Freitag, 19. September 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 33 (1. November) - Los Angeles

Auszug aus meinem Neuseeland-Tourenbuch

Gegen 14:00 Uhr landeten wir in Los Angeles. Nach Durchlaufen der üblichen Einwanderungs- und Zollformalitäten holte mich ein Bus des Hacienda Hotels vor dem Flughafen ab und brachte mich in die sehr nahe gelegene Unterkunft am Sepulveda Boulevard.

Viel war mit dem Tag nicht mehr anzufangen, zumal die Sonne bereits um 17:00 Uhr unterging und ich recht müde war.

Nach Dusche und Schreiben meines Tourenbuchs besuchte ich das gegenüber liegende Sizzler-Restaurant und bekam dort ein sehr leckeres saftiges Steak mit Pommes, Toast und einem reichhaltigen Salat-Buffet, dazu ein Heineken und zum Nachtisch ein Sundae – das alles für US $ 16.21: recht preiswert für amerikanische Verhältnisse.

Donnerstag, 18. September 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 32 (31.Oktober) - Abflug nach Los Angeles

Muri Beach
Muri Beach

Ein letztes mal führte mich ein morgenlicher Spaziergang am Muri Beach entlang von meiner Island Villa zum Resort, wo ich frühstückte. Zurück in der Villa packte ich meine Sachen und fuhr meine Tasche zum Hotel, wo ich auscheckte. Anschließend brachte ich den Nissan Laurel zum Budget-Office nach Avarua. Mit dem Bus ging’s von Cooks Corner aus zurück zum Pacific Resort, wo ich mir bei strahlend blauem Himmel und strahlend türkisfarbenem Wasser in der Lagune Schnorchelbrille,-flossen und ein Paddelboot besorgte und zu der kleinsten der vier Inseln, Taakoka, paddelte. Dort zog ich das Boot an Land und umschnorchelte die Insel einmal, wobei ich neben den üblichen bunten Fischen blaue Seesterne und große Seenadeln erblickte.

Rarotonga Canoe Ride
Paddelboot-Fahrt zur Insel Taakoka

Dann paddelte ich hinaus in die Nähe des Riffs und bewunderte die gewaltigen Wellen, die lautstark dagegen schlugen.

Gegen 14:00 Uhr war ich zurück im Hotel und verdrückte an der Barefoot Bar zunächst einmal einen gewaltigen Hamburger mit Pommes.

Dann war Sonnen und Faulenzen angesagt auf einer der Liegen am Strand. Später traf ich Kevin und Judy und gab Judy meine eMail-Adresse. Sie pflegt fleißig Kontakte in alle Welt.

Wir verabredeten uns für den Abend zum BBQ in der Barefoot Bar und so verging die Zeit bis zum Bus-Transfer zum Flughafen im Kreise der sehr netten australischen Familie recht flott. Toni, Steves kleiner Bruder, fragte mir sehr interessante Löcher in den Bauch über Deutschland, die ich aber mit Salat, Hühnchen, Würstchen, Steak und Brot sowie Papayas zum Nachtisch wieder stopfen konnte. Nachdem ich mich von allen verabschiedet hatte ging’s um 21:30 Uhr mit dem Bus zum Flughafen, wo ich nach dem Checkin meine NZ $ 25 Departure Tax bezahlte.

Etwas verfrüht hob Flug NZ46 um 23:15 Uhr von Rarotonga ab, um eine gute Stunde später auf Tahiti zwischenzulanden, wo wir gut 2 Stunden Aufenthalt hatten, bevor wir um 02:45 Uhr den Weiterflug nach Los Angeles antreten konnten.

Montag, 15. September 2008

Von München nach Venedig in 28 Tagen: zu Fuß über die Alpen

Es war ruhig hier auf meinem Blog während der letzten 5 Wochen, stimmt’s ? Dafür gibt es einen einfachen Grund: ich war mal wieder auf Reisen und es war mal wieder eine längere Urlaubs-Reise, die ich unternommen habe. Diesmal ging es zu Fuß über die Alpen: vom Marienplatz in München zum Makrusplatz in Venedig in 28 Tagen.

Falls einige meiner Leser sich jetzt mit dem Finger an die Stirn tippen, so ist das eine ganz normale Reaktion, die ich schon bei vielen Bekannten und Freunden beobachtet habe: zu Fuß über die Alpen ? Das ist doch verrückt ! Und sicherlich keine Art, seinen Urlaub zu verbringen, oder ? Wo bleibt da die Erhohlung ?

Tja, es mag vielleicht für manche schwer verständlich sein, aber 26 Tage am Stück Wandern ist für mich und auch für meine Frau eine besondere Art der Erholung. Eine Herausforderung und Anstrengung natürlich, aber durchaus etwas, womit wir unseren Urlaub gerne verbringen: den ganzen Tag an der frischen Luft sein, sich bewegen, immer was neues sehen, die Natur geniesen, die Ruhe, mal ausbrechen aus dem Alltag, weg von Menschenmassen, Technik, Arbeitsstress.

Starting our hike on the Marien Square in Munich
Beginn unserer Alpenüberquerung in München auf dem Marienplatz

Am Sonntag, dem 10. September um 09:00 Uhr morgens traf sich eine Gruppe von 14 Personen in München am Marienplatz, um diese ungewöhnliche Reise zu beginnen: zu Fuß über die Alpen in 26 Tagen, organisiert vom DAV Summit Club. 7 aus dieser Gruppe hatten vor die ganzen 4 Wochen am Stück durchzulaufen, darunter meine Frau und ich.

Der erste Tag bot sogleich die längste Etappe; 36 km zu Fuß aus München heraus, an der Isar entlang, bis nach Gelting hinter Wolfratshausen. Am Ende des ersten Tages war ich fertig: die Füße brannten, die Beine schmerzten, die Erschöpfung war groß, und weiterzuwandern am nächsten Tag fiel schwer. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir nicht vorstellen 25 weitere Tage zu wandern und Venedig zu erreichen. Eine 4-Wochen-Wanderung hatte ich bisher nie unternommen und das ganze war wohl ein Unternehmen, bei dem man nicht an das Ende oder Ziel dachte, da es einfach zu weit weg lag, sondern sich zunächst immer auf das nächste Tagesziel konzentrierte.

Ich hoffte darauf daß man sich bald ans permanente Wandern jeden Tag gewöhnen würde und tatsächlich trat dies ein. Am Anfang war es für mich und für die meisten anderen eine große Umstellung, eine völlige Umgewöhnung im Vergleich zum gewohnten Tagesablauf, eine neue Art der Belastung und Herausforderung, aber nach einigen Tagen hatte man sich sowohl körperlich wie auch mental an den neuen Tagesablauf gewöhnt: viel laufen, wenig sitzen, viel frische Luft, jede Nacht woanders schlafen, kein Fernsehen, kein Conputer, Leben aus dem Rucksack mit dem, was man tagsüber getragen hat, Konzentration auf mehr grundlegende Dinge wie Füße verbinden oder dafür sorgen, daß man abends trockene Klamotten zur Verfügung hat.

Es war für mich und meine Frau und wohl für alle anderen auch ( außer Ludwig natürlich, unserem Bergführer ) eine Herausforderung, nicht nur sportlicher Art, ein Abenteuer mit neuen Erfahrungen, Hindernissen und Erfolgserlebnissen jeden Tag, ein Streifzug durch die Natur und wunderbare Welt der Berge mit grossartigen Ausblicken und Eindrücken, manchmal mit Problemen und etwas Leid verbunden, wie z.B. Blasen an den Füßen ( glücklicherweise nicht an meinen ) oder die Notwendigkeit, auch bei Regen und Kälte morgens los zu laufen, mit Gehzeiten bis zu 9 Stunden am Tag und Auf- und Abstiegen bis zu 1.500 Höhenmetern. Von den 7 mußte einer nach einer Woche aufgeben wegen blutiger Füße. Manch einer hat mal geflucht oder sich gefragt: “Warum mach ich das ?”

26 Tage später, nach 405 Kilometern zu Fuß, einem Gesamt-Aufstieg von 20.900 Metern (2.36 mal Mount Everest ), 162 Stunden Gehzeit, 6.2 Stunden pro Tag im Mittel ohne einen einzigen Ruhetag, 2 vollen und drei halben Regentagen ( und damit hatten wir wettermaessig viel Glück gehabt ), einem dreitausender Gipfel, dem Piz Boe mit 3.152 m, Wandern durch Schnee und Geröll, Klettern am Fels, erreichten wir Tarzo im italienischen Flachland und hatten die Alpen hinter uns gelassen. Die letzten 70 km bis nach Venedig legten wir per Eisenbahn zurück.

Von den 1024 Photos, die ich während der Tour geschossen habe, habe ich einige bereits im Internet publiziert; sie sind in diesem flickr set verfügbar. Ich werde demnächst weitere Photos hinzufügen. Die angehängte Diashow ( siehe unten ) greift auf dieses flickr set zu.

Natürlich werde ich in gewohnter Weise hier in meinem Blog detailiert über diese Reise berichten und jeden einzelnen Tag genauer beschreiben. Zunächst will ich aber noch die Beschreibung meiner Neuseeland-Reise im Jahr 2000 abschließen, danach geht’s dann los mit mehr Infos über unsere Alpenüberquerung.


Created with Admarket's flickrSLiDR.

Freitag, 8. August 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 31 (30.Oktober) - Vierter Tag auf Rarotonga

Um 08:20 Uhr holte mich Pa mit seinem Bus vor der Island Villa ab, bei dem ich mich am Samstag noch telefonisch für den Cross Island Walk angemeldet hatte. Zuvor war ich der erste am Frühstücksbuffet im Pacific Resort gewesen, damit ich zur angegebenen Zeit mit Wanderschuhen und Rucksack bereitstehen konnte.

Pa
"Pa" by axel_magard.

Der Bus sammelte insgesamt ein Dutzend Leute auf, bevor er vor dem Flugplatz auf die innere Strasse abbog und uns zum Ausgangspunkt des Cross Island Walks brachte, wo noch drei weitere Wanderer auf uns warteten. Denjenigen, die über keinen Moskitoschutz verfügten, bot Pa sein selbst hergestelltes Mittel an, eine übel gärig riechende Paste, rotbraun, aus vergammelten Früchten hergestellt.

Dann ging es in den Dschungel und Pa, Sohn Rarotongas, erklärte und zeigte uns einige Pflanzen: Dschungelbohnen und Koca Kola gegen Alzheimer.

Dann stiegen wir bald steil bergan über Stock und Stein auf The Rua Manga - The Needle, eine Felsspitze, die 400 m hoch aus dem Dschungel ragt. Von dort genossen wir die Aussicht auf beide Küsten im Norden und Süden, bevor es wieder bergab ging Richtung Süden.

Axel and The Needle
"Axel and The Needle" by axel_magard.

Schließlich hielten wir und Pa verkündete: "The Restaurant is open now!". Er versorgte uns mit köstlich schmeckenden Papayas und knackig frischen Sandwiches, belegt mit Salat, Karotten, Kräutern, Apfel und Fisch.

Und weiter ging es über den teilweise schlüfrigen Pfad durch Urwald und mehrmals über einen Fluß, bis wir Wigmore's Wasserfall erreichten, wo die Wanderung nach drei Stunden endete und wir uns in einem Becken mit frischem Wasser, in welches sich der Wasserfall ergoß, erfrischten.

Pa, unser Wanderführer mit blonder Rastamähne zeichnete sich durch seine sorglose aber fröhliche Lebenseinstellung aus. Auf die Frage, wie oft es regne auf Rarotonga, antwortete er: "Ich achte nicht darauf. Wenn es regnet, regnet es."

Wigmores Fall
"Wigmore's Fall" by axel_magard.

Und: "Im Dschungel gibt es kein Gesetz.", "Der Dschungel ist ein schöner Ort zum Sterben.". Und weiter: "Man kann mich heute heiß lieben und heiraten, und morgen sind wir schon geschieden. Wer kann das voraussehen ?" Wie wahr !

Um 12:30 Uhr holte uns ein Bus ab und verteilte uns wieder auf der gesamten Insel.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Sonnenbad und Strandspaziergang. Am Abend fuhr ich zu Alberto's Steakhouse. Meine Bestellung wurde wohl verbummelt, aber schließlich bekam ich vom Chef persönlich statt des bestellten Ribeye-Steaks ein Filetsteak serviert ohne Aufpreis - und dies war das beste Steak, das ich seit langem, in jedem Fall aber in den letzten vier Wochen zwischen hier und Neuseeland gegessen habe. Ich bedankte mich bei Alberto, einem Schweizer, später für das großartige Steak und erfuhr, daß er seit 9 Jahren auf der Insel lebt und mit dem Geschäft sehr zufrieden ist.

Mittwoch, 6. August 2008

Hilfe, meine Firewall fragt mich Löcher in den Bauch !

Ihr kennt das: seit Ihr einen neuen Computer habt mit Windows Vista drauf und möglicherweise noch dieser G Data Security Firewall bombadiert Euch der Computer mit allen möglichen Fragen, und die meisten könnt Ihr gar nicht richtig beantworten, weil Euch die nötige Hintergrundinformation fehlt.

Zum Beispiel Fragen wie diese:

Wer oder was ist “SoftwareUpdate.exe” ? Wer hat das gestartet und woher soll man nun wissen ob es sich hierbei um ein notwendiges, harmloses oder gar gefährliches Programm handelt ?  Kann uns diese Firewall nicht vernünftige Fragen stellen, die wir als Benutzer auch verstehen ?

Nun ja, offensichtlich nicht. Aber immerhin bietet uns diese Firewall Software einige Möglichkeiten uns schlauer zu machen, wie ich eigentlich auch mehr zufällig herausgefunden habe: “SoftwareUpdate.exe” wird nicht umsonst in blauer Farbe angezeigt, es handelt sich nämlich um einen Link Surprise! Wenn man auf diesen klickt, erhält man ein solches Fenster:

Hilft uns das weiter ? Erstmal nicht. Aber über den Schalter “Gestartet von…” läßt sich nun herausfinden welches liebe Programm ( oder welcher Bösewicht ) diese Programm “SoftwareUpdate.exe” gestartet hat. Auch das mag noch nicht die Information sein, die wir letztendlich benötigen, um die Frage der Firewall zu beantworten. Interessant wird es, wenn man nun den Eintrag “SoftwareUpdate.exe” markiert und dann auf “Eigenschaften…” klickt:

Na also, das sieht doch schon ganz gut aus. Es handelt sich offensichtlich um den Apple Software Updater ( und wie ich mich erinnere hatte ich gerade eine Software von Apple installiert ), also: dem können wir doch nun den Zugriff aufs Internet erlauben, oder ? Insbesondere nachdem wir uns unter “Digitale Signaturen” und “Details” vergewissert haben von wem das Programm stammt ( “Apple Inc.” in diesem Fall ) und wie es heisst.

Sonntag, 13. Juli 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 30 (29.Oktober) - DritterTag auf Rarotonga

Small Island @ Rarotonga
A small island behind the reef of Rarotonga

Sonnenschein am Morgen und Vormittag – da war natürlich Schnorcheln angesagt. Ich lieh mir die entsprechende Ausrüstung beim Pacific Resort Hotel und erkundete die Unterwasserwelt vor und zwischen den Inseln. Dabei sah ich einige bunte Fische, einige davon griffen mich mutig mit geöffnetem Maul an, kleinere Korallen und eine weiße Muräne. Ich erreichte auch die größere der beiden Inseln, wo ich auf Kevin, Steve, Judy & Sohn traf ( die Australier ), die Strömung zwischen den beiden Inseln war aber zu stark und ich schaffte es nicht bin hinter die kleine Insel, wo das beste Schnorchelrevier sein soll.

Nach einem BBQ an der Barefoot Bar verbrachte ich einen geruhsamen Nachmittag in meiner Villa. Am Abend spazierte ich zum nahe gelegenen Segelclub und aß einheimisches Schwein mit Pommes, nachdem ich einen lecker fruchtigen Daquiry getrunken hatte.

Sonntag, 6. Juli 2008

Neuseeland-Reise 2000, Tag 29 (28.Oktober) - Zweiter Tag auf Rarotonga

Rarotonga Beach
My morning walk to the resort for breakfast

Am Morgen spazierte ich am Strand entlang zum Resort zum Frühstücken. Das Wetter blieb bewölkt und es blies ein kräftiger, kühler Wind. Den Vormittag verbrachte ich in meiner luxuriösen Villa mit Daddeln auf dem Palmtop, Lesen, Musik hören.

Zur Mittagszeit unternahm ich mit meinen Schlitten eine Inselumrundung. In Avarua an Cook’s Corner gab’s einen guten Chessburger mit Pommes zum Lunch. Am Nachmittag las ich mein erstes Harry-Potter-Buch zu Ende und trank dazu Tee.

Am Abend unternahm ich eine zweite Inselumrundung, denn ich hatte bei Hopsings China Restaurant einen Tisch bestellt zum Dinner, und dieses Restaurant lag genau an der gegenüberliegenden Seite der Insel. Höhepunkt des Abendessens war das Desert, das aus kleinen frischen Bananen bestand mit Eis und Sahne.

Jetzt ist es 09:30 Uhr, ich trinke Steinlager Bier von Neuseeland, futtere dazu Reisgebäck und werde woh gleich mit dem zweiten Harry-Potter-Buch anfangen.