Sonntag, 18. Mai 2008

Tipp beim Computerkauf: Label auf der Kiste überprüfen !


Letzte Woche habe ich mir einen neuen Computer bei Mediamarkt gekauft: einen Fujitsu Siemens Scaleo PI 2682 mit 2 x 500 GB Platten - wie ich dachte. Als ich zu Hause mein Windows konfiguriert hatte und die Festplatten überprüfte konnte ich nur eine Festplatte in meinem Computer finden. Ein Blick auf den Label der Verpackung bestätigte, daß dieser Computer nur eine 500 GB Festplatte enthielt, anders als von Mediamarkt versprochen.
Ich also zurück zum Mediamarkt um das Problem zu klären. Auf dem Stapel mit Scaleo PI 2682 PCs stand deutlich das Schild mit dem Preis und der Angabe, daß ein Terrabyte Festplattenspeicher enthalten seien. Auch alle Kisten in diesem Stapel waren mit entsprechenden Labels versehen, auf denen "2 x 500GB SATA" stand. Der Verkäufer konsultierte seinen Computer und berichtete etwas von einer falschen Lieferung. Anhand der Rechnungsdaten konnte er wohl nicht verifizieren, was ich nun tatsächlich mitgenommen hatte. Also war die einzige Lösung: zurück nach Hause, Rechner einpacken, wieder zum Mediamarkt und Rechner zurückgeben.
Ich erhielt dann anstandslos das Modell mit zwei Festplatten. Ärger für mich: mindestens zwei Stunden Zeitverschwendung und 60 km durch die Gegend gefahren. Naja, ich hätte natürlich auch nochmal das Label auf der Verpackung überprüfen können, aber ich hatte mich natürlich auf den Verkäufer verlassen und dass Ordnung in dem Laden herrscht, also in einem Stapel mit Kartons sich auch nur das befindet, was ein Schild darüber verspricht.


Also, Tipp für zukünftige Computerkäufe, auch brauchbar für den Kauf jeglicher anderer Geräte oder Produkte, von denen es viele verschiedene Konfigurationen auf dem Makrt gibt: nicht auf Verkäufer oder irgendwelche Prospekte und Schilder verlassen, immer auch gründlich lesen, was auf dem Verpackungs-Label steht, bevor man zur Kasse geht. Das spart eventuell Zeit, Ärger und Geld !

Samstag, 19. April 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 27 (27.Oktober) - Christchurch und Flug nach Rarotonga

Cleaning up James Cook
Morgenwäsche für James Cook

Während ich ein Continental Breakfast in meinem geräumigen Zimmer in der Country Glen Lodge einnahm vergewisserte ich mich telefonisch bei Air New Zealand, daß mein Abflug nach Auckland von 15:10 Uhr auf 17:30 Uhr verlegt worden war, wie ich schon zwei Tage zuvor im Air New Zealand Büro in Dunedin erfahren hatte. Diese Verzögerung gab mir etwas mehr Zeit Chrsitchurch zu erkunden und ich würde meinen Anschlußflug von Auckland nach Rarotonga noch bequem erreichen.

Nachdem ich mein gesamtes Gepäck in Reisetasche und Rucksack verstaut hatte machte ich mich auf den Weg die Colombo Street entlang zum Victoria Square, wo gerade die Statue von James Cook geputzt wurde.

Weiter ging es zum Cathedral Square und auf den Glockenturm der dortigen Cathedral. Nach 133 Stufen konnte ich auf die Stadt hinabblicken und ein Schild teilte mir mit, daß ich noch 16167 Stufen weiterklettern müßte um auf die Höhe des Mount Cook zu gelangen.

Der Balkon des Glockenturms befindet sich auf 30 m Höhe, der Turm insgesamt ist 63 m hoch. Die Kathedrale wurde 1864 - 1881 erbaut und man hievte zum Schluß den Bischof mit einem Armsessel nach oben, auf daß er den letzten Stein einmauerte. Sieben Monate später wurde das Bauwerk zum erstenmal durch ein Erdbeben beschädigt, Steine und das Kreuz fielen herab. Weitere Beschädigungen durch Erdbeben folgten und man fragte die Japaner um Rat.

In der Kirche selbst entdeckte ich zu meiner Überraschung Hakenkreuze als Symbole in einer gekachelten Wand. Ein Schild belehrte mich, daß dieses Symbol von den frühen Christen der zweiten und dritten Jahrhunderts benutzt wurden.

Lots of color in the Botanical Garden of Christchurch
Blühende Büsche im Botanischen Garten von Christchurch

Weiter wanderte ich die City Mall entlang zur Bridge of Remembrance und zur St. Michael's and All Angels Church und schließlich zum prachtvoll angelegten Botansichen Garten mit seinen riesigen Bäumen aller Art, von Zeder über Zypresse bis zum Riesen-Eukalyptus, und mit zahlreichen Büschen und Sträuchen, die in allen erdenklichen grellen Farben blühten.

Die Mittagszeit war schnell da und bevor ich meinen Hunger in einem Café in der Nähe der Bridge of Remembrance am Ende der City Mall stillte, schaute ich noch kurz in das Gewirr vieler Gebäude der alten Universität, die 1873 in neugotischem Stil errichtet wurden und heute das Arts Centre beherbergen mit vielen Galerien, Künstlerläden und Cafes.

The Wizard of Christchurch
Der "Wizard" von Christchurch

In einem Souvenirladen am Cathedral Square kaufte ich einige Mitbringsel ( Kiwi-Marmelade und Manuka-Honig ). Eine Weile noch lauschte ich der Predigt des "Wizards" über den Sinn des Lebens. Dieser traditionelle Demagoge und Rhetoriker tritt stets um 13:00 Uhr auf dem Cathedral Square auf und wird sogar von der Stadt dafür bezahlt.

Tja, und dann hieß es Abschied nehmen von Neuseeland. Ich wanderte zur Lodge zurück und fuhr zum Flughafen, wo ich den Ford Laser ( mit einigen zerbissenen Gummidichtungen ) bei Britz Rent-A-Car abgab. Die Wartezeit bis zum Abflug verging schnell mit Eis essen, Kaffee trinken und flippern. Um 19:50 Uhr dann hob die Boing 767-300 vom Flughafen Auckland ab nach Rarotonga, wo ich am selben Tag um 0:50 Uhr anlangte, als die Maschine in pechschwarzer Nacht irgendwo aufsetzte, wo man erst im letzten Augenblick ein paar kleine Lichter brennen sah.

Eine warme, etwas feuchte Luft schlug mir entgegen, als ich das Flugzeug verließ und auf das Holzhaus zuging, das hier als Flughafen-Terminal dient. Ein Musiker empfing uns mit lauter Musik. Es dauerte noch etwa 1 1/2 Stunden bis ich im Pacifc Crest Hotel anlangte und endlich ins Bett konnte.

Sonntag, 13. April 2008

Macht

"Es ist merkwürdig, Harry, aber diejenigen, die nie nach Macht strebten, sind vielleicht am besten geeignet sie auszuüben.", so spricht ein großer Zauberer zu Harry Potter im Kapitel "King's Cross" im Buch "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" von Joanne K. Rowling.

Wie wahr ! Und wie tragisch im Grunde genommen das Dilemma, in dem sich unsere Gesellschaft befindet. Denn nur diejenigen, die nach Macht streben und um nichts anderes kämpfen als ihrer selbst willen sind diejenigen, die uns anführen - nicht unser aller Wohl im Sinn, sondern den Erhalt und den Ausbau ihrer eigenen Macht in einem Wahlkampf, den sie ständig führen. Nur diejenigen, die bereit sind, um die Macht zu kämpfen, für  ihre Macht zu lügen und zu verschleiern, sind diejenigen, die sie erlangen werden. Jemand, der ehrlich und aufrichtig sich darum bemüht für seine Überzeugung und eine gerechte oder vernünftige Sache einzustehen, wird niemals eine Machtposition erlangen, weder in der Politik, noch in der Wirtschaft.

Warum sonst verschwenden Politiker den größten Teil ihrer Energie und Zeit damit gegeneinander zu kämpfen, den Gegner zu verunglimpfen, sich selbst im Wahlkampf besonders gut darzustellen und zu verkaufen, anstatt konstruktiv daran zu arbeiten unser Leben zu verbessern ? Und warum verschwinden solche im Hintergrund, die sich nicht um ihre Selbstdarstellung bemühen, sondern ehrlich und offen dafür eintreten Probleme beim Namen zu nennen und anzugehen ?

Könnten wir dieses Dilemma auflösen, würde unsere Gesellschaft einen gewaltigen Schritt nach vorne machen. Aber um dies zu erreichen müßte man in den Kern der Macht vorstoßen, würde dadurch seine Seele verlieren und zu denen werden, die es zu bekämpfen gilt, denjenigen, die unseren erwirtschafteten Reichtum dazu mißbrauchen ihn für ihrer selbst willen zu verschwenden, ohne einen brauchbaren Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten.

Freitag, 21. März 2008

Schornsteinfeger müßte man sein !

Alle Jahre kommt er wieder: der schwarze Mann. Er braucht etwa eine halbe Stunde um unseren Kamin zu reinigen und die Heizung zu überprüfen. Rechnung: € 65.00. Nicht schlecht - Schornsteinfeger müßte man sein.

In sechs Stunden kann er 12 Haushalte bedienen, oder sagen wir mal: 10. Macht € 650 pro Tag, € 3.250 pro Woche oder € 13.000 im Monat. Materialkosten fallen keine an, lediglich Fahrtkosten. Nach Abzügen müßten ihm eignetlich 50 % übrig bleiben, also € 6.500 netto im Monat. Wow !

Da hat es mein Friseur schwerer: er verlangt € 11 für eine halbe Stunde Arbeit. Naja, mit Männern verdienen Friseure wahrscheinlich eh nicht viel, sie müssen von den Frauen leben.

Liebe Schornsteinfeger, Euch müßte es eigentlich gut gehen. Oder habe ich bei meiner Rechnung etwas übersehen ? Wenn ja, laßt es mich wissen. Wenn nein, ladet mich mal zum Essen ein Wink.


Photo von Götz A. Primke

Sonntag, 9. März 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 26 (26.Oktober) - Fahrt von Dunedin nach Christchurch

Am Morgen machte ich noch einen Spaziergang durch Dunedin und über den Maori Hill, um bei strahlendem Sonnenschein die Aussicht auf die Stadt und das dahiner liegende Meer zu geniessen.

Low tide revealing Moreaki Boulders
Moreaki Boulders

Dann um 10:30 Uhr schwang ich mich auf die Highway 1 nach Norden. Zur Mittagszeit erreichte ich die Moeraki Boulders, kugelrunde Steine am Strand mit einem Durchmesser bis zu 2 Metern. Da gerade Ebbe war wirkte der Anblick der Riesenkugeln am Strand besonders beeindruckend. Diese vor vielen Millionen Jahren entstandenen Kugeln, die ähnlich wie Perlen in einer Muschel durhc Kristallisation von Silizium und Eisenoxyd um einen Kern herum, z.B. ein Fossil, ein Stück Knochen oder Holz, gewachsen sind, werden nun durch die Erosion von Wind und Wellen freigelegt und teilweise auseinander gebrochen.

Im dortigen Restaurant genehmigte ich mir gebratenes Hühnchen und Käse auf Salat, bevor ich meine Reise fortsetzte.

Christchurch Cathedral
Christchurch Cathedral

Nachdem ich mir in Ashburton bei McDonalds noch ein Eis besorgt hatte kam ich um 17:00 Uhr in Christchurch an und fand auch bald eine Unterkunft in der Country Glen Lodge an der Bealey Avenue für $ 85, 10 Gehminuten vom Zentrum entfernt.

Ein abendlicher Spaziergang führte mich die Montreal Street entlang ins Zentrum und dann über den Avon River zum Cathedral Square, wo die Christ Church Cathedral steht, von der ich in der schräg stehenden Sonne noch ein paar Bilder knipste.

In einem riesigen Internet-Shop mit ca. 100 Computern bearbeitete ich meine e-Mail und wanderte dann zum Victoria Square, wo ich im "Vic & Whale"-Restaurant dinierte. Zum Nachtisch gab es noch einmal Pavlova - zum Sterben gut: ein tortenförmiges Stück weiches Baiser umkränzt mit Sahne, liebevoll garniert mit Kiwi- und Erdbeerstückchen, dazu zwei Kugeln Vanille-Eis, der große Teller kunstvoll mit roten und gelben Tupfen aus Fruchtsirup eingerahmt. Mmmmmmh !

Donnerstag, 6. März 2008

Ingenieure gesucht !

Die EWeek (Engineers Week) ist eine Initiative aus Amerika, bei der es darum geht Ingenieure auf Schulen zu schicken um Schüler für ein Studium der Ingenieurwissenschaften zu gewinnen. Seit einigen Jahren ist diese Initiative auch in Deutschland angekommen und seit drei Jahren bin ich mit dabei.

Nächste Woche geht es los: die erste Schule, die ich besuchen werde, ist die Karl-Rehbein-Schule in Hanau, die ich auch schon letztes Jahr besuchte.

Bei Recherchen zur Aktualisierung meines Vortrages bin ich auf einige interessante Fakten gestossen:

  • Im Jahr 2006 konnten 48.000 Ingenieur-Stellen nicht besetzt werden [1]
  • was der deutschen Wirtschaft einen Schaden von 3.5 Mrd. Euro beschehrt hat [1]. Andere Studien gehen sogar von entgangenen Aufträgen ( "Wertschöpfungen" ) in Höhe von 18.5 Mrd. Euro aus [3]
  • Die meisten Ingenieure ( 15.000 ) fehlten im Bereich "forschungs- und wissenbasierte Dienstleistungen",
  • 12.500 Ingenieure fehlten der metallverarbeitenden, Elektro- und Fahrzeugbau-Industrie,
  • und 8.000 im Maschinenbau, womit diese traditionelle Ingenieurswissenschaft damit auf Platz 3 steht. [1]
  • Das mittlere Ingenieursgehalt in Deutschland liegt bei brutto 58.550 Euro, das sind 20.000 Euro mehr als ein Vollzeit-Durchschnittsverdiener in Deutschland bekommt. [1]
  • Pro 1000 Beschäftigte gibt es Deutschland weniger als 2 mit einem MINT-Abschluss, also einem angeschlossenen Studium eines mathematischen, Informatik-, naturwissenschaftlichen oder technischen Studiums. In Eurpoa ist Polen das führende Land mit einer Rate von 5,3 pro 1000. [2]


Quellen:

[1] bild der wissenschaft 08/2007

[2] Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln

Sonntag, 2. März 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 25 (25.Oktober) - Fahrt von Te Anau nach Dunedin

Wie von mir gewünscht gab es heute zum Frühstück nach dem leckeren Müsli mit feinen Früchten Rührei mit Speck. Danach machte ich mich auf die 3 1/2 Stunden lange Fahrt nach Dunedin durch hügeliges Weideland mit viel Gras, Ginster und Schafen. Unterwegs tauschte ich meine letzten Traveller Checks in Bares um.

Seahound atTaiaroa Head
Seehound atTaiaroa Head

In Dunedin angekommen parkte ich am Oktagon, einem zentralen Park, und suchte das Visitor Center auf, um mich nach den Vogelkolonien zu erkundigen. Dort sah ich auch den Hinweis, daß es im Manor Inn Zimmer für $75 gab. Sogleich begab ich mich zu dem Hotel, das 1870 im viktoriansichen Stil erbaut wurde und danch "Wains Hotel" hieß. Es liegt in der Prinzess Street drei Blocks vom Oktagon entfernt und ist innen neu eingerichtet worden.

Taiaroa Head Coast
Taiaroa Head Coast

Nach einem Steak-Sandwich in einem Café am Oktagon fuhr ich hinaus zum Taiaroa Head, der äußersten Spitze der Otago-Halbinsel, wo sich die Albatros-Station befindet. Da schon Brut- und damit Ruhezeit für die riesigen Vögel war, konnte ich nur ein paar beobachten vom Café der Station aus, wie sie über einem Hügel auf dem Taiaroa Head hinwegsegelten. Albatrosse können 500-1000 km am Tag zurücklegen und bedienen sich dabei einer besonderen Technik gegen den Wind zu kreuzen, sich mit dem Wind treiben zu lassen und auch den Aufwind der Meereswellen zu benutzten.

Dunedin Oktagon
Historische Gebäude am Oktagon in Dunedin

Nach Capuchino und Schoko-Muffin für ich weiter zum Strand, wo man ab 3 Stunden vor Dunkelheit Gelbaugen-Pinguine landen sehen kann ( per Wasser, nicht aus der Luft ). Die kleinen Kerlchen waren aber von dem weit oberhalb liegenden Aussichtspunkt kaum zu erkennen, wie sie über den Sand zu ihren Nestern watschelten.

Interessanter war die nebenan liegende Seehund-Kolonie, an die man recht nahe heran kam. Ein kleiner Seehund watschelte direkt auf mich zu, mich immer wieder mit seinen großen Knopfaugen anschauend, bevor er schließlich im hohen Grass verschwand.

Der Tag heute war überwiegend bewölkt gewesen mit Nieselregen, auch war es hier kühler als gestern im Milford Sound. Am Abend schien dann noch etwas die Sonne und ich sah mir einige der historischen Gebäude von Dunedin an, u.a. den alten Bahnhof.

Dann bezog ich mein Hotelzimmer, machte noch einen Spaziergang entlang der Prinzess Street und verzehrte mein Abendbrot: zwei von Nacy's Karotten-Muffins und zwei Flaschen Monteith's Original Ale aus Greymouth, die ich noch im Gepäck hatte.