Als wir dieses Jahr im Sommer am Bodensee waren reifte die Idee eines neuen Projektes in unseren Köpfen: die Umrundung des Bodensees per Fahrrad.
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An der Seepromenade in Konstanz |
Wir hatten uns bereits
das Büchlein von bikeline über den Bodensee-Radweg besorgt und fuhren nun am Samstag, den 14.9.2019, mit dem Zug gen Süden, zuerst mit einem Eurocity bis Karlsruhe, dann mit einem Regionalzug weiter bis Konstanz, wo wir um 15:00 Uhr eintrafen. Das gebuchte
Hotel Halm lag direkt gegenüber dem Bahnhof, so daß wir unsere Fahrräder nur über die Straße schieben mußten. Dort trafen wir eine Freundin, die mittlerweile in der Schweiz arbeitet, und mit der wir uns in Konstanz verabredet hatten.
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Imperia in Konstanz |
Nachdem wir unsere luxuriöse Suite bezogen (es waren für diesen Samstag
nur noch wenige Zimmer zu haben gewesen in Konstanz, weswegen wir tief
in die Tasche greifen und für diese erste Übernachtung gut € 200
investieren mußten) und unsere Fahrräder abgestellt hatten spazierten
wir an der See-Promenade entlang zum
Steigenberger Hotel am See zwecks Kaffeetrinken auf deren Terrasse, dann zum Restaurant
Hafenmeisterei zum Abendessen, wo wir sehr gut aßen.
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Marokanischer Sall im Hotel Halm |
Am nächsten Morgen ging es dann los mit dem Fahrrad zur 1. Etappe der See-Umrundung in Uhrzeiger-Richtung. Diese 1. Etappe bis nach Überlingen kann man dann ( für ungeübte Radfahrer ) als 'Bergetappe' bezeichnen, denn wegen des Steilufers am Obersee muß der Radweg etwas landeinwärts und über einige Höhen geführt werden. Ersparen kann man sich das natürlich mit der Fähre von Konstanz nach Meersburg.
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Auf der ersten Etappe der Radtour um den Bodensee |
Einen gewissen Ehrgeiz brachten wir aber schon mit weswegen wir auch diese Etappe nicht scheuten, und das ohne E-Bikes !
Die Radtour begann mit einer kleinen Umleitung in Konstanz wegen einer Baustelle bei der Rheinbrücke. Dann ging es aber zunächst bequem am Künstlerviertel entlang zum Anleger der Fähre nach Meersburg und weiter zur Insel Mainau,
die wir diesen Sommer ja schon besucht hatten.
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Vesper in Bodman |
Bei Wallhausen bog der Radweg dann ab weg vom See und eine erste größere
Steigung war zu bewältigen, gefolgt von ein paar weiteren und dann der
flotten Abfahrt nach Bodman, das wir um 13:30 Uhr erreicht hatten und
uns somit ein Mittagessen im
Cafe Hasler verdient hatten, wo wir bei herrlichstem Wetter direkt am Bodensee-Ufer vesperten.
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Lenk Relief in Ludwigshafen |
Weiter ging es dann durch ein Naturschutzgebiet am Überlinger See nach Ludwigshafen. Besonders sehenswert dort war das
Lenk-Relief, auch 'Ludwigs Erbe' genannt, eine durchaus provokative und viel diskutierte Gesellschaftssatire des Künstlers
Peter Lenk, dessen Werke man überall hier am Bodensee bestaunen kann. Von ihm stammt auch die
Imperia in der Hafeneinfahrt von Konstanz.
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Brunnen in Sipplingen |
Sehenswert waren auch
die Info-Tafeln über den Bodensee in Sipplingen, besonders die Infos über den Bodensee als Trinkwasser-Versorger für ganz Baden Würtemberg. Die Wasserleitungen vom Bodensee reichen hinauf bis zum Odenwald, wie ein Schaubild eindrucksvoll zeigte. Sein unvorstellbarer Wasserinhalt von 50 Milliarden Kubikmetern schließt eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung nahezu aus. Schadstoffe werden so weit verdünnt, daß die Wasserqualität stets super ist. 360.000 Liter frisches Wasser strömen jede Sekunde aus dem 11.000 km großen Einzugsgebiet in den Bodensee hinein.
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Bürgerbräu in Überlingen |
Nach Überlingen, unserem ersten Etappenziel, war es nun nicht mehr weit und wir bezogen unser Zimmer im
Hotel Bürgerbräu um 17:20 Uhr.
Wie das Halm in Konstanz hatte ich diese Unterkunft vorab per
booking.com gebucht. Für die weiteren Etappen wollten wir flexibel bleiben und hatten nichts weiter vorgebucht. Wegen einem Strassenfest in Überlingen war das Restaurant leider geschlossen, so daß wir dann später an der Uferpromenade in einem griechischen Restaurant einen warmen Vorspeiseteller verzehrten, während es bereits dunkel wurde.
Strecke der ersten Etappe: 56.73 km.
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