Montag, 28. Oktober 2019

Bodensee-Basel Radtour 2019, Etappe 10: Basel

Die letzte Station unserer diesjährigen Radtour war Basel, das wir so gegen 16:00 Uhr erreichten. Nachdem wir die Grenze überquert hatten radelten wir am Stauwerk zum südlichen Rheinufer, um der stark befahrenen Strasse nach Basel zu entgehen, dann weiter bis zur Wettsteinbrücke, über die wir wieder ans nördliche Ufer gelangten.

Rathaus in Basel
Ich hatte ein Zimmer im Hotel Rheinfelderhof gebucht, günstig aber auch sehr winzig; das Hotel lag nördlich vom Rhein zwischen Mittlerer Brücke und Messeplatz an der Clarastrasse.
Am späten Nachmittag schlenderten wir durch die Stadt, vorbei am malerischen roten Rathaus, weiter zum Spalentor, dann zum Münster mit schönem Ausblick auf den Rhein und den nördlichen Teil der Stadt.
Spalentor
Abendessen und Bier gab's im Brauhaus Zum Braunen Mutz am Barfüsserplatz; wir beschränkten uns auf einfaches Toast mit Tartar oder Weißwürste, denn die gastronomischen Kosten in der Schweiz sind immer wieder abschreckend.
Da wir erst für Sonntag ein Bahn-Ticket für uns und unsere Fahrräder erhalten hatten stand uns der ganze Samstag noch für Basel zur Verfügung. Das Wetter war wieder sehr schön und so nutzten wir den Vormittag für einen Besuch im wirklich sehenswerten Zoo von Basel. Wir blieben dort bis 14:30 Uhr, bevor wir in die Innenstadt zurückkehrten. Beim Tinguely-Brunnen verließen wir nochmal die Strassenbahn, um uns dieses Kunstwerk genauer anzuschauen.
Im Zoo von Basel
In einem kleinen Cafe in der Altstadt über einem Künstler-Lädchen gönnten wir uns eine Kaffeepause, bevor wir die Touri-Info aufsuchten und uns ein Prospekt über verschiedene Stadt-Rundgänge besorgten. Wir entschieden uns für die 90 Minuten lange Holbein Tour, die uns am Münster vorbei ins St.-Alban-Viertel und zu Papiermühle und einem Rest der Stadtmauer führte, dann ging's mit dem Rollschiffchen über den Rhein, wo wir am nördlichen Rheinufer zur Mittleren Rheinbrücke zurück kehrten.
Tinguely Brunnen
Von dort spazierten wir zurück zum Hotel und machten uns kurze Zeit später auf mit der Strassenbahn nach Weil am Rhein in Deutschland, wo wir in einem Mongolen-Grill mal wieder ordentlich für einen vernünftigen Preis zu Abend aßen. Dank der Basel-Card, die wir im Hotel beim Einchecken erhalten hatten, konnten wir den ganzen Tag das Nahverkehrsangebot kostenlos nutzen.

Rollschiffchen in Basel
Am nächsten Morgen checkten wir nach dem Frühstück aus und verbrachten noch zwei Stunden lesend am Rheinufer, bevor wir zum Basel Badischen Bahnhof radelten, wo der von uns gebuchte Eurocity pünktlich eintraf und uns wohlbehalten und ohne weiteren Verzögerungen nach Mainz brachte. Dort erwartete uns Regen, so daß wir für die Heimfahrt nach Mommenheim nochmal Regenhosen und -jacken anziehen mußten. Im Haxthäuser Hof in Nierstein kehrten wir ein zum Abendessen, bevor wir die letzten paar Kilometer radelten und bei Einbruch der Dunkelheit zu Hause anlangten.
Letzte geradelte Etappe nach Basel: 41.76 km, plus 32.69 km vom Mainzer Hauptbahnhof nach Hause

Freitag, 25. Oktober 2019

Bodensee-Basel Radtour 2019, Etappe 9: Bad Säckingen

Unsere nächste Station hieß: Bad Säckingen. Hier würden wir wieder einen Ruhetag einlegen, denn für morgen stand wieder ein Regentag auf dem Wetterplan, den wir lieber in der hiesigen Therme als auf dem Radweg verbringen wollten.

Auf dem Rhein-Radweg
bei Waldshut
Dem nördlichen Rheinufer folgend radelten wir an Waldshut vorbei, dann über den Rhein in ein industriell geprägtes Naturschutzgebiet an einem künstlichen Wasserbecken, schließlich wieder zurück zum Nordufer des Rheins und bis nach Laufenburg, einem kleinen beschaulichen Städtchen, das wir um 14:45 Uhr passierten.
Irgendwo dahinter trafen wir auf die ersten Fischerhäuschen am Rhein mit langen Auslegern für die Netzte, die man früher wohl benutzte zum Fischen, als Fisch noch ein "Arme Leute" Essen war und die Mägde und Knechte dafür demonstrierten, daß es mindestens zweimal die Woche keinen Rhein-Lachs zum Essen gab. Bis Basel begleiteten uns diese Hüttchen, dort und sicher woanders gibt es Galgenfischer-Vereine, die diese Hütten pflegen.
Stadttor von Laufenburg
Die "Trompeterstadt" Bad  Säcking erreichten wir um 16:15 Uhr, als es wieder zu regnen anfingen. Unser Hotel "Zur Flüh" lag einen knappen Kilometer von der Altstadt entfernt in nördlicher Richtung. Am Abend nutzten wir dort die winzige Sauna und das großzügige Schwimmbecken, bevor wir ins nahe gelegene Tennisstübel gingen und ein paar älteren Herren beim Fußball zuschauten, während wir uns Bier und ein einfaches Abendessen bestellten; der Wurstsalat war aber äußrest lecker !
Galgenfischer-Hüttchen


Die Aqualon Therme in Bad Säckingen öffnete erst um 12:00 Uhr, so daß wir den Vormittag des nächsten Tages für einen Besuch der Altstadt nutzen konnten. Unser erster Gang führte aber zum Bahnhof, um uns ein Bahnticket in die Heimat zu besorgen, denn unser Urlaub neigte sich dem Ende entgegen. Wir mußten erfahren, daß es im Eurocity nach Mainz, der einzigen Direktverbindung am Tag von Basel nach Mainz, keine freien Fahrräder-Plätze mehr gab für übermorgen, so daß wir erst am Sonntag die Heimfahrt würden antreten können.
Gallusturm in Bad Säckingen

Wir erledigten die Reservierung und schlenderten dann durch die Altstadt, zur Hölzbrücke, der längsten gedeckten Holzbrücke Europas, weiter zum Schloßpark, dann schließlich ins Thermalbad, wo wir die nächsten Stunden im japanischen Saunadorf verbringen würden, oder im warmen Außenbecken des Thermalbades.


Auf der längsten überdachten
Holzbrücke Europas
Abendessen gab's bei  einem sehr guten Italiener in Bad Säckingen, im Margarethen Schößle, mit einem leckeren Vorspeisen-Teller, einen guten Merlot, einem vorzüglichen Pasta-Gericht für mich mit Feigen und Tomaten auf Tagliatelle, und Lammkoteletts für Alex.
Geradelte Strecke bis Bad Säckingen: 49.08 km

Freitag, 18. Oktober 2019

Bodensee-Basel Radtour 2019, Etappe 8: Wasserstelz

Von Stein am Rhein radelten wir am nächsten Tag zum Rheinfall bei Schaffhausen und weiter bis zu unserer Unterkunft "Wasserstelz" bei Hohentengen.

Holzbrücke bei Gailingen
Diese Unterkunft hatte ich per booking.com vorgebucht. Ich erhielt eine Nachricht mit einem Zahlencode für eine Schlüsselbox, aus der wir unseren Schlüssel erhalten sollten; an diesem Tag war Ruhetag und somit leider auch das Restaurant dort geschlossen.
Auf dem Radweg am nördlichen Rhein entlang überquerten wir mehrmals die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Wir kamen an vielen Gemüsefeldern vorbei und schließlich zur Holzbrücke bei Gailingen, einer alten überdachten Brücke, die erstmals 1292 urkundlich erwähnt wurde; auch hier befand sich direkt ein Grenzübergang.
Statue in Schaffhausen
Weiter ging es dann nach Büsingen, der einzigen deutschen Enklave in der Schweiz.
Um 12.00 Uhr hatten wir Schaffhausen erreicht, parkten unsere Fahrräder am Eingang zur Fußgängerzone und schlenderten durch dieselbe. In einem Cafe wärmten wir uns mit warmen Getränken auf, denn es war heute eher kühl und bewölkt.
Kurze Zeit später radelten wir weiter zum berühmten Rheinfall; der Radweg dorthin war eher chaotisch und verworren. Dort angekommen machten wir Mittagspause und verzehrten mitgebrachte Sandwiches, die wir in Stein am Rhein in einer Bäckerei gekauft hatten.
So ein Rheinfall !
Weiter ging es dann, zunächst steil aufwärts, am Rhein entlang, durch mehrere kleine Orte. In Hohentengen suchten wir nochmal einen Supermarkt auf um uns etwas Proviant fürs Abendessen zu kaufen, denn wir wußten daß unsere Unterkunft abgelegen lag und heute über kein geöffnetes Restaurant verfügte.
Das schmucke Haus lag glücklicherweise etwas abseits der Landstrasse, unglücklicherweise aber direkt in einer Flugschneise.
Wasseramsel
Wir erhielten unseren Schlüssel aus dem Schlüsselkasten mit PIN-Code und stiegen die mächtige Holztreppe hinauf in unser Zimmer, wo wir nach einer Dusche dann unsere eben gekaufte Vesper auspackten und dazu die zwei Fläschchen Wein vom Weingut Engelhof, dem nahe gelegenen südlichsten Weingut Deutschlands, öffneten, die wir in der Minibar vorfanden.
Geradelte Strecke: 52.21 km

Dienstag, 15. Oktober 2019

Die Schweiz, ein Eldorado für lustige Schilder


Bodensee-Basel Radtour 2019, Etappe 7: Stein am Rhein

Das Wetter hatte umgeschlagen und am vormittag regnete es, so daß wir uns so lange wie möglich in unserem Hotelzimmer aufhielten und erst so gegen 12:00 Uhr das Art Villa Hotel in Radolfzell verließen.

Burg bei Stein am Rhein
Es regnete noch leicht, als wir losradelten, dann hörte der Regen aber auf und zum Nachmittag hin wurde das Wetter wieder sonnig und trocken. Wegen dieser Wetterstörung würden wir heute nur eine kurze Etappe einlegen und bis Stein am Rhein radeln. Dort hatte ich zu einem Sonderangebot ein komfortables Zimmer im Hotel Chlosterhof gebucht; das Hotel würde in einer Woche schließen zwecks Umbau und Reduzierung der Hotelzimmer zugunsten von Appartements.

In der Altstadt von Stein am Rhein
Nach zwei Stunden Radfahrt an Zeller See und Rheinsee entlang, beides Teile vom Untersee, hatten wir unser Ziel bereits erreicht, wo der Rheinsee dann in den Rhein übergeht.
 Über uns ragte die Burg von Stein am Rhein auf und gleich vor uns lag unser Hotel, wo wir ein großes Zimmer mit Balkon zum Rhein erhielten, auf dem wir erstmal ein kurzes Sonnenbad nahmen, bevor wir uns aufmachten die übersichtliche Altstadt und die Uferpromenade zu erkunden.
Stein am Rhein
Abendessen gab's im Restaurant Adler: Schweier Rösti. Während die Übernachtungspreise in der Schweiz durchaus mit Deutschland vergleichbar sind schlackert man beim Essen gehen doch immer wieder mit den Ohren: das ist allemal doppelt so teuer wir in Deutschland !
Geradelte Strecke: 25.88 km

Montag, 14. Oktober 2019

Bodensee-Basel Radtour 2019, Etappe 6: Radolfzell

Nachdem wir nun den Bodensee exklusive Untersee einmal umrundet hatten wollten wir nun weiter radeln an der Nordküste des Untersees entlang bis Stein am Rhein, dann weiter nach Basel.

Auf der Insel Reichenau
Am Morgen verließen wir unser Hotel Bella Vista beim Anleger der Meersburg-Fähre und radelten zurück zur Rheinbrücke in Konstanz, dann an der Bahnlinie entlang bis zum Abzweig zur Insel Reichenau, der wir zunächst einen Besuch abstatteten. Wir erreichten den Eingang zur Insel über einen Damm mit Allee so um 10:45 Uhr und unternahmen von hier aus eine Umrundung der 'Gemüse-Insel'.
Mittagessen in Allensbach
Beim Kiosk am Hafen in der Nähe des Münsters ließen wir uns nieder zu einer kurzen Trinkpause und überlegten kurz, ob wir mit der Fähre hinüber schippern sollten nach Allensbach, entschieden uns aber dagegen, da diese erst am Mittag verkehren würde. Also radelten wir weiter einmal um die Insel und bestaunten die zahlreichen Gewächshäuser und Gemüseplantagen. Ich muß gestehen daß ich mir die Insel Reichenau etwas beschaulicher vorgestellt habe, im Prinzip ist sie nichts anderes als eine riesige von Wasser umgebene Gärtnerei, dennoch durchaus mal sehenswert.
Unser Zimmer in Radolfzell
Nach etwa eineinhalb Stunden verließen wir sie wieder, radelten zurück zum Nordufer des Untersees und weiter nach Allensbach, wo wir an einem Camingplatz auf der Holzterrasse eines gemütlichen Lokals direkt am See gelegen ein feines Mittagessen einnahmen mit gegrilltem Fisch und Weißwein.
Nach Radolfzell, wo wir heute übernachten wollten, war es jetzt gar nicht mehr weit und am frühen Nachmittag machten wir uns auf die Zimmersuche. In der Innenstadt waren drei Hotels, bei denen wir nachfragten, ausgebucht, also radelten wir auf die Halbinsel Mettnau. Dort bekamen wir schließlich ein Zimmer im noblen Art Villa Hotel, statt der üblichen € 200 für  € 145, weil gerade 'Abreisetag' war - ein wirklich tolles Zimmer zu meinem Geburtstag.
Blick von der Halbinsel Mettna
Am Mittag spazierten wir am Bodensee entlang zum Mettnauturm, einem Aussichtsturm am Markelfinger Winkel; dort hat man einen schönen Blick über den Untersee und bis zur Insel Reichenau. Das Gebiet südlich davon ist alles Naturschutzgebiet. Das Wetter war noch herrlich, sollte aber am nächsten Morgen umschlagen.
Das Abendessen nahmen wir im Strandcafe Mettnau ein, wo man gut essen und vor allem gut sitzen kann, von Wasser umgeben.
Gefahrene Strecke heute: 49.6 km

Freitag, 11. Oktober 2019

Bodensee-Basel Radtour 2019, Etappe 5: Konstanz

Unser heutiges Etappenziel hieß Konstanz, damit würde das heute die bisher längste Etappe werden.

Aufbruch in Bregenz
Wie schon erwähnt hatten wir auf der Schweizer Seite des Bodensees für diesen Samstag kein freies Zimmer gefunden, lediglich in Konstanz im Radhotel Bella Vista war noch ein Zimmer zu haben gewesen, weil gerade bei meinem Anruf eine Stornierung vorlag. Das Hotel lag in der Nähe des Anlegers für die Fähre nach Meersburg, d.h. einige Kilometer von der Konstanzer Innenstadt entfernt.
Bodenseeschiff vor Lindau
Um 09:40 Uhr hatten wir unsere Drahtesel wieder gesattelt und radelten bei wieder herrlichem Wetter am Bodensee entlang aus Konstanz hinaus und über Bregenzer Ach, Lustenauer Kanal und Rhein in das landschaftlich schöne Rheindelta. Bei Rheineck passierten wir die Grenze zur Schweiz am Alten Rhein, dann ging es weiter nach Rorschach, wo wir so um 13:00 Uhr eintrafen und im Coop-Restaurant ein kleines Mittagessen verzehrten.
Rhein vor Bodensee
Eine Stunde später waren wir wieder unterwegs, weiter ging es nun über die Städtchen Arbon und Romanshorn nach Uttwill, wo wir im Juni abends mit unserer schweizer Freundin direkt am See zu Abend gegessen hatten, und wo wir eine kurze Rast einlegten. Gegenüber am Bodenseeufer konnten wir Meersburg sehen, wo wir vor drei Tagen gewesen waren.
Badehaus in Rorschach
Mittlerweile war es 16:45 Uhr und wir brauchten noch eine dreiviertel Stunde, bis wir in Koblanz am Pier waren, wo Menschenmassen zum Oktoberfestplatz unterwegs waren. Der Radweg verlief oft am See entlang, manchmal aber auch über weite Strecken am Bahndamm, selten mal über Straßen oder durch Orte. Auf der schweizer Seite des Bodensees ist es deutlich ruhiger als am touristischen Nordufer.
Künstlerviertel in Konstanz
In Konstanz angekommen mußten wir jetzt noch ein paar Kilometer weiter radeln ein kleines Stück die erste Etappe wiederholend, bis wir unsere Unterkunft für diese Nacht erreicht hatten.
Abendessen gab es zünftig mit gutem Bier im nicht weit entfernten Brauereiausschank der Ruppaner Brauerei (Restaurent Hohenegg), zu der wir bequem hinspazieren konnten, und an der wir letzten Sonntag auch schon vorbei geradelt waren.
Gefahrene Strecke: 79.9 km