Sonntag, 16. Juli 2017

Traumschleife Elfenlay

Gestern waren meine Frau und ich in Boppard und wanderten die Traumschleife Elfenlay. Ergeben hatte sich das dadurch daß ich abends einen Kollegen aus Amerika in Boppard treffen wollte, der auf Urlaub in Deutschland war.

Rheinschleife bei Boppard
"Rheinschleife bei Boppard "
Wir verbanden das gleich mit einem schönen Wandertag und starteten unsere Wanderung um 13:00 Uhr.

Bei Boppard gibt es einige Traumschleifen zu erwandern, alle Vorschläge findet man auf http://www.die-schoensten-wanderwege.de. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Wanderung durch einen Katalog “Deutschlands Schönste Wanderwege 2017”, den ich in einem Lowa-Shop in Mainz gefunden hatte.

Die Hunsrück Höhenbahn
"Die Hunsrück Höhenbahn "
Die Traumschleife ist 10,2 km lang und einigermaßen anspruchsvoll mit vielen Aufs und Abs, insgesamt sind 390 Höhenmeter zu überwinden, über teils schmalen Pfad. Belohnt wurden wir aber durch herrliche Aussichten auf Boppard und die hiesige Rheinschleife, wie auch auf die Strecke der Hunsrücker Höhenbahn, die steil aufwärts führt in den Hunsrück, durch einen Tunnel und über eine Brücke, die wie ein römisches Viadukt aussieht.
Abstieg nach Boppard
"Abstieg nach Boppard " by Axel Magard .
Im Wald hängen Fahrpläne für die Fotografen, um den richtigen fotogenen Augenblick abzupassen, wenn der kleine Zug die einspurige Strecke entlang bergauf oder bergab fährt.

An der Liesenfeld’s Hütte trafen wir auf drei Männer, die mit einer Flasche Wein versorgt ebenfalls die Aussicht genossen und uns erzählten daß die Bahnstrecke seinerzeit von Italiener erbaut wurde, um die Bewohner des Hunsrücks mit Vorräten zu versorgen und somit eine lebenswichtige Verbindung zum Rhein herzustellen.

Wir waren mit ausgiebigen Pausen gut 4,5 Stünden unterwegs und schafften es gerade pünktlich zur Severus-Stube, wo mein amerikanischer Kollege bereits auf uns wartete.

USA Süden 2017–6. Tag, Mobile

Am Morgen beim Frühstück im Caroll House trafen wir auf zwei Paare, ein jüngeres aus New York und ein älteres aus Florida, und unterhielten uns angeregt über unsere Reiseerfahrungen und tauschten Tipps aus.

Our B&B in  Bay St. Louis
"Our B&B in Bay St. Louis"
Das Paar aus New York war auf dem Rückweg zum Flughafen in New Orleans, das Paar aus Florida war mit dem Auto gekommen.

Alsbald setzten wir unsere Fahrt fort bis nach Mobile. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an kilometerlangen weißen, menschenleeren Sandstränden vorbei. Nachdem wir uns am Mittag den kleinen Ort Ocean Springs angesehen hatten erreichten wir gegen 14:00 Uhr Mobile.

Our hotel in Mobile
"Our hotel in Mobile"
Wir suchten dort das Visitorcenter auf und ein netter Mann dort vermittelte uns für einen günstigen Preis ( $ 89 ) ein Zimmer im Hotel Malaga Inn, das auch eine Empfehlung unseres Iwanowski-Reiseführers “USA Süden” war. Das Zimmer war sehr geräumig und mit antiken Möbeln ausgestattet, das Hotel insgesamt sehr ansprechend mit einem schönen Innenhof, in dem man morgens frühstücken konnte. 
The Fort of Colonial Mobile
"The Fort of Colonial Mobile"
Wir verlängerten gleich für eine weitere Nacht und planten für Morgen eine Umrundung der Mobile Bay.

Am Mittag spazierten wir zunächst zum Fort Conde und besichtigten dasselbe, nachdem wir $ 7 Eintrittsgeld bezahlt hatten. Ein kleines Museum führte uns durch die Geschichte des Forts, das Anfang des 18. Jahrhunderts von den Franzosen erbaut wurde um diesen strategisch wichtigen Ort in der Bucht von Mexico gegen die Engländer und Spanier zu verteidigen.

Courtyard of Malaga Inn
"Courtyard of Malaga Inn"
Das Fort mit der Skyline von Mobile im Hintergrund, auf die zahlreiche Kanonen gerichtet sind, bietet interessante Fotomotive. Es wurde untertunnelt, damit es auch nach dem Bau einer Highway erhalten werden konnte.

Später spazierten wir durch Mobile, suchten aber bald ein Cafe auf um uns abzukühlen, denn es war höllisch heiß. Mobile machte eher einen verschlafenen, aber doch netten Eindruck.

Abendessen gab es in Wintzells Oyster House, wo wir draußen sitzen konnten. Die Shrimps mit Speck schmechten nicht schlecht !

Sonntag, 9. Juli 2017

USA Süden 2017–5. Tag, Abschied von New Orleans

Nach vier Tagen hieß es Abschied nehmen von New Orleans. Wir fuhren mit dem Taxi zum Flughafen um unser Mietauto zu holen, nachdem wir noch ein letztes mal in Huck Finns Cafe gefrühstückt hatten.

Canal Street in New Orleans
"Canal Street in New Orleans"
Bei Alamo stellten wir uns in die Warteschlange, bis wir ein Auto zugeteilt bekamen. Da die Abholung erst für 19:30 Uhr geplant war, was der regulären Ankunftszeit des Fliegers aus Frankfurt entspricht, mußten wir noch einen Tag zusätzlich bezahlen: – $ 60,00. Wir hatten die Klasse “Medium SUV” gebucht und bekamen einen blauen Infinity.

Leaving New Orleans
"Leaving New Orleans"
Mit diesem fuhren wir zunächst mal zurück in die Innenstadt und zu Harrah’s Casino, um dort Euro in Dollar zu tauschen. Am Flughafen gab es nur die Firma Travelex, die wohl mittlerweile auf den meisten Flughäfen vertreten ist, u.a. auch in Frankfurt, und bei denen man keinen guten Wechselkurs bekommet, wenn man nicht im Internet vorgebucht hat ( gut beschrieben in dem excellenten Blog usa-reisetipps.net, wo mal viele nützliche Tips finden kann für Reisen in die USA ).  Bei Harrah’s bekamen wir wenigstens recht unkompliziert einen Kurs von 1:1.

Alligator ready for lunch ?
"Alligator ready for lunch ?"

Nachdem wir dies geregelt hatten steuerten wir unseren Infinity über die Mississippi-Brücke zunächst mal gen Süden nach Lafitte. Dort gibt es einen Naturpark in den Sümpfen mit kurzen Wanderwegen, überwiegend über Holzstege, ebenfalls eine Empfehlung unseres Iwanowski Wanderführers “USA Süden”. Im Lafitte Visitor Center in New Orleans hatten wir uns darüber schon erkundigt und auch Kartenmaterial mitgenommen.

Zunächst fuhren wir offensichtlich an dem Visitor Center dort vorbei und landeten in einem kleinen aber weitläufigen Dorf, wo wir uns in einem Supermarkt nach dem Weg erkundigten.

Trail in the swamps
"Trail in the swamps"
Aufgeschlaut fuhren wir dann wieder zurück und parken zunächst am Twin Canal Trail. Wir folgten diesem bis er an einem Gewässer endete, ungefähr nach einem Kilometer. Moskitos waren natürlich gleich zur Stelle und es erwies sich als klug möglichst nicht irgendwo stehen zu bleiben. Auf dem Rückweg zum Parkplatz entdeckten wir am Ufer eines Kanals gegenüber einen Alligator. Als er uns bemerkte glitt er ins Wasser und schwamm auf uns zu, was uns flux dazu motivierte unsere Wanderung fortzusetzen.

90 West or East ?
"90 West or East ?"
Wir fuhren nun weiter zum Visitor Center ( das montags und dienstags geschlossen ist ) und parkten gegenüber an einem Parkplatz, von dem aus mehrere Wanderwege losgingen, allesamt natürlich recht kurz, mehr Spaziergänge zu nennen als ‘Hiking Trails’. Wir entschieden uns für den Ring Levee Trail, der uns über einen Weg, später dann einen Holzsteg in die Sümpfe hinein führte. Irgendwann kamen wir dann an eine Sperrung und kehrten um, nachdem wir dort etwas gerastet hatten und die Atmosphäre dieser einzigartigen Sumpflandschaft in uns aufgenommen hatten.

Mercedes Dome in New Orleans
"Mercedes Dome in New Orleans"
Es war nach 15:00 Uhr als wir dann schließlich die Fahrt antraten zurück nach New Orleans und dann am Golf entlang gen Osten. Es wurde Abend bis wir den kleinen Ort Bay Saint Louis erreichten und uns auf die Suche nach einer Unterkunft machten. Nachdem wir eine Weile herumgefahren waren entdeckten wir ein hübsches B&B  direkt am North Beach Boulevard. Leider war es ausgebucht, die netten Betreiberinnen luden mich aber sofort in ihre Wohnküche ein und griffen zum Telefon, um noch eine Unterkunft für uns zu suchen.
Our bed in  Bay St. Louis
"Our bed in Bay St. Louis"
So kamen wir dann unter im Caroll House in der Carrol Avenue und erhielten ein hübsches kleines Zimmer mit sehr originellem Bad.

Am Abend spazierten wir zum Beach Boulevard zurück und kehrten ein ins 200 North Beach, was sich als gute Empfehlung von Jane, der Innhaberin des Carrol House, erwies. Alex’ hatte bestellt  Thunfisch auf Risotto, was besonders lecker war. Meine Platte mit frittiertem Fisch allerlei Art war auch nicht schlecht, deckte aber meinen Bedarf an Frittiertem mindestens für die nächste Woche.

Evening in Bay St. Louis
"Evening in Bay St. Louis"
Wir saßen draußen auf der Veranda, tranken ein Bier und genossen unseren ersten Abend ausserhalb von New Orleans. Später spazierten wir noch hinaus auf den Pier, bevor wir in unsere Unterkunft zurück kehrten.

Freitag, 7. Juli 2017

USA Süden 2017–4. Tag, New Orleans

Heute fuhren wir abermals in den Garden District und besuchten dort den Lafayette Friedhof # 1.

Lafayette Cemetry No. 1
"Lafayette Cemetry No. 1"
Wegen dem permanenten Hochwasser des Mississippi hatte man es bald aufgegeben die Toten im Boden zu vergraben, stattdessem findet man auf dem Friedhof überwiegend überirdische Grabkammern. Während wir durch die Reihen zwischen den Grabkammern schlenderten sahen wir auch viele deutsche Innschriften.
House in New Orleans Garden District
"House in New Orleans Garden District"
Wir sahen uns später noch ein paar der prächtigen Villen an hier im Garden District und machten dann Pause in einem Cafe in einer kleinen Shopping Mall schräg gegenüber vom Friedhof. Dann ging es weiter mit der Strassenbahn zum Abudon Park, wo wir einen längeren Spaziergang unternahmen einmal um den Park herum. Weiter ging es zum City Park, wir wanderten zum Museum Of Art und sahen uns den daneben gelegenen Skulptur-Garten an.
Duck and turtle in Audubon Park
"Duck and turtle in Audubon Park"
Jetzt wurden wir langsam müde, durstig und hungrig und kehrten zur Strassenbahn-Haltestelle zurück und fuhren wieder in die Innenstadt. In das beschauliche Cafe im French Quarter gleich neben der Polizeistation, in dem wir gestern schon gewesen waren, kehrten wir ein zu einer Pause. Später sahen wir uns die kleine Ausstellung von Mardi Gras Kostümen im sehr vornehmen Restaurant Arnauds an; eine der vielen interessanten Empfehlungen, die wir unserem Iwanowski Reiseführer “USA Süden” entnommen hatten, den wir natürlich wie immer wieder dabei hatten.
Spanish Moss in Audubon Park
"Spanish Moss in Audubon Park"
Abendessen gab’s heute im Creole House in der Canal Street: nicht wirklich gut; die Shrimp Po Boys waren äußerst trocken, die paar lieblos hinzugefügten Salatblätter und zwei Tomatenscheiben konnten es auch nicht wirklich aufwerten.  Eigentlich hatten wir ins Bon Ton Cafe im Business District einkehren wollen, ein Geheimtipp ebenfalls aus unserem Reiseführer, dieses war aber leider heute auf Sonntag geschlossen.
Big mother in New Orleans City Park
"Big mother in New Orleans City Park"
In Amerika können es sich offensichtlich viele Restaurant leisten gerade am Wochenende zu schließen. Nun ja, man kann nicht immer gewinnen. Während unseres USA-Urlaubs würden wir überwiegend gutes Essen bekommen, das Creole House war die einzige wirklich schlechte Adresse gewesen.

Später gönnten wir uns noch ein Brown Ale an der Bar unseres Hotels, bevor wir unseren letzten Tag hier in New Orleans beschlossen.

Sonntag, 2. Juli 2017

USA Süden 2017–3. Tag, New Orleans

Heute morgen fanden wir uns pünktlich vor 09:00 Uhr am Jean Lafitte Visitor Center in der Decatur Street ein, das vom National Park Service (NPS) betrieben wird.

On a free tour with NPS in New Orleans
"On a free tour with NPS in New Orleans"
Wir hatten am Vortag dort gelesen daß morgens eine kostenfreie Tour angeboten wurde für die ersten 25 Besucher. Wir stellten uns also brav in die noch kurze Warteschlange, wie in Amerika üblich. Nach und nach tauchten mehr Interessierte auf, um 09:00 Uhr wurden wir dann hinein gelassen und erhielten unsere Tickets, dann um 09:30 Uhr startete die Tour und führte uns durch das French Quarter zu vielen historischen Gebäuden, zu denen unser Guide immer wieder Geschichten über den sagenumwobenen Jean Lafitte, Freibeuter und Sklavenhändler, eine Art Schinderhannes von New Orleans, erzählte, und das Laben zu dieser Zeit.
NCIS New Orleans Street Cleaning Initiative
"NCIS New Orleans Street Cleaning Initiative"
Wir lernten auch etwas über die Architektur im French Quarter: viele Häuser waren hoch auf Steinsockel gebaut, im Sockel selbst sieht man oft Auslässe (‘Grills’ ), durch die das Wasser des launischen Mississippi laufen konnte, wenn er sich denn mal wieder rücksichtslos ausbreitete. Die Stufen zum Haus hatten breite Geländer oder Lehnen und dienten somit gleich als Sessel, so daß man an der Strasse sitzen und mit den Nachbarn plaudern konnte, während man draußen die etwas kühlere Luft genoß.
Typical French Quarter house
"Typical French Quarter house"
Am Mittag fuhren wir mit einer ‘Streetcar’, den hießigen historischen Strassenbahnen, in den Garden District. Die Fahrt kostet nur einen Dollar, die Tageskarte drei. Im Garten District nach dem Besuch einer Bäckerei ereignete sich dann auf dem oftmals sehr unebenen Bürgersteig ein Unfall: Alex lag plötzlich neben mir und war mit dem Gesicht auf die Betonplatte geknallt. Der Schock saß tief, das Gesicht war total verdreckt und schmerzte, es war aber glücklicherweise nichts schlimmes passiert: alle Zähne noch da, keine Nase gebrochen.
Green streetcar
"Green streetcar"
Wir fuhren trotzdem zurück ins Hotel, Alex brauchte etwas Ruhe und Eisbeutel fürs Gesicht. Die Bürgersteige in amerikanischen Städten sind oft in schlechtem Zustand: Betonplatten stehen plötzlich nach oben und bilden schlimme Stolperfallen. Man muß sich dort mindestens genauso gut beim Laufen konzentrieren wie auf einem Trekking Pfad in Nepal !
Building in French Quarter
"Building in French Quarter"
Bald hatte sich Alex wieder erholt und wir streiften noch etwas locker durch das French Quarter, den Garden District würden wir auf morgen verschieben. Am Jackson Quarter kauften wir uns zwei Flaschen Bier und setzten uns einfach für ein Stündchen in den dortigen Park. Neben der Polizeistation entdeckten wir ein hübsches Cafe mit Sitzplätzen draußen im Schatten, eine weitere Filiale des Cafe Beignets, auch dort gab es angenehme Live Musik, wo wir eine weitere Erholungspause einlegten.
Streetcar at night in New Orleans
"Streetcar at night in New Orleans"
An diesem Abend aßen wir in Huck Finns Cafe zu Abend, das uns ansonsten stets als Frühstücks-Restaurant diente. Wir probierten Alligator Tails ( sehr lecker ) und Gumbo, ein typischer Südstaaten-Eintopf. Später machten wir noch einen Abendspaziergang am Fluß entlang und fuhren mit der Riverfront Streetcar durch die Gegend und bis zum French Market, von was auch wir zum Hotel zurück spazierten.

Samstag, 1. Juli 2017

USA Süden 2017–2. Tag, New Orleans

Heute probierten wir zum Frühstück mal frische Beignets, schmecken wie Kreppel, also lecker, machen aber ganz schön satt.

Natchez Paddle Wheel Steamer
"Natchez Paddle Wheel Steamer"
Für heute hatten wir eine Rivercruise geplant mit der Nachez und gestern schon in einem Tourismusbüro die Tickets gekauft. Wir fanden uns am Schaufelraddampfer ein, das als letzter authentischer Schaufelraddampfer bezeichnet wird, der noch mit Dampf angetrieben wird. Diese Natchez ist bereits der neunte Schaufelraddampfer diesen Namens und ist seit 1975 in Betrieb.
Ships on Mississippi
"Ships on Mississippi"
Davor wartete bereits eine große Menschenmenge. Während wir an Bord gingen verfinsterte sich der Himmel und ein ordentlicher Gewittersturm setzte ein. Wir flüchteten uns sogleich in die Texas-Bar auf dem Oberdeck, in der es eiskalt war, dank großer Klimageräte. Diese füllte sich bald, als mehr und mehr Menschen dort Schutz suchten, während der Regen über das Deck peitschte. Die meisten saßen aber unten beim Lunch, Alex und ich hatten die Variante gebucht ohne Mittagessen, wir wollten lieber mehr die Fahrt genießen als schon wieder was essen.
Red Wheel of the Natchez
"Red Wheel of the Natchez"
Wir legten ab und es ging vorbei an großen Schiffen und Hafen- und Industrieanlagen. Erst als wir umgedreht hatten und uns wieder New Orleans näherten klarte es auf und wir konnten die Skyline vom Fluß aus bewundern. Besonders beeindruckend war aber der Maschinenraum mit mächtigen Kolben, die das hölzernen Schaufelrad antrieben, und in der Mitte die gewaltige Ruderanlage.
New Orleans Skyline
"New Orleans Skyline"
Die Maschine, die man von einem ausgedienten Steamboat, der 1925 erbauten Clairton, hier eingebaut hatte, leistete stolze 2000 PS !

Die knapp zweistündige Fahrt ging noch weiter bis zur Highway-Brücke über den Mississippi, dann kehrten wir zurück zum Landungssteg.

Captain navigating the Natchez
"Captain navigating the Natchez"
Am Nachmittag durchstreiften wir wieder das French Quarter und wanderten bis zum Armstrong Park. Die Sonne schien jetzt kräftig und heiß vom Himmel und gerne suchten wir immer wieder Schatten auf. Wir erkundeten nun auch den Teil des French Quarter, der hinter der Bourbon Street liegt. Letztere mieden wir lieber, hier strömten die Menschen massenhaft von Kneipe zu Kneipe, letztere versuchten sich gegenseitig mit infernalischer Techno-Musik zu übertönen oder was sonst noch unsere Ohren beleidigte.
Statue in Luis Armstrong Park
"Statue in Luis Armstrong Park"
Später kehrten wir in eine Filiale des Cafe Beignet an der Decatur Street ein, aßen nochmal die dick mit Puderzucker bestreuten Beignets und lauschten zwei Musikern, wie uns mit Keyboard und Gitarre unterhielten.

Vor dem Abendessen besuchten wir Ryans Pub zu einem Bier, ebenfalls in der Decatur Street gelegen. 

Colorful houses in French Quarter
"Colorful houses in French Quarter"
Dann ging es in das Crescent City Brewhouse und wir bestellten Pasta Jambalaya und Shrimps satt, sehr lecker, auch das hier im Haus gebraute Bier schmeckte gut, ein Weißbier und das Black Forest Bier, ähnlich wie Köstrizer. Die Rechnung war dann eine Überraschung, das Essen war $ 10 teurer pro Gericht, als auf der Karte gestanden hatte. Man hatte uns bei der Bestellung ( eventuell versehentlich ) die Lunch Karte gezeigt, abends war das Essen deutlich teurer.
Pasta Jambalaya
"Pasta Jambalaya"
Das ließen wir aber nicht durchgehen und reklamierten dies erfolgreich, die Rechnung wurde korrigiert. Die Bedienung schaute etwas pikiert, sie war uns allerdings ohnehin etwas auf die Nerven gegangen, fragte mich z.B. schon nach einem Desert und räumte den Teller ab, als Alex noch ihre Schrimps aß. Wir wissen daß in Amerika guter Service = schneller Service ist und man oft schon ruck zuck die Rechnung auf den Tisch bekommt, aber diese Lady hatte es für unseren Geschmack etwas übertrieben.

Donnerstag, 29. Juni 2017

USA Süden 2017–1. Tag, New Orleans

Dank Jetlag wurden wir früh wach und spazierten die Decatur Street entlang auf der Suche nach einem Frühstücks-Restaurant.

Breakfast in America
"Breakfast in America"
In einem Tourismus-Büro erkundigten wir uns und es wurde uns Huck Finns Cafe empfohlen, das direkt neben unserem Hotel liegt, zudem drückte man uns gleich ein paar 10%-Coupons in die Hand.

Wir kehrten also zum Hotel zurück und bestellten unser erstes amerikanisches Frühstück: Eier mit Speck, Bisquit, Pancakes, Orangensaft und Kaffee. Auf Empfehlung der netten Bedienung allerdings nur eine Portion, was sich mehr als ausreichend erwies.

Woldenberg Riverfront Park
"Woldenberg Riverfront Park"
Zurück im Zimmer wollten wir unseren Safe in Betrieb nehmen. Wir gaben einen Code ein und bestätigten diesen, der Safe ließ sich aber irgendwie nicht schließen. Nachdem wir das an der Rezeption vorgebracht hatten schickte man uns gleich einen Hausmeister mit aufs Zimmer, um sich dieses Problem vorzunehmen. Dieser steckte seinen Masterschlüssel in den Safe, der sich dann aber weder vorwärts noch rückwärts bewegte und im Safe steckenblieb.
French Quater at Jackson Square
"French Quater at Jackson Square"
Ein zweiter hinzugezogener Kollege konnte das Problem auch nicht kurzfristig lösen. Man müsse den Safe ausbauen und auseinandernehmen, um wieder an den Schlüssel zu kommen, hieß es. Ob wir einverstanden wären in ein anderes Zimmer umzuziehen. Klar, waren wir, mit der Bitte ein Zimmer nach vorne hin zu bekommen, weg vom House Of Blues, das uns heute Nacht viele Stunden Schlaf geraubt hatte.

Gesagt, getan, das neue Zimmer war geräumiger und ruhiger, wir würden in den kommenden Nächten gut darin schlafen. Mit dem Safe hatten wir allerdings das gleiche Problem, wir konnten ihn nicht schließen. Jetzt besorgten wir uns eine Anleitung an der Rezeption und endlich fanden wir den Trick: erst den Code eingeben, dann bestätigen, dann den Code nochmal eingeben und den Safe schließen.

Big Mama playing ...
"Big Mama playing ..."
Geht doch ! Dummer Anwender-Fehler. Der Hausmeister, der wahrscheinlich immer noch damit beschäftigt war den anderen Safe auseinander zu nehmen hatte es wohl offensichtlich auch nicht gewußt.

Endlich konnten wir uns nun auf den Weg zu einem ersten Erkundungsgang machen. Dieser führte uns gleich zum Mississippi und in den Woldenberg Riverfront Park, am Aquarium vorbei und über den Spanish Plaza in die Riverfront Outlet Mall, wo wir kurz entschlossen erste Mitbringsel und T-Shirts für uns kauften sowie Postkarten.

New Orleans Streetcars
"New Orleans Streetcars"
Mit einem Fruchtsaft bewaffnet ließen wir uns dann erstmal auf der Terrasse am Fluß nieder und legten die Füße hoch. Dann ging es weiter zur Canal Street, wir warfen einen kurzen Blick in Harrah’s Casino und begannen dann mit der Erkundung des French Quarters. Am Jackson Square vorbei gelangten wir in die beschauliche Royal Street, wo wir im Cafe Amelie ein paar Drinks nahmen, bevor wir den Rundgang fortsetzten.
Canon at Jackson Square
"Canon at Jackson Square"
Überall sahen wir die typsichen Häuser mit den eisernen Geländern, Kutschen waren unterwegs und Strassenmusikanten spielten an jeder zweiten Strassenecke.

Da es uns dort in dem hübschen Garten des Cafe Amelie so gut gefallen hatte kehrten wir abends dahin zurück zum Diner.

Freitag, 16. Juni 2017

USA Süden 2017–Hinflug

Unsere diesjährige größere Reise sollte uns  mal wieder in die USA führen. 

On the runway
"On the runway"
Nach Kalifornien, dem Südwesten, der Ostküste und Florida sowie dem Nordwesten, unserer letzten Amerika-Reise vor 11 Jahren, wollten wir nun mal die Südstaaten bereisen. Der Pan war nach New Orleans zu fliegen, dort ein paar Tage zu bleiben und dann mit einem Mietwagen noch eine Runde durch den Süden zu drehen.
Take Off in Frankfurt
"Take Off in Frankfurt"
Condor bot zwei Direktflüge an pro Woche und so entschieden wir uns für den Hinflug am 10.5.2017 14:05 in der Premiumklasse mit Ankunft am selben Tag um 18:10 Uhr in New Orleans.
Pünktlich startete der Flieger, der erstaunlicherweise weniger als 50 % ausgelastet war. Die großzügige Beinfreiheit in der Premiumklasse, die uns pro Flug und Person nur € 100 mehr kostete, sowie den Extra-Service ( speziell mehr Angebot im Unterhaltungsprogramm und ein besseres Essen mit Getränken ) genossen wir sehr.
Über dem Deutschen Eck
"Über dem Deutschen Eck"
Alex belegte dann alsbald eine komplette Mittelreihe für sich für ein Mittagsschläfchen.
Die Flugzeit sollte laut Pilot etwa 10 Stunden betragen. Wir flogen über den Rhein, am Deutschen Eck vorbei, über Frankreich, England und Irland rüber zum amerikanischen Kontinent, auf den wir bei St. John trafen, dann ging es über Land weiter, knapp inlands an New York und Washington vorbei – ich konnte aus dem Fenster sowohl den Central-Park als auch die Mall in Washington D.C. ausmachen, bis schließlich nach New Orleans, wo wir pünktlich landeten.
Our flight route to New Orleans
"Our flight route to New Orleans"
Die Ankunft gestaltete sich dann schwierig: zuerst gab es Schwerigkeiten den Arm am Gate zum Flugzeug zu bringen, dann stiegen wir aus und liefen in denselben hinein, der sich aber am anderen Ende nicht öffnen ließ, weil ein Schlüssel nicht auffindbar war. Es wurde warm und wärmer da drin, aber endlich ging es weiter und in die Warteschlange vor dem Immigration Office. Die Fragen waren noch dieselben wie vor 11 Jahren, zudem wurden wir erkennungsdienstlich erfasst mit Bild und elektronisch erfassten Fingerabdrücken.
Approaching New Orleans Airport
"Approaching New Orleans Airport"
Nach mehr als einer Stunde standen wir vor dem Gepäckband, aber das Gepäck ließ eine weitere halbe Stunde auf sich warten. Willkommen in Amerika !
Ein Taxi brachte uns dann schließlich in die Innenstadt zu unserem Hotel La Galerie in der Decatur Street im French Quarter. Wir legten uns gleich nieder, denn wir waren hundemüde. Sogleich setzte höllischer Lärm ein in Form von Heavy Metal Musik aus dem nebenan gelegenen House Of Blues. Die Bässe drangen derart durch die Wände, daß auch Oropax nicht halfen. An Schlaf war deswegen kaum zu denken, ein paar Stunden schafften wir aber doch bis wir zu früh wieder wach wurden, dank Jetlags.

Sonntag, 7. Mai 2017

Herbst Bergwoche 2016–5. Wanderung zum Piza da Peres

Unsere letzte Wanderung in dieser Bergwoche sollte uns auf den Piza da Peres führen, ein Berg gelegen gleich neben dem Kronplatz.

Der Aufstieg zum Piz da Peres beginnt
"Der Aufstieg zum Piz da Peres beginnt "
Vom Parkplatz, den wir um 9:40 Uhr verließen, ging es zunächst durch Wald aufwärts, dann durch vegetationsloses Gelände und schließlich durch eine Geröllrinne hinauf auf einen Sattel, den wir um 11:40 Uhr erreichten. Unser Zielgipfel lag rechter Hand und war noch 30 Minuten entfernt. Über einen Grashügel ging es hinauf und um 12:05 Uhr standen wir auf dem Gipfel und genossen eine wunderschöne 360-Grad-Rundumsicht.
Sattel am Piz da Peres
"Sattel am Piz da Peres "
Der Kronplatz, ein “Industrieberg”, wie Hans ihn nannte, lag direkt vor unseren Füßen, weit entfernt die Drei Zinnen und Tofana. Und wie immer gab’s auf dem Gipfel wieder etwas Schnaps und viel Musik.

Beim Abstieg ereignete sich dann die Tragödie: unsere Tiroler Fahne, die ein Berliner Mitwanderer immer bei sich geführt hatte, war plötzlich verschwunden. Der Fahnenträger brach sofort zu einer Suchaktion auf und stieg wieder Richtung Gipfel.

Kronplatz
"Kronplatz "
Wir anderen waren schon unterwegs Richtung Hochalpsee und verloren ihn bald aus den Augen, was seine Frau sehr nervös machte. Reini, der wie so oft die Nachhut bildete, würde sich schon um ihn kümmern und wahrscheinlich dann einen direkteren Abstieg wählen, möglicherweise die Route, die wir gekommen waren.

Wanderer auf dem Piz da Peres
"Wanderer auf dem Piz da Peres " by Axel Magard .
Wir stiegen zum Hochalpsee hinunter, dann über einen Pass ging es weiter einer Forstsrasse entlang, die alsbald recht öde wurde. Wir erreichten wieder Wald und plötzlich stand der Bus vor uns, der uns ein Stück des Weges entgegen gekommen war. Wir fuhren weiter hinunter und trafen dort dann auf Reini und den Berliner – mit Fahne !

Abstieg zum Hochalpensee
"Abstieg zum Hochalpensee "
Um 16:40 Uhr saßen wir bereits wieder vor unserer Hütte am Würzjoch und genossen ein Bier in der Sonne. Die Bergwoche ging zu Ende mit einem letzten gemeinsamen Abendessen. Hans, Reini und Erich wollten noch am Abend zurück ins Tauferer Ahrntal fahren, es wurde aber eher später Abend, denn der Abschied fiel schwer.


Axel auf dem Piz da Peres
"Axel auf dem Piz da Peres "
Am nächsten Tag nach dem Frühstück war allgemeiner Aufbruch, einige waren schon sehr früh vor dem Frühstück losgefahren.

Ich fuhr mit Marianne’s Escort nach Brixen zum Bahnhof, sie war froh einen Chauffeur gefunden zu haben, der ihr Auto vom Berg steuerte. Dort löste ich für teures Geld eine Fahrkarte nach Hause und traf dann auf Christiane, die von Gabi ebenfalls zum Bahnhof gebracht wurde. Gemeinsam traten wir mit dem Zug die Heimreise an über München und dann weiter nach Norden.