Dienstag, 27. September 2022

6. Herbstwanderung 2022: Auf den Kreuzkofel

 Am Sonntag, den 11.9., verließen wir das Berghotel Kasern und fuhren nach Sand zum Hotel "Alte Mühle", wo wir die kommenden sechs Tage wohnen würden zwecks Teilnahme an der Hans-Kammerlander-Wanderwoche "Dahoam". Nach einem Spaziergang durch Sand und hinauf zur Burg genossen wir den Swimming-Pool und Wellness-Bereich des Hotels, bevor wir uns um 18:00 Uhr zur Begrüßung durch Hans Kammerlander trafen, gefolgt vom 19:00 Uhr Gala-Diner, während dem das Hotel zum erstenmal zeigen konnte was die Küche drauf hat.

Blick vom Kreuzkofel
 Am Montag um 8:30 Uhr ging es los zur ersten Wanderung. Wie in den letzten Jahren schon üblich wurde ich als Fahrer für einen der Busse "verpflichtet". Wir fuhren nach St. Johann und dann linker Hand bergauf zur Jausenstation Stalliler ( 1472 m ). Von dort begann der sehr steile Aufstieg auf den Kreuzkofel ( 2420 m ) und mir wurde klar, daß wir diese Tour 2014 schon mal gegangen waren. Sie endete damals mit einer ausgelassenen Rettungsaktion. Nach drei Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel und wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt - bis zu Marmolada und Groß Venediger.

Hans und das Ahrntal
Der Abstieg führte uns zur Keglgasslalm ( 2109 m ), wo wir im schönsten Sonnenschein die Mittagsrast einlegten. Dann ging es einen bequem ausgebauten Weg weiter bergab und über den Putzerweg zurück zum Parkplatz.


Montag, 26. September 2022

5. Herbstwanderung 2022: Zur Waldner Alm

Am Mittwoch, den 7.9., legten wir wieder einen Ruhetag ein und begnügten uns mit einem Spaziergang nach Prettau. Der Rückweg über den Falksteiner Hof verlangte uns dann doch knapp 300 Höhenmeter ab, so daß wir an diesem Tag nicht durchweg faul waren. Als wir an unserem Hotel ankamen fanden wir dieses verschlossen vor - wegen Ruhetag. Angeblich hätten Schilder auf dem Frühstückstisch darauf hingewiesen, erzählte uns später der sehr spezielle Betreiber dieses Hotels. Wir spazierten zur Talschlußhütte, zwanzig Gehminuten entfernt, und machten dort erstmal eine ausgiebige Mittagspaause, bevor wir zum Hotel zurückkehrten und diesmal eingelassen wurden.

Im Schaubergwerk Prettau

Der Donnerstag begann mit Regen und so machten wir uns auf zum Schaubergwerk in Prettau. Leider hatten wir versehentlich eine Führung in italienischer Sprache gebucht, trotzdem war der Besuch des Berwerks nicht uninteressant. Mit einem kleinen Zug ging es gut 1 km in den horizontalen Stollen hinein, bevor die eigentliche Führung begann. 

Prettau
 Später fuhren wir mit dem Bus nach Brunneck. Am Mittag, als wir schon wieder auf der Rückfahrt waren, kam die Sonne heraus. Als un der Busfahrer plötzlich zum Umsteigen aufforderte ignoriert wir ihn zunächst und wurden erst unruhig, nachdem wirklich alle Fahrgäste aus dem Bus ausgestiegen waren. Wie wir dann lernten ist hier Umsteigen bei Fahrerwechsel geboten, denn Fahrerwechsel bedeutet gleichzeitig Buswechsel. Leider waren wir zu langsam und der Ersatzbus fuhr davon, während wir gerade ausstiegen. Zerknirscht mußten wir an der Haltestelle auf den nächsten Bus warten.  

Blick auf den Rauchkofel
von der Waldner Alm

 

Der Freitag war komplett verregnet und erst am Samstag, den 10.9., machten wir uns wieder auf zu einer Wanderung. Wir stiegen wieder direkt hinter dem Hotel auf Richtung Fuchsalm, denselben Weg, den wir bei unserer ersten Wanderung genommen hatten. Diesmal hielten wir uns nach links und wanderten zur Waldner Alm ( 2086 m ), wo wir die Mittagsrast einlegten. Dort lernten wir, daß die Trockenheit auch vor Südtirol nicht Halt macht. Obwohl die Wiesen saftig grün aussehen - wohltuend für unsere Augen, die nur noch gelbes Gras in Rheinhessen gewöhnt sind - zeigt sich auch hier bereits Wassermangel in Form von verminderter Leistung des Stromgenerators für die Alm. 

Nachdem wir uns gestärkt hatten und noch einen Hüttenschnaps bekommen hatten stiegen wir weiter auf zum Waldner See ( 2345 m ), wo uns ein Graupelschauer erwartete. Beim Abstieg über die Forststrasse und dann einen Pfad Richtung Kasern ( 1595 m ) gerieten wir dann richtig in Regen; die Sonne kam erst wieder heraus, als wir das Berghotel erreicht hatten.

Waldner See


Sonntag, 25. September 2022

4. Herbstwanderung 2022: Zur Birnlückenhütte

Am Dienstag, den 6.9.2022, machten wir uns an den Aufstieg von Kasern ( 1595 m ) zur Birnlückenhütte ( 2441 m ). Das Wetter war bewölkt und Regen möglich, weswegen wir erst zögerten die Wanderung anzugehen, uns dann aber doch dazu entschieden. An der Talschluß-Hütte vorbei ging es weiter in das Tal hinein der Forststrasse folgend, dann leicht ansteigend zur bewirtschafteten Kehrer-Alm. Dort begann der eigentliche Anstieg an einem Wasserfal des Ahrnbaches entlang zur Lahneralm, wo wir von mindestens drei Murmeltieren beobachtet wurden.

Birnlückenhütte
 Wir wanderten durch einen Talboden, die Birnlückenhütte lag direkt über uns. Serpentinen führten uns nun steil bergan und um 12:30 Uhr hatten wir die Hütte erreicht und kehrten ein zur Mittagsrast.
Teufelsstiege

Während dieser Pause öffnete sich die Wolkendecke am Himmel und die Sonne gewann immer mehr die Oberhand. Wir entschlossen uns daher für den Rückweg über den Lausitzer Höhenweg zur Krimmler Tauernhütte, von wo wir dann abermals zur Oberen Tauernalm und nach Kasern absteigen wollten. 

Wieder kündigte ein Wegweiser eine Gehzeit von 1 Stunde und 10 Minuten an, wir benötigten aber zwei Stunden und vierzig Minuten. Der weg war sehr schön mit toller Aussicht und der Teufelsleiter, über die es hundert oder mehr Stufen steil nach unten ging. 

Spät und müde langten wir am Hotel an, froh die Wanderung trotz anfänglich nicht optimalem Wetter unternommen zu haben, die besonders während der zweiten Tageshälfte traumfaft schön war.

3. Herbstwanderung 2022: Zur Innerhofer Alm bei Weißenbach

 Am Montag, den 5.9.2022, beschränkten wir uns auf ein kurze Wanderung; unsere Muskeln und Knochen verlangten nach etwas Ruhe. Mit dem Auto fuhren wir nach Weißenbach und parkten am Sportplatz. Beginnend mit einer Höhe von 1375 m wanderten wir bequem auf einer Forststrasse zur Innerhofer Alm ( 1743 m ), wo wir uns Zeit für eine ausgiebige Rast mit Vesper nahmen.

 Innerhofer Alm bei Weißenbach


Montag, 19. September 2022

2. Herbstwanderung 2022: Zur Lenkjochhütte

Nach der anstrengenden "Eingeh-Tour" mußten wir gleich mal einen Ruhetag einlegen und fuhren mit dem Bus nach Sand, auch um Unterhemden für mich einzukaufen, die ich vergessen hatte einzupacken. 


Dabei bemerkten wir, dass alle Fahrgäste mit einer Gästekarte zustiegen, während wir pro Fahrt und Person 4 € gelöhnt hatten. Später im Hotel erfuhren wir dann, dass wir auch eine Gästekarte hätten bekommen können, wenn wir nur danach gefragt hätten. In jedem anderen Hotel bekommt man diese automatisch beim Einchecken überreicht. Der Wirt im Berghotel Kasern ist schon etwas speziell.
Nach Rückkehr aus Sand unternahmen wir noch einen Spaziergang zum Heiliggeist-Kirchl, um dort an einem Felsendurchgang unsere Sünden abzustreifen, und kehrten dann in die Talschlusshütte ein.
Blick auf Kasern


Am Sonntag, den 4. September, starteten wir vom Hotel aus zum Aufstieg auf die Lenkjochhütte ( 2590 m ) durch das Röttal. Es ging zunächst durch Wald steil bergauf an vielen Bergwerksstollen vorbei, die hier in den Berg getrieben wurden, durch den senkrecht eine Kupfererz-Ader verläuft. Der Bergbau begann hier im 16. Jahrhundert und zu dieser Zeit mußte man sich noch mühsam mit primitiven Werkzeugen in den Berg graben. Während weiter oben nur 80 - 200 m lange Stollen benötigt wurden, um bis zur Kupfererz-Ader vorzudringen, beträgt die Stollenlänge beim Berkwerk unten im Tal bei Prettau 1 km !
Im Röttal


 Wir erreichten die Rötalm und eine Hochebene, die wir durchquerten, bis sich der Anstieg um die Rainhart-Spitze herum fortsetzte. Bald sahen wir die Hütte, hatten aber immer noch ein gutes Stück zu steigen, bevor wir sie erreichten.
Im Windtal


Nach einer Mittagsrast stiegen wir ab durch das Windtal und kehrten an der Labesau-Alm vorbei zurück nach Kasern.

1. Herbstwanderung 2022: Auf dem Lausitzer Höhenweg

 

 Herbstzeit - Wanderzeit. Es war wieder so weit nach Südtirol zu fahren um dort zunächst mit Freunden und dann mit einer Hans-Kammerlander-Wandergruppe durch die Dolomiten zu wandern.

Am Mittwoch, den 31. August, fuhren wir mit unserem Mondeo zunächst bis zum Achensee und stiegen dort im Marxenhof ab, um dann am nächsten Tag nach Sand im Tauferer Ahrntal zu fahren. Dort bei der Einfahrt zum Parkplatz kamen uns unsere Freunde bereits entgegen und wir begrüßten uns erfreut, bevor wir noch ein paar Einkäufe erledigten. Dann fuhren wir gemeinsam die 27 km hinein ins hintere Ahrntal bis nach Kasern, wo die Strasse endet. Genau dort befand sich das Berghotel Kasern, wo wir die nächsten zehn Tage verbringen würden.

Kreuzweg zum Heilig-Geist-Kirchl

 

Am Nachmittag unternahmen wir einen Spaziergang über den Kreuzweg zum Heilig-Geist-Kirchl und der Talschluss-Hütte und weiter zum Trinkstein, wo wir in die Adler-Alm zu Kaffe und Kuchen einkehrten.

Aufstieg zum Lausitzer Höhenweg

Unsere erste Wanderung am Freitag, den 2. September, startete direkt hinter dem Hotel und wir stiegen auf  zur Hochwieser Alm. Da das Wetter super und wir gut drauf waren beschlossen wir gleich noch weiter aufzusteigen zum Lausitzer Höhenweg und erreichten eine Höhe von 2522 m. 

Auf dem Lausitzer Höhenweg

Weiter ging es nun in Richtung Krimmler Tauern-Hütte. Ein Wegweiser kündigte eine Gehzeit von 1 Stunde und 10 Minuten an, wir benötigten aber mindestens die doppelte Zeit. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und es ging immer wieder auf und ab über Felsen. Unterhalb der Krimmler Tauern-Hütte stiegen wir nun ab zur Obereren Tauern-Alm, wo wir noch etwas tranken, bevor es weiter bergab ging und dann auf einer Forststrasse zurück zum Berghotel. 

Abstieg zur Oberen Tauernalm

Die Tour war nun doch länger und anstrengender als gedacht und für eine "Eingehtour" sinnvoll, so daß wir recht müde relativ spät im Hotel anlangten.

Freitag, 27. Mai 2022

Mosbach am Neckar

 Die letzten vier Tage haben meine Frau und ich in Mosbach am Neckar verbracht. Auf der Hinfahrt stoppten wir in Heidelberg, um uns diese Stadt endlich mal anzusehen.

Stadttor in Heidelberg

Wir parkten im Parkhaus Nordbrückenkopf, spazierten am Neckar entlang und über die Alte Brücke schlenderten wir in die Fussgängerzone, dann hinauf zum Schloss und durch den Schlossgarten.

Die Fahrt nach Mosbach von Heidelberg dauerte eine knappe Stunde und wir bezogen unser großzügiges Zimmer im Hotel Restaurant Lamm. Direkt daneben steht das kleine Fachwerkhaus "Kickelhain", das mit 26 qm Grundfläche und 50 qm Wohnfläche auf drei Etagen zu einem der kleinsten Fachwerkhäuser Deutschlands zählt. In diesem und anderen Fachwerkhäusern ist das durchaus sehenswerte Stadtmuseum Mosbachs untergebracht, das wir uns am Mittwoch genauer ansahen, und das nicht nur einen Eindruck vom Leben der Bürger im Mittelalter vermittelte, sondern auch eine interessante Ausstellung über die Fayencen und Majolika Manufaktur in Mosbach.

Haus "Kickelhain"

Den Sonntag abend verbrachten wir aber erstmal in der Brauerei, bevor es dann am nächsten Tag auf dem Nackarsteig nach Gundelsheim ging, vorbei an der Burg Hornberg ( 13 km, 450 hm ).

An der Burg Hornberg

Wir kamen am frühen Nachmittag in Gundelsheim  an, was auch gut war, denn am Mittag hatte ein leichter Regen eingesetzt. Die S-Bahn brachte uns zurück nach Mosbach, wo wir an diesem Abend im Hotel Restaurant Lamm zu Abend aßen

Am Dienstag fuhren wir mit der S-Bahn nach Dallau und wanderten über den Römerpfad "Minervatour" ( 7.1 km, 161 hm ) nach Neckarburken. Dort machten wir auf einer Bank am Trienzbach Mittagsrast und wanderten dann weiter auf dem Römerpfad "Jupiterweg" ( 7.3 km, 192 hm ) zurück nach Mosbach. Durch das Landesgartenschaugelände führte der Weg zurück in die Altstadt und uns direkt zur Eisdiele.

Steinkreis am Römerpfad "Minervatour"

Am Mittwoch zogen wir wieder unsere Wanderschuhe an und folgten nun dem Neckarsteig in Richtung Heidelberg. Wir wanderten die Etappe Mosbach -> Neckargerach ( 14 km, 450 hm ), die uns bei schönstem Sonnenwetter oberhalb des Neckars entlang und bis in die wilde Magarethenschlucht führte, durch die ein Kraxelpfad gut gesichert nach unten führte. In Wasserbecken mit klarem Wasser konnten wir zahlreichen Salamander-Nachwuchs erblicken. Am unteren Ende traten wir aus dem Schatten der Bäume wieder in das warme Sonnenlicht und ein fast ebener Weg führte uns an Sandsteinwänden entlang nach Neckargerach, wo wir in die S-Bahn zurück nach Mosbach stiegen. 

In der Margarethenschlucht

Am Donnerstag fuhren wir abermals nach Heidelberg, wo meine Frau die Ausstellung "Körperwelten" besuchte, während ich mir den Hof des Heidelberger Schlosses ansah, für den man stolze 9 Euro Eintritt bezahlen muß. Highlights hier: ein riesiges Weinfass und ein Apothekenmuseum.

Blick auf Heidelberg