Freitag, 8. August 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 31 (30.Oktober) - Vierter Tag auf Rarotonga

Um 08:20 Uhr holte mich Pa mit seinem Bus vor der Island Villa ab, bei dem ich mich am Samstag noch telefonisch für den Cross Island Walk angemeldet hatte. Zuvor war ich der erste am Frühstücksbuffet im Pacific Resort gewesen, damit ich zur angegebenen Zeit mit Wanderschuhen und Rucksack bereitstehen konnte.

Pa
"Pa" by axel_magard.

Der Bus sammelte insgesamt ein Dutzend Leute auf, bevor er vor dem Flugplatz auf die innere Strasse abbog und uns zum Ausgangspunkt des Cross Island Walks brachte, wo noch drei weitere Wanderer auf uns warteten. Denjenigen, die über keinen Moskitoschutz verfügten, bot Pa sein selbst hergestelltes Mittel an, eine übel gärig riechende Paste, rotbraun, aus vergammelten Früchten hergestellt.

Dann ging es in den Dschungel und Pa, Sohn Rarotongas, erklärte und zeigte uns einige Pflanzen: Dschungelbohnen und Koca Kola gegen Alzheimer.

Dann stiegen wir bald steil bergan über Stock und Stein auf The Rua Manga - The Needle, eine Felsspitze, die 400 m hoch aus dem Dschungel ragt. Von dort genossen wir die Aussicht auf beide Küsten im Norden und Süden, bevor es wieder bergab ging Richtung Süden.

Axel and The Needle
"Axel and The Needle" by axel_magard.

Schließlich hielten wir und Pa verkündete: "The Restaurant is open now!". Er versorgte uns mit köstlich schmeckenden Papayas und knackig frischen Sandwiches, belegt mit Salat, Karotten, Kräutern, Apfel und Fisch.

Und weiter ging es über den teilweise schlüfrigen Pfad durch Urwald und mehrmals über einen Fluß, bis wir Wigmore's Wasserfall erreichten, wo die Wanderung nach drei Stunden endete und wir uns in einem Becken mit frischem Wasser, in welches sich der Wasserfall ergoß, erfrischten.

Pa, unser Wanderführer mit blonder Rastamähne zeichnete sich durch seine sorglose aber fröhliche Lebenseinstellung aus. Auf die Frage, wie oft es regne auf Rarotonga, antwortete er: "Ich achte nicht darauf. Wenn es regnet, regnet es."

Wigmores Fall
"Wigmore's Fall" by axel_magard.

Und: "Im Dschungel gibt es kein Gesetz.", "Der Dschungel ist ein schöner Ort zum Sterben.". Und weiter: "Man kann mich heute heiß lieben und heiraten, und morgen sind wir schon geschieden. Wer kann das voraussehen ?" Wie wahr !

Um 12:30 Uhr holte uns ein Bus ab und verteilte uns wieder auf der gesamten Insel.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Sonnenbad und Strandspaziergang. Am Abend fuhr ich zu Alberto's Steakhouse. Meine Bestellung wurde wohl verbummelt, aber schließlich bekam ich vom Chef persönlich statt des bestellten Ribeye-Steaks ein Filetsteak serviert ohne Aufpreis - und dies war das beste Steak, das ich seit langem, in jedem Fall aber in den letzten vier Wochen zwischen hier und Neuseeland gegessen habe. Ich bedankte mich bei Alberto, einem Schweizer, später für das großartige Steak und erfuhr, daß er seit 9 Jahren auf der Insel lebt und mit dem Geschäft sehr zufrieden ist.

Mittwoch, 6. August 2008

Hilfe, meine Firewall fragt mich Löcher in den Bauch !

Ihr kennt das: seit Ihr einen neuen Computer habt mit Windows Vista drauf und möglicherweise noch dieser G Data Security Firewall bombadiert Euch der Computer mit allen möglichen Fragen, und die meisten könnt Ihr gar nicht richtig beantworten, weil Euch die nötige Hintergrundinformation fehlt.

Zum Beispiel Fragen wie diese:

Wer oder was ist “SoftwareUpdate.exe” ? Wer hat das gestartet und woher soll man nun wissen ob es sich hierbei um ein notwendiges, harmloses oder gar gefährliches Programm handelt ?  Kann uns diese Firewall nicht vernünftige Fragen stellen, die wir als Benutzer auch verstehen ?

Nun ja, offensichtlich nicht. Aber immerhin bietet uns diese Firewall Software einige Möglichkeiten uns schlauer zu machen, wie ich eigentlich auch mehr zufällig herausgefunden habe: “SoftwareUpdate.exe” wird nicht umsonst in blauer Farbe angezeigt, es handelt sich nämlich um einen Link Surprise! Wenn man auf diesen klickt, erhält man ein solches Fenster:

Hilft uns das weiter ? Erstmal nicht. Aber über den Schalter “Gestartet von…” läßt sich nun herausfinden welches liebe Programm ( oder welcher Bösewicht ) diese Programm “SoftwareUpdate.exe” gestartet hat. Auch das mag noch nicht die Information sein, die wir letztendlich benötigen, um die Frage der Firewall zu beantworten. Interessant wird es, wenn man nun den Eintrag “SoftwareUpdate.exe” markiert und dann auf “Eigenschaften…” klickt:

Na also, das sieht doch schon ganz gut aus. Es handelt sich offensichtlich um den Apple Software Updater ( und wie ich mich erinnere hatte ich gerade eine Software von Apple installiert ), also: dem können wir doch nun den Zugriff aufs Internet erlauben, oder ? Insbesondere nachdem wir uns unter “Digitale Signaturen” und “Details” vergewissert haben von wem das Programm stammt ( “Apple Inc.” in diesem Fall ) und wie es heisst.

Sonntag, 13. Juli 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 30 (29.Oktober) - DritterTag auf Rarotonga

Small Island @ Rarotonga
A small island behind the reef of Rarotonga

Sonnenschein am Morgen und Vormittag – da war natürlich Schnorcheln angesagt. Ich lieh mir die entsprechende Ausrüstung beim Pacific Resort Hotel und erkundete die Unterwasserwelt vor und zwischen den Inseln. Dabei sah ich einige bunte Fische, einige davon griffen mich mutig mit geöffnetem Maul an, kleinere Korallen und eine weiße Muräne. Ich erreichte auch die größere der beiden Inseln, wo ich auf Kevin, Steve, Judy & Sohn traf ( die Australier ), die Strömung zwischen den beiden Inseln war aber zu stark und ich schaffte es nicht bin hinter die kleine Insel, wo das beste Schnorchelrevier sein soll.

Nach einem BBQ an der Barefoot Bar verbrachte ich einen geruhsamen Nachmittag in meiner Villa. Am Abend spazierte ich zum nahe gelegenen Segelclub und aß einheimisches Schwein mit Pommes, nachdem ich einen lecker fruchtigen Daquiry getrunken hatte.

Sonntag, 6. Juli 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 29 (28.Oktober) - Zweiter Tag auf Rarotonga

Rarotonga Beach
My morning walk to the resort for breakfast

Am Morgen spazierte ich am Strand entlang zum Resort zum Frühstücken. Das Wetter blieb bewölkt und es blies ein kräftiger, kühler Wind. Den Vormittag verbrachte ich in meiner luxuriösen Villa mit Daddeln auf dem Palmtop, Lesen, Musik hören.

Zur Mittagszeit unternahm ich mit meinen Schlitten eine Inselumrundung. In Avarua an Cook’s Corner gab’s einen guten Chessburger mit Pommes zum Lunch. Am Nachmittag las ich mein erstes Harry-Potter-Buch zu Ende und trank dazu Tee.

Am Abend unternahm ich eine zweite Inselumrundung, denn ich hatte bei Hopsings China Restaurant einen Tisch bestellt zum Dinner, und dieses Restaurant lag genau an der gegenüberliegenden Seite der Insel. Höhepunkt des Abendessens war das Desert, das aus kleinen frischen Bananen bestand mit Eis und Sahne.

Jetzt ist es 09:30 Uhr, ich trinke Steinlager Bier von Neuseeland, futtere dazu Reisgebäck und werde woh gleich mit dem zweiten Harry-Potter-Buch anfangen.

Samstag, 28. Juni 2008

Oben warm, unten kalt

In der letzten Ausgabe von “bild der wissenschaft” gibt es ein Interview mit Peter Lemke, Klimaforscher am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Balkendiagramme veranschaulichen den globalen Temperaturanstieg seit 1900, dargestellt in Form von 30-Jahres-Mitteln pro Jahr. Man sieht deutlich einen Anstieg global, wie auch am 65. nördlichen und 65. südlichen Breitengrad. Weitere Charts zeigen den Rückgang der Eisfläche in der Arktis ( – 1 Milionen qkm bezogen auf das Mittel seit 1975 ), keinen Trend aber in der Antarktis. Wie kommt das ?

So genau kann man das wohl noch nicht sagen, sagt Peter Lemke. Insbesondere unsere Modelle der Meeresströmungen geben noch nicht das her was wir gerne von ihnen erwarten würden. Diese Modelle sind erst 20 Jahre alt, während man atmosphärische Modelle zur Wetter- und Klimavorhersage schon seit 50 Jahren benutzt. Und Meeresströmungen sind viel aufwendiger zu simulieren als Vorgänge in der Atmosphäre: ein Tiefdruckgebiet hat einen Durchmesser von rund 1.000 km, während ein Wasserwirbel im Ozeam nur 100 km misst. D.h. mehr Rechenlesitung wird benötigt um eine brauchbare Genauigkeit der Modelle zu erzielen.


Nach dem Lesen des Kapitels “Stau am Kap der Guten Hoffnung” in Frank Schätzings grossartigem Buch “Nachrichten aus einem unbekannten Universum” hätte ich eine Erklärung parat. Dieses Kapitel ist – wie die meisten Kapitel in diesem Buch – sehr eindrucksvoll und raffiniert geschrieben: der Autor nimmt seinen Leser mit in einem fiktiven U-Boot auf eine Reise rund um die Welt – getragen von den Strömungen der Meere. Einiges darüber kann man auch in diesen Wikipedia-Artikeln über Meeresströmungen bzw "Globales Förderband" nachlesen.

Also: ein wesentlicher Motor für die Meeresströmungen befindet sich im Nordatlantik. Warmes Wasser, das der Golfstrom von Amerika herüber bringt kühlt sich ab, sackt nach unten und fließt dann über Grund wieder gen Süden. Dieser "Antrieb" ist umso wirkungsvoller, je schwerer das Wasser ist. Durch das Abschmelzen von Eis am Nordpol wird der Salzgehalt des Meerwassers reduziert, das Wasser dadurch also leichter ( Salzwasser ist schwerer als Süsswasser, weswegen man als Taucher in Salzwasser auch einen stärken Auftrieb durch die Masse des verdrängten Wassers erzeugt als in Süsswasser ), damit reduziert sich die "Kraft" des "Strömungsmotors".
Diese Strömung aus dem Nordatlantik nach Süden führt über den Äquator, wo das Wasser wieder aufgewärmt wird, um dann in den "Kreisverkehr" am Südpol einzuschwenken. Vermindert sich dieser Strom, wird auch weniger Warmwasser dem südpolaren Kreisstrom zugeführt, was eine Verminderung der Eisschmelze oder gar Zunahme von Schnee und Eis erklären könnte.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Der Windows Vista Spuk. Oder: Deutschland, nachts um 3:00 Uhr.

Mein neuer Computer sollte eigentlich schlafen, so wie ich, er befindet sich im Ruhezustand. Doch mitten in der Nacht wird er aktiv und am nächsten Morgen finde ich ihn nach wie vor aktiv vor und auf dem Bildschirm taucht dann eine Nachricht auf, daß neue Updates installiert wurden. Klasse, danke Windows ! Soviel zum Beitrag von Vista Strom zu sparen. Wäre es zu viel verlangt nach diesen Updates den Computer wieder in den Ruhezustand zu versetzen ?

Was noch schlimmer ist, manchmal finde ich keine Nachricht vor was in der Nacht gelaufen ist. Heute morgen z.B. blieb der Bildschirm dunkel: der Computer lief zwar, das Betriebssystem erwachte aber nicht zum Leben. Danke, Windows Vista, mal wieder ! Ich mußte die Kiste also ausschalten und wieder hochfahren. Danach habe ich die Ereigniss-Anzeige durchforstet und dabei folgendes gefunden:

“Reaktivierungsquelle: Unbekannt”. Na toll.

Lifehacker hat kürzlich einen Artikel veröffentlicht -  “How to Make Windows Vista Less Annoying” – in dem man auch folgenden Tip lesen kann: Keep Windows Update from Rebooting Automatically …

Okay, das werde ich in Erwägung ziehen. Zunächst mal habe ich festgestellt, daß mein Windows standardmaessig so eingestellt ist, daß es nachts um 03:00 Uhr automatisch Updates durchführen soll / darf ( “Systemsteuerung – Windows Update” ):

Habe das nun mal geändert auf 12:00 Uhr mittags um zu sehen ob sich das mysteriöse Herumgeistern meines Computers nun auf diesen Zeitpunkt verschiebt, oder ob das nächtliche Erwachen vielleicht noch eine andere Ursache hat.

Vor längeren Reisen werde ich die Kiste zukünftig ganz runterfahren; muß ja nicht sein daß er dann tagelang läuft, weil sich Windows für Energieeinsparungen offensichtlich nicht wirklch interessiert.

Freitag, 20. Juni 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 28 (27.Oktober) - Rarotonga

Immer noch Freitag ? Sieht so aus als würde ich diesen Tag zweimal erleben. Damit habe ich den fehlenden Tag, den 4. Oktober, wieder.

Mein Besuch auf Rarotonga begann mit einem Besuch bei der hiesigen Polizei.

Das kam so: Ich bekam im Pacific Resort kein Beachfront-Zimmer wie gebucht. Als ich dies zur Sprache brachte gestand der Reception Manager einen Irrtum ein und bot mir eine First-Class-Villa an, 1,5 km vom Anwesen entfernt, da keine Beachfront-Zimmer mehr verfügbar waren. Dazu bekam ich auf Kosten des Hauses ein Mietauto, damit ich auch problemlos die Einrichtungen des Hotels nutzen konnte, und dazu benötigte ich eine Cook Island Drivers License.

My bath on Rarotonga
My bath on Rarotonga

Roger, der Manager, fuhr mich also zunächst zur Polizeistation, wo ich für NZ $ 10 eine Drivers License mit Bild bekam. Die Polizeistation hatte etwas den Character eines Souvenir-Ladens; in einer Theke wurden T-Shirts und Kappen der Cook Island Police angeboten.

Dann bekam ich beu Budget einen alten Nissan Laurel Diesel mit 150.000 km auf dem Tacho und Automatikgetriebe.

Nach einem Mittagessen in der Barefoot Bar zog ich in mein neues Quartier um. Neben Wohnküche, separatem Schlafzimmer und Bad halb im Freien, durch einen Bast-Vorhang geschützt, verfügte ich jetzt über eine eigene Terasse mit Liegen und schweren Gartenmöbeln und einen eigenen Strand mit Palmen.

Axel on his private Beach
Axel on his private Beach

Hier verbrachte ich den Nachmittag mit Schreiben, während draußen hinter der Lagune am Riff die Brandung tobte. Es war bewölkt heute und ein kühler Wind kam auf, was für die Akklimatisierung ganz angenehm war.

Wie ich von Roger erfuhr leben 18.000 Menschen auf den Cook Inseln, 9.000 davon auf Rarotonga, der größten Insel, die etwa viermal so lang ist wie die ca. 2 km lange Landebahn des Flughafens und über eine 31 km lange Strasse verfügt, mit der man die bis zu 653 m hohen Berge umrunden kann. Die Landfläche aller Inseln zusammen genommen entspricht etwa der Fläche von  Frankfurt am Main, verteilt auf einer Wasserfläche so groß wie Westeuropa.

Am Abend speiste ich ebenfalls in der Barefoot Bar, danach gab’s noch ein paar Drinks im Kreise einer kontakfreudigen australischen Familie.