Dienstag, 6. Oktober 2020

Herbstwanderwochen 2020: Donnerstag, 17. September, 4. Wanderung zur Düsseldorfer Hütte

 

Von Sulden stiegen wir heute auf zur Düsseldorfer Hütte ( 2721 m ). Im strahlenden Sonnenschein lagen hinter uns Königspitze, Zebru und Ortler. Im Laufe des Vormittags zog sich der Himmel allerdings zu und tauchte die Berggipfel in Wolken.

Die Düsseldorfer Hütte

Nach 2 Stunden 45 Minuten Aufstieg hatten wir die Hütte um 12:00 Uhr erreicht und kehrten zur Mittagsrast ein. Besonders lecker war die Brennnessel-Waldmeister-Limonade und Käseknödel mit Krautsalat, es gab aber auch leckere Suppen und vieles mehr.

Nach gut einer Stunde machten wir uns wieder an den Abstieg. Der Himmel hatte wieder aufgeklart und die Sonne kam öfters wieder zum Vorschein. Geplant war eine Querung hinüber zur Bergstation der Kanzelbahn, von einem Bergführer erfuhren wir aber rechtzeitig oben an der Hütte daß diese heute nicht in Betrieb war wegen Strassensperrung im Tal. Wir stiegen ab zum Eselpfad und überlegten, den noch einmal zu gehen zur Kälberalm, da Alex aber arge Probleme mit ihren Füßen hatte stiegen wir dann doch direkt wieder ab nach Sulden.

Freitag, 2. Oktober 2020

Herbstwanderwochen 2020: Mittwoch, 16. September, Ruhetag in Sulden

Nach drei ordentlichen Wanderungen und wegen einem möglichen Gewitter am Abend entschieden wir uns heute für einen Ruhetag. Am Morgen spazierten wir zum hiesigen Messner Mountain Museum (MMM) um festzustellen, daß es erst um 14:00 Uhr öffnen würde.

Im Messner Mountain
Museum am Ortler

Bei wieder strahlend schönem Sonnenschein spazierten wir nun die untere Hälfte der Kulturpromenade ab. Zurück am Hotel gönnten wir uns dort auf der Terasse einen Capuchino, dann zwei Stunden Mittagspause auf dem Balkon, bevor wir dann nachmittags das Museum besuchten. Thema dieses MMM’s: Eis und Kälte, was sich schon in der kalten Beton-Architektur des Museums manifestiert, wie wir eingangs informiert wurden. Ansonsten konnte man dort einige historische Ausrüstungsgegenstände besichtigen wir einen Eispickel von Luis Payer, einem Alpinisten, Wissenschafter und Maler, der sich um eine genaue Karte des Ortlers verdient gemacht hat, oder den Schlitten, mit dem Reinhold Messner zusammen mit Arved Fuchs die Antarktis durchquerte. Ansonsten gab es viele Gemälde vom Ortler, von Eis und Schneelandschaften, eine Figur des Yeti und einen halbstündigen Film über die Südpol-Durchquerung zu sehen.

Herbstwanderwochen 2020: Dienstag, 15. September, 3. Wanderung zur Payerhütte

 

Mit dem Sessellift fuhren wir am Morgen um 8:30 Uhr auf den Langenstein ( 2330 m ) und wanderten von dort zur Tabarettahütte ( 2556 m ). Nach einer Hollerschorle ging es weiter zur Payerhütte ( 3029 m ) über einen schmalen Bergpfad und steile Geröllhänge.

Blick zum Ortler
von der Payerhütte aus

Wir erreichten einen Grat mit einem kurzen ausgesetzten Wegstück, das aber gut durch ein Seil gesichert war. Unsere Frauen entschlossen sich hier zur Umkehr, Rüdiger und ich stiegen weiter zur Payerhütte, die wir um 12:30 Uhr erreichten. Es boten sich grandiose Ausblicke auf den Ortler, das Stilfser Joch, den Rechensee und die Berge des Suldentals. Nach einer zwanzigminütigen Mittagspause machten wir uns wieder an den Abstieg und hatten eine Stunde später die Taberettahütte und unsere Frauen wieder erreicht. Nach Kaffee, Apfelstrudel und Radler nahmen wir die letzte eineinhalbstündige Etappe zurück zum Sessellift in Angriff, den wir kurz nach 16:00 Uhr erreichten und der uns komfortabel zurück zum Hotel brachte.

Das Wetter war wieder brilliant gewesen mit einer guten Fernsicht.

Herbstwanderwochen 2020: Montag, 14. September, 2. Wanderung zur Hintergrathütte

 

Die heutige Wanderung führte uns direkt vom Hotel aus in den Wald und dem Weg Nr. 3 folgend stieg es gemächlich an auf den Langenstein. Das Wetter war wie gestern sonnig, warm und trocken – ein weiterer perfekter Tag zum Wandern !

Ankunft an der
Hintergrathütte

Um 11:30 Uhr nach zwei Stunden Aufstieg erreichten wir die Bergstation der Langensteinbahn. Von hier stiegen wir in einer Geröll-Landschaft weiter auf, dann führte ein schmaler Bergpfad mit vielen Kehren am Grat entlang – der Morosiniweg - zur Hintergrathütte ( 2661 m ), die wir um 13:15 Uhr erreichten. In der warmen Sonne saßen wir draußen, bestaunten die Gletscher ringsum, aßen Suppe und Speckbrot, bevor es eine gute Stunde später an den Abstieg ging über den Weg Nr. 2 zurück nach Sulden. 

Manchmal grollte es in den Gletschern, die uns umgaben, und manchmal sahen wir auch eine Eislawine abgehen.

An einem Wasserfall vorbei ging es über eine Hängebrücke, dann führte uns eine Forststrasse hinab nach Sulden; unser Hotel hatten wir um 17:00 Uhr erreicht.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Herbstwanderwochen 2020: Sonntag, 13. September, 1. Wanderung zur Kälberalm

 

Unsere erste Wanderung führte uns von Sulden hinauf zur Kälberalm (2247 m), die direkt gegenüber dem Ortler liegt und am Morgen in klarer Luft eine schöne Aussicht bot – und Minzlimonade ( steht nicht auf der Karte, muß man nach fragen ).

Die Kälberalm (2247 m)

Über den Eselspfad, der teilweise etwas Schwindelfreiheit erfordert, wanderten wir hinüber ins Zaytal und sahen alsbald die Düsseldorfer Hütte oberhalb im Felsgelände vor uns. Wir wandten uns dann aber nach rechts zum Abstieg nach Sulden, nachdem wir noch eine gemütliche Rast eingelegt hatten, um das Panorama des Suldentals zu genießen.

Kurz nach 16:00 Uhr waren wir am Hotel und ließen uns draußen nieder zu einem Drink, Die Sonne verschwand dann aber schnell hinter den Bergen und die kalte Luft trieb uns dann hinein in die Bar, obwohl es heute den ganzen Tag sonnig und recht warm gewesen war – überraschend warm für diese Höhe.

Mittwoch, 30. September 2020

Herbstwanderwochen 2020: Samstag, 12. September, Fahrt nach Sulden

Nach dem Frühstück fuhren wir über den Fernpass, über den wir flott rüber kamen, verfuhren uns dann aber in Richtung Timmelsjoch.

Am Rechenpass
Da ich keine Autobahn-Vignette kaufen wollte für das kurze Stück Autobahn Richtung Bodensee hatte ich mein Navi so eingestellt, daß es Autobahnen vermeiden sollte. Offensichtlich war die Landstrasse dann aber gesperrt und somit berechnete das Navi dann eine Route mit 60 km Umweg. Zerknirscht drehte ich um, nachdem ich das Navi wieder auf normale Wegführung eingestellt hatte, kaufte an einer Tankstelle die Autobahn-Vignette, dann ging es endlich zügig zum Rechenpass, den wir um 11:45 Uhr erreichten.
Parchotel in Sulden

Nach einem Toast und Apfelsaftschorle im dortigen Cafe machten wir noch einen Spaziergang am See entlang, bevor wir dann weiter fuhren zum Ortler und auf die Bergstraße nach Sulden einbogen. Das Hotel Parchotel ist schwer zu finden, wir fuhren erstmal dran vorbei, telefonierten dann mit unserem Freund Rüdiger, mit dem wir uns hier treffen wollten, und fanden es schließlich fast direkt neben der Kirche in Sulden. Am Nachmittag unternahmen wir mit Rüdiger und Christel sogleich einen Spaziergang um Sulden herum auf der Kulturpromenade und kauften dann im Sparmarkt noch ein bischen Proviant und Getränke ein.

Herbstwanderwochen 2020: Freitag, 11. September, Fahrt nach Lermoos

 

Die Fahrt zum Ortler, wo wir eine erste Wanderwoche verbringen wollten, bevor es dann in der zweiten Woche nach Wolkenstein gehen sollte, hatten wir in zwei Etappen aufgeteilt.

Hotel Hochmoos in Lermoos

Um 11:00 Uhr brachen wir auf, wählten dann für den Weg nach Stuttgart die Variante über Heilbronn wegen eines gemeldeten Staus bei Pforzheim, was sich dann aber als Fehlentscheidung entpuppte. Zum einen ist die halbe Strecke eine Baustelle, zum anderen standen wir dann wegen eines brennenden PKW im Stau. Der zweite Stau ereilte uns dann am Aichelberg und kurz nach 17:00 Uhr erreichten wir unser über booking.com gebuchtes Hotel Hochmoss in Lermoos, direkt an der Seilbahn gelegen. Das Hotel war sehr ordentlich mit frisch renovierten Zimmer, fernab vom Strassenlärm. Abends spazierten wir durch den Ort und aßen zu Abend im Hotel Bergland.