Montag, 29. Oktober 2007

Neuseeland-Reise 2000, Tag 5 (5.Oktober) - Auckland, Neuseeland

Wo ist nur der Mittwoch geblieben ? Muß wohl beim Flug über die Datumsgrenze verloren gegangen sein !
Nach dem Abendessen verbrachte ich die meiste Zeit des Fluges mit Schlafen, so daß ich einigermassen fit früh morgens in Neuseeland ankam. Sobald ich den Mietwagen von Britz Rent-A-Car übernommen hatte fuhr ich nach Auckland und fand schließlich auch das Bavaria Bed & Breakfast Haus am Mt. Eden. Ich wurde deutschsprachig begrüßt und bekam erstmal einen Kaffee. Da mein Zimmer zu so früher Stunde wie erwartet noch nicht verfügbar war, machte ich mich gleich auf zu einer kleinen Wanderung auf den 196 m hohen Vulkan Mount Eden, von dessen Gipfel sich ein herrlicher Rundblick und Ausblick auf Auckland bot. Es war teilweise bewölkt und es blies ein kalter Wind, aber immer wieder kam die Sonne hervor und es wurde von Stunde zu Stunde wärmer.


Auckland Queen Street
Auckland Queen Street

Der Zustand der Vegetation hier war eigenartig und lies wohl auf milde Winter und den nun beginnenden Frühling schließen. Während einige Bäume erst zu grünen begannen sah ich auch blühende Rosen und Flieder, zudem Plamen, Orangenbäume und Strelizien.
Vom Mt. Eden wanderte ich hinab nach Downtown und fand bald den alten Friedhof und das Grab von William Hobson, dem ersten Gouverneur von Neuseeland und Gründer Aucklands, der die Stadt nach dem damaligen ersten Lord der britischen Admiralität benannte.
Von dort ging es dann die Queen Street hinab Richtung Ferry Building. Von einem Computershop aus schickte ich eine e-Mail in die Heimat, in einem Restaurant kurz vor dem Aokea Square nahm ich ein leichtes Mittagessen ein. Dort durchstreifte ich zunächst eine Shopping Mall, dann setzte ich meine Wanderung fort zum Ferry Building.

View from Bank Of New Zealand Building in Auckland
View from Bank Of New Zealand Building in Auckland

Vom Bank-Of-New-Zealand Hochhaus aus genoß ich schließlich eine ganze Weile lang den Ausblick auf die Stadt mit Hafen, den vorgelagerten Inseln, dem Sky Tower und der Harbour Bridge. Dann kaufte ich mir bei Starbucks am Queen Elisabeth Square einen großen Kaffee und bevor ich mit dem Bus zurück nach Mt. Eden fuhr deckte ich mich noch mit einigen Musikkasetten fürs Auto ein.
Endlich rasieren, duschen und umziehen in meinem sauberen Zimmer im Bavaria Bed & Breakfast House ! Das Abendessen bestand aus thailändischem Beef Curry in Kokosnuß-Milchsauce und zwei Glas Singha Bier in einem nahe gelegenen Restaurant in der Mt. Eden Street. Dabei beobachtete ich, daß viele Gäste ihren Wein selbst mitbrachten und dieser von der Wirtin auch bereitwillig geöffnet wurde. Zum Abschied erkundigte ich mich danach und erfuhr, daß dies in Neuseeland in vielen Restaurants durchaus üblich ist und vom Wirt erlaubt wird um dadurch Kunden zu gewinnen.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Neuseeland-Reise 2000, Tag 4 (3.Oktober) - Abflug nach Auckland

Nach einem langen Schlaf, einer Aspirin, einer heißen Dusche und einer weiteren Dosis Zink hoffte ich fit zu sein für die nächsten 36 Stunden. Es stand mir noch ein Tag in L.A., ein 12stündiger Flug und ein weiterer Tag in Auckland bevor, bis ich wieder ein Bett sehen würde.


Paul Hogan in LA, October 2000
Paul Hogan bei Dreharbeiten zu "Crocodile Dundee in Los Angeles" in der Fussgängerzone von Santa Monica

Der Tag in L.A. führte mich zunächst zum Sunset Boulevard, wo bei Dennys wieder ein gutes Frühstück fällig war, diesmal mit Obst, um die Erkältung mit allen Mitteln zu bekämpfen. Danach fuhr ich den Sunset Boulevard ab, durch Beverley Hills, bis ich irgendwann wieder in Santa Monica landete. Dort in der Fußgängerzone gönnte ich mir zunächst einmal ein riesiges Bananasplit mit viel Eis gegen meine Halsschmerzen. Dabei sah ich einem Film-Team zu, das immer wieder eine Einstellung mit einem Jongleur auf einem Einrad filmte. Als ich schon gehen wollte, erschien plötzlich ein bekanntes Gesicht auf dem Set: Paul Hogan alias Crocodile Dundee. Ich erkundigte mich bei einem Mitglied der Filmcrew und erfuhr, daß hier eine Szene für "Crocodile Dundee in Los Angeles" gedreht wurde. Die Einstellung, die mehrmals gedreht wurde dauerte etwa 10 Sekunden und ist im Film vielleicht gar nicht zu sehen[1]: Paul Hogan in einer Menschenmenge mit einem blonden Jungen à la Anakin Skywalker und einem kahlköpfigen kleinen Mann, die einem Jongleur auf einem Einrad zusehen. Spektakulär ! Ein guter Tag Arbeit für die Filmcrew.
Es ist jetzt 17:00 Uhr und ich sitze in einem Cafe oberhalb Hollywoods am Beachwood Drive bei Eistee und Geflügelsalat-Sandwich. In etwa einer Stunde werde ich in Richtung Flughafen aufbrechen.


[1]
Doch ! Ich habe mir den ansonsten recht schwachen Film extra deswegen angeschaut.

Samstag, 27. Oktober 2007

Neuseeland-Reise 2000, Tag 3 (2.Oktober) - Santa Monica, Kalifornien


Welcome to Disneyland
Welcome to Disneyland!

Was ist die Steigerung von satt ? Go to Dennys and have a Farmer Slam ! Das volle Programm: Eier, Speck, Würstchen, Pancakes. Nach dieser Stärkung in einem Frühstücksrestaurant am Freeway auf meinem Weg nach Disneyland konnte der nächste ereignisreiche Tag beginnen.
Ich begann meinem Besuch in Disneyland, wie ich den letzten beendet hatte: mit Startours, einem simulierten Weltraumflug nach Endor. Danach ging es ins 3-D-Kino zu "Liebling, ich habe die Zuschauer geschrumpft", wo wir von Mäusen, einer Python und einem sabbernden Hund attackiert wurden.
Weiter ging es durch das Fantasyland ins Adventurland, wo ich mich nach einem Eiskaffee auf die Jungle-Cruise und in den Tempel des verlorenen Auges wagte. Danach: Piraten der Karibik und das Spukhaus Haunted Mansion.

New Zealand greets Small World
Auch Neuseeland ist in der "Small World" vertreten! !

Wieder zurück im Fantasyland durchreiste ich die "Small World", dann trank ich frischen hawaianischen Ananassaft beim Tiki-Haus, später waren dann Roller Coaster angesagt: durchs Matterhorn und - viel schlimmer noch - durch den Space Mountain: eine rasante Fahrt durch die Finsternis. Zum Abschluß besuchte ich noch das Innovation-Center und flog 'ne Runde mit Peter Pan, bevor ich mir um 19:00 Uhr die Parade ansah.
Vor Schließen des Parks verspeiste ich noch einen Salat zum Abendessen und machte mich dann auf die Fahrt zurück zum Hotel. Mittlerweile machte mir eine Erkältung zu schaffen, wohl dank der nassen Reise durch den Jurassic-Park gestern. Nach Einnahme einer Zink-Tablette ging es also früh ins Bett.

Freitag, 19. Oktober 2007

Mein Gepäck für die Rheinsteig-Wanderung 2007

Es ist erstaunlich mit wie wenig Dingen man eine Woche lang auskommen kann. Die Rheinsteig-Wanderung dieses Jahr war die beste Möglichkeit das auszuprobieren und deshalb wählten wir die sportliche Variante und trugen unser benötigtes Gepäck die ganze Zeit selbst, anstatt es uns von Hotel zu Hotel transportieren zu lassen. Mein Rucksack wog etwa 10 kg, der meiner Frau 8 kg.
Mit was ich eine Woche lang ausgekommen bin zeigt folgendes Bild.



Als ich die Aufnahme machte trug ich noch eine kruze Hose und ein T-Shirt. Die Wanderschuhe und -socken hatte ich schon zum Lüften weggestellt.

Das war's - mehr braucht man nicht und mehr will man auch nicht tragen !

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Quittengelee










Den Tag der Deutschen Einheit haben wir - nun, ehrlich gesagt: meine Frau - dazu benutzt unsere reichhaltige Quittenernte zu verarbeiten. Der Aufwand insgesamt war mehr als ein Tag, denn zuvor hatte ich die Quitten bereits geerntet und am Vorabend hatte meine Frau die Früchte durch Abbürsten gesäubert.
Die Ernte dieses Jahr war reichhaltig ! Erstaunlich welchen Ertrag unser noch recht kleiner Quittenbaum eingebracht hat. Teilweise mußten wir die Äste abstützen bzw. festbinden.
Mit diesem Entsafter wurde den Früchten der Saft entzogen. Anstatt sie wie sonst mit dem Hackebeil zu zerkleinern, was eine recht mühsame Arbeit ist, hat meine Frau sie diesmal zuerst weich gekocht und dann in kleinere Stücke geschnitten. Die Früchte kommen dann oben in den Sieb, unten kommt Wasser rein und der ganze Apparat verbringt dann einige Stunden auf der Herdplatte. Dabei ist stets darauf zu achten, daß unten Wasser drin ist, damit nix anbrennt. Oben werden Früchte nachgefüllt, aus dem Schlauch dann der Saft gezapft.
Die Ausbeute konnte sich sehen lassen: 12 Liter Saft ! Beim Zapfen aus dem Entsafter sollte man per Strichliste Buch führen, wieviel Liter man bereits abgefüllt hat. Daraus ergibt sich dann der Bedarf an Gläsern und Geliermittel. Wir haben den 1:2-Gelierzucker von Dr. Oetker eingesetzt. Das bedeutet etwa pro Liter Saft 1,5 Liter Ausbeute bzw. etwa 4 Gläser Gelee, je nach Größe der Gläser logischerweise.
Auf Sauberkeit ist zu achten ! Die Gläser werden vorher mit kochendem Wasser desinfiziert. Geeignet sind Einkoch- oder Marmeladengläser, ungeeignet z.B. Senf-Gläser, denn deren Verschluß ist nicht dicht genug, um den weiter unten beschriebenen Vorgang des Umdrehens des Glases ohne Sauerei zu überstehen.
Nachdem der Saft mit dem Gelierzucker aufgekocht hat kommt der Zeitpunkt, das leckere Produkt in Gläser abzufüllen.
Diese werden dann kopfüber gelagert zum ersten Abkühlen. Dabei entsteht im Glas ein Vakuum, das sich bald durch ein "Plopp!" ankündigt - und eventuell eine Riesensauerei, wenn die Gläser ungeeignet sind.
Unsere Ausbeute: 41 Gläser ! Nicht zu vergessen: der Aufkleber beschriftet mit Inhalt und Datum. Unsere Verwandten und Freude dürfen sich schon auf leckere Mitbringsel oder Weihnachtsgeschenke freuen.
Unser Gelee hat eine herrliche Konsistenz und einen frischen Quitten-Geschmack. Besonders mag ich ihn auf Erdnußbutter. Gut gemacht, Frau Magard !

Dienstag, 16. Oktober 2007

Wanderung von Johannisberg nach Stephanshausen

Tour Details
Art der Tour:Tageswanderung
Start:Johannisberg
Über:Stephanshausen
Ziel:Johannisberg
Strecke:15 km
Gehzeit:4 Stunden

Am letzten Sonntag unternahmen wir mit Freunden bei herrlichem Goldener-Oktober-Wetter eine Wanderung von Johannisberg nach Stephanshausen. Von Johannisberg folgten wir zuerst der Rheingau-Riesling-Route bis zum Kloster Martinstal. Von dort wählten wir einen Rundweg, der uns nach Norden brachte und alsbald auf den Rheinhöhenweg zurück führte.

Dragon statue in Stephanshausen
Drachenfigur auf dem Dorfplatz in Stephanshausen


Oestrich-Winkel
Blick über die herbstlichen Weinberge nach Oestrich-Winkel

Ein weiterer kurzer Aufstieg brachte uns nach Stephanshausen, wo wir auf dem Dorfplatz zu einer Vesper rasteten.
Weiter durch den Ort der Hauptstrasse bergauf folgend ging es bis zum Ortsende. Wir verpassten zunächst den mit einem schwarzen Punkt markierten Wanderweg, der uns zurück nach Johannisberg bringen sollte und liefen einen kleinen Umweg. Dann aber führte uns dieser und der mit einem umgekippten "U" markierte Weg zurück in Richtung Rhein. Vom Dachsberg hatten wir eine wunderschöne Aussicht über herbstliche Weinberge hinunter nach Oestrich-Winkel und zum Rhein.
Zum Schloss Johannisberg war es nun noch ein kurzer Abstieg. Dort fand gerade eine Weinprobe statt; wir waren aber mehr an Kaffee und Kuchen interessiert.

Montag, 15. Oktober 2007

Rheinsteig 2007, 6. Etappe , 26. September 2007


Die Lahn bei Lahnstein, vom Rheinsteig aus gesehen
Die Lahn bei Lahnstein, vom Rheinsteig aus gesehen

Unsere letzte Rheinsteig-Etappe war 15 km lang und führte uns von Lahnstein nach Koblenz. Zunächst wanderten wir an der Lahn entlang zurück zum Rheinsteig, der uns dann sogleich zur Ruppertsklamm führte. Wir folgten der Klamm aufwärts über einen zum Teil mit einem Seil gesicherten Kletterpfad. An einer Grillhütte angekommen ging es weiter, zunächst dem Lahnhöhenweg folgenden, bald weiter ansteigend auf den Lichter Kopf (325 m). Ein hölzerner Aussichtsturm bot einen Ausblick über die Bäume hinweg zum Rhein und den südlichen Teil von Koblenz.
Durch Wälder wanderten wir weiter nach Koblenz, vernahmen Schüsse vermutlich von einem nahe gelegenen Truppenübungsplatz, unterquerten einige Bundesstrassen und langten bald in Koblenz-Pfaffenhofen an, wo wir auf den Rhein stießen und diesem nun nach Ehrenbreitstein folgten. Dort in einem Cafe, in dem ein schlechter Cappuccino gebraut wurde, telefonierten wir nach einer Unterkunft. Da diesseits des Rheins keine zu haben war setzten wir mit der Personenfähre nach Koblenz über, besuchten dort zuerst das Deutsche Eck und wanderten dann in die Innenstadt, wo wir im Hotel Metropol für 88 € ein Doppelzimmer mit Frühstück erhielten.



Ehrenbreitstein
Ehrenbreitstein bei Koblenz

Es begann bereits am Nachmittag zu regnen. Wir gingen italienisch essen, danach noch zu einem Kilkenny ins Irish Pub. Am nächsten Morgen war der Himmel wolkenverhangen und es regnete, Dauerregen war angesagt. Somit beschlossen wir unsere Rheinsteig-Wanderung hier zu beenden und die Heimreise anzutreten.
In der irrigen Annahme auf der anderen Rhein-Seite eine Zugverbindung nach Lorch zu bekommen setzten wir wieder mit der Personenfähre über. Am Bahnhof wurden wir dann aber eines besseren belehrt und fuhren mit dem Bus zum Hauptbahnhof nach Koblenz, von wo uns dann ein Zug zurück nach Lorch brachte.