Freitag, 17. Juni 2016

Nepal Reise 2016-1.Etappe von Arughat Bazar nach Soti Khola (790m)

Hotel Third Step Reception Building
( luckily on the right )
Nach einer recht angenehmen Nacht gab es ein leckeres Frühstück im Hotel: es gab u.a. Toast, Rührei, Porridge, Tibetan Bread, Marmelda und Honig, dazu Tee oder Kaffee.
Die Träger packten die Seesäcke zusammen und wir unsere Rucksäcke. Um 8:30 Uhr wanderten wir los.
Children of Arughat Bazar
Es war ähnlich heiß und staubig wie gestern und wir wanderten durch mehrere winzige Dörfer auf einer Piste, über die man auch noch mit Geländewagen hätte fahren können, vorbei an ärmlichen Hütten aus Wellblech oder Holz, oft dürftig mit Plastikplanen abgedeckt. Die meisten Menschen haben hier nur einen Raum zum Wohnen und schlafen, den sie sich oft mit der ganzen Familie teilen müssen, während gleich daneben magere Rinder auf der Weide stehen.
Der Dreck hier ist gleich schlimm wie in Kathmandu. Der Müll landet zu Hauf auf der Strasse oder daneben im Graben, der Unrat landet irgendwo zwischen den Hütten. Den Rauch von Kochfeuern konnten wir bald nicht mehr riechen.
Nice shop on our way to Soti Khola
Dafür haben die Lodges hier meist Strom und Steckdosen, so daß wir alle unsere elektronischen Gadgets aufladen konnten; selbst die jungen Porter hatten alle ein Smartphone dabei. Auch gab es immer “indoor” Toiletten und eine Dusche – mehr oder weniger.
Sherpa on Swing Bridge
Der Fluß, der Budhi Gandahi Nadi, wohl ein Gletscherfluß vom Manaslu kommend, dem wir den ganzen Tag folgten, führte viel Wasser mit sich und war wesentlich sauberer als die Kloake, die wir in Kathmandu gesehen hatten.
Nach knapp drei Stunden hatten wir an diesem Tag bereits die nächste Lodge erreicht, das ABC Guest House, sehr zum Erstaunen aller, denn laut Programm hatten wir mit einer 6-Stunden-Wanderung gerechnet. Aber es war in Anbetracht der Hitze und des Staubes keiner wirklich böse deswegen und so bezogen wir unsere Zimmer und bestellten gebratenen Reis zum Mittagessen, und wuschen und klopften uns den Staub aus Haaren und Kleidung.
Bus Wasch in Nepal
Am Nachmittag traf sich die ganze Gruppe dann unten am Fluß zu einer “Beach Party”.
Einige Mutige wagten sich sogar in die kalten Fluten des Flusses zu einem Bad – herrlich erfrischend ! Andrea aus Napoli besorgte dann für alle Bier, das vom Wirt des Hotels in einer Kiepe zum Fluß getragen wurde und gleich im Wasser landete zur weiteren Kühlung.
Der Budhi Gandahi Nadi
Zum Abendessen ließen wir uns Momos schmecken, gefüllte Teigtaschen mit einem würzigen Dipp, an die ich mich gerne gewöhnen würde. Später gab es einen Gesang-Wettbewerk, den wir mit dem Südtiroler Lied eröffnet hatten, und in den die Sherpas und Porter gerne einstiegen mit nepalesischen Liedgut.
Beach Party am Budhi Gandahi Nadi
Leider war unser Repertoire schnell erschöpft, so daß wir immer wieder auf dasselbe Lied zurückgreifen mußten. OK, “Bergkameraden sind wir” bekamen wir auch noch hin, aber wir waren froh daß Rolf den Text für das Südtiroler Lied dabei hatte.

Yummy Momos

Negal - Germany Song Contest



Sonntag, 12. Juni 2016

Nepal Reise 2016-Fahrt nach Arughat Bazar

Die Busfahrt hinein in den Himalaya war schon einzigartig !

Our bus for the ride to Arughat Bazar
Ein großer orangener geländegängiger Bus wartete am Morgen vor dem Hotel und unsere roten Seesäcke wurden von den Porters aufs Dach gehievt und dort festgezogen. Gepäck, Rucksäcke, Seesäcke, wir, die Porter und zwei Sherpas, alle fanden wir einen Platz und los ging es durch das Gewimmel von Kathmandu, das zu dieser frühen Stunde ( 8:00 Uhr ) noch nicht ganz so schlimm war, denn die Rush Hour setzt erst später ein so gegen 10:00 Uhr.
Ready for the ride to Arughat Bazar ?
Einer der Porters verließ uns wieder. Er hatte Tränen in den Augen, gerade hatte er erfahren daß sein Vater gestorben war. Fieberhaft wurde nun telefoniert um einen Ersatz zu finden, während der Bus durch Vororte und über einen Pass hinunter Kathmandu verließ.
Zunächst ging es über normale Straßen unter ständigem Gehupe heraus aus dem näheren und weiteren Umkreis von Kathmandu, stets begleitet von Smog und Dunst der Fahrzeuge, kleinerer Müllverbrennungen, Waldbränden und Kochfeurern.
Traffic in Kathmandu
Zunehmend wurden die Straßen schlechter. Vormittags kehrten wir in einem Ort in ein ordentliches Lokal ein um etwas zu trinken.
Dann ging es weiter über sehr staubige Pisten mit Schlaglöchern und Steinen.
Lunch Break Stop
on our way to Arughat Bazar
Der Busfahrer hatte es eilig: er wollte wohl noch an diesem Tag wieder nach Kathmandu zurückkehren. Entsprechend rau wurden wir durchgerüttelt und hüpften auf den Sitzen umher, denn der Fahrer holte das Letzte aus dem Bus raus und dachte nicht daran vor Schlaglöchern abzubremsen.
Staub drang durch die Fenster, die wir etwas geöffnet hatten um Luft zu bekommen, und überzogen uns und unsere Bronchien bald mit einer Staubschicht.
Lunch time !
Diese Busfahrt würde uns noch lange als “Höllenritt” in Erinnerung bleiben und wir hofften nun bald zu Fuß weiter gehen zu dürfen.
Mittagessen gab es in einem kleinen Dorf in einem “Lokal”, mehr eine Baracke, aber immerhin mit Fernseher ausgestattet, in dem das nervige asiatische Unterhaltungsprogramm lief mit äußerst kitschigen Liebesfilmen. Das Dal Bhat war ordentlich und schmeckte gut. Und weiter ging der Höllenritt …
A kitchen in Nepal
Um 14:30 Uhr hatten wir es überstanden. Der Bus hielt vor ein paar Häusern, die Seesäcke wurden abgeladen. Wir zogen Wanderschuhe an und wanderten mit unseren Rucksäcken eine kurze Strecke durch ein kleines Dorf hindruch, über eine Flußbrücke hinein nach Arughat Bazar und zu unserem Hotel “Third Step”.
Spreu und Weizen
Wenn Arughat Bazar der Dreh- und Angelpunkt der Region sein soll, dann werden die weiteren Orte, durch die wir bald kommen werden, wahrscheinlich so klein sein daß sie gar nicht auf der Karte verzeichnet sind.
Ankunft in der Nähe
von Arughat Bazar
Das Hotel war fein mit sauberen Zimmern, die mit Licht, Fernseher und Ventilator ausgestattet waren, es gab eine Dusche und ein Waschbecken auf einer Terrasse. In der Umgebung des Hotel gab es auch zahlreiche kleine Läden zum Einkaufen. Alex erstand dort in Anbetracht des warmen Klimas eine leichte Hippie-Hose für umgerechnet € 4. So weit: Trekking Deluxe !
Arriving in Arughat Bazar
Im Rezeptionsgebäude, das sogleich als Lokal des Hotels und Wohn- und Schlafzimmer der Besitzer diente, gab es kaltes Bier und ein gutes Abendessen, u.a. gebratene Nudeln mit Gemüse und/oder Hühnchen. Gleich daneben lag die Ruine eines Hauses halb auf der Seite, Spuren des Erdbebens vor einem Jahr.
Welcome our porters
during first diner in Arughat Bazar
Am Abend nach dem Essen stellte unser Sherpa Sharki die Porter vor, der zweite Sherpa war sein Sohn Chhewang. Wir stießen auf eine hoffentlich gute Trekking-Tour an und saßen noch eine ganze Weile zusammen.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Nepal Reise 2016-Erster Tag in Kathmandu

Die heutige Besichtigungstour mit unserem deutschsprachigen Führer Rohit Tamang begannen wir in Swayambunath, dem Affentempel.

Monkey @ Swayambunath
At Swayambunath
Es ist eine Tempelanlage mit zahlreichen kleinen und einer zentralen großen Stupa, die der Sage nach eine Lotusblüte beherbergt. Die Tempelanlage ist auch die Heimat zahlreicher Affen, die uns aber in Ruhe ließen. Einige Gebäude hier waren durch das Erdbeben im letzten Jahr beschädigt, insbesondere das Kloster war halb eingestürzt.
Kathmandu Durbar Square
Während unserer Besichtigung lernten wir einiges von Rohit über Nepal, zum Beispiel die Bedeutung der Farben der Gebetsfahnen: die Farben stehen für jeweils ein Element, Blau für die Leere (den Raum, den Himmel), Weiß für die Luft (die Wolken, den Wind), Rot für das Feuer, Grün für das Wasser und Gelb für das Erdelement.
Destroyed King's Palace in Kathmandu
Danach ging es mit dem Bus durch das Motorrad- und Tuk-Tuk-Gewimmel zum Durbar Square, zumindest in die Nähe; wir mußten einige Minuten zu Fuß dort hinlaufen und überquerten dabei auch einen stinkenden Fluß, an dessen Ufer Menschen in ärmlichen Unterkünften ihr Dasein fristen.
Vor der Brücke, über die wir kamen, versuchte ein Polizist mit Mundschutz den Verkehr zu regeln.
Dal Bhat
Die Luft in Kathmandu war dunstig und staubig und schon bald sollten viele Teilnehmer unser Wandergruppe unter einem chronischen Husten leiden.
Am Durbar Square waren die Spuren des Erdbebens von 2015 nicht zu übersehen, der Königsplatz ist eine Ruine, teils eingestürzt und von Balken abgestützt. Wir besuchten das Kumari-Haus, in dem die jeweils “lebende Göttin”, die schon als Kleinkind von einem Kommittee ausgewählt wird, wohnt.
Buddha Statue in Kathmandu
Auf der Dachterrasse eines Restaurants verspeisten wir leckeres nepalesisches Essen ( Dal Bhat ) und dort probierten wir auch den nepalesischen Kartoffelschnaps.
Nächste Station war Patan, ein Stadtteil Kathmandus mit einem weiteren Königsplalast, der besser erhalten war als der am Durbar Square.
Vibrierende Klangschale mit Wasser
Wir schlenderten durch die Gassen, bedrängt von Händlern, die uns ihren Schmuck, Flöten oder Tigerbalsam andrehen wollten, und gelangten zu einem Laden, in dem handgefertigte Klangschalen verkauft wurden. Wir bekamen eine Demonstration wie man diese zur Behandlung von Rückenleiden und Kopfschmerzen einsetzten kann, wie man mit ihnen Wasser zum Sprudeln bringt und wieviel besser und länger diese Schalen klingen im Vergleich zu maschinell gefertigten.
King's Palace @ Durbar Square
Alex erstand sofort eine und zahlte den Preis von € 75 mit Kreditkarte, die hier akzeptiert wurde. Nach zahlreichen Photos, die wir geschossen hatten, viel Gehupe und Staub, den wir geschluckt hatten, ging es mit dem Bus zurück ins Hotel, das in dieser anstrengenden Stadt wir eine kleine grüne und ruhige Oase wirkt, in die man sich gerne zurückzieht, um den vielen Staub mit einem Bier am Pool herunterzuspülen.
Lions at entry to King's Palace

Sonntag, 5. Juni 2016

Nepal Reise 2016–Hinflug

Am 11.4.2016 flogen Alex und ich nach Nepal um dort mit Hans Kammerlander und einer 15-köpfigen Gruppe von Wanderern einen Trek rund um den Manaslu zu machen.

Unser Gepäck
für die Nepal-Reise
Am Tag davor hatte uns ein IC der Deutschen Bahn nach München gebracht und nachdem wir dort das Hotel Leonardo Boulevard bezogen hatten ( empfehlenswert, ordentlich aber nicht zu teuer, 15 Minuten zu Fuß zum Marienplatz oder 10 Minuten zum Englischen Garten ) unternahmen wir einen ersten Spaziergang in die Stadt. Das kühle Wetter trieb uns aber sogleich zurück ins Hotel, wo wir uns wärmere Kleidung besorgen wollten.
Gegenüber liegt ein gemütliches Kaffee, in das wir erstmal einkehrten um uns den Tag etwas zu versüßen.
Nachdem wir uns wärmer angezogen hatten streiften wir abermals durch die Innenstadt. Als es dann noch zu regnen anfing kehrten wir schnell in ein Restaurant ein, das gegenüber dem Hofbräuhaus liegt und wohl zum Platzl Hotel gehört: das Wirtshaus Ayingers. Nach etwas Wartezeit an der Bar bei einem ersten Bier bekamen wir sogar noch einen Tisch und genossen danach den letzten Schweinebraten, den wir in den nächsten drei Wochen bekommen würden.
Im Wirtshaus Ayingers

In der Neuen Pinakothek in München
Am Folgetag nutzten wir die Zeit um am Vormittag die Neue Pinakothek zu besuchen. Hier interessierte wir uns besonders für Monet, Manet, van Gogh und Gaugin. Am Nachmittag spazierten wir noch einige Stunden im Englischen Garten umher, während das Wetter zunehmend schöner wurde.
Danach holten wir unser Gepäck im Hotel ab, das wir dort deponiert hatten, und fuhren mit dem Taxi zum Bahnhof. Dort hatten wir einen weiteren Seesack im Schließfach deponiert, in dem sich Spielsachen und weitere Geschenke für eines der Kinderhäuser der Nepalstiftung Beilngries befanden, dem wir in Kathmandu einen Besuch abstatten wollten.
Fluß im Englischen Garten

Mit der S-Bahn fuhren wir nun zum Flughafen wo wir gegen 20:00 Uhr auf Hans und die Mitwanderer trafen vor dem Check-In Schalter der Turkish Airways, mit der wir über Istanbul nach Kathmandu fliegen würden.
Am Chinesischen Turm
in München
Recht pünktlich begann dann das Boarding. Birgit, Hans’ Sekretärin, hatte für alle Plätze in der Zweier-Reihe am Fenster gebucht.
Trotzdem wir pünktlich an Bord gingen verzögerte sich dann der Abflug erheblich, so daß wir schließlich mit 2 Stunden Verpätung in Istanbul landeten.
Dort hetzten wir durch den Flughafen, denn laut Plan war der Anschlußflug kaum noch zu kriegen.
Als wir aber am Check-In Schalter für den Anschlußflug ankamen erfuhren wir, daß auch der Anschlußflug sich um drei Stunden verspäten würde. Wir wurden mit Sandwiches und Getränken versorgt und schließlich gegen 3:00 Uhr nachts gings dann los nach Kathmandu.

Welcome to Nepal !
Gegen 13:00 Uhr Ortszeit nach etwa sieben Stunden Flug kamen wir dort an, mußten nun aber noch eine ganze Weile am Flughafen verbringen, bis alle ihr Visum bekommen hatten.
Alex und ich hatten uns im Vorfeld das Visum bereits in Berlin besorgt, was uns nun aber natürlich nichts nützte.

Ankunft in Kathmandu
Während wir warteten kam Alex ins Gespräch mit Nikolaus Gruber, der zusammen mit ein paar Kumpels eine Expedition zum Cho Oyu und zum Mount Everest machen wollte.
Auf dem Parklplatz vor dem Terminal wurden wir herzlich von Mitarbeitern der lokalen Reiseagentur Henkalaya begrüßt mit großem Plakat, Blumenketten und Wasser in Flaschen.


Kathmandu Airport
Ein komfortabler Bus brachte uns zum Hotel, während ich einen ersten Eindruck von Kathmandu erhielt – dem chaotischen Verkehr dort, den abenteuerlichen Stromleitungen und vielen provisorisch wirkenden Gebäuden.
Im Hotel angekommen gab es einen kleinen Empfang, Getränke und einige erste Erläuterungen.
Welcome to Greenwich Village Hotel !
Danach ging’s erstmal auf die Zimmer zum Duschen, Auspacken und Ausruhen. Um 19:00 Uhr gab es ein Abendessen mit leckerem Buffet. Beim Essen trafen wir dann auf eine kleine weitere Wandergruppe, die unter Führung von Walther Lücker das Everest-Gebiet bereisen wollte.
Pool of Greenwich Village Hotel
Mit reichlich Everest-Bier und vielen Gesprächen beschlossen wir den ersten Tag in Kathmandu im kleinen Kreis am Pool.

Getting used
to vegetarian food
and Everst beer

Sonntag, 6. März 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Letzter Tag und Abreise

Am Freitag morgen, dem 29. Januar 2016, hieß es Abschied nehmen von der Wandergruppe und unserem Wanderführer.

Blick zurück zum Krimmler Tauernhaus
Sie fuhren gleich nach dem Frühstück mit der Pistenraube ins Tal, um sich an die Heimfahrt zu machen. Alex und ich hatten noch zwei Tage Urlaub. Wir würden den Tag heute nutzen für eine gemütliche Wanderung zurück nach Krimml und hatten auch morgen noch einen ganzen Tag zur Verfügung, bevor wir am Sonntag nach Hause fahren würden.
Weißes Achental
Wir verabschiedeten uns vom Krimmler Tauernhaus und seinen Bewohnern, die uns in der vergangenen Woche gut versorgt hatten, und wanderten zurück das Krimmler Achental entlang Richtung Wasserfälle. Wir kamen nur langsam voran, einfach deshalb, weil wir das Tal gar nicht verlassen wollten. Immer wieder blieben wir stehen und staunten über die Ruhe und den Frieden hier zwischen den Bergen, wo sich um diese Zeit fast kein Mensch hin verirrte.
Wir kamen an ein paar verlassenen Almen vorbei, an den Felswänden über uns prangten Eisfälle.
Eisfall am Ausgang des Achentals
Die Wolken verzogen sich langsam und die Sonne trat hervor.
Um 11:00 Uhr standen wir oberhalb der Wasserfälle und blickten auf Krimml herab. Seit Sonntag hatte es auch hier ordentlich getaut, der Weg hinunter war stellenweise vereist und wir froh unsere Schneeschuhe dabei zu haben.
Wir stiegen am oberen Fall abwärts und kehrten in das Berghotel Schönangerl ein zu einer Mittagsrast, das direkt oberhalb des unteren Falls liegt.
Zwei Fälle der
Krimmler Wasserfälle
Um 13:15 Uhr hatten wir unser Auto erreicht, das vor der Pension der Familie Geißler parkte, wo wir auch unser Gepäck vorfanden, das mit der Pistenraube ins Tal befördert worden war. Wir verluden alles ins Auto und fuhren zunächst noch zum Touristenbüro, um uns einen Vorschlag zu holen für eine Wanderung morgen. Dann gings zum Gästehaus Schöppel, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen würden; bei Geißlers war leider kein Zimmer mehr frei gewesen.
Am Nachmittag tranken wir Kaffee im Hotel Krimmlerfälle und kehrten früh zum Abendessen in das Bierstübel im Gästehaus Waltl ein, wo es neben gutem Bier auch gutes Essen gab und wir auch ein Bier probierten, das mit Zirbelkiefer-Aroma “verfeinert” wird.
Ankunft an der Steineralm
Am Samstag fuhren wir nach dem Frühstück nach Neukirchen am Großvenediger und parkten gleich unten wo die Skipiste endet, um zur Steineralm aufzusteigen. Wir hätten auch bis zum Gasthof Rechtegg auffahren können, aber von dort erschien uns die Wanderung zu kurz, also machten wir heute nochmal einen Aufstieg über ~700 Höhenmeter.
Blaubeeromelett auf der Steineralm
Wir folgten zunächst der Strasse, bogen dann vor dem Gasthof Venedigerhof rechts ab und stiegen hinauf zum Hof Taufenstein. Von dort führte ein Weg in den Wald hinauf, der weiter oben auf den Forstweg zur Steineralm treffen würde. Es lag wenig Schnee, nur an einigen Stellen war es rutschig. Wir kamen gut voran, hatten um 12:00 Uhr besagten Forstweg und eine halbe Stunde später die Steineralm erreicht.
Alex und Axel auf der Steineralm
Dort ergatterten wir vor der Hütte einen schönen Platz in der Sonne, genossen den Ausblick auf die Berge mit dem Grossvenediger und ließen es uns richtig gut gehen bei Bier, Speckbrot mit Ei und der Spezalität des Hauses: Blaubeer-Omelette.
Schnäpschen auf der Steineralm
Gut zwei Stunden hielten wir es hier oben aus, das Wetter heute war auch traumhaft, ließen uns zum Abschied noch einen Schnaps schmecken, der “im Hut” serviert wurde, und machten uns dann an den Abstieg, diesmal der Forststrasse folgend und vorbei an den Gasthöfen Rechtegg und Venedigerhof. Ich machte unzählige Aufnahmen vom Grossvenediger, der von der schräg stehenden Sonne angestrahlt wurde, und es wurde 17:00 Uhr, bis wir zurück am Auto waren.
Abschied von der Steineralm
Abendessen heute gab’s im Gasthof zur Post – nicht ganz so gut wie gestern, die noch tiefgefrorenen Kroketten mußten wir erstmal reklamieren.
Als wir am nächsten Morgen die Heimreise antreten wollten hatte es kräftig geschneit und der Gerlospass war für Fahrzeuge ohne Schneeketten gesperrt.
Herr Schöppl versuchte uns zum Bleiben zu überreden und erzählte Horrorgeschichten von Leuten und deren unendlich langer Heimfahrt im Winter. Wir wollten aber doch einen Versuch starten über den Pass Thurn, was sich auch als problemlos herausstellte: der Schneefall hier war mehr in Regen übergegangen und die Strasse nur stellenweise etwas rutschig, ansonsten gut geräumt und befahrbar.
Gross-Venediger in der Abendsonne

Auf der Autobahn von Österreich nach Deutschlang hatte sich wie erwartet wieder ein langer Stau gebildet, bedingt durch die Kontrollen nach einreisenden Flüchtlingen.
Wintereinbruch am Abreisetag
Ich fuhr bei Kufstein Nord ab, über Land bis nach Deutschland, dann wieder auf die Autobahn, und hatte den Stau somit gut umfahren. Keine Kontrollen hier weit und breit !
Für die Heimfahrt wollte ich nach den Erfahrungen der Hinfahrt die A3 meiden, als dann aber ein Stau angesagt wurde auf der Strecke von Stuttgart nach München wählte ich doch diese Strecke. Diesmal kamen wir aber gut voran und erreichten wohlbehalten unseren Wohnort.

Dienstag, 1. März 2016

DAV Schneeschuhtour vom Krimmler Tauernhaus aus–Vierte Tour: wieder zum Rainbachsee


Eigentlich wollten wir heute zur Richter-Hütte laufen.

Steiler und steiler im Schnee
Das Wetter versprach toll zu werden, der Himmel wurde klar und die Sonne begann zu scheinen. Während wir hinter dem Krimmler Tauernhaus wieder im Wald aufstiegen auf der Route, die wir schon am Montag genommen hatten, machte unser Wanderführer den Vorschlag eventuell nochmal zum Rainbachsee zu gehen, den wir am Montag ja nicht ganz erreicht hatten. Das Tal zur Richter-Hütte hin würde trotz Sonnenschein den ganzen Tag über im Schatten liegen und somit würden wir mal wieder nicht viel Sonne abbekommen.


Weiße Spitzen
An der Wegabzweigung stimmten wir ab und entschieden uns dann für den Rainbachsee. Schon nach kurzem Aufsteig erreichten wir eine sonnenüberflutete Höhe und folgten dem Pfad, den wir schon am Montag gespurt hatten.
Alsbald bogen wir aber nach rechts ab und versuchten einen Aufstieg in Richtung Rainbachscharte.
Unsere Gruppe am Rainbachsee
Der Weg steilte extrem auf und wir machten auf halber Strecke zwischen Felsbrocken Halt und rasteten. Ein schöner Ausblick nach Norden über das Krimmler Achental und die umliegenden Berge lag vor uns unter strahlend blauem Himmel.


Gamsbraten im Krimmler Tauernhaus
Nach einem kurzen steilen Abstieg querten wir nach rechts zurück auf den Weg zum Rainbachsee und erreichten diesen um 12:30 Uhr. Wieder genossen wir in Ruhe die schöne winterliche Landschaft, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Noch vor 15:00 Uhr waren wir zurück, hatten also genug Zeit für Drinks und zum Ausruhen, bevor es am Abend als Highlight einen leckeren Gamsbraten als Abschlußessen gab, das wir mit Kaiserschmarren und Zirbelschnaps beendeten.