klares Licht tauchte hingen hinten im Tal bereits dicke Wolken an den Gipfeln der Berge.
Wanderungs ins Windbachtal
"Wanderungs ins Windbachtal"
Um 11:40 Uhr erreichten wir nach 2,5 Stunden Gehzeit die Weg-Gabelung, von der aus man nach links auf die Hohen Tauern und nach rechts zum Eissee wandern kann, beide Ziele sind in 1,25 Stunden erreichbar; wir haben festgestellt daß die hier auf den Wegweisern angegebenen Gehzeiten sehr gut unserem Tempo entsprechen. Die Berge ringsum hingen in dunklen Wolken, wir beschlossen noch ein Stück Richtung Eissee aufzusteigen.
Wegweiser im Windbachtal
"Wegweiser im Windbachtal"
Der Pfad führte in Serpentinen immer steiler werdend an einer Felswand hinauf, aus der kleine Wasserfälle sich ins Tal ergossen.

Der stürmische Wind hatte nachgelassen je weiter wir ins Windbachtal eingedrungen waren, frischte jetzt aber wieder erheblich auf, je weiter wir nach oben kamen. Auf halbem Weg zum Eissee beschlossen wir umzukehren, die Witterung hier oben war gar zu feindlich.

Wieder unten im Tal suchten wir uns einen großen Felsen, in dessen Schutz wir die mitgebrachten Lunch-Pakete verzehrten. Dann stiegen wir weiter ab, hinter uns dunkle Wolken, vor uns immer noch Sonnenschein.

Schafe im Windbachtal
"Schafe im Windbachtal"
Die Bewölkung nahm aber über den Tag hinweg zu und als wir das Windbachtal verließen begann es leicht zu nieseln.

Um 15:20 Uhr waren wir wieder am Krimmler Tauernhaus, tranken eine Kräuterlimo oder ein Hefeweizen und begaben uns wie bisher jeden Abend wieder in den ansprechenden Wellness-Bereich zu Finnischer und Kräutersauna. Am Abend gab es leckeren Reh-Gulasch, dazu ein Rotwein-Cuvee aus dem Burgenland, dunkel und schwer, vorzüglich schmeckend.

Almidylle beim Krimmler Tauernhaus
"Almidylle beim Krimmler Tauernhaus"
Das junge Paar, das wir gestern beim Aufstieg auf die Richter-Hütte getroffen hatten ( und das aus Wien kam, wie wir erfuhren ), setzte sich mit an unseren Tisch, so daß wir heute etwas Gesellschaft hatten und erst später dazu kamen eine Runde ‚Siedler von Catan‘ zu spielen; mittlerweile steht es 3:2 für mich :-D

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Vierte Wanderung zur Richterhütte

Den sonnigen Tag heute hieß es auszunutzen. Eigentlich wollten wir auf die Krimmler Tauern wandern durchs Windbachtal, aber eine Schulklasse, die z.Z. auch hier im Haus gastierte, plante dasselbe Ziel, weswegen wir uns für die Richterhütte entschieden.

Beginn der Wanderung zur Richterhütte
"Beginn der Wanderung zur Richterhütte"
Der Aufstieg beginnt gleich hinter dem Hof und ist in der ersten halben Stunde derselbe wie zum Rainbachsee, dann hielten wir uns links und wanderten in ein wunderschönes Tal hinein. Der Schnee unten war schon wieder geschmolzen, hier oben aber wurde es immer mehr, je höher wir kamen.

Wir trafen auf ein junges Pärchen, die wir gestern schon im Krimmler Tauernhaus kennengelernt hatten. Sie hatten auf der Hütte übernachtet und waren nun auf dem Rückweg. Sie berichteten von einem Zwischenfall in der Nacht auf der Hütte, als man plötzlich drei Lichter oben im Berg entdeckte.

Winterwanderung zur Richterhütte
"Winterwanderung zur Richterhütte"
Offensichtlich irrten dort ein paar Wanderer durch die Berge, die Hüttenwirtin telefonierte sofort mit der Bergwacht. Die Lichter verharrten regungslos am Berg. Die Wirtin schaltete sämtliche Lichter in der Hütte an, um den offensichtlich verirrten Wanderern eine Orientierungsmöglichkeit zu bieten. Erst nach einer langen Weile setzten sich die Lichter endlich in Bewegung und mitten in der Nacht trafen die drei Wanderer dann auf der Hütte ein. Sie waren morgens um 8:30 Uhr von der Plauenhütte gestartet und wollten eigentlich zum Krimmler Tauernhaus. Im Schnee hatten sie sich dann verirrt und waren schließlich 13 Stunden unterwegs gewesen.
Unser Ziel - die Richterhütte
"Unser Ziel - die Richterhütte"
Später kamen uns dann drei Wanderer entgegen, möglicherweise jene, von denen eben berichtet wurde.

Um 11:25 Uhr erreichten wir die Talstation der Material-Seilbahn. Bis hierher waren wir einem schmalen Forstweg gefolgt, der nur allmählich anstieg. Nun führte ein Bergpfad linker Hand in Serpentinen aufwärts unterhalb einer Felswand, dann rechts herüber zur Hütte, an wenigen Stellen etwas ausgesetzt.

Verschneiter Aufstieg zur Richterhütte
"Verschneiter Aufstieg zur Richterhütte"
Der Pfad war mit etwas Schnee bedeckt aber glücklicherweise nicht sehr steil. Wir erreichten die Richter Hütte (2374 m) um 12:00 Uhr und kehrten ein zu leckerer Käsenockerln-Suppe oder Kaminwurz, dazu ein frisches Bier. Auch die Wirtin berichtete von den nächtlichen Ereignissen, zugegen war noch ein junges Paar, er als Freiwillger bei der Bergwacht, und ein Mann, der uns unterwegs mit dem Mountain-Bike überholt hatte und auf der Hütte Wasserproben sammelte.
Berge und Gletscher
"Berge und Gletscher"
Um 13:15 Uhr machten wir uns wieder an den Abstieg. Die Sonne schien, einiger Schnee war schon weggeschmolzen, aber auf dem ersten Stück mußten wir dennoch recht vorsichtig vorgehen und ich war froh meine Wanderstöcke dabei zu haben. In Ruhe stiegen wír dann weiter ab durch das friedliche Tal und erreichten das Krimmler Tauernhaus um 15:40 Uhr.

Nach einem Glas Heidelbeer-Buttermilch und Apfelstrudel ging‘s wieder in die Kräuter-Sauna und Dampfbad, es folgte Abendessen und eine Runde ‚Siedler von Catan‘; in diesem Spiel haben wir mittlerweile Übung.

Samstag, 7. Oktober 2017

Wanderurlaub Herbst 2017 – Ruhe- und Regentag im Tauernhaus

Das Wetter war heute ganz schlecht, es regnete und graupelte und die Berge wurden weiter oben schon leicht angezuckert.

Früher Wintereinbruch am Krimmler Tauernhaus
"Früher Wintereinbruch am Krimmler Tauernhaus "
Wir ließen heute die Wanderschuhe im Trockenraun und packten stattdessen Bücher und Computer aus und stellten uns ein auf einen faulen Tag auf der Hütte. Die Prognose für die nächsten drei Tage ist besser mit wärmerem und trocknerem Wetter, Regenschauer sind aber weiterhin möglich, die Wetterlage eher abwechslungsreich.

Während wir uns später Kaiserschmarren bestellten zum Mittagessen und eine Runde ‚Siedler von Catan‘ spielten wanderte die Schneefallgrenze runter bis auf die Höhe des Krimmler Tauernhauses.

Surrealistischer Wasserfall
"Surrealistischer Wasserfall "
Etwa um 14:00 Uhr zogen wir dann doch Regenjacken und Bergschuhe an und spazierten zur Söllnalm. Erst wollten wir den Weg gehen direkt vom Krimmler Tauernhaus aus am linken Ufer der Krimmler Ache, und dann absteigen zur Mühleggalm, unser Wirt riet uns aber bei dieser Witterung davon ab, also spazierten wir ganz gemütlich die Forststrasse entlang.

In der Söllnalm tranken wir Tee oder Kaffee und unterhielten uns etwas mit der Wirtin. Sie erzählte von den sechs Wanderern, die in der vergangenen Woche von der Zittauer Hütte kommend auf dem blanken Eis eines Gletschers allesamt in den Tod gerissen wurden.

Winter auf dem Weg ins Tal
"Winter auf dem Weg ins Tal "
Einer überlebte zunächst, starb dann aber im Krankenhaus. Immer wieder fordern die Berge hier zwischen Tirol und Südtirol ihren Tribut; in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erfror ein Almbesitzer hier vom Tal mit seinen beiden Söhnen im August oben in den Bergen.

Mit uns waren einige italienische Angler in der Hütte, zwei weitere standen noch draußen im Fluß mit ihren Angelruten. Wir erfuhren daß das Gewässer hier einem Reichen aus der Nähe von Kitzbühl gehört und daß man 70 € berappen muß für eine Tageslizens, wenn man nicht in einer seiner Pensionen wohnt.

Krimmler Tauernhaus im September 2017
"Krimmler Tauernhaus im September 2017 "
Die Fische – Saiblinge, Forellen oder Eschen – werden mit künstlichen Fliegen gefangen und müssen dann wieder dem Fluß zurück gegeben werden; schließlich befanden wir uns hier ja in einem Naturschutzgebiet.

Als wir später zum Krimmler Tauernhaus zurück spazierten hörte der Regen auf. Wir verbrachten wieder zwei Stunden in der Sauna und genossen dann ein vorzügliches Abendessen mit Gamsbraten und einer Flasche St. Laurent.