Samstag, 9. Oktober 2010

Saar-Hunsrück-Steig, 8. Etappe am 18.9.2010, von Morbach nach Kempfeld


View Larger Map

Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Morbach, Landhaus am Kirchbaum
Über: Langweiler, Wildenburg
Ziel: Kempfeld
Strecke: 17 km
Gehzeit: ca. 6 Stunden

Von Morbach nach Idar-Oberstein waren es jetzt noch 35 km zu laufen, eine Etappe, die wir auf zwei Tage verteilen wollten. Wir entschlossen uns daher heute bis nach Kempfeld zu laufen und dort im Gartenhotel Schwenk zu übernachten. Am Vorabend hatten wir über einen Gast, der in unserem Hotel zum Abendessen eingekehrt war und Mitarbeiter dieses Hotels war, erfahren, daß dort noch Zimmer zu haben waren; es war immerhin ein Samstag. Als ich dort anrief bot man mir Appartements am Garten zu horrenden Preisen an. Erst als ich geduldig nachfragte nach Zimmern für Wanderer erhielt ich eins für € 94 incl. Frühstück. Das Gartenhotel ist ein 4-Sterne-Hotel, unser Zimmer entsprach aber nicht ganz dem 4-Sterne-Niveau, weswegen wir es günstiger bekamen; für unsere Bedürfnisse war es mehr als ausreichend.

Landgasthof am Kirchbaum
"Landgasthof am Kirchbaum"

Bei herrlichem Sonnenschein verließen wir das Landhaus am Kirchbaum in Morbach nach einem guten Frühstück im Wintergarten um 09:30 Uhr. Wir besichtigten zunächst noch kurz die gegenüberliegende “Schmausemühle”, eine ehemalige alte Ölmühle, und kehrten dann zum Saar-Hunsrück-Steig zurück. Wir kamen durch ein Hochmoor - die Morgenstimmung dort war unbeschreiblich schön. Danach ging es entlang eines sehr reichhaltigen Baum-Lehrpfades, dann erfolgte der erste von insgesamt drei längeren Anstiegen an diesem Tag bis nach Langweiler.

Morgenstimmung
"Morgenstimmung"

Im dortigen Kloster Marienhöh hatten wir eigentlich ursprünglich übernachten wollen. Sie werben für ihre Zimmer für Wanderer in der “Pilgerherberge” mit Zutritt zur “Landtherme”, leider waren sie aber für Samstag und Sonntag ausgebucht.

In Langweiler trafen wir auf einen qualmenden Kohle-Meiler, der dort zum alljährlichen Köhlerfest angezündet wird und zwei Wochen vor sich hin qualmt. Wenige Meter entfernt traf ich auf meinen Chef, der dort ein Haus hat mit wunderschönem Blick auf die Steinbach-Talsperre. Wir wechselten ein paar Worte und ich erfuhr, daß heute der Meiler von der Feuerwehr gelöscht werden würde.

Baumlehrpfad bei Morbach
"Baumlehrpfad bei Morbach"

Die Rauchfahne sahen wir dann am Nachmittag, als wir von der Wildenburg nach Kempfeld hinüber wanderten.

Weiter trugen uns nun unsere Füße an Sensweiler vorbei zum Geopark Krahloch, wo man einiges über die hier vorkommenden Mineralien und Edelsteine lernen kann; zuvor machten wir noch eine Pause auf einer der herrlichen Relax-Banken. Vor uns sahen wir zwei Berge mit einem Tal dazwischen, durch das der Idarbach fließt. Wie ich schon ahnte würde der Saar-Hunsrück-Steig zunächst auf den einen Berg führen, auf dessen Gipfel sich die Kirschweiler Festung befindet, dann hinab ins Tal und anschließend auf den zweiten Berg mit der Wildenburg.

Köhlermeiler bei Langweiler
"Köhlermeiler bei Langweiler"

Nach dem Anstieg auf den ersten Berg machten wir oben an der alten keltische Kultstätte Mittagsrast, bevor wir wieder abstiegen, die B422 überquerten und den nächsten Aufstieg zur Wildenburg bewältigten, wo wir um 16:00 Uhr eintrafen. Das dortige Restaurant war geschlossen, im Kiosk am Wildgehege gab es aber Tee und was Süßes.  Nach Kempfeld waren es jetzt noch 2 bis 3 km; um 17:30 Uhr hatten wir unser Hotel erreicht, bestaunten den Gartenteich mit Kois und bezogen unser geräumiges Doppelzimmer.

Die Wildenburg
"Die Wildenburg"

Man hatte sogleich einen Tisch für uns in der sehr gemütlichen Gaststube reserviert. Wir bestellten frühzeitig unseren Idar-Obersteiner Spießbraten, um den anrückenden Gäste-Gruppen zuvor zu kommen. Wir konnten wählen zwischen einer Schweinefleisch-Variante und Entrecote vom Rind. Wir wählten letzteres und bekamen das beste Stück Fleisch vorgesetzt, das wir seit langem gegessen haben, von der Wirtin persönlich in der Gaststube im Holz-Kamin gegrillt, etwas mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln gewürzt, außen knusprig, innen saftig; mit läuft jetzt schon wieder das Wasser im Munde zusammen, wenn ich daran zurückdenke.

Best Spiesbraten ever
"Best Spiesbraten ever"

Ein würdiger Abschluß eines weiteren abwechslungsreichen und herrlichen Wandertages !

Keine Kommentare: