Samstag, 25. Juni 2011

Rheinsteig 2011 – Von Oberdollendorf nach Bonn

Noch einmal hieß es 15 km wandern – von Oberdollendorf nach Bonn.

Oberdollendorf
"Oberdollendorf"

Am Morgen nach dem Frühstück stiegen wir wieder hinauf auf den Rheinsteig und blickten über die Weinberge hinunter nach Oberdollendorf mit der kleinen Pension gegenüber der Kirche, wo wir die Nacht verbracht hatten. Langer Eugen und der Posttower von Bonn waren jetzt schon ganz nahe.

Vorbei an diversen Aussichtspunkten wie “Rheinblick” und “Rabenley” ging es noch einmal auf der Höhe entlang durch Wald. Wir kamen an zwei Seen vorbei, von denen wir aber nix zu sehen bekamen, dazu hätten wir wohl nochmal irgendwo einen Abstecher machen müssen.

Auf dem Marktplatz von Bonn
"Auf dem Marktplatz von Bonn"

Ein letzter kurzer Aufstieg führte uns zum Foveaux-Häuschen, ein 1820 von einem Kölner Unternehmer errichtetes Schutzhäuschen, wo wir um 12:30 Uhr unsere Mittagsrast einlegten.

Nun ging es bergab, die A59 überquerend, zum Bonner Ortsteil Küdinghoven, zwischen Oberkassel und Bonn-Beuel gelegen, wo wir an Friedhof und Kirche vorbei, die Hauptstrasse über- und die S-Bahn-Linie unterquerend vorbei am Telekom-Gebäude zum Rhein gelangten. Diesem folgten wir jetzt noch 5 km weit bis zur Kenedey-Brücke, die uns zur anderen Rheinseite und zum Ende des Rheinsteigs auf den Marktplatz von Bonn führte.

Moby Dick bei Bonn
"Moby Dick bei Bonn"

Dort belohnten wir uns erstmal mit einem Eisbecher, dann stellten wir fest, daß unser Hotel praktisch in Küdinghoven direkt am Rheinsteig lag, wir also schon längst daran vorbei gelaufen waren. Glücklicherweise gab es eine Strassenbahn-Verbindung dort hin, die wir später nutzten, nachdem wir uns an der Uni auf dem Rasen niedergelassen und die Füße gelüftet hatten. Und nachdem wir uns noch ein paar Kölsch im Brauhaus “Zum Gequetschten”, nicht weit vom Sterntor entfernt, gegönnt hatten.

Im Hotel Zur Post bekamen wir ein riesiges Zimmer, frsich renoviert und modern eingerichtet, und natürlich ein gutes Abendessen.

Am nächsten Tag wanderten wir zum Schiffsanleger bei Oberkassel und fuhren mit der ”Moby Dick” um 11:30 Uhr zurück nach Bad Honnef, wo wir eine knappe Stunde später eintrafen und unser Auto auf uns wartete.

Freitag, 24. Juni 2011

Rheinsteig 2011 – Von Rhöndorf nach Oberdollendorf

Bevor wir nach einem wunderbaren Frühstück im Weinhaus Hoff die nächste Rheinsteig-Etappe in Angriff nahmen, statteten wir dem Konrad-Adenauer-Haus einen Besuch ab.

Das Konrad-Adenauer-Haus
"Das Konrad-Adenauer-Haus"

Es gehört einer Stiftung, die das Haus von den sieben Kindern Konrad Adenauers überlassen bekam und deren Zweck es ist, die Erinnerung an den erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu pflegen.

Wir nahmen an einer kostenfreien Führung teil, die um 10:30 Uhr begann und uns über viele Stufen hinauf zum Haus führte. Vom Rosengarten aus hatten wir einen tollen Ausblick auf Rhöndorf. Unserer Führerin hatte viel zu erzählen – geschichtliches aber auch viele Anekdoten aus dem Leben Konrad Adenauers, der zweimal verheiratet war und beide Frauen früh verlor, und der nebenbei auch ein Erfinder war. Wir warfen einen Blick in das herrliche Pavillion im Garten, in der er seine “Erinnerungen”-Bücher schrieb, dann ging es ins Haus und in das Wohnzimmer, in dem so manches historsiche Treffen stattgefunden hat, und in dem auch heute noch Nachkommen Konrad Adenauers den zweiten Weihnachtsfeiertag begehen, so wie es in diesem Haus Tradition war.

Rhöndorf
"Rhöndorf"

Weiter ging es ums Haus herum und zu dem Adenauer-de Gaulle-Denkmal. Vor dem Haus stehend hatten wir einen schönen Ausblick auf den Drachenfelsen hinauf, der das erste Ziel unserer heutigen Wanderung werden sollte.

Nach Ende der Führung schulterten wir also unsere Rucksäcke und begannen den ersten von zahlreichen Aufstiegen zum Drachenfelsen, den wir gegen 13:00 Uhr erreichten. Wir machten einen kurzen Abstecher zur Ruine, dann stiegen wir ab in Richtung Königswinter. Bald tat sich der Wald auf und bot uns einen herrlichen Ausblick auf den Rhein bei Bonn, mit dem “Neuschwanstein des Rheins” im Vordergrund – der Drachenburg.

Neuschwanstein am Rhein
"Neuschwanstein am Rhein"

Auch der “Posttower” von Bonn war schon seit einer ganzen Weile für uns sichtbar. An der Drachenbergbahn entlang ging es weiter ein Stück bergab, bei der Burg schlugen wir uns dann nach rechts in den Wald und ließen die Touristenmassen hinter uns.

Um 13:45 erreichten wir das Milchhäuschen, ein Einkehr-Muß. Buttermilch mit Fruchtsirup und Pfannkuchen mit Blaubeeren mundeten gar köstlich, machten aber die nun folgenden Aufstiege auf den Geisberg und etwas später auf den Petersberg nicht gerade leichter.

Am Milchhäuschen
"Am Milchhäuschen"

Auf dem Petersberg angekommen, auf dem sich das ehemalige Gästehaus des Bundes befindet, war der Pfannkuchen allerdings schon wieder verdaut und wir genossen den Ausblick von hier ins Rheintal. Es war mittlerweile wieder ordentlich warm geworden.

Nun folgte der Abstieg zum Kloster Heisterbach, das z.Z. eine Baustelle war. Die letzten drei Kilometer führten uns zum Ende der heutigen Etappe nach Oberdollendorf und zur Pension Ley, der einzigen Unterkunft im Dorf, die im Gegensatz zu allen im Rheinsteig-Gästeverzeichnis aufgeführten noch in Betrieb ist.

Auf dem Petersberg
"Auf dem Petersberg"

Wir waren dort nett und günstig untergebracht; Wanderer sind hier sehr willkommen !

Am Abend spazierten wir noch ein wenig durch die Gassen des kleinen Ortes und entschieden uns dann für Die Bauernschenke zu Abendessen und Bier, denn der Durst war heute gar groß !

Sonntag, 19. Juni 2011

Rheinsteig 2011 – Von Bad Honnef nach Rhöndorf

Das lange Christi-Himmelfahrt-Wochenende lockte uns mit schönem Wetter wieder raus in die Natur und auf einen Wanderweg, obwohl wir gerade von einer einwöchigen Wanderwoche auf Mallorca zurückgekommen waren.

Bad Honnef - Auf der Suche nach dem Rheinsteig
"Bad Honnef - Auf der Suche nach dem Rheinsteig"

Drei Tage Büro waren genug erstmal und wir beschlossen drei weitere Rheinsteig-Etappen in Angriff zu nehmen, nämlich die drei letzten von Bad Honnef nach Bonn.

Die Autofahrt nach Bad Honnef über die A3 dauerte etwa zwei Stunden und so um 11:00 Uhr starteten wir vom Bahnhof aus und wanderten Richtung Zentrum von Bad Honnef. Die 22. Rheinsteig-Etappe, so wie im Buch “Rheinsteig” von Tassilo Wengel beschrieben, startet südlich von Bad Honnef, führt 15 km lang um Bad Honnef herum und endet dann in Rhöndorf, das man von Bad Honnef aus, wenn man quasi am Rhein entlang läuft, etwa in 20 Minuten erreichen kann.

Grün
"Grün"

Wir machten den Fehler gleich dem erstbesten gelben Rheisnteig-Zeichen zu folgen, das wir fanden, anstatt uns an die Ausführungen des Authors zu halten: “Nun folgen wir der Menzenberger Straße, schwenken bei der Linzer Straße nach links und biegen dann in die Hauptstraße nach rechts ein. Sie wird bald zur Schmelztalstraße, auf der wir zum Abzeig Rheinhöhenweg kommen. Auf diesem gelangen wir zum Rheinsteig im Mucherwisental und folgen ihm aufwärts in Richtung Himmerich.”

Auf der Löwenburg
"Auf der Löwenburg"

So wanderten wir direkt auf die Löwenburg zu, anfangs an einem Bach entlang, bis wir einen Wegweiser fanden: noch 1 km zur Löwenburg, ohne daß wir bisher auf den Rheisnteig gestoßen wären. Da es viel zu früh war, bogen wir nach rechts ab, in der Hoffnung zum Anfang dieser Rheinsteig-Etappe zu gelangen. An einem Platz mit schönem Ausblick auf Bad Honnef machten wir Mittagsrast. Der Weg führte uns dann aber nach Bad Honnef zurück und etwas frustriert probierten wir den gleichen Anstieg noch einmal; vielleicht hatten wir ja einen Abzweig verpasst. Unterhalb der Löwenburg trafen wir dann auf den Rheinsteig, dies ist allerdings schon das Stück, das dann über zwei Berge hinunter nach Rhöndorf führt.

Der Rhein bei Rhöndorf
"Der Rhein bei Rhöndorf"

Wir wanderten zunächst am Restaurant unterhalb der Löwenburg vorbei dem Rheinsteig folgend in die falsche Richtung, was wir bald bemerkten, als wir wieder Wegweiser nach Bad Honnef erblickten. Zerknirscht kehrten wir um und kehrten zunächst in besagtes Lokal ein. Wegen Vatertag war heute viel los hier und auf den Wanderwegen, wir ergatterten aber dennoch einen Platz, tranken Gaffels Fassbrause und aßen Erdbeerkuchen. Danach machten wir uns an den Aufstieg zur Löwenburg und genossen die Aussicht. Auch hier: viel los heute !

Nach dem Abstieg wählten wir – immer noch verwirrt; so habe ich mich schon lange nicht mehr verlaufen ! – einen direkten Abstieg nach Rhöndorf. Erst später konnte ich auf der Karte nachvollziehen wie wir in etwa gelaufen sind:

In Rhöndorf hatten wir ein tolles Hotel gebucht: das Weinhaus Hoff. Wir bekamen ein schönes Zimmer im schräg gegenüberliegenden Nebengebäude mit grosser Terasse zu Garten und Wald.

Wein und Vesper
"Wein und Vesper"

Das und die abendliche rustikale Vesper bei viel Wein in der Weinwirtschaft Zum Böllchen trösteten uns über die etwas mißglückte Wanderung hinweg.

Hier noch ein Tip: das Hotel Weinhaus Hoff kann man als Rheinsteigwanderer auch gut für zwei Übernachtungen nutzen, und somit auch eine Tagesetappe mit leichtem Gepäck wandern, da , wie schon beschrieben, Rhöndorf und Bad Honnef sehr dicht beisammen liegen und man am Rhein entlang oder der Hauptstraße folgend diese Entfernung locker in 30-45 Minuten zurücklegen kann, oder einfach die S-Bahn nutzt. 

Samstag, 18. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011

Nachdem ich die einzelnen Tage dieser Reise in meinem Blog beschrieben habe kommt hier noch einmal ein Inhaltsverzeichnis all dieser Beiträge, chronolgisch aufsteigend sortiert:

Mallorca Wanderreise 2011 – Anreise am 22.5.

Mallorca Wanderreis 2011 – 1. Wandertag am 23.5.

Mallorca Wanderreis 2011 – 2. Wandertag am 24.5.

Mallorca Wanderreise 2011 – 3. Wandertag am 25.5.

Mallorca Wanderreise 2011 – 4. Wandertag am 26.5.

Mallorca Wanderreise 2011 – 5. Wandertag am 27.5.

Mallorca Wanderreise 2011 – 6. Wandertag am 28.5.

Mallorca Wanderreise 2011 – Abreisetag am 29.5.

Und hier sind alle Beiträge gebündelt als pdf-Datei

Das Inhaltsverzeichnis sowie die pdf-Datei wurden mit Hilfe meines Tools “Axel’s Blogs Export XML Parser” erstellt.

Zum Abschluß folgt noch eine Dia-Show aller meiner Flickr Bilder in meinem Set “Mallorca 2011”.


Created with flickr slideshow from softsea.

Montag, 13. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – Abreisetag am 29.5.


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Abschied von Mallorca
"Abschied von Mallorca"

Am Abreisetag war unser Transfer zum Flughafen nach einem planerischen Logistik-Meisterwerk von Jaume für 11:30 Uhr vorgesehen. Wir hatten somit ausreichend Muse zum Ausschlafen, gemütlich frühstücken, alles zusammenpacken und einem zweitstündigen Rundgang durch Lluc inklusive Ersteigung des Kalvarienberges und einer letzten Einkehr in das Restaurant.

Jaume war pünktlich wie immer zur Stelle und fuhr Alex und mich, Christian und Anja zum Flughafen, wo wir eine Stunde später ankamen.

Über den Alpen
"Über den Alpen"

Etwas früh für uns, aber die Zeit verging schnell mit dem Schreiben dieses Reiseberichtes.

Pünktlich um 15:45 Uhr startete unser Flugzeug und hob mit einem Startgewicht von 103 Tonnen in westlicher Richtung ab, überflog die Bucht von Palma, drehte eine Schleife südlich von Mallorca und hielt dann auf Menorca zu und das europäische Festland. Die schneebedeckten Alpen unter uns boten einen imposanten Anblick, den wir links und rechts an der Tragfläche vorbei erhaschen konnten. Der Pilot informierte uns, daß auf diesem Flug ein Pro-Kopf-Verbrauch von 2,2 Litern Treibstoff auf 100 km anfallen würde, eine Leistung, die mit keinem PKW zu erreichen sei ( es sei denn man quetscht fünf Personen in einen Kleinwagen ).

Samstag, 11. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – 6. Wandertag am 28.5.


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Die letzte Etappe unserer Inseldurchquerung sollte von Lluc nach Pollenca führen; natürlich nicht die einfache Variante über den Fernwanderweg, sondern mit einer weiteren Gipfelüberscheitung über den Puig Tomir (1104 m).

Aufbruch zur letzten Wanderung
"Aufbruch zur letzten Wanderung"

Wir trafen uns um 08:30 Uhr und stellten alle erstaunt fest, wie kühl es geworden war, weswegen fast jeder – inklusive Wanderführer – noch einmal auf sein Zimmer eilte um weitere warme Kleidungsstücke einzupacken. Alex, Ute und Heribert schwänzten die heutige Tour, die noch einmal sehr lang werden sollte. Alex hatte dicke Blasen an den Füßen und sich gestern ausserdem die Wade gezerrt, weswegen sie einen beschaulichen Ausflug nach Söller und weiter mit der alten Strassenbahn nach Port de Söller vorzog, wobei sich die Gelegenheit bot in Söller eine Salatschüssel aus Olivenholz zu erwerben.

Lluc in den Bergen
"Lluc in den Bergen"

Wir brachen schließlich auf, erstmals überwiegend mit langen Hosen bekleidet, und folgten zunächst dem Fernwanderweg durch schattigen Wald. Die Sonne schien bald warm durch die Wolken und erwärmte die Luft schnell. Roswitha begleitete uns eineinhalb Stunden lang bis zum Abzweig zum Gipfel. Sie wollte weder die Überschreitung mitmachen, die einen quälend langen und teilweise ungemütlichen Abstieg nach Pollenca beinhaltet, noch auf dem Fernwanderweg einfach so nach Pollenca laufen, weswegen sie an dieser Stelle umkehrte, nicht ohne sich mit einem Lied von uns zu verabschieden.

Puig Tomir, wir kommen !
"Puig Tomir, wir kommen !"

Eine ASI-Gruppe hatte uns grußlos überholt, was Jaume natürlich nicht lustig fand. Hinter dieser begannen wir unseren Aufstieg, der bald steiler wurde und über Fels führte, so daß hin und wieder die Hände zuhilfe genommen werden mußten. Ein von ASI installiertes Drahtseil ignorierten die meisten von uns, es war an dieser Stelle auch nicht notwendig. Oben angekommen sahen wir den Gipfel etwas entfernt aufragen, nun leicht über ein Felsplateau erreichbar. In der Ferne schimmerte blau das Meer zwischen Mallorca und Menorca und in den Buchten zwischen den drei Ost-Kaps der Insel.

Das Schneehaus am Puig Tomir
"Das Schneehaus am Puig Tomir"

Den Gipfel hatten wir um 12:00 Uhr erreicht und für uns alleine, denn die ASI-Gruppe hatte sich schon wieder an den Abstieg gemacht. Wir machten eine halbe Stunde Mittagsrast und genossen die leckeren mit Fleisch oder Gemüse gefüllten Teigtaschen, die man in Lluc im Laden kaufen kann.

Dann ging es über wirres Gestein leicht abwärts zu einem Schneehaus und weiter hinunter auf einen Sattel, mit einer weiteren kurzen Kletterpassage. Von dort führte nun ein ungemütlicher und steiler überwucherter Pfad voller Geröll und Steine steil nach unten. Wir waren froh, unsere langen Hosen angezogen zu haben.

Abstieg nach Pollenca
"Abstieg nach Pollenca"

Das Geräuch von rutschenden Wanderstiefeln war immer wieder zu hören. An einer Quelle rasteten wir dankbar und ruhten auf einem ebenen Grasplatz, bevor es eine halbe Stunde lang fast eben weiterging zu einem verlassenen Bauernhof. Die Aussicht zurück auf unseren Berg und nach vorne in die Ebene von Pollenca war wunderschön. Vom Bauernhof folgte ein weiterer steiniger Abstieg, der die Gelenke und Muskeln wieder stark forderte. Bald tauchten die ersten Finkas mit Swimmingpools vor uns auf und wir erreichten schließlich um 17:00 Uhr die Ebene. “Noch 55 Minuten bis Pollenca”, verkündete Jaume.

Granatapfelbaum kurz vor Pollenca
"Granatapfelbaum kurz vor Pollenca"

Die letzte Schikane also war ein flotter Marsch über Strassen und Wege zum Ende unserer Inseldurchquerung.

Der erste Supermarkt in Pollenca wurde gestürmt und wir belohnten uns alle mit einem Eis, bevor wir die letzte halbe Stunde lang durch die Gassen des Ortes schlenderten, uns von Jaume die Plätze und den Kallvarienberg zeigen ließen und dann endlich sein Auto erreichten, was er am Vortag hier abgestellt hatte. Mit Dire-Straits-Musik fuhren wir eine halbe Stunde lang die 20 km lange Strecke zurück nach Lluc. Das erste Bier dort in unserem Restaurant schmeckte gar köstlich. Alex präsentierte stolz die erworbene Salatschüssel.

Paella
"Paella"

Zum Abendessen gab es nach einem Salat eine hervorragende Paella, bei Sangria feierten wir das erfolgreiche Ende unserer 6-tägigen Wanderung und nahmen Abschied voneinander. Thomas, Roswitha und Heribert würden schon in aller Frühe vor dem Frühstück aufbrechen müssen zum Flughafen, auch Jaume war müde und verabschiedete sich früh, er hatte noch einen anstrengenden Tag vor sich mit den ganzen Transfers der Teilnehmer zum Flughafen oder diversen Zwischenstationen.

Freitag, 10. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – 5. Wandertag am 27.5.


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Unsere heutige Wanderung vom Cúber Stausee auf den Puig De Massanella und dann weiter nach Lluc wurde geführt von Eina, der Freundin und Lebensgefährtin von Jaume, der heute einen wichtigen privaten Termin wahrnehmen mußte.

Mallorca Canyonland
"Mallorca Canyonland"

Es war dieselbe Wanderung, die ich schon vor einem Jahr mit Jaume absolviert hatte.

Von Lluc fuhren wir also mit zwei Kleinbussen zum Stausee und hielten unterwegs, um uns die Canyons der Nordküste von oben anzusehen. Nachdem wir unsere Trinkflaschen an einer Quelle aufgeüllt hatten ging’s los, zunächst eben an einer Wasserleitung entlang, dann durch Wald zu einer weiteren verschließbaren Quelle in einer Steingrotte.

Der Anstieg wurde steiler, es war aber etwas bewölkt und die Luft begann sich abzukühlen.

Auf geht's - zum Massanella
"Auf geht's - zum Massanella"

Wir verließen die Baumgrenze, stiegen noch etwas weiter auf dem Fernwanderweg, bogen dann aber nach rechts ab zum Direktanstieg auf den Gipfel des Massanella. Angela hatten wir glücklicherweise dazu überreden können mit auf den Gipfel zu kommen, ansonsten wäre eine Überschreitung nicht möglich gewesen für die Gruppe und wir hätten die Aufstiegsroute auch wieder für den Abstieg nehmen müssen. Es ging steil und leicht ausgesetzt mit etwas Kletterei an der Flanke des Massanella aufwärts. Die Sicht war an diesem Tag nicht so gut, dennoch konnten wir die umliegenden Berge erkennen, natürlich auch den gegenüber liegenden Puig Major, den höchsten Berg Mallorcas.

Next stop: Massanella
"Next stop: Massanella"

Nach dem steilen Anstieg kamen wir auf ein Felsplateau und hielten nun auf den Gipfel zu, wo wir um 14:00 Uhr unsere Mittagspause machten. Der Abstieg war zunächst nicht steil, führte aber über schroffes Gestein bis zu einem tiefer liegenden Plateau, wo wir ein Schneehaus besichtigten, in dessen Grube ein hübscher Ahornbaum mit winzigen Blättern wuchs. Diese Schneehäuser wurden in der Vergangenheit dazu benutzt Schnee zu speichern und zu verdichten, um in den ersten Sommerwochen Eis für die Wohlhabenden im Tal zur Verfügung zu haben.

Am Schneehaus unterhalb des Massanella
"Am Schneehaus unterhalb des Massanella"

Wir verließen das Plateau und stiegen weiter ab. Eina legte ein lockeres aber gleichmäßiges Tempo vor und so erreichten wir Lluc um 18:15 Uhr; Zeit genug also für ein Bierchen im Freien vor unserem Restaurant, bevor es unter die Duschen ging. Das Abendessen hier in Lluc war wie immer reichlich und äußerst schmackhaft: es gab einen vorzüglichen Gemüseauflauf mit reichlich Olivenöl und aromatischen Auberginen, Tomaten und Paprika, danach Zicklein mit Bratkartoffeln, zum Desert einen saftigen Kuchen. Auch für unsere beiden Vegetarier Christoph und Annette, sowie für unsere Tomaten-Verweigerin Roswitha wurde gut gesorgt. Alex und ich probierten erstmalig hier eine Sangria, die lecker mundete und am nächsten Tag keine schmerzhaften Erinnerungen hinterließ.