Sonntag, 21. Juni 2015

Wanderwochen in Meran – Zweite Wanderung mit Hans Kammerlander: Auf die Mutspitze

Die Mutspitze ( 2294 m ) sollte das Ziel unserer heutigen Wanderung sein.

Auf dem Meraner Höhenweg hinter der Leiteralm
"Auf dem Meraner Höhenweg hinter der Leiteralm"
Vom Wintergarten, in dem wir morgens immer frühstückten, konnten wir sie direkt vor uns aufragen sehen. Heute lag sie allerdings in Wolken, der ganze Himmel war damit bedeckt, wir konnten also nur auf Aufklarung hoffen im Laufe des Tages.

Nach dem Frühstück wanderten wir zur nahegelegenen Talstationen eines privat betriebenen Sessellifts, mit dem man bequem hinauf nach Vellau gelangt. “Gartenstuhl an einem Haken”, nannte Martina das, der nicht ganz wohl zu sein schien beim Gedanken an die Auffahrt mit diesem Verkehrsmittel.

Feuersalamander
"Feuersalamander"
In Vellau stiegen wir um in einen Korblift, der zwei Personen stehend weiter nach oben beförderte zur Leiter Alm ( 1550 m ). Hier nun wanderten wir los, zunächst rechterhand dem Meraner Höhenweg folgend, bis zum Gasthaus Steinegg, dann ansteigend auf den Mutkopf mit dem Gasthof Talbauer, wo wir eine kurze Rast einlegten.

Der Aufstieg zur Mutspitze beginnt
"Der Aufstieg zur Mutspitze beginnt"
Um 10:30 Uhr begannen wir von dort mit dem Aufstieg. Ein gut mit Steinen und Holzgeländer ausgebauter Wanderweg, der wohl vor allem wegen dem Mutspitze-Berglauf angelegt wurde, führt  von hier zum Gipfel.

Wir kamen alsbald in Wolken, der Nebel wurde immer dichter.

Weg in den Nebel
"Weg in den Nebel"
An eine Aufklarung war offensichtlich nicht mehr zu denken. Wir erreichten einen markanten Punkt unterhalb des Gipfels, wo wir uns zur Umkehr entschlossen, da das Wetter eher schlechter als besser wurde.  Der mit rutschigen Steinen gebaute Wanderweg erwies sich für den Abstieg als nicht so praktisch. Um 13:00 hatten wir wieder den Gasthof auf dem Mutkopf erreicht und kehrten dort ein zum Mittagessen. Ich bestellte mir Speckknödel mit Specksalat ( Krautsalat mit Speck ) und hatte damit eine gute Wahl getroffen.

Nach dieser ausgiebigen Mittagsrast  stiegen wir weiter ab und erreichten so um 14:30 Uhr das Gasthaus Steinegg. Die Wolken waren dunkler geworden und es begann zu regnen.

Speckknödel und Specksalat
"Speckknödel und Specksalat"

Dann schlug unvermittelt ein Blitz nicht weit entfernt von uns ein, denn der ohrenbetäubende Knall war fast zeitgleich zu hören. Wir flüchteten uns in das Gasthaus Steinegg um die weitere Wetterentwicklung abzuwarten. Hans blickte besorgt in die Richtung, in die wir auf dem dort recht exponierten Meraner Höhenweg noch laufen mußten. Es nahten weitere Gewitterwolken. Gegen viele Gefahren am Berg kann man sich gut wappnen, sagte er, nicht aber gegen ein Gewitter. Wie wir alle wußten hatte er damit schon tragische Erfahrungen gemacht, und in diesem Punkt sicherlich absolut recht.

Wandern am Algunder Waalweg
"Wandern am Algunder Waalweg"
Wir stiegen also ab zur Bergstation der Gondel nach Dorf Tirol, glücklicherweise direkt unterhalb des Gasthauses Steinegg gelegen, und fuhren von dort hinunter ins Tal. Dort wanderten wir, zuerst durch Dorf Tirol, dann am Schloss Tirol vorbei und  schließlich  dem Algunder Waalweg folgend, zurück zu unserem Hotel. Unterwegs gab’s noch einen verspäteten “Gipfeltrunk” in Form eines Kräuterschnapses, den Hans noch im Rucksack hatte und der heute nicht wirklich zum Einsatz gekommen war. Um 17:00 Uhr waren wir wieder zurück am Hotel, Zeit genug also noch für einen Saunagang.

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