Mittwoch, 6. September 2017

USA Süden 2017–17. Tag, Fahrt nach Nashville

Wir verließen Chattanooga und fuhren weiter in nördliche Richtung auf Nashville zu.

The Soundtrack of America
"The Soundtrack of America"
Alsbald verließen wir die I-24 und fuhren zum Russel Cave National Monument, von meinem Samsung Galaxy Tab 3 und Google Maps Offline geleitet.

Dort gibt es Höhlen zu besichtigen in denen in grauer Vorzeit Indianer lebten. Archäologische Funde belegen daß die Höhle im 14. Jahrhundert von Einheimischen benutzt wurde als Winter-Quartier oder Quartier zum Jagen. In einem Visitor Center gab es einen Film und eine Ausstellung mit einem Modell der Höhle und deren Bewohner sowie alten Werkzeugen.

Approaching Russel Caves
"Approaching Russel Caves"
Dann spazierten wir über einen Holzsteg zu den Höhlen und bekamen dort weitere Informationen. Leider kann man in die Höhlen nicht mehr hinein, das ganze wurde gerade aus Sicherheitsgründen umkonstruiert.

Wir unternahmen noch eine kleine Wanderung durch den Wald über einen der Trails, die es hier gibt, und ließen uns dann vor dem Visitor Center auf einer Picknick-Bank nieder zur Mittagspause.

Trains now and then
"Trains now and then"
Anschließend setzten wir unsere Fahrt fort, teilweise über eher abgelegene Forststrassen, und erreichten Sewanee, wo wir uns die alt-ehrwürdigen Gebäude der University Of The South ansahen, die uns ein bischen an Hogwarts erinnerten. Später kamen wir durch Cowan, Tennessee, einem alten Eisenbahner-Städtchen mit einem Bahnhofs-Museum und noch einigen erhaltenen historischen Gebäuden wie dem ersten Gerichtsgebäude von Franklin County.
Mr. Jack Daniels
"Mr. Jack Daniels"
Unser nächster Stop war Lynchburg und die dort befindliche Jack Daniels Whisky Destillerie. Der Andrang war enorm an diesem Samstag vor Memorial Weekend, so daß wir kaum einen Parkplatz fanden. An eine Tour oder Whisky Probieren war nicht zu denken, alles war schon ausgebucht für heute und die Wartezeiten enorm. Im Visitor Center bekamen wir dennoch einen guten Einblick in die Herstellung von Jack Daniels Whisky, der man Ende des Herstellungs-Prozesses durch Holzkohle gegossen wird, was ihm seinen einzigartigen Geschmack verleiht. Wir spazierten dann in das kleine Städtchen nebenan und schlenderten durch die putzigen Shops, dabei probierten wir Eis mit Jack Daniels Schokoladen-Soße – auch nicht schlecht !
Court House in Lynchburg
"Court House in Lynchburg"
Nun war es an der Zeit nach Nashville zu fahren. Wir hatten vorgebucht wegen dem schon erwähnten Memorial-Weekend. Wir kamen unter im Quality Inn Nashville Downtown Stadium, gleich gegenüber dem Nissan-Stadion gelegen und leider direkt an der I-24, dennoch taktisch recht günstig, denn über die Fußgänger-Brücke neben dem Stadion ließ sich die Innenstadt problemlos zu Fuß erreichen. Billig war es nicht, wegen besagtem Wochenende.
Nashville
"Nashville"
Und ich mußte erfahren daß meine Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Wie sich später heraus stellte war der Kreditrahmen überzogen, was leicht passieren kann wenn man mehrere Woche in der USA unterwegs ist. Glücklicherweise hatte meine Frau ja noch eine. Hier also zwei wichtige Tips zum Thema ‘Kreditkarte’:
  1. Zu Hause Kreditrahmen überprüfen und ggf. vergrößern. Wenn man keine Hotels vorgebucht hat kann man getrost mal davon ausgehen daß man pro Reise-Tag 300 $ braucht.
  2. Eine zweite Kreditkarte dabei haben und möglichst getrennt von der ersten aufbewahren. Ohne Kreditkarte steht man in Amerika recht dumm da: riens-ne-va-plus !
Nashville Broadway at night
"Nashville Broadway at night"
Am Abend spazierten wir also in die Innenstadt, die recht belebt war, besonders auf dem Broadway. Ein Gewitter zog auf und wir flüchteten uns in den Eingang der Bridgestone Arena, in die gerade die Massen strömten, denn ein Konzert von Eric Church war angesagt. Wir mußten dort gut eine Stunde ausharren, um dem Regenschutt zu entgehen. Später suchten wir dann die Bar des The Plam Restaurants auf, gleich neben der Bridgestone Arena in der 5th Avenue, und bestellten Appetizer und Bier.

Montag, 4. September 2017

USA Süden 2017–16. Tag, Chattanooga

Von den drei Haupt-Attraktionen in Chattanooga standen zwei für uns heute auf dem Plan: Incline Railway und Ruby Falls.

Incline Railway Car meets Incline Railway Car
"Incline Railway Car meets Incline Railway Car"
Letztere waren uns schon empfohlen worden von einem Verkäufer in einem der Shops in der Decatur Street in New Orleans als ein ‘Must-See’. Rock City würden wir uns für den nächsten Besuch von Chattanooga aufheben.

Zunächst aber spazierten wir zum Panera Bread Cafe in die Market Street und besorgten uns Frühstück, daß wir uns draußen in der Sonne sitzend schmecken ließen.

Ruby Falls in blue light
"Ruby Falls in blue light"
Später fuhren wir dann zur Talstation der Incline Railway, kauften Tickets und bestiegen einen Wagen der Zahnrad-Bahn, der uns dann auf den Lookout Mountain beförderte, mit einer maximalen Steigung von 72,7 Prozent und damit die steilste Bahnstrecke der Welt. Von oben hatten wir eine schöne Aussicht auf den Tennessee River und Chattanooga. Wir spazierten etwas herum und wollten eigentlich zu den Ruby Falls laufen, die nicht weit entfernt sind ( laut unserem Reiseführer ein 45minütiger Fußmarsch ), faktisch sind die Ruby Falls aber nur über eine stark befahrene Strasse zu erreichen und über Umwegen, ein Fußmarsch also nicht empfehlenswert.
Tennessee River
"Tennessee River"
Wir fuhren also wieder mit der Zahnrad-Bahn ins Tal und dann mit dem Auto zu den Ruby Falls. Wieder war ein Eintrittspreis von ~20 Dollar pro Person fällig und wir stellten uns am Aufzug an, der die Besucher in die Tiefe beförderte. Die Warteschlange war heute, am Freitag, den 26.5., nicht allzu lang und alsbald befanden wir uns unter Tage und auf dem 35minütigen Marsch zu den Ruby Falls. Dabei kamen wir an allerlei Tropfsteinen vorbei wie auch an die Phantasie anregenden Steinformationen, denen man entsprechende Namen gegeben hatte wir ‘Elefantenfuß’, ‘Fisch’, ‘Esel’ oder ‘Steak und Kartoffeln’. Alles war bunt angeleuchtet und kitschig bis bezaubernd, je nach Geschmack.
Chattanooga  Choo Choo
"Chattanooga Choo Choo"
Dann erreichten wir die unterirdische Kathedrale, in der ein 145 Fuß hoher Wasserfall in die Tiefe stürzt. Klassische Musik erklang, bunte Lampen gingen an und tauchten das ganze Schauspiel in ein unwirkliches Licht. Entdeckt wurde dieser Wasserfall 1120 Fuß unter der Erde 1928 von dem Höhlenforscher Leo Lambert und seinem Team, er benannte den Fall schließlich nach seiner Frau.
Chattanooga  Choo Choo Railway Station
"Chattanooga Choo Choo Railway Station"
Am Ende der Tour beförderte uns der Aufzug auf den Turm von Lookout Mountain Castle und wir hatten noch einmal eine schöne Aussicht auf Chattanooga und den Tennessee River.

Wir kehrten zu unserem Hotel in Chattanooga zurück und fuhren dann mit einem kostenfreien Shuttle Bus vom Visitor Center zum Chattanooga Choo Choo Bahnhof. Wir sahen uns denselben an wie auch die alten Eisenbahn-Züge, die dahinter geparkt waren und die teilweise als Hotel genutzt werden, oder eine Pizzeria beinhalten.

Chattanooga  Choo Choo Railway Station Hall
"Chattanooga Choo Choo Railway Station Hall"
Im Terminal Brewhouse tranken wir am Tresen ein Bier und aßen dazu einen Appetizer, später saßen wir noch in der nostalgischen Bahnhofsbar und genossen die dort vorherrschende Ruhe. Am Abend fuhren wir mit dem Shuttle-Bus zurück nach Downtown und spazierten Richtung Fluß. Wir ließen uns nieder an einem Tisch der Diner-Bar Blue Plate im Freien, an der Riverfront, schräg gegenüber vom Aquarium, und bestellten weitere Appetizer und Biere, während nebenan im Stadium ein Feuerwerk abgefackelt wurde.

Sonntag, 3. September 2017

USA Süden 2017–15. Tag, Lookout Mountain Parkway

Der Lookout Mountain Parkway führt von Gadsden nach Chattanooga, durch Alabama und Georgia bis nach Tennessee, verläuft südlich parallel zum Tennessee River und I-59 und ist 93 Meilen lang.

Noccalula Falls
"Noccalula Falls "
Auf dem Weg dorthin finden sich Wasserfälle, Canyons, State Parks, ein kleines Städtchen und Aussichtspunkte.

Unser erster Halt war Nocacalula Falls Park, den wir um 09:30 Uhr erreichten. Für einige Dollar Eintritt kann man hier zum Wasserfall spazieren und sogar hinter den Wasserfall. Zudem gibt es ein paar historsiche Gebäude und Tiere in Gehegen zu sehen.  Das Eintrittsgeld kann man sich aber auch sparen, ( wie wir erst später entdeckten ): zu dem Wasserfall kann man auch gelangen wenn man an dem Park vorbei fährt und dann Richtung Campingplatz links abbiegt; auch dort führt ein Pfad direkt zu den Fällen oder man kann sie von oben bewundern.

Lookout Mountain Parkway Traffic Signs
"Lookout Mountain Parkway Traffic Signs "
Wir hatten aber die Dollars schon berappt und spazierten nun auf einem Trail runter zum Fluß und standen schließlich direkt vor den Fällen, die mächtig viel Wasser führten, denn es hatte in der Nacht davor kräftig geregnet. Wir spazierten dann auch hinter die Fälle. Ganz herum laufen konnte man nicht, denn durch das viele Wasser war es extrem rutschig auf den Steinen und man würde auch pitsch-naß werden.
On Lookout Mountain Parkway
"On Lookout Mountain Parkway "
Wir verbrachten eine ganze Weile hier und es wurde faßt 12:00 Uhr bis wir unsere Fahrt fortsetzten.  Um 13:30 Uhr hatten wir den DeSoto State Park erreicht und ließen uns dort nieder zum Picknick. Beef Jerkey, Kekse, Käse, Obst und Wasser hatten wir dabei, ein paar Würste kauften wir noch im State Park Shop.
Pottery in Mentone
"Pottery in Mentone "
Später besuchten wir noch die DeSoto Falls, bevor wir nach Mentone fuhren und erstmal an dem Ort vorbei, weil wir die paar Hütten nicht wirklich als Städtchen wahrgenommen hatten. Dort kehrten wir ein zu Kaffee und Apple-Crumble, dann setzten wir unsere Fahrt nach Chattanooga fort. Um 15:30 Uhr hatten wir die Grenze nach Georgia erreicht, weiter ging es durch hügelige Wälder, bis wir zu einem Aussichtspunkt kamen, von dem man über die Berge ( eher Hügel ) von Tennessee in die Ferne blicken konnte.
Tennessee Mountains
"Tennessee Mountains "
Am frühen Abend erreichten wir Chattanooga und quartierten uns in Downtown-Nähe im Double Tree by Hilton ein für zwei Nächte, denn morgen wollten wir uns die Incline Railway und Ruby Falls ansehen. Am Abend spazierten wir durch Downtown und runter zum Tennessee River, dann landeten wir bei Chattanooga’s Big River zu Bierprobe und einem Abendessen. Wir saßen draußen und gegenüber von einem Fitness-Center wurden wir gut unterhalten mit Live-Musik.

Freitag, 1. September 2017

USA Süden 2017–14. Tag, U.S. Space and Rocket Center in Huntsville

Huntsville kann mal als Stadt der Ingenieure bezeichnen, als Kleinstadt, in der viel Technologie entwickelt wird. Für die US Army und die NASA arbeiten hier 15.000 Menschen, und auch Boing ist hier mit 3000 Mitarbeitern vertreten.

Welcome to U.S. Space and Rocket Center
"Welcome to U.S. Space and Rocket Center"
Das Marshall Space Flight Center wurde hier 1960 gegründet und Wernher von Braun wurde dessen erster Direktor als Vater des amerikanischen Raketen- und Apollo-Programms.

Hier in Huntsville gibt es nun das U.S. Space and Rocket Center, das wir heute besuchen wollten, und für das man ruhig einen ganzen Tag einplanen sollte.

Schon vom Highway 565 aus konnte man den ‘Rocket Garden’ sehen und auch ein Space Shuttle.

Werner von Brauns office
"Werner von Brauns office"
Wir kauften Tickets für das Museum und auch für einen Film im IMAX Theater und ich war überrascht, daß ich in Alabama mit 55+ Jahren schon als Senior gelte und eine Ermäßigung erhielt.

Wir schlenderten zunächst durch einige Ausstellungen, u.a. über diverse Erfindungen wie fliegende Autos und Popcorn-Maschinen, eine weitere zum Thema Schmuck & Weltraum, sahen das Büro von Wernher von Braun und diverse Astronauten-Ausrüstung wie Raum-Anzüge, Astronauten-Nahrung und z.B.  einen Düsenrucksack für Weltraum-Spaziergänge, der mit sehr sperrig vorkam.

An astronauts jetpak
"An astronauts jetpak"
   Danach schlenderten wir durch die ISS und vorbei an einem riesigen Wassertank, der zum Training für Astronauten dient.

Im Raketen-Garten mußten wir uns zusammen mit einer Schulklasse erstmal unter eine Saturn I Rakete stellen, da ein Regenschutt niederging.

Wir sahen uns dann verschiedene Raketen, ein Saturn-V-Triebwerk und diverses militärisches Fluggerät an und standen schließlich unter einer aufgerichteten Saturn V Rakete. Dahinter befand sich eine weitere Halle, in der eine weitere Saturn V aufgehängt unter der Decke hing, so daß man sie in Ruhe abschreiten und die einzelnen Stufen genauer unter Augenschein nehmen kann.

Rocket Garden
"Rocket Garden"
Außerdem waren dort zu sehen eine Landefähre und eine Kapsel, in der die Astronauten zur Erde zurückkehren ( und deren Hitzeschild am Boden dann sehr mitgenommen aussieht ), ein Mond-Stein, eine Gangway über die die Astronauten vor dem Start in die Rakete gelangen, eine Quarantäne-Einheit für die Astronauten nach der Landung, ein Triebwerks-Test-Stand, die Raumstation Skylab samt Solar-Panels, Modelle von neuen Raumgleitern und der neuen fünf-stufigen Rakete für Mission to Mars ( auf meine Frage warum man sich von dem Konzept wiederverwendbarer Raketenteile wie beim Space Shuttle verabschiedet hat bekam ich zur Antwort: die neuen Raketen-Stufen sind zu schwer für Fallschirme ), eine Ausstellung über die Wissenschaftler in Huntsville, eine V2 Rakete und vieles mehr.
Saturn V Engines
"Saturn V Engines"
Besonders interessant für mich war der Ring, der sich oberhalb der dritten Stufe der Saturn V befindet und einen von IBM gebauten Computer beinhaltet zur automatischen Steuerung der Rakete in der Startphase. Die NASA mußte sich damals entscheiden ob die Rakete von den Astronauten gesteuert werden sollte oder automatisch. Man entschied sich schnell für die zweite Optionen, denn man kam überein, daß die physische Belastung während des Starts durch extremes Rütteln und Lärm für die Astronauten zu groß sein würde um eine derart komplexe Aufgabe bewältigen zu können.
Saturn V horizontically
"Saturn V horizontically"
IBM, die damals Computer in Häusergröße baute, bekam den Auftrag eine entsprechende Steuereinheit für die Saturn V zu entwickeln und stand damit vor einer gewaltigen Herausforderung. Ein Bild zeigte das riesige Team von IBMern, die an diesem Projekt arbeiteten.

Die Entscheidung der NASA erwies sich als sehr segensreich als Apollo 12 kurz nach dem Start von einem Blitz getroffen wurde.

Apollo Landing Capsule
"Apollo Landing Capsule"

Die Elektronik im Commando-Modul fiel komplett aus und die Astronauten waren somit ziemlich hilflos während des Starts, der aber von der Steuereinheit automatisch problemlos weitergeführt wurde, bis dann später die Elektronik in der Kapsel wieder neu gestartet werden konnte.

Mittagessen gab’s im Mars Grill, der Museums-Cafeteria, mit Salat und Eistee.

Am Mittag sahen wir uns noch einen beeindruckenden Film im IMAX-Kino über den Weltraum und die Raumfahrt an, bevor wir so um 15:45 Uhr das Museum verließen.

Space Launch System for Mission to Mars
"Space Launch System for Mission to Mars"
Wir fuhren nach Gadsden um dort zu übernachten und am nächsten Tag den Lookup Mountain Scenic Parkway nach Chattanooga zu fahren. Wir kamen komfortable und günstig in einem Comfort Suites unter, Abendessen gab es diesmal in einem mexikanischen Restaurant.

Mittwoch, 30. August 2017

USA Süden 2017–13. Tag, Fahrt nach Huntsville

390 Meilen sind es von Mexico Beach nach Huntsville, wofür wir mit dem Auto einen ganzen Tag einplanten, was sich auch als richtig erwies. Dies sollte die längste Fahr-Etappe werden unserer diesjährigen USA-Reise.

Road through Alabama
"Road through Alabama"
Nach einem Frühstück im Graba Java Internet Cafe machten wir uns auf den Weg. Die wenig befahrenen Highways führten uns zunächst durch sehr flaches, dann später etwas hügeliger werdendes Waldgelände durch Alabama gen Norden. Bei Montgomery tranken wir einen Kaffee und tankten, dann ging es auf der I-65 weiter über Birmingham, wo wir eine Stunde im Stau verbrachten.

In Madison bei Huntsville fanden wir ein Quality Inn mit guten Zimmern zu einem erschwinglichen Preis. Gleich daneben lag Logan’s Roadhouse, wo wir Bier und Spare-Ribs bekamen und als Appetizer Erdnüsse, deren Schalen man hier einfach auf den Boden wirft.

Mittwoch, 23. August 2017

USA Süden 2017–12. Tag, Letzter Tag am Golf von Mexico

Am Morgen spazierten wir am Strand entlang zum Pier von Mexico Beach und  zu Graba Java Internet Cafe und ließen uns dort ein leckeres Frühstück auftischen.

Mexico Beach Pier
"Mexico Beach Pier"
Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand, im Golf ( die Brandung hatte sich beruhigt und es war ideal zum Schwimmen ), oder im Garten unseres Hotels. Das Wetter war ideal für einen Strandtag. Zwischendurch spazierten wir zur nahe gelegenen Eisdiele für eine kleinen süßen Zwischenimbiss.
Waiting for fish
"Waiting for fish"
Abendessen gab’s bei Mango Marleys’s, einer recht rustikalen Kneipe; etwas anderes ließ sich hier in Mexico Beach auch nicht auftun. Die Kneipe hatte etwas von der Gemütlichkeit einer Bahnhofshalle, der Hühnchen-Salat mit Mango und Früchten war aber recht lecker.

Freitag, 18. August 2017

USA Süden 2017–11. Tag, Mexico Beach

Nachdem wir hier in Pensacola Beach eine tolle ( und teure ) Zeit verbracht hatten war uns nun nach einem ruhigeren Strand am Golf von Mexico.

Driftwood Inn in Mexico Beach
"Driftwood Inn in Mexico Beach"
Wir fuhren weiter nach Osten, an Panama City vorbei bis nach Florida, und landeten schließlich in Mexcio Beach, einem kleinen verschlafenen Ort an der Golfküste und eine Empfehlung unseres Iwanowski-Reiseführers “USA Süden”.

Wir fuhren einmal die Strasse hoch und wieder runter und entschieden uns dann für das Driftwood Inn als Unterkunft. Auch hier sollte es nicht ganz billig werden: 150 $ pro Nacht, dafür bekamen wir aber ein geräumiges Zimmer mit Balkon zum Strand, also durchaus sein Geld wert.

View to the beach in Mexico Beach
"View to the beach in Mexico Beach"
Wir buchten für zwei Tage, denn uns war noch nach einem weiteren gemütlichen Strandtag.

Natürlich ging’s gleich ins Wasser. Die Brandung heute war stark, also war mehr Wellenbaden als Schwimmen angesagt.

Abends spazierten wir zu Toucan’s Tiki Bar und bekamen einen Tisch im rustikalen Innenraum am offenen Fenster direkt zum Strand raus. Meine Frau war so mutig Crab Legs zu bestellen, während ich mich für Shrimp-Spieße entschieden hatte. Crab Legs sind schon lecker, verlangen einem aber einiges an handwerklichem Geschick ab, um an das Krabbenfleisch zu gelangen.

Freitag, 11. August 2017

USA Süden 2017–10. Tag, Pensacola Beach

Für heute, Samstag der 20.5.2017, war Strand-Tag angesagt. Wir stiefelten zum weißen Sandstrand am Golf von Mexico und stellten zu unserer Überraschung fest daß fleißige Menschen über Nacht den Strand sorgfältig Reihe für Reihe mit blauen Liegestühlen und Sonnenschirmen ausgestattet hatten.

A day at the beach
"A day at the beach "
Eine solche Insel der Bequemlichkeit und des Schattens nahmen wir gleich in Beschlag und es dauerte auch gar nicht lange bis ein junger Mann zu uns gestapft kam und uns begrüßte mit den Worten: “Do you like the chairs ?”. Da wir das taten berappten wir einen ordentlichen Beitrag für die Miete der Liegestühle für einen halben Tag – länger würden wir es am Strand eh nicht aushalten.
At Pensacola Beach
"At Pensacola Beach "
Die Brandung war stark und an Schwimmen war nicht zu denken, eher an Wellenbaden. Die Lifeguards waren in ihren weißen Holzhäuschen aufmerksam damit beschäftigt jeden zurück zu pfeifen der sich mehr als drei Wellenkämme vom Strand entfernte.

Abendessen gab es heute in Flounders Chowder House, wo wir von einer gigantischen menschenfressenden Riesenmuschel begrüßt wurden. Wir saßen im urigen Innenraum und bekamen große Portionen leckerer Fischgerichte, z.B. mit Käse überbacken in der Pfanne. Später hockten wir uns dort noch an die Bar zu einem Bier und Verdauungs-Whisky. Draußen hatte es zu regnen angefangen, nachdem der Tag heute zwar wolkig aber doch besser als ursprünglich gedacht gewesen war.

Mittwoch, 9. August 2017

USA Süden 2017–9. Tag, Pensacola National Naval Aviation Museum

Der heutige Tag, Freitag der 19.5.2017, war ganz reserviert für das National Naval Aviation Museum.

Welcome to the National Naval Aviation Museum
"Welcome to the National Naval Aviation Museum"
Ursprünglich hatten wir geplant früher dort zu sein, an einem Dienstag oder Mittwoch, wenn man den Blue Angels beim Training zuschauen kann, leider war aber das Mittwochs-Training für diese Woche storniert worden und Dienstag wäre etwas zu hektisch für uns geworden. Bereits 2003 während unserer Florida-Reise hatten wir dieses Museum besucht, das inzwischen um eine Halle erweitert worden ist; dafür gibt es das Außenfeld und die entsprechende Bustour nicht mehr.
Boing F4B-4
"Boing F4B-4"
Das Museum ist vollgestopft mit allen möglichen Marine-Fliegern und auch historischen Exponaten aus diversen Kriegen und man kann locker dort einen ganzen Tag verbringen, was wir auch taten. Und das ohne einen Cent Eintritt zu bezahlen !

Um 10:30 Uhr schlossen wir uns einer geführten Tour an, die von einem Ex-Piloten abgehalten wurde, der, wie er erzählte, 25 verschiedene Flieger geflogen hat, darunter auch Helikopter.

Returning Home
"Returning Home"
Die Tour dauerte sage und schreibe 2,5 Stunden und war hochinteressant. Vor fast jedem Flieger blieben wir stehen und erhielten technische Informationen über das Teil wie auch meistens eine Anekdote dazu. Die amerikanische Navy hat während der Kriege, in die sie verwickelt war, viele feindliche Flieger gesammelt, um deren Technik zu studieren, wie z.B. eine deutsche Camel oder eine japanische Zero
Two Planes of the Blue Angels
"Two Planes of the Blue Angels"
Viele amerikanische Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg wurden aus dem Lake Michigan gefischt, der den Amerikanern damals als größtes Binnengewässer geeignet war für Pilotentraining; die Ozeane waren in der Hand des Feindes und dafür zu gefährlich.

Während der Tour erreichten wir schließlich das Atrium, in dem die blauen Flieger der Blue Angels hingen, und setzten uns dort auf die Stufen. Jetzt haben wir es bald geschafft, dachte ich, schon etwas müde. Falsch gedacht.

Closed - gone to Navy
"Closed - gone to Navy"
Unser Guide holte nun aus zu einer ausführlichen Beschreibung des Angriffs auf Pearl Harbour, des Pazifischen Krieges, der Schlacht um Midway und anderer historischer Ereignisse zu jener Zeit. Danach ging es weiter in die neue Halle. Dort war gerade das große Tor geöffnet worden und wir genossen die warme Luft, die herein strömte, denn in den Hallen des Museums war es schrecklich kalt. Später kaufte ich mir im Shop einen Pullover, während Alex hin und wieder nach draußen flüchtete um sich aufzuwärmen.
Arriving at Pensacola Beach
"Arriving at Pensacola Beach"
Später am Mittag aßen wir ein Lunch in der Cafeteria des Museums, dem Cubi Bar Cafe, die einer historischen Bar auf den Philippinen nachempfunden ist. Wir kauften uns Sandwiches und Getränke und setzten uns draußen an einen Tisch, um wieder etwas Wärme zu tanken.

Später setzten wir uns in ein kleines 4D-Kino, um wenigstens virtuell einen Flug mit den Blue Angels zu erleben. Wir verließen das Museum so gegen 16:30 Uhr und kehrten zu unserem Hotel auf Pensacola Beach zurück, um noch etwas Zeit an unserem Privatstrand und im Wasser zu verbringen. Abends aßen wir in Hemingway’s Island Grill und hatten einen schönen Tisch auf einer Terrasse mit Blick auf die Bucht von Pensacola.

Freitag, 28. Juli 2017

USA Süden 2017–8. Tag, Pensacola

Und weiter ging es mit unserem Mietwagen entlang der Golf-Küste gen Osten.

Fairhope
"Fairhope"
Mittlerweile war es Donnerstag, der 18. Mai 2017; wir waren also schon seit über einer Woche unterwegs im Süden der USA. Und noch drei Wochen vor uns ! Sweet !

Wir stoppten in Fairhope, einem kleinen Ort an der Mobile Bay, der uns von Reisenden, die wir im Caroll House in St. Bay Louis getroffen hatten, empfohlen worden war – und angeblich mal als schönster Ort (der Welt ?) gekürt worden ist. Nun ja, wir wissen ja: die Amerikaner übertreiben gern.

Pensacola Historic District
"Pensacola Historic District"
Tatsächlich war das Örtchen recht nett und gemütlich mit hübschen Blumenbeeten und Hängekörben überall, aber als schönsten Ort der Welt würde ich ihn nicht bezeichnen. Wir durchstreiften ein paar Strassen, ein paar Geschäfte und ließen uns in einem kleinen als ‘French Quarter’ bezeichneten Hinterhof nieder zu einem Eistee.
Palafox Street
"Palafox Street"
Weiter ging es dann auf dem Highway 98 nach Pensacola. Dort suchten wir zuerst das Welcome Center auf, das direkt an der Brücke nach Pensacola Beach liegt. Dort besorgten wir uns Karten und Tips, wie wir in den Historic District gelangen konnten, der tatsächlich nicht weit weg war. Dort angekommen machten wir uns zu Fuß auf über den Plaza Ferdinand VII zum Plaza de Luna am Palafox Pier. Es war recht heiß und wir nutzten den Schatten aus wo es ging, oder mal ein eisgekühltes Geschäft.
Our beach @ Travelodge Pensacola Beach
"Our beach @ Travelodge Pensacola Beach"
Später durchstreiften wir dann noch die Palafox Strasse und machten uns dann mit dem Auto auf nach Pensacola Beach, wo wir uns für drei Tage in der Travelodge eingemietet hatten. Wir hatten per booking.com vorgebucht, denn das Wochenende nahte und wir wollten drei Tage hier bleiben um Zeit zu haben für das National Naval Aviation Museum und den Strand. Die Übernachtungen direkt an einem der berühmtesten Strände von Amerika würden allerdings nicht billig werden, insgesamt zahlten wir für die drei Nächte $ 638.
Down to the beach
"Down to the beach"
Kurz nach 16:00 Uhr hatten wir unser Hotel erreicht. Es verfügt über einen kleinen Privat-Strand nach hinten hinaus zur Little Sabine Bay. Anders als der rauhe Golf, in dem meistens eine ordentliche Brandung vorherrschte, konnte man hier prima schwimmen, was wir auch sogleich ausnutzten.
Pensacola Beach
"Pensacola Beach"
Am frühen Abend spazierten wir dann zum weißen Strand am Golf, ein Stück den Strand entlang und dann durch Hotel-Hochhäuser zurück. Dabei entdeckten wir das “Red Fish Blue Fish”-Restaurant, das uns schon die nette Empfangsdame im Hotel Malaga Inn in Mobile empfohlen hatte; sie hatte dort mal gearbeitet. Wir bekamen einen Tisch halb drinnen halb draußen mit Blick zur Pensacola Bay und bestellten Bier und Tortilla mit Fisch und Salat, ein leichtes aber leckeres Abendessen.
Diner @ Red Fish Blue Fish
"Diner @ Red Fish Blue Fish"
Nach dem Essen streiften wir noch etwas über den Boardwalk am Strand mit vielen Bars und Restaurants und bewunderten einen riesigen Shop, in dem es tausende Strandtücher und sonst allerlei Nippes und Zubehör gab, den man für einen Strandurlaub braucht – oder auch eher nicht.

Montag, 24. Juli 2017

USA Süden 2017–7. Tag, Mobile Bay

Für heute war also die Umrundung der Mobile Bay geplant entgegen Uhrzeiger-Richtung.

Fountain in Bellingrath Garden
"Fountain in Bellingrath Garden "
Wir fuhren also zunächst wieder etwas nach Westen und bogen dann nach Süden ab Richtung Dauphin Island.
Zur Navigation benutzte ich mein Samsung Galaxy Tab 3 Tablet und Google Maps im Offline Modus, was ganz gut funktionierte. Im Hotel lud ich mir immer die Karten herunter der Gegend, die wir an diesem Tag durchqueren würden. Ein Navi zu mieten bei Alamo hätte mich $ 12 pro Tag gekostet, das erschien mir etwas zu teuer.
Entry to swamp boardwalk at Bellingrath Gardens
"Entry to swamp boardwalk at Bellingrath Gardens "
Unser erster Halt war Bellingrath Gardens, eine weitere Empfehlung unseres Iwanowski-Reiseführers “USA Süden”. Walter D. Bellingrath, der Pionier der Coca-Cola-Flasche, und seine Frau erschufen diesen 65 Hektar großen Botanischen Garten, in dem dann auch ihre Villa stand. Neben einem Gewächshaus mit tropischen Pflanzen und Orchideen gab es viele schöne Blumenbeete, ein Bootshaus am Fowl River, ein Holzweg durch eine Sumpflandschaft und einen asiatischen Garten zu sehen.
Swamp boardwalk
"Swamp boardwalk "
Aus letzterem hätte man eventuell mehr machen können, alles in allem aber fanden wir den Besuch dieser liebevoll gestalteten Anlage sehr lohnend.
Gegen 13:00 Uhr nach einem Sandwich im Besuchszentrum setzten wir unsere Fahrt fort und gelangten über eine Brücke auf die Dauphin Island. Wir besahen und das Fort Gaines von außen ( das eine Fort in Mobile war uns genug zumal man natürlich für jedes Fort Eintritt bezahlen muß ) und unternahmen dann eine Wanderung durch den Dauphin Island Vogelschutzpark.
Road to Dauphin Island
"Road to Dauphin Island "
Hier kann man einige Kilometer wandern, eine Sumpflandschaft grenzt direkt an die weißen Strände des Golf von Mexico.
Als wir dann so gegen 15:30 Uhr mit der Fähre übersetzen wollten erfuhren wir daß das nächste Boot bereits voll war und wir somit eineinhalb Stunden hätten warten müssen. Das Risiko keine Fähre zu erwischen war uns schon bewußt gewesen, unser Reiseführer hatte uns auch darauf hingewiesen. Flexibilität, insbesondere im Urlaub, stellt für uns aber kein Problem dar.
Historic Fort Gaines
"Historic Fort Gaines "
Also: Zeit für ein paar Stunden am Strand !
Wir begaben uns zum Strand hinter Fort Gaines, dem einzigen Strand auf der Insel, den mal kostenfrei besuchen kann, nachdem wir uns in einem Shop noch ein paar einfache Strandtücher gekauft hatten. Ein bischen Baden in der Sonne und im Wasser des Golf war nun angesagt.
Am Nachmittag fuhren wir dann den Weg zurück, den wir gekommen waren.
Appetizer @ Dumbwaiter
"Appetizer @ Dumbwaiter "
Die andere Hälfte der Bucht würden wir morgen sowieso sehen auf unserer Weiterfahrt nach Pensacola.
Zum Abendessen in Mobile kehrten wir in das Restaurant Dumbwaiter ein, eines der besten Restaurants, das wir während dieses Amerika-Urlaubs besuchen würden. Die empfohlene Vorspeise erwies sich als Knüller: Marinierter und mit Zwiebeln gebratener Rosenkohl; kaum zu glauben wie gut das schmecken kann. Meine Schweine-Keule als Hauptgang war ebenfalls grandios !