Freitag, 12. Juli 2019

Sommerurlaub 2019: Bad Rotenfels

Bad Rotenfels bei Gaggenau im nördlichen Schwarzwald ist der Ausgangspunkt der Murgleiter, ein ‘Wander-Projekt’, das wir nun angehen wollten.

Empfangsdame im Hotel
Restaurant Mönchhof
Am Morgen verließen wir also Bischofszell in der Schweiz und fuhren über Konstanz zur A81 und weiter über Stuttgart Richtung Karlsruhe, dann ab Richtung Bad Herrenalb und nach Moosbronn, einem kleinen Örtchen oberhalb von Gaggenau gelegen, wo wir uns für zwei Tage im Reiterhof Hotel Restaurant Mönchhof einquartiert hatten. Wir bekamen dort ein hübsches Zimmer, lediglich die etwas durchgelegenen Matrazen wären zu bemängeln.
Am Nachmittag fuhren wir nach Bad Rotenfels und erkundeten das dortige Thermalbad Rotherma, wo wir den morgigen Tag verbringen wollten.
Unimog-Museum in
Bad Rotenfels
Wir spazierten weiter zum Unimog-Museum und der dort befindlichenTouristen-Info, um noch etwas Material für die Murgleiter zu sammeln: ein Flyer der Wander-Etappen, ein Gastgeber-Verzeichnis und den S-Bahn-Fahrplan.  Im Biergarten des Kurparks gab’s ein Erfrischungsgetränk der hiesigen Christoph Brauerei und wir sichteten das Gastgeber-Verzeichnis um brauchbare Unterkünfte für unsere Wanderung zu finden.

Wanderkarte am Startpunkt
der Murgleiter
Abends zurück in Moosbronn aßen wir zu Abend in unserem Hotel. Den nächsten Tag verbrachten wir also in der sehr ansprechenden Sauna-Landschaft und im Thermalbad der Rotherma. Es gab dort eine hübsch gemachte ‘Felsensauna’, eine große ‘Park-Sauna’, einen Meditations-Aufguß in einer der kleineren Saunen, ein Schwimmbecken und eine große Rasenfläche im Freien mit vielen sonnigen und schattigen Plätzen ( das Wetter war nun brilliant geworden und die Sonne strahlte von einem blauen Himmel ).
Am Abend besuchten wir die Christoph Brauerei in Gaggenau, denn unser Hotel hatte am heutigen Montag Ruhetag, und genossen dort leckers Essen und frische Biere.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Sommerurlaub 2019: Altnau

Am Samstag fuhren wir mit unserer Freundin nach Altnau, dem Apfeldorf am Bodensee, um den dort angelegten Altnauer Apfelweg abzuwandern.

Altnauer Apfelweg
Wir parkten am Bahnhof und marschierten zum Startpunkt der Wanderung, die in zwei Etappen mit einer Abkürzung unterteilt ist. Der Apfelweg ‘Emma’ ( 3 km lang ) und der Apfelweg ‘Lisi’ ( 4 km lang ) führen um das Dorf herum, den Apfelweg ‘Fredi’ kann man als Abkürzung zurück zum Startpunkt mitten durch den Ort hindurch wählen, wenn man nach dem ersten Weg genug hat.
24 Informationstafeln informierten über alle möglichen interesanten Aspekte des Apfel-Anbaus.
Blick vom Apfelweg
zum Bodensee
Über 40.000 Tonnen Tafeläpfel und fast 34.000 Tonnen Mostäpfel werden jedes Jahr in dem Thurgauer Anbaugebiet geerntet. Die Apfelsorten wurden erklärt, die Pflege der Bäume und auch der Beitrag von Bienen und Hummeln zur Bestäubung; letztere weniger effektiv, aber bereits früher im Jahr bei kälterer Witterung einsetzbar.
In einem Hofladen gab es Äpfel zum Probieren als Wegzehrung, auf einem Hof konnten wir süßen Apfelmost probieren. Immer wieder hatten wir einen schönen Blick an den Apfel-Plantagen entlang hinunter auf den Bodensee, auf dem sich zahlreiche Segelschiffe tummelten. Das Wetter war ideal zum Wandern, der Himmel leicht bewölkt, es ging ein erfrischender Wind.
Am Südufer des Bodensees
Vom Ufer von Altnau aus konnten wir Kontsanz sehen mit Münster und Konzilhaus. Am Yachthafen tranken wir Kaffee, direkt am See sitztend, dann fuhren wir ein paar Orte weiter nach Uttwil, spazierten dort noch an der Uferpromenade mit Baum-Lehrpfad entlang und aßen in einem Restaurant direkt am See gebackenen Bodensee-Fisch an Salat, dazu tranken wir Schweizer Wein, der uns sehr gut schmeckte.
Am Abend zurück bei unserer Freundin in der Wohnung tranken wir noch einen Absacker, während nun schwarze Gewitterwolken näher rückten. Alsbald verabschiedeten wir uns und schafften es gerade noch trockenen Fußes ins Hotel, als die Wolken begannen sich zu entladen.

Sommerurlaub 2019: Mainau

Da unsere Freundin heute vormittag arbeiten mußte beschlossen Alex und ich die Insel Mainau zu besuchen. Wir fuhren also wieder nach Konstanz und 9 km weiter bis nach Mainau.

Blumentreppe
Auf dem riesigen Parkplatz stellten wir unser Auto ab und kauften an der Kasse zwei Eintrittskarten zu je € 21,50 plus eine 5 € - Parkmünze.
Über eine Brücke gelangten wir und zahlreiche andere Touristen auf die Insel und begannen mit unserem Rundgang. Besonders hübsch gefiel uns das Schmetterling-Haus, das zweitgrößte in Deutschland. Am dem Weg zum Schloß kamen wir an einem Park vorbei, in dem gigantische Sequoia-Bäume wuchsen.
Wir gelangten in den üppigen Rosengarten und spazierten durch den Rhododendron-Garten und vorbei an der – meiner Meinung nach – nicht funktionierenden Linné-Uhr zum Hafen und dem dort befindlichen Biergarten, um uns eine Mittagsrast zu gönnen.
Im Schmetterling-Haus
auf der Insel Mainau
Dann spazierten wir am Ufer entlang, vorbei an der Italienischen Blumen-Wassertreppe, zum Dahliengarten und weiter zu einem Staudengarten. In den unzähligen Blüten tummelten sich unzählige Bienen und andere Insekten. Dem Insektensterben kann man offensichtlich effizient begegnen, wenn man einfach das richtige anpflanzt.
Durch die Promenade der Wild- und Strauchrosen gelangten wir an einem Weinberg vorbei zum Kräutergarten. Auf einer Bank gönnten wir unseren Füßen etwas Ruhe, bevor es über den Weinlehrpfad und durch die Frühlingsstrasse zur Brunnenarena ging.
Blumenvogel
auf der Insel Mainau
Von hier oben hatte man eine schöne Aussicht auf den Bodensee, im Dunst der Ferne türmten sich die Alpen auf, gleich hinter Konstanz liegend sahen wir den Säntis. Im Vordergrund wuchsen Kakteen und Palmen; durch den Wärmespeicher Bodensee ist das Klima hier besonders mild und daher auch für Wüsten- und Tropenpflanzen geeignet.
Nach einem Eis bei der Schwedenschenke traten wir langsam den Rückweg an, besuchten abermals das Schmetterlinghaus und spazierten zum Ausgang.
Am Abend trafen wir uns wieder mit unserer Freundin in Bischofszell zu einem Abendessen im hiesigen Restaurant ‘Zum Hirschen’.

Dienstag, 9. Juli 2019

Sommerurlaub 2019: Konstanz

Die nächsten drei Tage wollten wir in Bischofszell verbringen, 20 km von Konstanz entfernt in der Schweiz, um eine Freundin zu besuchen, die mal unsere Nachbarin gewesen war und nun in der Schweiz arbeitete.

Am Bodensee bei Konstanz
Die Fahrt durch den Schwarzwald nach Konstanz dauerte gut eineinhalb Stunden: durch den vielen Schwerverkehr und einen Stau 12 km vor Konstanz kam man nicht schnell voran.
Da Konstanz praktisch auf dem Weg lag machten wir dort einen Stop, um uns die Stadt anzusehen. Wir parkten im Parkhaus ‘Zur Altstadt’ und schlenderten in dieselbe, am Hohen Haus vorbei zur Bodensee-Uferpromenade, dieser folgend gezielt zu einem Biergarten, um erstmal unseren Durst zu stillen. Das Wetter war schön, die Sicht aber trüb, die Alpen im Süden waren nur schemenhaft zu erkennen.
Anschließend spazierten wir zurück in die Altstadt, wo ich eine neue Sonnebrille erstand, dann ging es zum Münster und 193 Stufen aufwärts in dem Turm zu einer schönen Aussicht auf Stadt und Bodensee.
Blick vom Konstanzer Münster
auf den Bodensee
Nach einem weiteren ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt und einem Eiscafe im Cafe beim Münster liefen wir zurück zum Parkhaus und fuhren nun nach Bischofszell. Ich hielt mich akribisch an die Geschwindigkeits-Begrenzungen, die Schweizer sind für unerbittliche Abzocke bekannt und berüchtigt.
In Bischofszell angekommen fanden wir sogleich unser Hotel ‘Zur Linde’, direkt in der Altstadt an einer stark befahrenen Strasse gelegen, mit recht passablen, sauberen Zimmern. Zugegeben: wir waren noch ziemlich verwöhnt vom Thomahof.
Unsere Freundin holte uns vom Hotel ab und zeigte uns während eines kurzen Rundgang das Städtchen, bevor wir bei Ihr in der Wohnung zu Abend aßen.

Montag, 8. Juli 2019

Sommerurlaub 2019: St. Märgen

Am Mittwoch besserte sich das Wetter und schon am Vormittag kam die Sonne raus. Wir fuhren etwa zwanzig Minuten bis nach St. Märgen und begannen die Wanderung zu dem Zweribach-Wasserfall, etwa 11,5 km lang.

Am Zweribach-Wasserfall
Zunächst leicht ansteigend verließen wir den Ort, dann ging es vorbei an der Rankmühle einer Teerstrasse folgend, die bald in einen Forstweg überging und im Wald verschwand. Im Bannwald Zweribach stiegen wir dann hinab zu den Hirschbach-Fällen. Weiter ging es über einen stellenweise rutschigen Steinpfad. Hier war Trittsicherheit und gutes Schuhwerk angesagt ! Wir erreichten einen hübschen Rastplatz mit Relax-Bank und verbrachten hier eine gute halbe Stunde auf einer Lichtung inmitten bewaldeter Höhen. Leider hatten wir außer einem Apfel und etwas Wasser keinen Proviant dabei, so daß die Rast nicht sehr nahrreich ausfiel; es gab auf dieser Tour auch keine Einkehrmöglichkeit.
Durch den Zweribach-Bannwald
Nach der Pause ging es wieder ein Stück bergauf zu dem beeindruckenden Zweribach-Wasserfall. Von dort erfolgte ein Aufstieg hinaus aus dem Bannwald. An einigen Stellen mußten wir über oder unter umgefallene Bäume klettern, bis wir schließlich wieder einen bequemen Forstweg erreichten, dem wir, vorbei am “Roten Kreuz” und einer Kapelle, folgten zurück nach St. Märgen. Wir hatten tolle Ausblicke auf Feldberg, St. Märgen und die Ebene zwischen Schwarzwald und Vogesen.
In St. Märgen angekommen suchten wir dort ein Cafe auf und stärkten uns mit Kuchen und Kaffee, bevor wir nach Hinterzarten zurückfuhren.

Freitag, 5. Juli 2019

Sommerurlaub 2019: Freiburg

Für den Dienstag war die Wettervorhersage immer noch auf Regen eingestellt und wir fuhren morgens mit der Höllental-Bahn nach Freiburg, das wir nach 30 Minuten Fahrtzeit erreichten.

Historisches Kaufhaus in Freiburg
Dank der Gästekarte, die wir im Hotel bekommen hatten, war diese Fahrt für uns, wie auch gestern die Fahrt nach Bärenthal, kostenlos.
Vom Bahnhof spazierten wir in die Altstadt und zum Marktplatz am Münster, auf dem zahlreiche Stände aufgebaut waren. Im Cafe “Zumbunten Onkel” tranken wir zunächst einen Capucchino, dann schlenderten wir zwischen den Marktständen hindurch und sahen und schließlich das Münster von innen an.
Plastik-Entchen in einem
Bächle in Freiburg
Zum Mittagessen gab es neben dem großen roten Münster eine lange Freiburger Rote Wurst für mich, während sich Alex etwas Bergkäse kaufte. Dann spazierten wir zum Schwabentor und über eine Fußgängerbrücke rüber zum Schloßberg, und wanderten hoch zum Aussichtsturm. Ich ersteig die vielen Stufen des 2002 erbauten Metallturms und bewunderte die Aussicht auf Freiburg und das umliegende Land.
Blick auf Freiburg vom
Schloßberg aus
Gerade noch rechtzeitig, denn nun nahte eine Regenfront und nahm uns die Aussicht weg.
Wir kehrten in die Altstadt zurück und abermals ein beim ‘buten Onkel’ zu einem Drink, schlenderten dann vorbei am Martinsturm in die Fischerau, und über das Uni-Gelände, vorbei an dem modernen Bibliotheksbau, zurück zum Bahnhof, um den Zug um 16:40 Uhr zurück nach Hinterzarten zu nehmen.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Sommerurlaub 2019: Hinterzarten


Unseren diesjährigen Sommerurlaub begannen wir in Hinterzarten im Schwarzwald. Wir fuhren am Pfingst-Sonntag los und erreichten unser Ziel, den Thomahof in Hinterzarten, in drei Stunden.
Der Verkehr hielt sich in Grenzen, die große Rückreisewelle würde wohl erst morgen einsetzen.

Tor zum Höchsten
Nach einem Spaziergang entlang des Zartenbachs und durch den Ort begaben wir uns sogleich in den Wellness-Bereich und vor allem in die Salzgrotte, mit ein wichtiger Grund, warum wir dieses Hotel wieder ausgewählt hatten, denn nur wenige Hotels verfügen über eine. Auch die ruhige Lage des Hotels am Ende des Ortes mit hübschen, geräumigen Zimmern, und natürlich das hervorragende Essen waren Gründe, warum wir uns hier wieder einquartiert hatten.
Blick zum Feldbergturm
Am Montag fuhren wir mit dem Zug nach Bärenthal und weiter mit dem Bus zum Feldberg-Ort. Die Wettervorhersage versprach Regen den ganzen Tag, aber am Morgen schien sogar etwas die Sonne, und auch ansonsten wurde der Tag besser als gedacht, mit nur hin und wieder mal leichtem Nieselregen. Nach der stickigen Luft im Rhein-Main-Gebiet genossen wir die kühle Schwarzwald-Luft und das feuchte Wald-Klima. Wie uns der Barkeeper im Hotel später erzählte, war es auch im letzten heißen Sommer hier nachts nur selten über dreißig Grad gewesen, ansonsten hatte es immer gut abgekühlt.
Auerhahn auf dem
Feldbergsteig
Wie im letzten Jahr, diesmal allerdings ohne Schneeschuhe, stiegen wir an Richtung Bismarck-Denkmal, unterquerten die Sesselliftbahn, die jetzt im Sommer nicht in Betrieb war, folgten nun aber zunächst der roten Raute um den Feldberg herum auf dem Feldberg-Steig, vorbei an Todtnauer Hütte und St. Wilhelmer Hütte, dann weiter zur Zastler Hütte. Auf dem Abstieg davor entdeckte ich plötzlich einen größeren Vogel, der vor uns auf dem Feldbergsteig entlang spazierte. Vorsichtig machte ich Alex darauf aufmerksam und sie identifizierte ihn als einen Auerhahn. “Den sieht man nur einmal im Leben”, sagte sie. Das Tier war allerdings nicht auf der Balz, sondern eher an Beeren interessiert, die am Wegesrand wuchsen. Wir beobachteten es andächtig eine ganze Weile, bis es schließlich in den Büschen seitlich des Weges verschwand und dann nicht mehr zu sehen war.
An der Zastler Hütte
An der urigen Zastler Hütte kehrten wir ein zu Bauernjause und Bier. Als wir weiter wanderten – es war mittlerweile 14:00 Uhr geworden – hatte Regen eingesetzt. Vorbei an Naturfreundehaus und Baldenweger Hütte verließen wir nun den Feldbergsteig und folgten der blauen Raute bergab auf einer Teerstrasse, bis uns ein Wegweiser mit gelber Raute den Rückweg nach Hinterzarten anzeigte: noch 9.5 km. Vorbei am Rufenholzplatz, den wir auch letztes Jahr mit Schneeschuhen erreicht hatten, wanderten wir zurück zu unserem Hotel und trafen dort immerhin rechtzeitig genug ein, um noch Zeit für einen Saunagang und Entspannungsbad in der Salzgrotte zu haben, bevor es zum wie immer opulenten und leckeren Abendessen ging.