Sonntag, 15. März 2009

Vom Forsthaus Weißenthurm zur Ruine Lauksburg

Tour Details
Art der Tour: Wandern, Tagestour
Start: Forsthaus Weißenthurm
Über: Ruine Lauksburg
Ziel: Forsthaus Weißenthurm
Strecke: 20 km
Gehzeit: 5 Stunden

Der Frühling ist noch nicht da, aber für uns war es mal wieder Zeit für eine längere Wanderung.

Zum Forsthaus Weißenthurm gelangt man, wenn man von der B42 - Richtung Rüdesheim fahrend - hinter Oestrich-Winkel bzw. kurz vor Geisenheim rechts abbiegt Richtung Schloß Johannisberg, dann weiter fährt nach und durch Stephanshausen hindurch. Einige Kilometer dahinter liegt das Forsthaus Weißenthurm, der Parkplatz ist ausgeschildert, sieht aber nicht wirklich wie ein Parkplatz aus und bietet nur begrenzt Abstellmöglichkeiten.

Um 11:00 Uhr wanderten wir los und folgten dem mit einem gelben Punkt markierten Weg, der sich in einem schlechten Zustand befand: aufgeweicht von den Regenfällen der Woche und aufgewühlt durch die Reifen schwerer Fahrzeuge. Wir erreichten den Ernstbach, überquerten diesen und wandten uns nach rechts, immer noch dem gelben Punkt folgenden. Nach einer Stunde erreichten wir die

Brücke über den Ernstbach
"Brücke über den Ernstbach". Sie ist stabiler, als sie aussieht, etwas schlüfrig, aber mit einem Geländer versehen.

Wickersheiler Brücke, überquerten diese aber nicht und wanderten weiter geradeaus ( Achtung: hier fehlt eine vernünftige Weg-Markierung ! ). Nach einer kurzen Mittagsrast ging’s weiter, bis wir auf den Weg mit dem roten Balken trafen, auf den wir nun nach links abbogen. Dieser führte uns bald oberhalb des Wispertals entlang und an Geroldstein vorbei zur Landstrasse 3033, die entlang der Wisper verläuft. Wir folgten dieser Strasse für eine kurze Zeit nach links, bis wir die Ruine Lauksburg erreichten; gegenüber befindet sich ein Restaurant, in dem wir uns gegen 15:00 Uhr zu Kaffee, Tee, Kuchen & hausgemachten Waffeln niederließen.

Bevor wir unsere Wanderung fortsetzten kauften wir gegenüber in einem Lädchen eines Forellengutes frisch geräucherte Forellenfilets fürs Abendessen ein. Dann ging es weiter für etwa 45 Minuten an der Strasse entlang. ( Im Sommer mag dies weniger empfehlenswert sein wegen des starken Auto- und vor allem Motorradverkehrs auf dieser Strasse; auch jetzt im März waren schon einige Motorräder unterwegs ).

Die Ruine Lauksburg
"Die Ruine Lauksburg" Davor befindet sich ein Lädchen, in dem es hervorragende geräucherte Forellenfilets zu kaufen gibt.

Wir erreichten den mit einem schwarzen T und blauen Kreuz markierten Weg, der uns nach einem mehr als einstündigen Aufstieg zurück zum Forsthaus Weißenthurm brachte. ( Eine Alternative ist der mit einem schwarzen, umgekippten U gekennzeichnete Weg, den man schon früher erreichen kann und der dann zurück durch Ernstbachtal führt; wegen der schlechten Wegbedingungen entschieden wir uns aber gegen diese Variante ).

Insgesamt eine schöne aber auch etwas anstrengende Wanderung, denn es geht ein paarmal bergauf und bergab. Das Wispertal ist tief eingeschnitten, und wer da erst einmal hineingelaufen ist muß dann wohl oder übel auch wieder heraussteigen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Axel,
ich bin erst vor 3 Tagen (28.8.) diese Tour gelaufen - allerdings in umgekehrter Richtung und mit meiner 84ig jährigen Tante!!
Abmarsch von der Lauksmühle/Restaurant Lauksburg um 11:30 und ca. 10 Min. oberhalb der Straße, diese jedoch in Richtung Kammerburg begleitend, entlang und dann nach links über die Straße wechselnd ins Ernstbachtal hinein (der Ernstbach mündet da in die Wisper) - wunderschöne einsame aber sonnige und schweißtreibende Anstiegswanderung zum Forsthaus Weißenthurm (anfangs und recht lange links vom Ernstbach erst nach ca. 1,5 Stunden auf die rechte Seite wechselnd und dann den Ernstbach auch verlassend). Der Abstieg dann anschließend auf der anderen Seite des Ernstbaches etwas gemächlicher wieder herunter - die Wege kommen kurz vor der Straße am Pegelhäuschen des Ernstbaches wieder zusammen.
Ankunft unten 17:30 - also 6 Stunden mit einem Kaffeeaufenthalt von ca. 30 Minuten beim Forsthaus (sehr leckerer Kaffee).
Ein herrlicher Weg, der merkwürdigerweise anscheinend von niemandem gegangen wird? Wir waren jedenfalls die ganze Zeit völlig alleine und ausser der Wirtsfrau (Enkelin des ehemaligen Försters) bekamen wir auch kein fremdes Gesicht zu sehen - leider aber auch kein Wild - außer der geräucherten Forellen als krönenden Abschluß der Tour.
Herzliche Grüße Bea

Axel Magard hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Axel Magard hat gesagt…

He Bea,
danke für Deine Tourenbeschreibung ! In der Tat ist es in diesem Teil des Taunus üblicherweise recht einsam, diese Wanderwege sind wohl zu weit weg vom Rheintal und den größeren Städten, ausserdem bieten sie keine grösseren Attraktionen. Das macht sie so attraktiv ! Dafür ist dann im Wispertal meist mehr los - insbesondere Motorrad-Fahrer in den Sommermonaten.
Viele Grüße an Deine Tante - tolle Leistung. Meine Schwiegermutter ( 2 Jahre jünger ) würde eine solche Wanderung sicher nicht mehr mitmachen. Beste Grüße .... Axel