Sonntag, 5. Juni 2016

Nepal Reise 2016–Hinflug

Am 11.4.2016 flogen Alex und ich nach Nepal um dort mit Hans Kammerlander und einer 15-köpfigen Gruppe von Wanderern einen Trek rund um den Manaslu zu machen.

Unser Gepäck
für die Nepal-Reise
Am Tag davor hatte uns ein IC der Deutschen Bahn nach München gebracht und nachdem wir dort das Hotel Leonardo Boulevard bezogen hatten ( empfehlenswert, ordentlich aber nicht zu teuer, 15 Minuten zu Fuß zum Marienplatz oder 10 Minuten zum Englischen Garten ) unternahmen wir einen ersten Spaziergang in die Stadt. Das kühle Wetter trieb uns aber sogleich zurück ins Hotel, wo wir uns wärmere Kleidung besorgen wollten.
Gegenüber liegt ein gemütliches Kaffee, in das wir erstmal einkehrten um uns den Tag etwas zu versüßen.
Nachdem wir uns wärmer angezogen hatten streiften wir abermals durch die Innenstadt. Als es dann noch zu regnen anfing kehrten wir schnell in ein Restaurant ein, das gegenüber dem Hofbräuhaus liegt und wohl zum Platzl Hotel gehört: das Wirtshaus Ayingers. Nach etwas Wartezeit an der Bar bei einem ersten Bier bekamen wir sogar noch einen Tisch und genossen danach den letzten Schweinebraten, den wir in den nächsten drei Wochen bekommen würden.
Im Wirtshaus Ayingers

In der Neuen Pinakothek in München
Am Folgetag nutzten wir die Zeit um am Vormittag die Neue Pinakothek zu besuchen. Hier interessierte wir uns besonders für Monet, Manet, van Gogh und Gaugin. Am Nachmittag spazierten wir noch einige Stunden im Englischen Garten umher, während das Wetter zunehmend schöner wurde.
Danach holten wir unser Gepäck im Hotel ab, das wir dort deponiert hatten, und fuhren mit dem Taxi zum Bahnhof. Dort hatten wir einen weiteren Seesack im Schließfach deponiert, in dem sich Spielsachen und weitere Geschenke für eines der Kinderhäuser der Nepalstiftung Beilngries befanden, dem wir in Kathmandu einen Besuch abstatten wollten.
Fluß im Englischen Garten

Mit der S-Bahn fuhren wir nun zum Flughafen wo wir gegen 20:00 Uhr auf Hans und die Mitwanderer trafen vor dem Check-In Schalter der Turkish Airways, mit der wir über Istanbul nach Kathmandu fliegen würden.
Am Chinesischen Turm
in München
Recht pünktlich begann dann das Boarding. Birgit, Hans’ Sekretärin, hatte für alle Plätze in der Zweier-Reihe am Fenster gebucht.
Trotzdem wir pünktlich an Bord gingen verzögerte sich dann der Abflug erheblich, so daß wir schließlich mit 2 Stunden Verpätung in Istanbul landeten.
Dort hetzten wir durch den Flughafen, denn laut Plan war der Anschlußflug kaum noch zu kriegen.
Als wir aber am Check-In Schalter für den Anschlußflug ankamen erfuhren wir, daß auch der Anschlußflug sich um drei Stunden verspäten würde. Wir wurden mit Sandwiches und Getränken versorgt und schließlich gegen 3:00 Uhr nachts gings dann los nach Kathmandu.

Welcome to Nepal !
Gegen 13:00 Uhr Ortszeit nach etwa sieben Stunden Flug kamen wir dort an, mußten nun aber noch eine ganze Weile am Flughafen verbringen, bis alle ihr Visum bekommen hatten.
Alex und ich hatten uns im Vorfeld das Visum bereits in Berlin besorgt, was uns nun aber natürlich nichts nützte.

Ankunft in Kathmandu
Während wir warteten kam Alex ins Gespräch mit Nikolaus Gruber, der zusammen mit ein paar Kumpels eine Expedition zum Cho Oyu und zum Mount Everest machen wollte.
Auf dem Parklplatz vor dem Terminal wurden wir herzlich von Mitarbeitern der lokalen Reiseagentur Henkalaya begrüßt mit großem Plakat, Blumenketten und Wasser in Flaschen.


Kathmandu Airport
Ein komfortabler Bus brachte uns zum Hotel, während ich einen ersten Eindruck von Kathmandu erhielt – dem chaotischen Verkehr dort, den abenteuerlichen Stromleitungen und vielen provisorisch wirkenden Gebäuden.
Im Hotel angekommen gab es einen kleinen Empfang, Getränke und einige erste Erläuterungen.
Welcome to Greenwich Village Hotel !
Danach ging’s erstmal auf die Zimmer zum Duschen, Auspacken und Ausruhen. Um 19:00 Uhr gab es ein Abendessen mit leckerem Buffet. Beim Essen trafen wir dann auf eine kleine weitere Wandergruppe, die unter Führung von Walther Lücker das Everest-Gebiet bereisen wollte.
Pool of Greenwich Village Hotel
Mit reichlich Everest-Bier und vielen Gesprächen beschlossen wir den ersten Tag in Kathmandu im kleinen Kreis am Pool.

Getting used
to vegetarian food
and Everst beer

Sonntag, 6. März 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Letzter Tag und Abreise

Am Freitag morgen, dem 29. Januar 2016, hieß es Abschied nehmen von der Wandergruppe und unserem Wanderführer.

Blick zurück zum Krimmler Tauernhaus
Sie fuhren gleich nach dem Frühstück mit der Pistenraube ins Tal, um sich an die Heimfahrt zu machen. Alex und ich hatten noch zwei Tage Urlaub. Wir würden den Tag heute nutzen für eine gemütliche Wanderung zurück nach Krimml und hatten auch morgen noch einen ganzen Tag zur Verfügung, bevor wir am Sonntag nach Hause fahren würden.
Weißes Achental
Wir verabschiedeten uns vom Krimmler Tauernhaus und seinen Bewohnern, die uns in der vergangenen Woche gut versorgt hatten, und wanderten zurück das Krimmler Achental entlang Richtung Wasserfälle. Wir kamen nur langsam voran, einfach deshalb, weil wir das Tal gar nicht verlassen wollten. Immer wieder blieben wir stehen und staunten über die Ruhe und den Frieden hier zwischen den Bergen, wo sich um diese Zeit fast kein Mensch hin verirrte.
Wir kamen an ein paar verlassenen Almen vorbei, an den Felswänden über uns prangten Eisfälle.
Eisfall am Ausgang des Achentals
Die Wolken verzogen sich langsam und die Sonne trat hervor.
Um 11:00 Uhr standen wir oberhalb der Wasserfälle und blickten auf Krimml herab. Seit Sonntag hatte es auch hier ordentlich getaut, der Weg hinunter war stellenweise vereist und wir froh unsere Schneeschuhe dabei zu haben.
Wir stiegen am oberen Fall abwärts und kehrten in das Berghotel Schönangerl ein zu einer Mittagsrast, das direkt oberhalb des unteren Falls liegt.
Zwei Fälle der
Krimmler Wasserfälle
Um 13:15 Uhr hatten wir unser Auto erreicht, das vor der Pension der Familie Geißler parkte, wo wir auch unser Gepäck vorfanden, das mit der Pistenraube ins Tal befördert worden war. Wir verluden alles ins Auto und fuhren zunächst noch zum Touristenbüro, um uns einen Vorschlag zu holen für eine Wanderung morgen. Dann gings zum Gästehaus Schöppel, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen würden; bei Geißlers war leider kein Zimmer mehr frei gewesen.
Am Nachmittag tranken wir Kaffee im Hotel Krimmlerfälle und kehrten früh zum Abendessen in das Bierstübel im Gästehaus Waltl ein, wo es neben gutem Bier auch gutes Essen gab und wir auch ein Bier probierten, das mit Zirbelkiefer-Aroma “verfeinert” wird.
Ankunft an der Steineralm
Am Samstag fuhren wir nach dem Frühstück nach Neukirchen am Großvenediger und parkten gleich unten wo die Skipiste endet, um zur Steineralm aufzusteigen. Wir hätten auch bis zum Gasthof Rechtegg auffahren können, aber von dort erschien uns die Wanderung zu kurz, also machten wir heute nochmal einen Aufstieg über ~700 Höhenmeter.
Blaubeeromelett auf der Steineralm
Wir folgten zunächst der Strasse, bogen dann vor dem Gasthof Venedigerhof rechts ab und stiegen hinauf zum Hof Taufenstein. Von dort führte ein Weg in den Wald hinauf, der weiter oben auf den Forstweg zur Steineralm treffen würde. Es lag wenig Schnee, nur an einigen Stellen war es rutschig. Wir kamen gut voran, hatten um 12:00 Uhr besagten Forstweg und eine halbe Stunde später die Steineralm erreicht.
Alex und Axel auf der Steineralm
Dort ergatterten wir vor der Hütte einen schönen Platz in der Sonne, genossen den Ausblick auf die Berge mit dem Grossvenediger und ließen es uns richtig gut gehen bei Bier, Speckbrot mit Ei und der Spezalität des Hauses: Blaubeer-Omelette.
Schnäpschen auf der Steineralm
Gut zwei Stunden hielten wir es hier oben aus, das Wetter heute war auch traumhaft, ließen uns zum Abschied noch einen Schnaps schmecken, der “im Hut” serviert wurde, und machten uns dann an den Abstieg, diesmal der Forststrasse folgend und vorbei an den Gasthöfen Rechtegg und Venedigerhof. Ich machte unzählige Aufnahmen vom Grossvenediger, der von der schräg stehenden Sonne angestrahlt wurde, und es wurde 17:00 Uhr, bis wir zurück am Auto waren.
Abschied von der Steineralm
Abendessen heute gab’s im Gasthof zur Post – nicht ganz so gut wie gestern, die noch tiefgefrorenen Kroketten mußten wir erstmal reklamieren.
Als wir am nächsten Morgen die Heimreise antreten wollten hatte es kräftig geschneit und der Gerlospass war für Fahrzeuge ohne Schneeketten gesperrt.
Herr Schöppl versuchte uns zum Bleiben zu überreden und erzählte Horrorgeschichten von Leuten und deren unendlich langer Heimfahrt im Winter. Wir wollten aber doch einen Versuch starten über den Pass Thurn, was sich auch als problemlos herausstellte: der Schneefall hier war mehr in Regen übergegangen und die Strasse nur stellenweise etwas rutschig, ansonsten gut geräumt und befahrbar.
Gross-Venediger in der Abendsonne

Auf der Autobahn von Österreich nach Deutschlang hatte sich wie erwartet wieder ein langer Stau gebildet, bedingt durch die Kontrollen nach einreisenden Flüchtlingen.
Wintereinbruch am Abreisetag
Ich fuhr bei Kufstein Nord ab, über Land bis nach Deutschland, dann wieder auf die Autobahn, und hatte den Stau somit gut umfahren. Keine Kontrollen hier weit und breit !
Für die Heimfahrt wollte ich nach den Erfahrungen der Hinfahrt die A3 meiden, als dann aber ein Stau angesagt wurde auf der Strecke von Stuttgart nach München wählte ich doch diese Strecke. Diesmal kamen wir aber gut voran und erreichten wohlbehalten unseren Wohnort.

Dienstag, 1. März 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Vierte Tour: wieder zum Rainbachsee


Eigentlich wollten wir heute zur Richter-Hütte laufen.

Steiler und steiler im Schnee
Das Wetter versprach toll zu werden, der Himmel wurde klar und die Sonne begann zu scheinen. Während wir hinter dem Krimmler Tauernhaus wieder im Wald aufstiegen auf der Route, die wir schon am Montag genommen hatten, machte unser Wanderführer den Vorschlag eventuell nochmal zum Rainbachsee zu gehen, den wir am Montag ja nicht ganz erreicht hatten. Das Tal zur Richter-Hütte hin würde trotz Sonnenschein den ganzen Tag über im Schatten liegen und somit würden wir mal wieder nicht viel Sonne abbekommen.


Weiße Spitzen
An der Wegabzweigung stimmten wir ab und entschieden uns dann für den Rainbachsee. Schon nach kurzem Aufsteig erreichten wir eine sonnenüberflutete Höhe und folgten dem Pfad, den wir schon am Montag gespurt hatten.
Alsbald bogen wir aber nach rechts ab und versuchten einen Aufstieg in Richtung Rainbachscharte.
Unsere Gruppe am Rainbachsee
Der Weg steilte extrem auf und wir machten auf halber Strecke zwischen Felsbrocken Halt und rasteten. Ein schöner Ausblick nach Norden über das Krimmler Achental und die umliegenden Berge lag vor uns unter strahlend blauem Himmel.


Gamsbraten im Krimmler Tauernhaus
Nach einem kurzen steilen Abstieg querten wir nach rechts zurück auf den Weg zum Rainbachsee und erreichten diesen um 12:30 Uhr. Wieder genossen wir in Ruhe die schöne winterliche Landschaft, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Noch vor 15:00 Uhr waren wir zurück, hatten also genug Zeit für Drinks und zum Ausruhen, bevor es am Abend als Highlight einen leckeren Gamsbraten als Abschlußessen gab, das wir mit Kaiserschmarren und Zirbelschnaps beendeten.


Sonntag, 21. Februar 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Dritte Tour: zu den Krimmler Tauern


Die für heute geplante Tour war ähnlich lang wie die gestrige und sollte uns zu den Krimmler Tauern führen.

Bach unter Schnee
Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage ahnten wir also schon, daß wir auch heute unser Ziel nicht erreichen würden.
Um 8:00 Uhr ging es wieder los und wir wanderten abermals ins Krimmler Achental hinein, dann nach einer knappen Stunde bogen wir nach rechts ab und stiegen eine bewaldete Anhöhe empor, bis schließlich das Windbachtal vor uns lag. Langsam ansteigend wanderten wir in das weiße friedliche Tal hinein.
Aufstieg im Windbachtal
Um 10:00 Uhr kamen wir an der verlassenen Windbachalm ( 1882 m ) vorbei. Wir steigen in einen weißen Kessel hinein, der Weg wurde langsam steiler, die Schneeverhältnisse waren ähnlich wie gestern.
Um 12:30 Uhr hatten wir uns durch den Schnee zu einem Felsen vorgearbeitet, an dem wir rasteten.
Aufstieg im Windbachtal
Ein Blick auf die Karte zeigte uns daß wir noch lange nicht am Ziel waren und dieses heute kaum noch erreichen würde. Alex war zudem erkältet und nicht ganz so fit. Christian und Marie waren erst gar nicht mitgegangen, auch sie hatte eine Erkältung außer Gefecht gesetzt.
Schneeschuhwanderer im Windbachtal
Wir kehrten also um und stiegen wieder ab, während die Sonne über den Berg kam und uns wärmte. Weiter unten machten wir eine längere Rast und genossen die Sonne, die friedliche Winterlandschaft um uns herum und die beruhigende Stimmung im Tal.
Unsere Spuren im Windbachtal
Gegen 15:00 Uhr waren wir wieder unten im Achental und eine halbe Stunde später zurück am Krimmler Tauernhaus.

Samstag, 20. Februar 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Zweite Tour: zur Warnsdorfer Hütte

Am Vorabend hatten wir uns die Tour zur Warnsdorfer Hütte schon auf der Karte angeschaut: deutlich länger als unsere gestrige Tour zum Rainbachsee !

Blick aus dem Tal der Schatten
Überdies gibt es hier im Achental nur vier mögliche Schneeschuh-Touren: zum Rainbachsee, zur Warnsdorfer Hütte, zur Richter Hütte ( ebenfalls lang ) und ins Windbachtal und auf die Krimmler Tauern ( auch lang ). Die Anmarschwege hier im Achental sind meist lang, bevor der eigentliche Aufstieg beginnt. Bei schwierigen Schneeverhältnissen schwindet also die Chance das Ziel überhaupt zu erreichen.
Auf dem Weg zur Warnsdorfer Hütte
Das war uns klar, als wir am Morgen so um 08:00 Uhr aufbrachen. Zunächst ging es sanft ansteigend in das Achental hinein. Der Schnee war weich und wer vorne ging hatte daher ordentlich zu spuren, also mußten wir uns immer wieder abwechseln. Drei Stunden waren wir schon unterwegs gewesen, bis wir die Warnsdorfer Hütte erblickten.
Schneeschuhwanderer
Wir stiegen nun auf, die Verhältnisse wurden schwieriger, der Schnee tiefer, aber immer noch weich, so daß wir jetzt manchmal knietief einsanken.
Um 13:30 Uhr standen wir unterhalb der Hütte an einem kleinen Elektro-Häuschen. Im Sommer vielleicht noch 20 Minuten entfernt, hätten wir heute möglicherweise noch die dreifache Zeit benötigt um zur Hütte zu gelangen.
Gletscher unterhalb
der Dreiherrenspitze
Also brachen wir an dieser Stelle ab, denn es stand uns noch ein langer Rückweg bevor.
Beim Schneeschuhwandern muß man eben flexibel sein, sich anpassen an Natur, Verhältnisse und Möglichkeiten. Trotz guter Kondition, die uns der Bergführer bestätigte, hatten wir das Ziel nicht erreicht, und wir wollten auch nicht zu spät und bei Dunkelheit zurückkehren. Also machten wir uns an den Abstieg.
Die Dreiherrenspitze
Der Himmel hatte immer mehr aufgeklart und die Sonne beleuchtete die umliegenden Berge, hier unten im Achental bekamen wir aber keinen Sonnenstrahl ab. Der Gletscher unterhalb der Dreiherrenspitze bot einen grandiosen Anblick, und die Ruhe um diese Zeit in diesem langen Tal war Genuß pur.
Ein langer Rückweg beginnt
Somit dennoch eine schöne Wanderung, wenngleich wir das Ziel nicht erreicht hatten, wie die meisten erfahrenen Wanderer von uns es eigentlich schon erwartet hatten.
Gegen 16:30 Uhr erreichten wir das Krimmler Tauernhaus und waren somit 8,5 Stunden unterwegs gewesen.
Leuchtende Berge oberhalb
des Krimmler Tauernhauses
Ein langer Tag neigte sich dem Ende, wir ruhten uns etwas aus vor dem Abendessen und gingen dann recht früh ins Bett; die Hüttenruhe um 22:00 Uhr reizten wir jedenfalls nicht voll aus. Ein tiefer erholsamer Schlaf war uns nach dieser ausgedehnten Wanderung sicher.

Sonntag, 14. Februar 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Erste Tour: zum Rainbachsee

Unsere erste Schneeschuh-Wanderung sollte uns zum Rainbachsee führen und eine Eingeh-Tour sein.

Durch tiefen Schnee
Wir ließen uns morgens Zeit und brachen erst so gegen 09:00 Uhr auf. Nach der routinemäßigen Überprüfung der LVS-Geräte wanderten wir auf dem hinter dem Krimmler Tauernhaus beginnenden Weg bergan im Wald aufwärts Richtung Rainbachscharte.
Der Schnee erwies sich als schwierig zu gehen: auf dem Boden lag nur eine relativ dünne Schicht und man brach bei fast jedem Schritt ein.
Abstieg in Achental
Schon bald mußten wir unseren Wanderführer regelmäßig ablösen, als es dann weiter oben steiler wurde und man immer tiefer in den Schnee einbrach.
Der Himmel war bedeckt, mit Sonne wurden wir heute nicht verwöhnt.
Wir kamen also nur langsam voran. Um 13:30 Uhr hatten wir den See noch nicht erreicht; normalerweise braucht man im Sommer vom Krimmler Tauernhaus zwei Stunden bis dorthin.
Schneeschuhwandern im Achental
Wir hätten sicher noch mindestens eine halbe Stunde weiter wandern müssen aber Robert, unser Wanderführer, schlug vor umzukehren. Er wollte nicht zu spät zur Hütte zurückkehren, da er noch Zeit haben wollte für die wohl immer wieder wichtige LVS-Such-Ausbildung und –übung.
Wir kehrten also um und waren um 15:00 Uhr wieder an der Hütte. Dort wurden wir dann in den Gebrauch des LVS-Gerätes eingewiesen und mehrmals mußten Teilnehmer dann ein verstecktes LVS-Gerät suchen und ausgraben.
Lawinen-Verschüttete Suchübung
Im Prinzip kein Hexenwerk, aber man muß ruhig, trotzdem zügig und effizient an die Sache herangehen und kann doch einiges falsch machen, wie wir sahen. Wer von einer Lawine verschüttet wird und die Gewalten des Schnees erstmal überlebt hat der hat gute Überlebenschancen wenn er innerhalb von 15 Minuten gefunden wird und etwas Luft zum Atmen hat. Es ist also Eile geboten für die Suchenden !
Nach der Übung, die mindestens eine Stunde gedauert hatte, kehrten wir in die Hütte ein zum Aufwärmen und Bier oder Tee trinken und hatten noch genug Zeit uns bis zum Abendessen auszuruhen.

Montag, 8. Februar 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Hinfahrt und Aufstieg

Auch dieses Jahr wollten meine Frau und ich wieder Schneeschuwandern gehen, der Winter hatte sich bisher aber sehr sparsam gezeigt mit Schnee.

Nur eine Hütte ist geöffnet
Glücklicherweise ist dann gegen Mitte Januar doch noch Schnee gefallen und so machten wir uns am Samstag, den 23. Februar 2016 auf die Fahrt nach Krimml. Seit langer Zeit wählte ich mal wieder die A3 für die Fahrt in den Süden, was sich sogleich als Fehler erwies. Wir standen oft in Stau oder zähflüssigem Verkehr und es war schon später Nachmittag, als wir das Inn-Tal erreichten. An der Autobahn-Ausfahrt Zillertal staute sich der Verkehr auf der Abfahr-Spur und nichts ging mehr voran. Wir fuhren also einen 20-Kilometer-Umweg über die nächste Autobahn-Ausfahrt um dann im Zillertal im Stau zu stehen.
Noch 60 km mußten wir fahren, die Straße schlängelte sich dann in die Berge hinauf zum Gerlos-Pass und es war schon lange dunkel als wir endlich in Krimml eintrafen.
Eisfall
Unsere Unterkunft für die kommende Nacht war die Pension Tauernhaus der Familie Geißler, die auch das Krimmler Tauernhaus betreiben. Als wir diese endlich gefunden hatten bekamen wir dort ein schönes Zimmer und stiefelten sogleich zum Hotel Klocknerhaus zum Abendessen.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück verluden wir unser Gepäck gleich in einen Autobus, der es dann zum Krimmler Tauernhaus bringen sollte. Laut DAV Programm war geplant sich um 15:00 Uhr am Klocknerhaus zu treffen und dann mit der Pistenraupe rauf zu fahren.
Ankunft am Krimmler Tauernhaus
Alex und ich wollten diesen Tag aber in aller Ruhe für eine Eingeh-Tour benutzen und hinauf zum Krimmler Tauernhaus wandern.
Unsere Wanderung führte uns zunächst an den Krimmler Wasserfällen aufwärts, die teilweise eingefroren waren. Der Weg ließ sich gut ohne Schneeschuhe gehen, diese hatten wir im Gepäck gelassen.
Krimmler Tauernhaus
Zunächst an den unteren, dann an den oberen Fällen stiegen wir aufwärts, genossen immer wieder die Blicke von den Aussichts-Kanzeln auf den Wasserfall und nach Krimml und den umliegenden Bergen, und erreichten schließlich oberhalb der Fälle die Schettbrücke ( 1460 m ) und das Achental.
Von hier waren es noch zwei Stunden zu laufen in das einsame Tal hinein bis zum Krimmler Tauernhaus. 400 Höhenmeter waren wir bereits aufgestiegen, 200 weitere sollten uns dann auf eine Höhe von 1631 m führen. Eine Winterlandschaft umgab uns, wenngleich nicht sehr viel Schnee lag für diese Höhe.
Apfelstrudel im Krimmler Tauernhaus
Um 14:45 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht, wurden von den Wirtsleuten Simon und seiner Schwester begrüßt und ließen uns in der alten Gaststube nieder zu Tee und Apfelstrudel.
So um 16:30 Uhr traf dann die Gruppe samt Wanderführer Robert ein. Er hatte uns schon vermisst, denn leider hatte er die Familie Geißler erst später getroffen, die wußten, daß wir bereits losgewandert waren. Alsbald erhielten wir unsere Ausrüstung: LVS-Gerät, Sonde und Spaten.
Unsere Stube im
Krimmler Tauernhaus

Wir setzten uns zu unserem ersten Abendessen zusammen und zunächst mal gab es einen Zirbelschnaps vom Hüttenwirt und eine kleine Begrüßungsrede, in der voller Stolz auch die Geschichte der Familie und des Hauses beschrieben wurde.  Nach dem Essen studierten wir dann Robert’s Karten um uns einen Überblick über die geplanten und möglichen Touren zu verschaffen.

600 Jahre alte Gaststube
im Krimmler Tauernhaus
Die Gruppe bestand mit uns und Wanderführer aus 9 Leuten. Da waren noch Christian und Marie aus dem Schwabenländle, Felix, der schon viel Bergerfahrung hatte aber zum ersten mal auf Schneeschuhen unterwegs war, Martin, der jung pensionierte Bürgermeister, sowie Thorsten und Petra.