Freitag, 10. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – 5. Wandertag am 27.5.


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Unsere heutige Wanderung vom Cúber Stausee auf den Puig De Massanella und dann weiter nach Lluc wurde geführt von Eina, der Freundin und Lebensgefährtin von Jaume, der heute einen wichtigen privaten Termin wahrnehmen mußte.

Mallorca Canyonland
"Mallorca Canyonland"

Es war dieselbe Wanderung, die ich schon vor einem Jahr mit Jaume absolviert hatte.

Von Lluc fuhren wir also mit zwei Kleinbussen zum Stausee und hielten unterwegs, um uns die Canyons der Nordküste von oben anzusehen. Nachdem wir unsere Trinkflaschen an einer Quelle aufgeüllt hatten ging’s los, zunächst eben an einer Wasserleitung entlang, dann durch Wald zu einer weiteren verschließbaren Quelle in einer Steingrotte.

Der Anstieg wurde steiler, es war aber etwas bewölkt und die Luft begann sich abzukühlen.

Auf geht's - zum Massanella
"Auf geht's - zum Massanella"

Wir verließen die Baumgrenze, stiegen noch etwas weiter auf dem Fernwanderweg, bogen dann aber nach rechts ab zum Direktanstieg auf den Gipfel des Massanella. Angela hatten wir glücklicherweise dazu überreden können mit auf den Gipfel zu kommen, ansonsten wäre eine Überschreitung nicht möglich gewesen für die Gruppe und wir hätten die Aufstiegsroute auch wieder für den Abstieg nehmen müssen. Es ging steil und leicht ausgesetzt mit etwas Kletterei an der Flanke des Massanella aufwärts. Die Sicht war an diesem Tag nicht so gut, dennoch konnten wir die umliegenden Berge erkennen, natürlich auch den gegenüber liegenden Puig Major, den höchsten Berg Mallorcas.

Next stop: Massanella
"Next stop: Massanella"

Nach dem steilen Anstieg kamen wir auf ein Felsplateau und hielten nun auf den Gipfel zu, wo wir um 14:00 Uhr unsere Mittagspause machten. Der Abstieg war zunächst nicht steil, führte aber über schroffes Gestein bis zu einem tiefer liegenden Plateau, wo wir ein Schneehaus besichtigten, in dessen Grube ein hübscher Ahornbaum mit winzigen Blättern wuchs. Diese Schneehäuser wurden in der Vergangenheit dazu benutzt Schnee zu speichern und zu verdichten, um in den ersten Sommerwochen Eis für die Wohlhabenden im Tal zur Verfügung zu haben.

Am Schneehaus unterhalb des Massanella
"Am Schneehaus unterhalb des Massanella"

Wir verließen das Plateau und stiegen weiter ab. Eina legte ein lockeres aber gleichmäßiges Tempo vor und so erreichten wir Lluc um 18:15 Uhr; Zeit genug also für ein Bierchen im Freien vor unserem Restaurant, bevor es unter die Duschen ging. Das Abendessen hier in Lluc war wie immer reichlich und äußerst schmackhaft: es gab einen vorzüglichen Gemüseauflauf mit reichlich Olivenöl und aromatischen Auberginen, Tomaten und Paprika, danach Zicklein mit Bratkartoffeln, zum Desert einen saftigen Kuchen. Auch für unsere beiden Vegetarier Christoph und Annette, sowie für unsere Tomaten-Verweigerin Roswitha wurde gut gesorgt. Alex und ich probierten erstmalig hier eine Sangria, die lecker mundete und am nächsten Tag keine schmerzhaften Erinnerungen hinterließ.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – 4. Wandertag am 26.5.


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Nachdem wir gestern Sóller erreicht hatten war die halbe Wegstrecke durch Mallorca geschafft und es an der Zeit den Standort zu wechseln, somit also Abschied zu nehmen von unserem kleinen aber feinen Hotel in Estellencs.

Hauptplatz von Waldemossa
"Hauptplatz von Waldemossa"

Am Morgen um 08:30 Uhr luden wir die Koffer in einen Bus und fuhren Richtung Osten. Alex versorgte derweil einige Mitwanderer mit Blasenpflaster und Tape, vor allem Anja und Dorothea hatten sich dicke Blasen erwandert.

Am Aussichtsturm von Banyalbulfar legten wir einen Photostopp ein. Die Sicht war trübe, die Berge als blaue Silhouetten zu sehen, dank der enormen Waldbrände auf Ibizza, die wir schon in der Nacht gerochen hatten. Piraten waren nirgends zu erspähen.

Blick von Biniaraix nach Sóller
"Blick von Biniaraix nach Sóller"

In Sóller stiegen wir wieder an der Tankstelle aus, an der unsere gestrige Tour geendet hatte. Anja’s Wanderstöcke, die sie hier gestern vergessen hatte, waren verschwunden. Wir marschierten ins Zentrum von Söller auf den Hauptplatz und bekamen dort von Jaume 14 Minuten Zeit zum Einkaufen von Proviant, der Besichtigung des Platzes und dem Kauf einer Salatschüssel aus Olivenholz, den Alex und ich vornehmen wollten und für den uns Jaume ein geeignetes Geschäft empfohlen hatte. Dieses war leider auch nach 10:00 Uhr noch geschlossen und somit wurde daraus nichts, was aber den Vorteil mit sich brachte, daß wir keine Olivenholz-Salatschüssel auf den nächsten Berg schleppen mußten.

Terassen und Olivenbäume
"Terassen und Olivenbäume"

Durch die Gassen von Sóller wanderten wir bergan zu dem kleinen Vorort Biniaraix. Es war brütend heiß im Kessel von Sóller, glücklicherweise boten einige Quellen am Wegesrand und geklaute Zitronen etwas zusätzliche Erfrischung.

Auf einem Pflasterpfad ging es bergan bis zur letzten Quelle dieser Tour, wo wir gegen 12:00 Uhr etwas rasteten. Wir erreichten einen verlassenen Bauernhof, wo wir uns entscheiden konnten auf den Gipfel L’Ofre (1093 m)  zu steigen oder den Cúber Stausee über einen Sattel zu erreichen. Wir entschieden uns schließlich alle für den Gipfel, den wir schwitzend etwa um 14:40 Uhr erreicht hatten. Der Ausblick von hier oben zurück auf die Berge der letzten Tage und nach vorne zum Puig Major und hinunter zum türkisfarbenen Stausee war toll.

Cuber Stausee und Puig Major
"Cuber Stausee und Puig Major"

Schmetterlinge umflatterten uns und ließen sich seelenruhig auf Alex und Angela nieder. Wir ruhten uns auf den bequemen Felsen aus, bevor es an den kurzen Abstieg ging.

Wir hatten anschließend noch einen ordentlichen Fußmarsch um den Cúber Stausee herum zur Strasse und der Quelle Font des Noguer vor uns, wo der Bus auf uns wartete und wir unsere Trinkflaschen wieder auffüllen konnten.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir unsere neue Unterkunft – das Kloster Lluc, das eigentlich kein Kloster ist und nie war,  sondern eher eine Wallfahrts- oder Pilgerstätte.

... und um den See herum
"... und um den See herum"

Die Bezeichnung “Kloster” in einigen Reiseführern resultiert wohl aus  Übersetzungsfehlern.

Wir bezogen sehr einfache, aber saubere und geräumige Zimmer, in denen wir unsere Betten selbst beziehen mußten. Das Bad war so winzig, daß man sich akrobatisch zwischen Wasch- und Duschbecken hindurchschlängeln mußte, um auf die Toilettenschüssel zu gelangen.

Das Restaurant war fabelhaft: Getränke günstig, z.B. einen halben Liter St. Miquel Bier für € 2,50, Essen reichhaltig, mallorcinisch und gut.

Einzug nach Lluc
"Einzug nach Lluc"

Schon bald lernten wir diese einfache, friedlich und rustikale Unterkunft sehr zu schätzen, in der man bei geöffnetem Fenster prima schlafen konnte – bis einen das Käuzchen von Lluc am Morgen mit merkwürdigen Lauten weckte.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – 3. Wandertag am 25.5.


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Auch für heute war wieder eine lange Wanderung vorgesehen:

Die Gassen von Valdemossa
"Die Gassen von Valdemossa"

von Valldemossa nach Sóller, mit Überquerung des Coli de Son Gallard Passes und Begehung des Reitweges des Erzherzoges Ludwig Salvator aus Habsburg-Lothringen und anschließendem Abstieg nach Deià zur dortigen herrlichen Badebucht, dann Weitermarsch nach Sóller inklusive eines weiteren 250-Meter-Anstiegs in der heißen Nachmittagssonne auf einen Höhenweg; dieser zweite Teil der Wanderung war eine komplette Tages-Wanderung im Mallorca-Wanderprogramm des letzten Jahres gewesen, so daß wir praktisch zwei Tageswanderungen für mittelmässige Wanderer an einem Tag erledigten, was erahnen lässt, warum dieses Wanderprogramm als “anspruchsvolle Inseldurchquerung” bezeichnet wird.

Auf dem Reitweg des Erzherzogs Ludwig Salvator
"Auf dem Reitweg des Erzherzogs Ludwig Salvator"

Chrisitian, Annette und Angela verzichteten auf den ersten Teil der Wanderung zugunsten eines verlängerten Badeaufenthalts in der Bucht von Deià. Wir durcheilten die Gassen von Valldemossa, bestaunten die lange Nase von Chopin bzw. dessen Büste und ein Stück der Schulter der Heiligen Catalina Tomàs in einer ihr geweihten Kapelle, desweiteren zahlreiche bunte Kacheln mit Bildmotiven und Töpfe mit allerlei Pflanzen an der Häusern in den bezaubernden Gassen des Ortes. In einer Bäckerei kauften wir Proviant, dann ging es aufwärts durch Wald auf besagten Sattel und wir bekamen eine gigantische Aussicht geboten auf die Nordküste, das Tal von Deià und weiter nach Port de Sóller und die Berge, die in den kommenden Tagen unser Ziel sein würden.

Die Badebucht von Deià
"Die Badebucht von Deià"

Wir überschritten den gemauerten herzoglichen Wander- bzw. Reitweg und rasteten an einem wunderbaren Aussichtspunkt oberhalb einer Steilwand. Unter uns im Meer lag eine Insel, die die Form eines Wales hatte, inklusive Auge in Gestalt eines Lochs in einer Felswand. Wir gönnten uns eine luxuriöse 30-Minuten-Mittagspause und machten uns dann an den langen Abstieg nach Deià. Dort verabschiedete sich Roswitha von uns und steuerte die Bushaltestelle an, um per Bus nach Sóller zu gelangen. Für ihre 76 Jahre und kleine Körpergröße wanderte sie beeindruckend ausdauernd, aber manche Tour wurde ihr dann doch zu lang.

An der Nordküste von Mallorca, zwsichen Deià und Sóller
"An der Nordküste von Mallorca, zwsichen Deià und Sóller"

Mit qualmenden Füßen erreichten wir um ca. 15:00 Uhr die Badebucht und sprangen sofort in das kalte türkisfarbene Wasser. Eine halbe Stunde später begann der zweite Teil der Wanderung: der Weg nach Sòller. Diese Wanderung kannte ich schon vom Vorjahr und eigentlich konnte ich mir nicht vorstellen daß wir das heute noch schaffen würden.

Die Strecke an der Küste entlang war wie immer atemberaubend schön mit dem blauen Wasser, den weißen Felsen und den Bäumen, die sich gen Meer streckten. Dieses mal war die Sicht noch klarer als bei unserer Wanderung letztes Jahr. Wir naschten wieder Meeres-Fenschel direkt von den Felsen, zum Zitronen klauen in Jaumes früherem Haus fehlte uns aber diesmal die Zeit.

Sóller
"Sóller"

Nach dem schweißtreibenden Anstieg auf den Höhenweg ging es nach kurzer Trinkpause weiter auf demselben gen Norden. Anders als vor einem Jahr stiegen wir dann aber nicht nach Port de Sóller ab, sondern direkt nach Sóller, wo wir um 19:00 Uhr eintrafen. An einer Tankstelle wartete der Bus auf uns und wir stürmten den dortigen Laden zum Einkauf von Eis oder Getränken, wobei Anja ihre Wanderstöcke dort  vergaß, was sie erst bemerkte, als der Bus bereits den Tunnel nach Süden durchquert hatte.

Dienstag, 7. Juni 2011

Mallorca Wanderreis 2011 – 2. Wandertag am 24.5.


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Unsere heutige Tür führte uns von Estlellencs über Esporles nach Valldemossa.

Estellencs in den Bergen
"Estellencs in den Bergen"

Um 08:30 Uhr brachen wir von Estellencs auf und besichtigen zunächst den verrosteten Esel am Ortseingang, bevor es zunächst auf Asphalt aufwärts ging. Der Blick zurück bot uns einen großartigen Ausblick auf den Ort unterhalb des Galacio und des Berges, auf dem wir gestern gewesen waren.

Oberhalb von Banyalbufar ging es durch Steineichenwälder und über einen alten Postweg, das Grundstück einer störrischen Engländerin umgehend, nach Esporles, wo wir um 13:30 Uhr eintrafen, Jaume gab uns eine halbe Stunde Zeit für Getränke bei Roswitha, der nettesten Wirtin von Mallorca,  und den Einkauf von weiterem Trinkwasser, denn der richtig anstrengende Teil der Wanderung stand uns nun noch bevor: bei glühender Hitze zunächst über eine Asphaltstrasse aufsteigend, dann durch Wald auf einen Sattel, von was aus wir einen herrlichen Ausblick auf die Nordküste Mallorcas hatten.

Valdemossa, wir kommen !
"Valdemossa, wir kommen !"

Nun hieß es steil absteigen und dann wiederum aufsteigen auf einen zweiten Sattel. Von hier konnten wir gut Palma de Mallorca sehen. Abschließend führte und ein Abstieg über 350 m hinab nach Valdemossa, wo wir um 18:00 ziemlich erschöpft eintrafen.

Rasch hieß es Vorräte einkaufen für morgen, dann brachte uns ein Bus nach Estellencs, wo wir am Hotel um 19:15 Uhr eintrafen. Das gab uns noch etwas Zeit für einen Sprung in den Swimmingpool, bevor es zu Abendessen und großem Bier ging.

Montag, 6. Juni 2011

Mallorca Wanderreis 2011 – 1. Wandertag am 23.5.


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Unsere erste Wanderung begann in dem Ort Andratx in der Nähe des Südwest-Kaps von Mallorca und führte uns über den S’Esclop (928 m) nach Estellencs.

Andratx
"Andratx"

Wir brachen mit dem Bus um 08:30 Uhr in Estellencs auf und während der 25-minütigen Fahrt erzählte uns Jaume einiges über die Geschichte und die Geologie Mallorcas. In Andratx, das sich fest in deutscher Hand befindet ( auch Dieter Bohlen soll sich hier einquartiert haben, aber wer will das wissen ? ) besichtigten wir zunächst den Friedhof, wo die Toten stapelweise in Schubladen aufbewahrt werden und oft der Name “Allemany” zu sehen war.

Dann ging es leicht bergauf, irgendwann die Strasse überquerend und weiter auf einen Sattel, von dem wir wieder absteigen mußten, denn der Privatbesitz eines Einheimischen zwang uns zu einem Umweg. Wir kamen über eine Terrasse, die üppig mit Schlinggras und einer Orchidee names Pyramiden…wurz bewachsen war.

Pyramiden...wurz
"Pyramiden...wurz"

Der Anstieg auf den S’Esclop kostete uns unter der heißen Sonne viel Schweiß, obwohl uns hin und wieder ein kühler Wind vom Meer aus erfrischte. Unsere Wanderseniorin Roswitha hatte mit einem Wadenkrampf zu kämpfen, aber schließlich erreichten wir den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung und rasteten an einer Hausruine mit herrlichem Blick über den Südwesten Mallorcas. Auf der anderen Seite sahen wir den Galacio liegen und dahinter die Tramuntana mit Bergen, die wir noch in den nächsten Tagen erwandern werden.

Es folgte ein steiler Abstieg über Stein und Geröll, dann wurde der Weg nach einer halben Stunde wieder angenehmer. Wir kamen an einem Felsen vorbei, um den zwei Mönchsgeier kreisten und unterhalb dessen einige Donkies unbeeindruckt zu uns hinabblickten. Nach Estellencs hatten wir jetzt noch einen eineinhalbstündigen Abstieg vor uns, so daß sich die mit sechs Stunden veranschlagte Gehzeit für diese Tour etwas verlängerte. Wir holten aber wieder etwas auf und erreichten Estellenc und unser Hotel um 17:30 Uhr.

Abstieg vom S’Esclop
"Abstieg vom S’Esclop"

Zielstrebig steuerten wir ein Tearssenlokal gegenüber an und ließen das heiß ersehnte Bier zischen. Dann ging’s noch eine Runde in den Pool und in das Massage-Sprudelbad, bevor wir uns um 20:00 Uhr zum Abendessen niederließen, bei dem es zahlreiche mallorcinische Gerichte zu kosten gab, wie Brotauflauf mit Pilzen, Artischockengemüse, und natürlich Fisch.

Sonntag, 5. Juni 2011

Mallorca Wanderreise 2011 – Anreise am 22.5.


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Um 02:30 ging der Wecker an, unser Abflug nach Palma de Mallorca war für 05:50 Uhr geplant und fand auch so pünktlich statt. Über Karlsruhe und Freiburg, die deutsch-französische Grenze entlang, über Genf, den Monte Blanc und dann Marseille ging es in einer Stunde und fünfzig Minuten nach Mallorca, wo wir pünktlich landeten.

Kathedrale in Palma De Mallorca
"Kathedrale in Palma De Mallorca"
Auf unser Gepäck mußten wir dann lange warten, denn es kam fast als letztes und so mußte Jaume Tort, unser Wanderfahrer, eine ganze Weile auf uns warten.
Während er unsere Koffer und zwei andere Teilnehmer des einwöchigen Wanderprogramms nach Estellencs brachte, wo wir die nächsten vier Nächte im Hotel Maristel verbringen würden, fuhren Alex und ich mit dem Bus nach Palma de Mallorca zum Place Espanya, wo wir erstmal frühstückten: frischen Orangensaft, Schokomuffin und Sandwich mit Bergkäse, Tomaten und Sardellen. So gestärkt machten wir uns dann auf zu einem Stadtrundgang; Jaume hatte uns dafür sogleich mit Karte und einer Beschreibung ausgestattet.
Blick vom Hotel Maristel in Escellencs
"Blick vom Hotel Maristel in Estellencs"
Wir sahen dabei zahlreiche Kirchen, den Place Major, wo einige Künstler die Touristen unterhielten, zum Beispiel ein aufgespiesster Dracula oder ein Mann mit Brille und Hut, aber ohne Gesicht, und schließlich natürlich die eindrucksvolle Kathedrale mit den farbenprächtigen Fensterns, u.a. auch dem größten Rosettenfenster der Welt, 90 qm gross, in der gerade ein Gottesdienst stattfand. Erbaut wurde die Kathedrale von 1230 bis 1604 auf den Resten einer maurischen Moschee. Sie verfügt über 21 m hohen Säulen.
Von der Anhöhe, auf der die Kathedrale steht, hatten wir einen guten Ausblick auf den Hafen von Palma, an dem zwei Kreuzfahrtschiffe angelegt hatten, und das Meer.
Sonnenuntergang in Escellencs
"Sonnenuntergang in Estellencs"
Jaume hatte uns geraten uns für die nächsten zwei Tage mit Proviant zu versehen, was aber schwierig wurde, da sonntags fast alle Geschäfte geschlossen waren. Wir fanden dann doch einen Laden, wo wir Äpfel, Kekse, Wurst und etwas Wasser kaufen konnten.
An den Stufen von der Strasse Conquistador hinauf zur Kathedrale tranken wir Latte Macciato oder Tee. Bald taten uns die Füße weh und wir legten eine längere Pause im Schatten auf dem Platz mit den vielen Brunnen unterhalb der Kathedrale ein. Danach wanderten wir über Passeig des Borne und die Carrer Sant Jaume vorbei an der St. Magdalen Kathedrale zurück zum Place Espanya, wo sich auch der Bahnhof mit Busbahnhof befindet.
Um 16:00 Uhr brachte uns ein Bus der Linie 200 nach Estellenc. Die Fahrt über die Berge und die Orte Esporles und Banyalbufar dauerte 70 Minuten. Um 17:15 checkten wir in unserem Hotel ein.

Sonntag, 30. Januar 2011

Von Bahnholz auf die Platte

Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Wiesbaden Bahnholz
Über: Platte
Ziel: Wiesbaden Bahnholz
Strecke: 12.5 km
Gehzeit: 3 Stunden

Strahlend blauer Himmel und Temperaturen unter Null Grad garantierten schönes Wetter und einen fest gefrorenen Boden, ideale Bedingungen also um mal wieder auf die Platte zu wandern.

Diesmal ging es los von Bahnholz zunächst Richtung Nerotal und zur Leichtweißhöhle. Dahinter an einer Schutzhütte bogen wir nach rechts ab und trafen bald auf die Wegmarkierung gelber Balken. Nach zwei Stunden hatten wir die Platte erreicht und belohnten uns mit Linsensuppe und Glühwein am dortigen Kiosk. Dann folgten wir einem Rundwanderweg – markiert mit einem roten Vogel – und dem Wanderweg mit dem schwarzen Punkt zurück nach Bahnholz.