Montag, 1. April 2019

Ellhaidoo, Malediven, Donnerstag, 14.3.2019, 2. Tag

Am Morgen nutzten wir wieder das ruhige Wasser für einen Schnorchel-Ausflug. Um 13:00 Uhr zogen wir dann um in den Wasser-Bungalow Nummer 413; sehr luxuriös ausgestattet mit Holzveranda zum Meer, Glasfußboden in der Diele, durch den man auf Seesterne und kleine Schwarz-Spitzen-Haie blicken konnte, die sich hier in der Bucht tummelten.

Wasser-Bungalows auf Ellhaidoo
Desweiteren konnten wir im seichten Wasser zwei Moränen beobachten.
Um 14:30 Uhr begaben wir uns zur Tauchschule. Wir legten unsere OWD-Zertifizierung und Logbücher vor und füllten ein Registrierungs-Formular aus. Wie gewohnt interessierte sich niemand für den Gesundheits-Check, dem wir uns zuvor zu Hause unterzogen hatten, eine ärztliche Privat-Leistung, die uns etwa € 250,00 gekostet hatte.
Wir erhielten ein ausführliches Briefing über das Tauchen auf der Insel und die Abläufe in der Tauchschule, dann unser Leih-Equipment. Um 16:00 Uhr ging es dann los zum Check-Dive.
Unsere Aussicht auf den
Indischen Ozean
Nach Masken- und Atemregler-Wechsel-Übung im seichten Wasser ging es hinaus zum Steilwand-Riff, wir tauchten erst gegen die Strömung, dann auf 21 m mit der Strömung zu einem bequemen Ausstieg in der Nähe der Wasser-Bungalows. Nach zehn Jahren Tauch-Abstinenz verlief für mich und auch für Alex, die immerhin zweimal im Schwimmbad trainiert hatte, der Tauchgang äußerst entspannt. Wir sahen dichte Schwärme gelber Fische, mehrere Haie, einen Steinfisch, und in einer Höhlung schwammen wir sehr dicht mit größeren Wimpelfischen.
Kleiner Schwarzspitzen-Riffhai
unter unserem Wasser-Bungalow
Den Nachmittag verbrachten wir im sehr warmen Pool und mit ein paar Drinks und Snacks im Liegestuhl und schließlich auf der Veranda unseres Wasser-Bungalows, während die Sonne unspektakulär hinter einer Wolkenformation verschwand. Am Abend sahen wir direkt im Westen, wo die Sonne untergegangen war, Blitze aufzucken. Ein Reiher spazierte seelenruhig an unserem Bungalow vorbei.

Donnerstag, 28. März 2019

Ellhaidoo, Malediven, Mittwoch, 13.3.2019, 1. Tag

Der Anreisetag war in den Dienstag übergegangen. Heute, Mittwoch, war unser erster Tag auf Ellhaidoo.

Strand vor unserem Beach Bungalow
auf Ellhaidoo
Schon vor dem Frühstück gingen wir an unserem Hausriff Schnorcheln und bewunderten die bunten Fischschwärme, die sich dort tummelten. Durch eine sehr seichte Bucht hindurch und durch einen Durchgang in der Steinmauer, die die Insel umgab, um sie vor der Brandung zu schützen, gelangte man in tieferes Wasser.
Nach dieser frühsportlichen Aktivität gingen wir erstmal frühstücken. Mittags unternahmen wir dann einen weiteren Schnorchel-Ausflug und diesmal nahm ich meine Unterwasser-Kamera mit, nachdem ich am Morgen nur das Gehäuse auf Dichtigkeit getestet hatte, immerhin war es zehn Jahre lang nicht mehr benutzt worden.
Schwarm von Wimpelfischen
am Hausriff von Ellhaidoo
Nach dem Mittagsessen meldeten wir uns bei dem Dive Center für einen Check-Dive am nächsten Tag um 14:30 Uhr an.
Den Mittag verbrachten wir wieder auf dem schattigen Strand vor unserem Beach-Bungalow und mit Schnorcheln.

Mittwoch, 27. März 2019

Ellhaidoo, Malediven, Montag, 11.3.2019, Anreise

Unser Flug auf die Malediven mit Condor sollte am Montag abend um 20:05 Uhr starten. Wir hatten die Reise über TUI gebucht und auch einen Parkplatz in “Flughafennähe”. Wie sich dann herausstellte lag dieser in Frankfurt zwischen Bockenheim und Rödelheim, unweit des Rebstock-Bades. Wir mußten also am Flughafen vorbei fahren und noch 15 km nach Frankfurt hinein, um dort im Freien auf einem etwas dubios wirkenden Parkplatz auf den Shuttle-Bus zu warten. Ein erster taktischer Fehlgriff für unsere Reise.

Wasser-Flughafen in Malé
Der Bus kam dann nach fünfzehn Minuten und brachte uns innerhalb weiterer fünfzehn Minuten zum Flughafen. Es herrschte Berufsverkehr, glücklicherweise gab es aber keinen Unfall oder Stau, sonst hätte der Zeitplan rasch knapp werden können.
Knapp zwei Stunden vor Abflug checkten wir bei Condor ein, was zügig voran ging, wie auch das Passieren des Security-Checks. Pünktlich um 20:05 Uhr saßen wir im Flugzeug, mußten dann aber noch etwa eine halbe Stunde auf den Abflug warten. Über Ost-Europa, das Schwarze Meer und den Persischen Golf, dann über die Arabische See westlich von Indien, flogen wir dann in gut 9 Stunden mit Condor Flug DE2320 nach Malé, der Hauptstadt der Malediven. Wie es sich zeigte hatte TUI gute Plätze für uns gebucht: direkt am Notausgang mit viel Beinfreiheit. In einer Extra-Sicherheitsunterweisung wurde uns gezeigt, wie wir die 27 kg schwere Tür notfalls öffnen konnten.
Maledivische Insel von oben
Es gab ein Abendessen und ein bescheidenes Frühstück, und zwei Filme: ‘Polarexpress’ aus dem Jahr 2004 und ein weiterer Film, der mich nicht interessierte. Für € 9,00 buchte ich das Premium-Entertainment-Upgrade und sah mir ‘100 Dinge’ an und eine Agenten-Persiflage mit Roan Atkins.
Wir landeten sogar etwas zu früh auf den Malediven. Dort angekommen ging es durch Passkontrolle und Gepäck-Annahme, dann über zwei Schalter zum Checkin der Trans Maldivian Airways, die die Touristen per Wasser-Flugzeug auf die einzelnen Inseln verteilt. Per Bus umrundeten wir dann den Flughafen zum Terminal für die Wasser-Flugzeuge.
Ellihadoo - wir kommen !
Als wir vor fünfzehn Jahren das erstemal hier waren ging es hier noch beschaulicher zu: vier Wasser-Flugzeuge einer kleinen Privat-Airline dümpelten an einem beschaulichen Steg im Wasser. Mittlerweile ist das Ganze ganz schön expandiert, zweitweise lagen gut ein Dutzend Flugzeuge an den drei Piers und es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen.
Unser Flug war für 12:55 Uhr geplant, wir hatten also noch gut eineinhalb Stunden Zeit. Zwischendruch wurde mein Name aufgerufen und ich begab mich abermals zum Checkin-Schalter. Dort wurde ich darüber informiert daß unser Gepäck nicht mit uns reisen würde, da das Wasser-Flugzeug überladen war; es würde um 17:30 Uhr nachgeliefert werden. Um der auch hierzulande eingezogenen Bürokratie Rechnung zu tragen mußte ich dafür sogar eine Einverständnis-Erklärung unterschreiben. Wir durften dann nochmal zu unseren Reise-Taschen, um ein paar Habseligkeiten umzupacken in unseren Rucksack, z.B. eine Badehose, denn wir wollten den verbleibenden Tag mit Schwimmen verbringen.
Ankunft auf Ellhaidoo
Mit dröhnenden Motoren ging es dann nach Ellhaidoo. Der Flug dauerte etwa fünfzehn Minuten. Das Flugzeug machte an einem Holz-Ponton fest, und ein Dhoni brachte uns dann endlich auf die Insel.
Dort beim Checkin wartete eine weitere Überraschung auf uns: die Wasser-Bungalows, die wir eigentlich gebucht hatten, waren ausgebucht und wir sollten die ersten zwei Nächte in einem Strand-Bungalow verbringen. Wir waren zerknirscht, es half aber wohl alles nix. Immerhin bot man uns einen kostenlosen Upgrade auf Premium-All-Inclusive an für die gesamte Dauer unseres Aufenthalts, ein akzeptables Angebot, wie ich fand; Alex war noch nicht so überzeugt.
Hafen von Ellhaidoo
Der Premium-Upgrade hätte uns bei der Buchung einen weiteren Tausender gekostet. Er beinhaltet: Begrüßungssekt, freies WLAN, eine Massage, Teilnahme an zwei vom Resort durchgeführte Ausflüge, mehr Auswahl bei den Getränken.
Die Strand-Bungalows erwiesen sich natürlich auch als hübsch, jeder mit Blick zum Meer, Strand wenige Schritte vor der Nase, mit Liegestühlen unter schattigen Palmen.
Wir gingen erstmal schwimmen, dann zu einem Snack und Drinks an die Bar. Es gibt hier zwei Restaurants, das bessere für die Premium-Gäste liegt am Pool direkt bei den Wasser-Bungalows.
Welcome to Ellhaidoo !
Dort wurde am Abend ordentlich aufgefahren: in zwei gekühlten Bereichen mit Schiebetür standen Vor- und Nachspeisen, es gab warme Curries und Beilagen und eine Theke, an der einem ein Koch Leckers zubereitete. Die Küche bot kontinentale und indische / asisatische Kost.
Gleich danach ging es ins Bett; wir hatten eine kurze Nacht ohne Schlaf hinter uns und waren todmüde.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Herbstwanderwochen 2018 - Mittwoch, 26.9. - Schlern

Alex mußte wieder das Bett hüten, die Grippe hatte sie abermals voll im Griff. Sie bereute dennoch nicht die gestrige Wanderung gemacht zu haben, denn dadurch hatte sie wenigstens einen tollen Tag im Rosengarten verbracht.

Aufstieg durch die Bärenfalle
Wir stiegen heute auf durch die Bärenfalle zum Schlernhaus, ein Aufstieg über 1200 Höhenmeter. Die ersten 800 Höhenmeter durch die Schlucht waren in zwei Stunden geschafft, dann ging es mit weniger Steigung zwei Stunden weiter zum Schlernhaus. Der Gipfel war nun noch 20 Minuten entfernt, diesen Anstieg und die Aussicht von da oben ließen sich die meisten in der Gruppe nicht entgehen, bevor wir dann an der Hütte die Mittagsrast einlegten.
Vom Schlernhaus zum Schlern
Die Berge im Süden ragten aus Dunstschleiern empor, ein toller Anblick, da ansonsten die Aussicht wieder brilliant war.
Der Abstieg erfolgte durch die Teufelsschlucht über 1400 Höhenmeter, teilweise über gut ausgebaute Holzstege und Steinpfade. Dennoch wurden die Knie und Füße zusehends müder, bis wir ein kleines Dorf in der Nähe von Prösels erreichten, wo uns ein Bus um 18:30 Uhr zurück nach Tiers beförderte – und glücklicherweise die Straße hinauf zum Hotel Weißlahnbad, so daß wir uns heute den üblichen 20minütigen Aufstieg ersparen konnten. Als wir den Bus verließen erstrahlte der Rosengarten gerade in der abendlichen Sonne.
Blick vom Schlern
zu Platt- und Langkofel
Der Höhepunkt dieses Ereignisses währt meist nur kurz und ist nach einigen Minuten schnell vorbei.
Leider war für uns mit diesem Tag die Reise zu Ende. Alex ging es nicht gut und die ärztliche Versorgung in Tiers ist äußerst miserable. Ein alter Landarzt bietet nur einmal in der Woche eine zweistündige Sprechstunde im Altenheim, die Alten warten dann schon zwei Stunden vorher auf ihn, und manchmal fällt die Sprechstunde dann einfach aus. Für einen ordentlichen Arzt muß man sich schon nach Kastelruth oder Bozen bequemen.
In der Teufelsschlucht
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns wehmütig von der Gruppe, während der strahlend blaue Himmel wieder einen herrlichen Herbst-Wandertag versprach, und fuhren die 725 km bis nach Hause, wofür wir knapp 9,5 Stunden benötigten: über den Brenner und aus Österreich raus lief es anfangs gut an diesem Wochentag, bei München mußten wir dann einen ersten Stau umfahren und ab Stuttgart standen wir im Berufsverkehr.
Und ewig blüht der Rosengarten



Samstag, 17. November 2018

Herbstwanderwochen 2018 - Dienstag, 25.9. - Nochmal Hirzelweg

Alex ging es etwas besser, den für heute geplanten Anstieg über 1000 Höhenmeter zur Grasleitenhütte wollte sie sich aber nicht zumuten. Ich beschloß daher mit ihr die gestrige Wanderung zu wiederholen, die einfach ein Muß ist und als Eingeh-Tour bestens geeignet.

Eine Hütte zum Rasten
Wie gestern fuhren wir mit dem Bus zum Karerpaß und wählten exakt dieselbe Route zur HütteBaita Pedriva. Heute ware es hier nicht windig und daher angenehm warm, als wir Radler und Ei mit Speck oder Käseomelett in der Sonne genossen. Auch ein Hüttenschnaps aus der Privatbrennerei des Wirtes durfte nicht fehlen.
Hüttenapotheke
Alex hatte sich trockene Sachen angezogen und wir wanderten nun gemütlich weiter, stiegen dann auch noch 20 Minuten lang zur Kölner Hütte empor, wo wir noch etwas tranken, bevor uns der Sessellift sanft ins Tal schweben ließ, während sich vor uns die Bergwelt im klaren Licht der Herbstsonne ausbreitete. Ein Rehbock unter uns ließ sich von uns nicht stören.
Am Abend hatten wir die Gelegenheit einen Rohschnitt des Filmes ‘Manaslu’ zu sehen, der das Leben von Hans Kammerlander mit seinen dramatischsten Momenten spannend und mit beeindruckenden Bildern in Szene setzt.
Der Rosengarten
im Herbst
Besonders gefallen hat mir der erste Teil des Filmes, der das harte Leben auf einem Bergbauernhof eindrucksvoll darstellt. Inhaltlisch kannte ich fast alles schon, was in dem Film gezeigt wurde, aus Vorträgen und Büchern von Hans, dennoch fand ich den Film sehr kurzweilig und spannend.

Samstag, 10. November 2018

Herbstwanderwochen 2018, Montag, 24.9. - Hirzelweg

Der Hirzelweg ist wohl ein, wenn nicht der Klassiker im Rosengarten, wunderschön zu gehen direkt entlang der Wände des Rosengartens, natürlich stark bevölkert.

Am Rosengarten
Wir fuhren mit dem Bus bis kurz unterhalb des Karerpasses. Artur, unser einheimischer Wanderführer, führte uns zu einem 500 Höhenmeter überwindenden Aufstieg zur Hütte Baita Pedriva, einer urigen kleinen Hütte mit nettem Wirt, der uns fröhlich begrüßte.
Hütte Baita Pedriva
Wir waren vorher einen kleinen Umweg gegangen, der uns über eine Anhöhe führte, von der aus wir einen herrlichen Blick ins Fassatal hatten, dahinter ragte die Marmolada auf, weiter rechts die italienischen Alpen, weiter links Sella und Langkofel.
Wir saßen draußen zur Mittagsrast, warm eingepackt, denn es blies ein heftiger eiskalter Wind, während die Sonne schien. Ein Hubschrauber umschwirrte uns immer wieder, damit beschäftigt Materialien zum Ausbau eines Wanderpfades hin und her zu fliegen.
Hubschraubereinsatz an
der Hütte Baita Pedriva
Nach der Mittagspause wanderten wir auf dem bequemen Hirzelweg mit wenig Steigung Richtung Kölner Hütte, und waren überwältigt von der Panorama-Bergwelt, die sich zu unseren Füßen auftat, und den Felswänden zu unserer Rechten. 20 Minuten vor der Hütte machten wir uns an den Abstieg zur Talstation des Sesselliftes, der die Kölner Hütte mit dem Tal verbindet. Anfangs ging es steil runter auf einem Schotterweg.
Wandern auf dem Hirzelwg
Wir verpassten knapp den Bus und wanderten daher noch weiter zum Nigerpass, wo wir uns auf dem Parkplatz in die wenigen Sonnenkorridore drängten, die dort noch vorhanden waren und uns etwas Wärme spendeten.
Relativ spät kamen wir im Hotel an, es war aber glücklicherweise noch Zeit sich einmal in der Sauna wieder aufzuwärmen.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Herbstwanderwochen 2018, Sonntag, 23.9. - Fahrt nach Tiers

Am Morgen spazierten wir nochmal nach Wolkenstein, wo das 60jährige Kirchweih-Fest stattfand, dem wir einen kurzen Besuch abstatteten, nicht ohne die leckeren Mohn-Krapfen zu probieren, die hier traditionell angeboten werde.

60. Kirchweih-Fest in Wolkenstein
Dann hieß es Abschied nehmen vom Hotel Rodella und den netten Leuten dort, vor allem Moni, die uns immer einen guten und gut gelaunten Service geboten hatte, und zwei neue Dirndel jeden Tag !
Die Fahrt nach Tiers dauerte etwa eine Stunde, über eine schmale Bergstrasse fuhren wir eine Abkürzung vorbei am Schloß Prösels, immer Rüdiger folgend, der sich hier auskannte.
Hotel Weisslahnbad am Rosengarten
Am Abend traf sich die Wandergruppe mit Hans Kammerlander und es gab ein Wiedersehen mit vielen Bekannten: Rolf und Inge, Rosi, Sylvia, Alois, den vier Berlinern, und vielen anderen, natürlich auch ein paar neuen Mitwanderern.
Alex verschwand früh im Bett, die Grippe hatte sie nun voll im Griff, so daß sie man nächsten Tag leider nicht mitwandern konnte.
Wir hatten ein sehr großes Zimmer bekommen mit geräumiger Holzveranda, aber etwas merkwürdig geschnitten. Das Essen war passabel, konnte sich aber mit dem Angebot des Hotel Rodella nicht messen. Natürlich war unsere Laune generell etwas gedrückt, weil Alex nicht fit war.