Dienstag, 1. November 2022

Wanderung von Lorch and Sauerthal

 Gestern, am Montag, den 31. Oktober 2022, fuhren wir mit dem Auto nach Lorch. Ab Geisenheim mußten wir eine Umleitung nehmen, denn die B42 war gesperrt zwischen Assmanshausen und Lorch ( die Sperrung dauert noch bis Februar 2023 ). Wir fuhren also an Stephanshausen vorbei nach Presberg, dann eine Serpentinenstrasse hinunter nach Lorch. Dort war an einer Stelle eine Ampel installiert, ohne daß eine Baustelle vorhanden war; vermutlich ist die Stelle dort zu eng für Schwerverkehr, der ja auch diese Umleitung nehmen muß.

Ruine Waldeck

Von Lorch wanderten wir los auf dem Rheinhöhenweg. An der Wisperbrücke hielten wir uns links, wanderten zuerst etwas oberhalb der Schwalbacher Strasse entlang, dann linkerhand, bald immer mehr ansteigend, ging es auf Sauerthal zu. Wir kamen vorbei an der Ruine Waldeck. Kurz vor Sauerthal trafen wir auf den Gebück-Weg und folgten diesem nach links. Ein guter Anstieg über etwa 200 Höhenmeter stand uns bevor, bis wir Weideland erreichten, über das wir nun leicht bergab gehend Richtung Rhein und Lorchhausen wanderten.

Oberhalb von Lorch

 Oberhalb von Lorchhausen bogen wirh links ab auf den Rheinsteig und folgten diesem nun bis nach Lorch ( der Gebück-Weg verläuft etwas weiter unterhalb durch die Weinberge ). Wir kamen an der Ruine Nollig vorbei, dann ging es über einen "Klettersteig' hinab nach Lorch. 

"Himmel und Erde"

 Zum Abschluß der Wanderung kehrten wir in das Winzerhaus Rößler ein, von dem wir schon überall Werbetafeln gesehen hatten, tranken einen Schoppen und ließen uns das Essen in der sehr urigen Stube mit sehr freundlichen Wirtsleuten schmecken: Handkäse in Zwiebeln, Nüssen und Rosinen, oder das Highlight: "Himmel und Erde" mit Apfelkompott und hausgemachtem Kartoffelbrei.

Dienstag, 27. September 2022

13. Herbstwanderung 2022: Zur Alprechalm

 Unsere letzte Wanderung dieses Jahr in den Dolomiten führte uns steil ansteigend von der Stegerbrücke hinter St. Peter ( 1440 m ), wohin wir mit dem Bus gefahren waren, hinauf zur Alprechalm ( 2018 m ). Der Weg war anstrengend zu gehen weil steil und ohne natürlichen Stufen.

Aufstieg zur Alprechalm
 Als wir den Wald verließen tauchten wir in das Licht der strahlenden Sonne ein, vor uns lagen die schneebedeckten Berge rund um den Schwarzenstein, darüber blau-weißer Himmel, darunter das saftig-grüne Tal; uns ging das Herz auf bei diesem Anblick. Alsbald sahen wir die Alprechalm, hatten aber noch eine gute Stunde anzusteigen, bis wir sie schließlich erreichten. Wolfgang, der Almwirt dieser wirklich noch urigen Alm, begrüßte uns sogleich und brachte Tee und Radler, dann einen Kaiserschmarren und ein Speckbrettl. So ließen wir es uns richtig gut gehen in dieser Berg-Idylle; wir hatten die Alm für uns alleine, bis schließlich eine Gruppe Wanderer aus Hamburg auftaucht, die hier oben schon bekannt waren.

Die Alprechalm

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast und nach aromatischem Zirben- und Brennessel-Schnaps wanderten wir der Forststrasse folgend zur Stegeralm, bogen aber kurz oberhalb rechts ab auf den Weg Nr. 3 und 11a zur Bruggeralm. Dieser schöne Höhenweg führte uns in Richtung Kasern, das wir bald unten im Tal liegen sahen; gegenüber sahen wir die Waldner-Alm, auf der wir vorletzte Woche gewesen waren. Hinter der Bruggeralm ging es dann bergab durch Wald und zurück nach Kasern, wo wir gleich den Bus zurück nach Sand bestiegen. 

Gut ging's uns auf der Alprechalm
 

Ein gelungener Abschluß von knapp drei wunderschönen Wanderwochen lag hinter uns, eine anstrengende zehnstündige Autofahrt zurück nach Mainz am nächsten Tag, Donnerstag, den 22.9., vor uns.

12. Herbstwanderung 2022: Auf dem Speikboden

 Das Wetter wurde jetzt zusehends besser, es blieb aber kalt, Das Thermometer in Sand zeigte morgens 4 Grad Celsius an !

 

Blick zu Steinerholm und Moosstock
 

Alex und ich wanderten eine halbe Stunde lag zur Talstation der Speikboden-Bahn und fuhren hinauf zur Speikboden-Alm auf 1958 m. Von dort wanderten wir los über die Trejer Alm leicht ansteigend einem Panoramaweg folgend. Gegenüber lag der Roaner Hof, in dem wir letztes Jahr gewohnt haben, dahinter erhob sich der Steinerholm, weiter dahinter der Grosse Moosstock. 

Blick vom Kleinen Nock
ins Obere Ahrntal
 

 Später stiegen wir an zu Sonnklar-Hütte ( 2420 m ), wo wir gegen 13:00 anlangten und zum Mittagessen einkehrten. Dann wanderten wir weiter über den Panoramaweg ( Nr. 18 ) auf den Speikboden ( 2516 m ), überschritten den Gipfel und wanderten auf einem gut ausgebauten Weg über den nördlichen Grat, Grosser Nock und Kleiner Nock zurück zu Bergstation der Gondel-Bahn, die wir gegen 16:00 Uhr erreichten.

11. Herbstwanderung 2022: Zum Klammljoch

 Am Samstag, den 17.9., verließen wir das Hotel "Alte Mühle". Alex und ich und unsere Freunde mit einer Bekannten zogen um in das Hotel Hellweger, in dem wir kurzfristig noch zwei Doppel- und ein Einzelzimmer hatten buchen können für eine spontane Verlängerung unseres Wanderurlaubs. 

Burg Taufers

Das Hotel verfügt über große Zimmer, Swimmingpool und Sauna, liegt sehr ruhig und wird mittlerweile von einer chinesischen Familie geführt, die zwar italienisch aber praktisch kein Deutsch sprechen. So wurde aus dem bestellten Apfelsaft schnell mal ein Karottensaft. Das Hotel war schlecht ausgelastet, darunter litt natürlich auch der Service, obwohl sich die Inhaber viel Mühe gaben, die allerdings teilweise auch etwas unbeholfen wirkten.

Zirbenstube mit Kaminofen
in der Burg Taufers

Unsere Freunde hatten sich eine Erkältung zugezogen und würden am nächsten Tag wieder abreisen, Alex und ich blieben bis Donnerstag. 

Blick von der Burg Taufers
Am Vormittag hatten wir noch eine Führung durch die Burg oberhalb von  Sand unternommen, die recht interessant war. Vor allem die schönen mit Zirbenholz gestalteten Stuben und auch eine alte Basilika mit Krankenstation direkt gegenüber beeindruckten sehr, wie auch zahlreiche Gästezimmer, ein zentrales Wohn- und Gerichtszimmer und der Folterkeller. Über einen Wehrgang auf der Burgmauer gelangten wir in den mächtigen Turm, von dessen oberen Stockwerken wir eine schöne Aussicht auf Sand und das sich dahinter erstreckende Tal hatten. 

Am Klammljoch

Am Sonntag unternahmen wir mit der Bekannten unserer Freunde eine Wanderung vom oberen Parkplatz in Rein ( 1675 m ) zur Knuttenalm ( 1863 m ) und weiter über Klammlsee zum Klammljoch ( 2294 m ) und standen somit abermals mit einem Bein in Österreich. Bei Rein war die Landschaft weiß gepudert, der Winter hatte einen ersten Gruß geschickt. Dies war auch der Grund, warum wir diese Wanderung gewählt hatten, sie verlief bequem über eine Forststrasse.

Wir kehrten zur Knuttenalm zurück und genossen dort etwas zu Essen und natürlich den guten Knuttengeist.

10. Herbstwanderung 2022: Auf den Schaflahnernock

 Die Chemnitzer Hütte ( 2420 m ) oberhalb des Neves Stausees ( 1580 m ) wird von zwei Gipfel flankiert, dem Schaflahnernock ( 2703 m ) und dem Gamslahnernoch ( 2869 m ). Der Schaflahnernock sollte heute unser Ziel sein, was sich aber erst entschied, als wir bei der Hütte angelangt waren.

Die Chemnitzer Hütte
 Am Morgen waren wir zu unserer letzten Wanderung der diesjährigen Hans-Kammerlander-Bergwoche aufgebrochen und mit den Bussen zum Neves Stausee gefahren. Der Aufstieg zur Chemnitzer Hütte war weder schwierig noch sehr anstrengend, auf den Schaflahnernock ging es dann über Block- und Felsgelände. teilweise steil hinauf, der Gipfel war trotzdem schnell erreicht; die unten angegebenen 1,5 Stunden Gehzeit etwas übertrieben. 

Aufstieg auf den Schaflahnernock

 Immerhin hatte ich es geschafft auf einem der Felsen auszurutschen und mit dem Schienbein gegen einen anderen Felsen zu stoßen, was mir eine leichte Prellung und Hautabschürfung einbrachte.

Auf dem Schaflahnernock

 Das Wetter hatte sich wieder etwas gebessert, aber die Bewölkung überwog. Troztdem hatten wir einigermaßen Aussicht und einmal öffnete sich auch die Wolke um uns herum und gab einen Blick frei auf Weißenbach tief unten im Tal und in der Sonne gelegen. Nachdem ich meine kleine Wunde mit etwas Zirpenschnaps desinfiziert hatte, den einer der Mitwanderer immer im Rucksack hatte ( erst später bemerkte ich, daß ich natürlich aus ein Desinfektionsmittel dabei gehabt hätte ), machten wir uns an den Abstieg zur Hütte und ließen uns bald Hüttennudeln, Suppen oder Kaiserschmarren schmecken.

9. Herbstwanderung 2022: Zur Kasseler Hütte

 Der vierte Tag der Hans-Kammerlander-Bergwoche begann mit starkem Regen. Wir fuhren ins Bachertal bei Rein und machten uns an den steilen Aufstieg zur Kasseler Hütte ( 2276 m ) von der Jausenstation Säge ( 1580 m ) aus. Hans hatte wohl auf eine Aufklarung gehofft, aber es regnete wirklich stark, während wir den rutschigen Weg bergan stiegen. Erst als wir die Hütte erreichten, unsere Klamotten zum Trocknen aufhängten und uns Essen bestellten klarte der Himmel langsam auf. 

Auf dem Weg zur Kasseler Hütte bei Regen
 Die Hüttenwirtin war über unseren Besuch etwas überrascht. Hans hatte uns zwar telefonisch angekündigt, aber in der Rieserfernehütte, so daß ich erstmal die Telefonbuch-Einträge in seinem Handy fixen mußte. Trotzdem klappte alles gut und wir genossen das warme Essen in der gemütlichen Stube. Ein Rettungshubschrauber kam zur Hütte um einen Gast abzuholen, der über Kreislaufprobleme klagte.

Blick von der Kasseler Hütte
 Beim Abstieg hatten wir gutes Wetter und wir wählten den einfachen Weg hinunter zum Langlauf-Zentrum. Hans hatte den steilen Abstieg gewählt und dabei noch einem älteren Spaziergänger geholfen, der sich auf diesen rutschigen Steig verlaufen hatte. Mit seinem Bus brachte er uns Fahrer zu den anderen Bussen und bald ging es zurück nach Sand.

8. Herbstwanderung 2022: Auf das Ahornacher Jöchl

 Das Wetter verschlechterte sich, der Himmel war stark bewölt, dennoch entschloß dich der Großteil unserer Gruppe zum Aufstieg auf den Großen Moosstock. Ich und einige anderen entschieden sich dagegen und zusammen mit Rosi wanderten wir zu den Schlafhäusern unterhalb des Moosstock, dann über den Durreck-Höhenweg auf das Ahornacher Jöchl ( 2276 m ). 

Abstieg vom Ahornacher Jöchl
 Beim Aufstieg trafen wir auf zwei junge Burschen, die den Aufstieg zum Moosstock abgebrochen hatten. "Macht heute keinen Sinn", sagten sie. 

Bei den Schlafhäusern am Moosstock

Oben angekommen standen wir im Nebel, erst beim Abstieg klarte es leicht auf. Um 12:00 Uhr erreichte uns die Nachricht, daß die Hauptgruppe den Gipfel des Moosstock erreicht hatte.Wir stiegen weiter ab und wurden dann von Rosi zu ihr nach Hause in Ahornach zu einer "Merende" eingeladen.