Unser Flug auf die Malediven mit Condor sollte am Montag abend um
20:05 Uhr starten. Wir hatten die Reise über TUI gebucht und auch
einen Parkplatz in “Flughafennähe”. Wie sich dann herausstellte
lag dieser in Frankfurt zwischen Bockenheim und Rödelheim, unweit
des Rebstock-Bades. Wir mußten also am Flughafen vorbei fahren und
noch 15 km nach Frankfurt hinein, um dort im Freien auf einem etwas
dubios wirkenden Parkplatz auf den Shuttle-Bus zu warten. Ein erster
taktischer Fehlgriff für unsere Reise.
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Wasser-Flughafen in Malé |
Der Bus kam dann nach fünfzehn Minuten und brachte uns innerhalb weiterer fünfzehn Minuten zum Flughafen. Es herrschte
Berufsverkehr, glücklicherweise gab es aber keinen Unfall oder Stau,
sonst hätte der Zeitplan rasch knapp werden können.
Knapp zwei Stunden vor Abflug checkten wir bei Condor ein, was
zügig voran ging, wie auch das Passieren des Security-Checks.
Pünktlich um 20:05 Uhr saßen wir im Flugzeug, mußten dann aber
noch etwa eine halbe Stunde auf den Abflug warten. Über Ost-Europa,
das Schwarze Meer und den Persischen Golf, dann über die Arabische
See westlich von Indien, flogen wir dann in gut 9 Stunden mit Condor
Flug DE2320 nach
Malé, der Hauptstadt der Malediven. Wie es sich
zeigte hatte TUI gute Plätze für uns gebucht: direkt am Notausgang
mit viel Beinfreiheit. In einer Extra-Sicherheitsunterweisung wurde
uns gezeigt, wie wir die 27 kg schwere Tür notfalls öffnen konnten.
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Maledivische Insel von oben |
Es gab ein Abendessen und ein bescheidenes Frühstück, und zwei
Filme: ‘Polarexpress’ aus dem Jahr 2004 und ein weiterer Film,
der mich nicht interessierte. Für € 9,00 buchte ich das
Premium-Entertainment-Upgrade und sah mir ‘100 Dinge’ an und eine
Agenten-Persiflage mit Roan Atkins.
Wir landeten sogar etwas zu früh auf den Malediven. Dort
angekommen ging es durch Passkontrolle und Gepäck-Annahme, dann über
zwei Schalter zum Checkin der
Trans Maldivian Airways, die die
Touristen per Wasser-Flugzeug auf die einzelnen Inseln verteilt. Per
Bus umrundeten wir dann den Flughafen zum Terminal für die
Wasser-Flugzeuge.
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Ellihadoo - wir kommen ! |
Als wir vor fünfzehn Jahren das erstemal hier waren ging es hier
noch beschaulicher zu: vier Wasser-Flugzeuge einer kleinen
Privat-Airline dümpelten an einem beschaulichen Steg im Wasser.
Mittlerweile ist das Ganze ganz schön expandiert, zweitweise lagen
gut ein Dutzend Flugzeuge an den drei Piers und es herrschte ein
ständiges Kommen und Gehen.
Unser Flug war für 12:55 Uhr geplant, wir hatten also noch gut
eineinhalb Stunden Zeit. Zwischendruch wurde mein Name aufgerufen und
ich begab mich abermals zum Checkin-Schalter. Dort wurde ich darüber
informiert daß unser Gepäck nicht mit uns reisen würde, da das
Wasser-Flugzeug überladen war; es würde um 17:30 Uhr nachgeliefert
werden. Um der auch hierzulande eingezogenen Bürokratie Rechnung zu
tragen mußte ich dafür sogar eine Einverständnis-Erklärung
unterschreiben. Wir durften dann nochmal zu unseren Reise-Taschen, um
ein paar Habseligkeiten umzupacken in unseren Rucksack, z.B. eine
Badehose, denn wir wollten den verbleibenden Tag mit Schwimmen
verbringen.
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Ankunft auf Ellhaidoo |
Mit dröhnenden Motoren ging es dann nach
Ellhaidoo. Der Flug
dauerte etwa fünfzehn Minuten. Das Flugzeug machte an einem
Holz-Ponton fest, und ein Dhoni brachte uns dann endlich auf die Insel.
Dort beim Checkin wartete eine weitere Überraschung auf uns: die
Wasser-Bungalows, die wir eigentlich gebucht hatten, waren ausgebucht
und wir sollten die ersten zwei Nächte in einem Strand-Bungalow
verbringen. Wir waren zerknirscht, es half aber wohl alles nix.
Immerhin bot man uns einen kostenlosen Upgrade auf
Premium-All-Inclusive an für die gesamte Dauer unseres Aufenthalts,
ein akzeptables Angebot, wie ich fand; Alex war noch nicht so
überzeugt.
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Hafen von Ellhaidoo |
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Der Premium-Upgrade hätte uns bei der Buchung einen weiteren
Tausender gekostet. Er beinhaltet: Begrüßungssekt, freies WLAN,
eine Massage, Teilnahme an zwei vom Resort durchgeführte Ausflüge,
mehr Auswahl bei den Getränken.
Die Strand-Bungalows erwiesen sich natürlich auch als hübsch,
jeder mit Blick zum Meer, Strand wenige Schritte vor der Nase, mit
Liegestühlen unter schattigen Palmen.
Wir gingen erstmal schwimmen, dann zu einem Snack und Drinks an
die Bar. Es gibt hier zwei Restaurants, das bessere für die
Premium-Gäste liegt am Pool direkt bei den Wasser-Bungalows.
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Welcome to Ellhaidoo ! |
Dort
wurde am Abend ordentlich aufgefahren: in zwei gekühlten Bereichen
mit Schiebetür standen Vor- und Nachspeisen, es gab warme Curries
und Beilagen und eine Theke, an der einem ein Koch Leckers
zubereitete. Die Küche bot kontinentale und indische / asisatische
Kost.
Gleich danach ging es ins Bett; wir hatten eine kurze Nacht ohne
Schlaf hinter uns und waren todmüde.