Sonntag, 5. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – Anreise am 22.5.


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Um 02:30 ging der Wecker an, unser Abflug nach Palma de Mallorca war für 05:50 Uhr geplant und fand auch so pünktlich statt. Über Karlsruhe und Freiburg, die deutsch-französische Grenze entlang, über Genf, den Monte Blanc und dann Marseille ging es in einer Stunde und fünfzig Minuten nach Mallorca, wo wir pünktlich landeten.

Kathedrale in Palma De Mallorca
"Kathedrale in Palma De Mallorca"
Auf unser Gepäck mußten wir dann lange warten, denn es kam fast als letztes und so mußte Jaume Tort, unser Wanderfahrer, eine ganze Weile auf uns warten.
Während er unsere Koffer und zwei andere Teilnehmer des einwöchigen Wanderprogramms nach Estellencs brachte, wo wir die nächsten vier Nächte im Hotel Maristel verbringen würden, fuhren Alex und ich mit dem Bus nach Palma de Mallorca zum Place Espanya, wo wir erstmal frühstückten: frischen Orangensaft, Schokomuffin und Sandwich mit Bergkäse, Tomaten und Sardellen. So gestärkt machten wir uns dann auf zu einem Stadtrundgang; Jaume hatte uns dafür sogleich mit Karte und einer Beschreibung ausgestattet.
Blick vom Hotel Maristel in Escellencs
"Blick vom Hotel Maristel in Estellencs"
Wir sahen dabei zahlreiche Kirchen, den Place Major, wo einige Künstler die Touristen unterhielten, zum Beispiel ein aufgespiesster Dracula oder ein Mann mit Brille und Hut, aber ohne Gesicht, und schließlich natürlich die eindrucksvolle Kathedrale mit den farbenprächtigen Fensterns, u.a. auch dem größten Rosettenfenster der Welt, 90 qm gross, in der gerade ein Gottesdienst stattfand. Erbaut wurde die Kathedrale von 1230 bis 1604 auf den Resten einer maurischen Moschee. Sie verfügt über 21 m hohen Säulen.
Von der Anhöhe, auf der die Kathedrale steht, hatten wir einen guten Ausblick auf den Hafen von Palma, an dem zwei Kreuzfahrtschiffe angelegt hatten, und das Meer.
Sonnenuntergang in Escellencs
"Sonnenuntergang in Estellencs"
Jaume hatte uns geraten uns für die nächsten zwei Tage mit Proviant zu versehen, was aber schwierig wurde, da sonntags fast alle Geschäfte geschlossen waren. Wir fanden dann doch einen Laden, wo wir Äpfel, Kekse, Wurst und etwas Wasser kaufen konnten.
An den Stufen von der Strasse Conquistador hinauf zur Kathedrale tranken wir Latte Macciato oder Tee. Bald taten uns die Füße weh und wir legten eine längere Pause im Schatten auf dem Platz mit den vielen Brunnen unterhalb der Kathedrale ein. Danach wanderten wir über Passeig des Borne und die Carrer Sant Jaume vorbei an der St. Magdalen Kathedrale zurück zum Place Espanya, wo sich auch der Bahnhof mit Busbahnhof befindet.
Um 16:00 Uhr brachte uns ein Bus der Linie 200 nach Estellenc. Die Fahrt über die Berge und die Orte Esporles und Banyalbufar dauerte 70 Minuten. Um 17:15 checkten wir in unserem Hotel ein.

Sonntag, 30. Januar 2011

Von Bahnholz auf die Platte

Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Wiesbaden Bahnholz
Über: Platte
Ziel: Wiesbaden Bahnholz
Strecke: 12.5 km
Gehzeit: 3 Stunden

Strahlend blauer Himmel und Temperaturen unter Null Grad garantierten schönes Wetter und einen fest gefrorenen Boden, ideale Bedingungen also um mal wieder auf die Platte zu wandern.

Diesmal ging es los von Bahnholz zunächst Richtung Nerotal und zur Leichtweißhöhle. Dahinter an einer Schutzhütte bogen wir nach rechts ab und trafen bald auf die Wegmarkierung gelber Balken. Nach zwei Stunden hatten wir die Platte erreicht und belohnten uns mit Linsensuppe und Glühwein am dortigen Kiosk. Dann folgten wir einem Rundwanderweg – markiert mit einem roten Vogel – und dem Wanderweg mit dem schwarzen Punkt zurück nach Bahnholz. 

Dienstag, 7. Dezember 2010

Alle Jahre wieder in Mommenheim …

Alle Jahre wieder in Mommenheim… ein offener Brief an unsere Gemeindeverwaltung

Alle Jahre wieder flattert er in die Haushalte unserer Gemeinde Mommenheim: ein Brief der Gemeindeverwaltung über unsere Streu- und Räumpflichten im Winter. Dieses Jahr kam er etwas spät, der erste Schnee war schon gefallen.

Wir werden darin angehalten mitten in der Nacht mit dem Räumen zu beginnen, dabei möglichst kein Salz zu verwenden, dafür aber ein Metermaß, falls kein Gehweg vorhanden, denn in diesem Fall sollen wir bis 1,50 m von der Grundstücksgrenze entfernt streuen und räumen.

Es ist schon erstaunlich, daß ein derart oberlehrerhaft abgefasstes Schreiben ausgerechnet von der Institution erstellt wird, die sich um die Sicherheit unserer Gehwege und das Räumen und Streuen im Winter praktisch nicht kümmert. Worte sind eben immer wieder billiger als Taten, mein Problem ist nur: ich nehme Worte nicht ernst von Leuten, die nicht mit gutem Beispiel voran gehen.

Im Winter bleiben Nebenstraßen in unserer Gemeinde tagelang eisige Pisten, auch Straßen mit Gefälle ! Wenn man Glück hat sieht man nach einigen Tagen mal einen Gemeindearbeiter, der mit der Hand etwas Splitt ausstreut. Ansonsten muß man schon höllisch aufpassen mit dem Auto nicht irgendwo dagegen zu rutschen oder auf die Nase zu fallen. Unsere Politiker mögen sich da gerne rausreden, indem sie sagen: „Wir haben nicht die nötigen Kapazitäten um überall zu räumen und für Sicherheit zu sorgen.“

Woraufhin ich antworte: „Kapazitäten hat man natürlich nur dann, wenn man sie bereitstellt.“

Wenn für die Sicherheit der Bürger unserer Gemeinde nicht genug Geld vorhanden ist, dann bezweifle ich, daß die Prioriäten bei der Verwaltung unseres Haushalts richtig gesetzt werden.

Wie ernst und intelligent man sich um die Sicherheit auf unseren Straßen kümmert bemerkte ich vor etwa drei Wochen, als ich freitags nachts auf dem Weg nach Hause war, von der Gemeindehalle kommend. An diesem Tag hatten findige Geister sämtliche Bürgersteige in der Umgebung mit schwarzen, handbreit hohen Kunststoffteilen garniert, die dazu dienten, am nächsten Tag Halteverbotsschilder aufzustellen zur Absicherung eines bevorstehenden Schwertransports. Da unsere Straßen teilweise unzureichend beleuchtet sind übersah ich eines dieser Teile, stolperte darüber und schlug auf den Bürgersteig, wobei ich mir beide Knie aufschlug und ein Handgelenk verstauchte. Glücklicherweise ist dies nicht einem älteren Menschen passiert oder jemandem mit schwachen Knochen, sonst wäre es zu einem ernsteren Unfall gekommen.

Mein Wunsch für die Zukunft: weniger fahrlässiges Handeln der Verantwortlichen und weniger kluge Worte, dafür mehr Taten ! Dann leiste ich auch gerne meinen Teil zur Sicherheit in der Gemeinde, was ich ohnehin heute schon tue !

Montag, 18. Oktober 2010

Saar-Hunsrück-Steig in 12 Etappen

… und mit einem Ruhetag in Idar-Oberstein. Insgesamt sind wir etwa 225 km gelaufen – und mindestens 2.500 Höhenmeter, wenn ich die Höhenprofile im Buch ”Abenteuer Saar-Hunsrück-Steig” von “pepper wandern” mal grob zusammenfasse, inklusive Um- und Zubringer-Wege, d.h. wir haben einen Tagesschnitt von 18.75 km geleistet.
Nachdem ich nun unsere Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig detailliert in meinem Blog beschrieben habe hier noch einmal ein Inhaltsverzeichnis aller Artikel, in chronologisch aufsteigender Reihenfolge:
Saar-Hunsrück-Steig, 1. Etappe am 11.9.2010, Rundwanderung von Mettlach zur Saarschleife
Saar-Hunsrück-Steig, 2. Etappe am 12.9.2010, von Mettlach nach Losheim
Saar-Hunsrück-Steig, 3. Etappe am 13.9.2010, von Losheim nach Weiskirchen
Saar-Hunsrück-Steig, 4. Etappe am 14.9.2010, von Weiskirchen nach Grimburg
Saar-Hunsrück-Steig, 5. Etappe am 15.9.2010, von Grimburg nach Nonnweiler
Saar-Hunsrück-Steig, 6. Etappe am 16.9.2010, von Nonnweiler nach Börfink
Saar-Hunsrück-Steig, 7. Etappe am 17.9.2010, von Börfink nach Morbach
Saar-Hunsrück-Steig, 8. Etappe am 18.9.2010, von Morbach nach Kempfeld
Saar-Hunsrück-Steig, 9. Etappe am 19.9.2010, von Kempfeld nach Idar-Oberstein
Saar-Hunsrück-Steig, Ruhetag am 20.9.2010, Idar-Oberstein und Hermeskeil
Saar-Hunsrück-Steig, 10. Etappe am 21.9.2010, von Hermeskeil nach Kell am See
Saar-Hunsrück-Steig, 11. Etappe am 22.9.2010, von Kell am See nach Riveris
Saar-Hunsrück-Steig, 12. Etappe am 23.9.2010, von Riveris nach Trier
Ich habe auch eine pdf-Kopie all dieser Artikel und eine HTML-Version auf meinem Dropbox-Account zur Verfügung gestellt. Das Inhaltsverzeichnis und die beiden Dateien habe ich mit Hilfe meines “Blogs Export XML Parser” erstellt, die Generierung der pdf-Datei erfolgte mit Bullzip PDF Printer.
Über 200 Bilder von dieser Wanderung befinden sich hier in meinem flickr-Account, und zum Schluß das ganze nochmal als Diashow:

Created with Admarket's flickrSLiDR.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Saar-Hunsrück-Steig, 12. Etappe am 23.9.2010, von Riveris nach Trier


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Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Riveris
Über: Kasel
Ziel: Trier
Strecke: ca. 18 km
Gehzeit: ca. 5.5 Stunden

Noch 18 km bis Trier ! Um 09:30 Uhr verließen wir Riveris und gingen unsere letzte Etappe auf dem Saar-Hunsrück-Steig an. Nach einer halben Stunde erblickten wir aus dem Wald heraus die ersten Weinberge, dann erreichten wir Waldrach; an der Ruwer entlang ging es weiter bis nach Kasel. Wir sahen das nachgebaute Stück einer alten römischen Wasserleitung. Hin und wieder führte der Weg über einen urwaldartigen Pfad durch blühendes Springkraut. Immer mehr Weinberge kamen in Sicht.

Wein in Sicht auf dem Saar-Hunsrück-Steig
"Wein in Sicht auf dem Saar-Hunsrück-Steig"

Bei Kasel bog der Weg nach links ab und stieg stetig an entlang des Benninger Baches, bis wir schließlich den Wald verließen und die ersten Vororte von Trier zu sehen bekamen. Weiter ging es über Felder und Wiesen oberhalb von Filsch entlang, dann abwärts zur Strasse, die nach Trier führt, diese überquerend mäanderte der Saar-Hunsrück-Steig durch ein Waldstück südlich von Trimmelterhof, um dann unterhalb von Trimmelterberg unspektakulär zu enden: kein roter Teppich, keine Blumen, keine Musikfanfaren, nicht mal ein Biergarten ! Der Saar-Hunsrück-Steig war geschafft !

Weinberg bei Waldrach
"Weinberg bei Waldrach"

Wir hatten nun die Wahl direkt zur Strasse zu gehen und die restlichen Kilometer per Bus nach Trier zurückzulegen, oder über einen 4 km langen Wein-Lehrpfad und noch einige Anhöhen direkt nach Trier zu wandern. Das Wetter war gut, es war noch früh am Tag ( vor 14:00 Uhr ), also entschieden wir uns natürlich für die sportlichere und wahrscheinlich schönere Alternative.

Noch ein paar mal ging es rauf und runter über Weinberge. Eine Stunde später sahen wir dann den Trierer Dom unter uns liegen und erreichten Trier beim Amphitheater.

Trier -  wir kommen !
"Trier - wir kommen !"

Wir marschierten weiter Richtung Mosel, bogen dann nach rechts ab, kamen an den Kaiserthermen vorbei und gelangten so in den Schloßpark. Vor uns lagen die Basilika und das Kurfürstliche Palais. Rechter Hand fanden wir ein Cafe, in dem das von uns bestellte Toast nach 45 Minuten verbrannt war, ansonsten genossen wir aber Getränke und Kuchen, bevor wir weiter gingen in Richtung Dom und zum Marktplatz. Dort schlenderten wir zuerst zur Porta Nigra, sahen uns den am Tourismus-Büro hängenden Stadtplan und das Gastgeberverzeichnis genauer an, um das von uns gebuchte Hotel ausfindig zu machen ( wir hatten am Morgen beim Cityhotel Primavera angerufen, ebenfalls eine Empfehlung unserer Hannoveraner Freunde, eingermassen zentral gelgen und einigermassen günstig ), liefen dann zurück zum Marktplatz und weiter Richtung Karl-Marx-Haus, bogen dann nach rechts ab in die Johannisstrasse und hatten das Hotel gefunden,  wo wir so um 16:45 Uhr eincheckten.

Schloss und Basilika in Trier
"Schloss und Basilika in Trier"

Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns gleich wieder auf den Weg, um noch etwas von Trier zu sehen. Schlechtes Wetter war im Anmarsch und wir wollten die verbleibenden Sonnenstunden noch nutzen. Also gingen wir runter zur Mosel und zur Römerbrücke, der ältesten Brücke Deutschlands. Vorbei an den Alten Krahnen folgten wir der Mosel flussabwärts bis zur nächsten Brücke und dann noch ein Stück weiter, um in eine der dortigen urigen Kneipen, ins “Alt Zalawen”, einzukehren. Während wir dort auf der Terrasse saßen und Eifeler Landbier, Brot mit Kochkäse, und Federweisse ( also “Ländchen, Kochkäse und Feldchen”, wie die flotte und freundliche Bedienung es nannte ) genossen, sahen wir die angekündigten dunklen Wolken über die auf der anderen Moselseite liegenden Berge kriechen.

In den Gassen von Trier
"In den Gassen von Trier"

Bald war es vorbei mir dem schönen Sonnen-Wetter. Während wir zum Hotel zurückkehrten wurde es dunkel und es begann heftig zu regnen, und natürlich hatten wir Regenschirme und Regenjacken, die wir die ganze Zeit im Rucksack dabei gehabt hatten, jetzt nicht dabei.

Im Hotel zogen wir uns trockene Sachen an, warteten eine Regenpause ab und stiefelten dann nochmal los zum Dom, wo wir in das gegenüberliegenden urige Weinlokal “Palais Kesselstatt” einkehrten, Weine probierten und noch eine Kleinigkeit aßen.

An der Mosel bei Trier
"An der Mosel bei Trier"

Als wir danach wieder ins Hotel zurückkehrten gab es ein Gewitter, zwei weitere sollten in der Nacht folgen mit heftigen Regenfällen. Diesmal hatten wir Regenschirme und -jacken dabei, dennoch mußten wir für eine Weile Schutz suchen vor dem Sturm im Eingang eines Geschäfts.


 

Der kommende Tag war total verregnet. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von den Hannoveraner, dann steuerten wir ziemlich direkt den Bahnhof an und kauften Bahntickets für die Heimfahrt, die uns mit Umsteigen in Saarbrücken zurück nach Mainz führte per Regionalzüge, dafür für nur € 37 für zwei Personen; d.h. € 50 verdient verglichen zum Normalpreis in 90 Minuten, so lange dauerte diese Fahrt länger als die schnellere Verbindung; mit einem guten Buch ( Stieg Larsson: Verblendung ), das ich mir noch am Bahnhof gekauft hatte, fiel das nicht schwer.

Alex am Ende des Saar-Hunsrück-Steigs
"Alex am Ende des Saar-Hunsrück-Steigs"
Axel am Ende des Saar-Hunsrück-Steigs
"Axel am Ende des Saar-Hunsrück-Steigs"

Samstag, 16. Oktober 2010

Saar-Hunsrück-Steig, 11. Etappe am 22.9.2010, von Kell am See nach Riveris


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Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Stausee bei Kell am See
Über: Osburger Hochwald
Ziel: Riveris
Strecke: ca. 15 km
Gehzeit: ca. 4.5 Stunden

Unsere vorletzte Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig – an meinem 49. Geburtstag – führte vom Stausee bei Kell am See nach Riveris. Wir wollten dort beim Hotel Zum Langenstein nach einem Zimmer fragen, das uns unsere Hannoveraner Mit-Wanderer empfohlen hatten, ansonsten weiter wandern bis Waldrach oder Kasel, wenn nötig.

Um 09:30 Uhr waren wir unterwegs und wanderten in der Morgensonne zunächst ein Stück am See entlang, dann ging es in den Osburger Hochwald und zum Knüppeldamm am Quellmoor, wo wir die friedliche Morgenstimmung in diesem Hochmoor eine Weile auf uns einwirken ließen.

Steg am See bei Kell
"Steg am See bei Kell"

Weiter trugen uns unsere Füße dann durch den Wald des Naturpark Saar-Hunsrück. Wir machten einen kurzen Abstecher zu den “Drei Mördern” – einem alten Hünengrab oder der Sage nach drei versteinerte Mörder mit ihrem kastenförmigen Schatz – oder weder das eine noch das andere ? Wie auch immer, bald ging’s weiter, bis wir eine offene Hochebene erreichten und eine Strasse überquerten. Dahinter lud eine Relax-Bank zu einer ausgiebigen Rast ein – es war dies wohl die letzte Relax-Bank vor Trier, wenn ich mich recht erinnere – und mit hochgelegten Beinen verzehrten wir den restlichen Proviant aus unserem Rucksack ( im Fronhof hatten wir noch ein wenig Brot geschnorrt ) und genossen die Aussicht auf die kleinen Orte Holzerath und Bonerath, die weite Umgebung und die zahlreichen Windräder, die auch hier mittlerweile die Landschaft “verzieren”.

Moor-Birken
"Moor-Birken" by Axel Magard.

Nach über einer Stunde setzten wir schließlich unseren Weg fort, der zunächst über Wiesen, dann in den Wald und zur Riveris-Talsperre führte, die wir kurz nach 14:00 Uhr erreicht hatten. Von hier war es nun eigentlich nicht mehr weit bis nach Riveris, der Weg zweigte aber nochmal nach links ab und bot uns einen steilen Aufstieg zum Langenstein, einem hohen Quarzitfelsen, der durch senkrechte Spalten in mehrere Teile zerbrochen ist und vor Jahrhunderten von einem Blitz getroffen wurde, der viele Felsen absprengte, die gen Tal stürzten.

Rast am Saar-Hunsrück-Steig
"Rast am Saar-Hunsrück-Steig"

Durch dieses Felsenmeer stiegen wir steil wieder ab und erreichten kurze Zeit später den Zubringer-Weg nach Riveris.

Im dortigen Hotel langten wir um 15:00 Uhr an und wurden sogleich freundlich empfangen und bekamen ein günstiges Zimmer, klein aber fein. Bett und Dusche – was braucht man mehr ? Genug Platz hatten wir auf der schönen Gartenterasse und eine Etage höher auf der geräumigen Dach-Terasse, wo wir uns die hausgemachten Waffeln und Tee, später ein Bierchen schmecken ließen, während wir einen erholsamen Nachmittag dort verbrachten und uns von den Strahlen der in diesem engen Tal schnell verschwindenden Sonne so lange wir möglich wärmen ließen.

Riveris Talsperre
"Riveris Talsperre"

Zwei Stunden später trafen die Hannoveraner ein und zum Abendessen im Restaurant setzten wir uns zusammen und tauschten ausgiebig Reiseberichte aus, während wir uns polniche Pierogi und Wein  munden ließen.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Saar-Hunsrück-Steig, 10. Etappe am 21.9.2010, von Hermeskeil nach Kell am See


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Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Hermeskeil
Über: Reinsfeld
Ziel: Stausee bei Kell am See
Strecke: ca. 16 km
Gehzeit: ca. 5.5 Stunden

Von Hermeskeil aus wanderten wir zunächst auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg in Richtung Reinsfeld. Als wir die A1 unterquerten, wechselten wir auf einen Wanderweg, der zunächst etwas nach Norden führte, dann über Felder und an kleinen Wäldchen vorbei, bald die B407 unterquerend, bis nach Reinsfeld. Dort hielten wir uns an der Durchgangsstrasse nach links und hatten bald den Saar-Hunsrück-Steig-Zubringerweg erreicht, der uns durch ein friedliches Tal 5 km weit bis zum Steig führte.

Auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg
"Auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg"

Dort langten wir ziemlich genau an dem Punkt an, wo sich der Steig gabelt: links geht’s nach Trier, rechts nach Idar-Oberstein. Genau an der Stelle, an der wir vor 6 Tagen falsch abgebogen waren, trafen wir auf ein Ehepaar aus Hannover, das ratlos auf seine Wanderkarte starrte. “Nach Trier oder Idar-Oberstein ?”, fragte ich und wies den Weg, nachdem ich die Antowrt erhalten hatte: “Nach Trier !”. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und waren uns gleich sympathisch und würden uns heute und in den nächsten Tagen immer wieder treffen.

Weg von Reinsfeld zum Saar-Hunsrück-Steig
"Weg von Reinsfeld zum Saar-Hunsrück-Steig"

Bis zur B407 wanderten wir nun dieselbe Strecke wieder, die wir schon mal umsonst zurückgelegt hatten. Bei allerdings viel besserem Wetter ging es zunächst durch Wald aufwärts, bis wir eine offene Fläche erreichten und zur Strasse gelangten. Hier hatten wir fast schon Kell am See erreicht, beschlossen aber, da wir noch viel Zeit hatten, den Ort auf dem Saar-Hunsrück-Steig zu umrunden und am Stausee ein Zimmer zu suchen. Durch einen dichten, unheimlich stillen Wald, ging es weiter, später an einem Teich und der Ruwerfichte vorbei, bis wir den See erreichten. Wir hielten uns nach links und steuerten zuerst den Fronhof – einen Reiterhof – an.

Fronhof am See
"Fronhof am See"

Dort bekamen wir gleich ein Zimmer, ganz frisch renoviert und modern eingerichtet, blitzblank mit Balkon und Blick zum See, für € 85, das wir um 15:30 Uhr bezogen, um uns gleich in der warmen Sonne auf der Terasse des Restaurants niederzulassen und Kaffee zu trinken.

Danach spazierten wir einmal um den See herum, trafen wieder unsere Hannoveraner, die bereits direkt im Ort untergekommen waren und sich ebenfalls noch zu einem Spaziergang aufgerafft hatten, unterhielten uns wieder eine ganze Weile, setzten unseren Spaziergang fort, tranken ein Bier auf der immer noch sonnigen Terasse des Fronhofs, gingen duschen und dann zum Abendessen, bei dem wir uns Wildgerichte und Rotwein schmecken ließen.